Astern-Arten & -Sorten: Die schönsten im Überblick

Alina
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Seit mehreren Jahren pflanze ich hobbymäßig in meiner Freizeit viel verschiedenes Gemüse an, wodurch ich letztendlich zu dem Studiengang Gartenbau an der Hochschule in Freising gefunden habe. Ich bin davon fasziniert, die Pflanzen vom Samen bis zur Frucht wachsen zu sehen und am Ende die Ernte zu verarbeiten.

Lieblingsobst: Kirschen und Erdbeeren
Lieblingsgemüse: Kartoffeln, Tomaten und Knoblauch

Es gibt weit über 100 verschiedene Arten mit mehreren Sorten und sogar verschiedene Gattungen der Aster, die sich zum Beispiel in der Blütenoptik sehr ähneln. Bei dieser Vielfalt verliert man schnell mal den Überblick.

bunte Astern-Sorten
Bei dieser farbigen Vielfalt ist für jeden etwas dabei [Foto: BABAI BAITALIK/ Shutterstock.com]

Die Astern (Aster spec., Symphyotrichum spec.; Callistephus spec.; Erigeron spec.) bieten ein großes Spektrum an Möglichkeiten, seinen Garten zu gestalten – mit verschiedenfarbigen Blüten bis hin zu unterschiedlichen Wuchsformen und Blütezeiten. Wir stellen Ihnen die schönsten Gattungen, Arten und Sorten der Aster in diesem Artikel vor.

Tipp: Einige Astern waren früher der Gattung Aster zugehörig, wurden später aber in andere Gattungen überführt. So ergibt sich eine große Gruppe von Pflanzen verschiedener Gattungen, die wir „Astern“ nennen.

Astern-Arten: Wie viele gibt es?

Es ist kaum möglich, eindeutige Angaben zu machen, was die Artenzahl der Astern betrifft. Das liegt hauptsächlich an der komplizierten botanischen Systematik, in welcher die Pflanzen den Familien und Gattungen zugeteilt und entsprechend benannt werden. Es kommt immer wieder vor, dass darin durch neue Erkenntnisse Änderungen vorgenommen werden und Pflanzen, die ursprünglich der Gattung Aster zugeteilt waren, dann in eine andere Gattung eingereiht werden. Früher bestand die Gattung Aster aus etwa 500 bis 600 Arten, bevor eine große Neuordnung stattfand. Diese Varianten waren in Eurasien, in Afrika und hauptsächlich in der Neuen Welt verbreitet. Die Arten, die nach der aktuellen Systematik zur Gattung Aster gehören, sind nur in der Alten Welt vertreten – also in Europa, Asien und Afrika.

Auch die bekannten Glattblatt-Astern (Symphyotrichum novi-belgii) und Raublatt-Astern (Symphyotrichum novae-angliae) wurden einer neuen Gattung zugeordnet, da sie zu den nordamerikanischen Arten gehören. Zu den weiteren Gattungen, die ebenfalls als Aster bezeichnet werden und von einer ähnlichen Optik geprägt sind, gehören die einjährige Sommeraster (Callistephus chinensis), die Feinstrahlaster (Erigeron spec.), die Schönaster (Kalimeris spec.) und die Goldaster (Chrysopsis speciosa).
Oft setzt sich der neue, korrekte botanische Name in der Praxis nur langsam durch, weshalb als Synonym auch noch der alte botanische Name verwendet wird.

Glattblatt-Aster
Die bekannte Glattblatt-Aster gehört offiziell nicht mehr zur Gattung Aster [Foto: Daria Plotnikova/ Shutterstock.com]

Die schönsten Astern-Arten und -Sorten im Überblick

Viele beliebte und bekannte Arten wie die Kissen-Aster (Symphyotrichum x dumosum), die Raublatt-Aster oder Glattblatt-Aster gehören zu den Herbstastern, deren Blütezeit meist bis in den Herbst hinein reicht. Diese und weitere Arten werden in unserem Spezialartikel vorgestellt.

Frühlings-Astern sind eher niedrige Stauden, welche ihre Blütenköpfchen meist an unverzweigten Stängeln tragen. Sie mögen sonnige Standorte und sind für Steingärten oder andere nährstoffarme Plätze geeignet. Grundsätzlich sind alle Astern-Arten bis auf die einjährige Sommeraster ausreichend winterhart. Folgend stellen wir Ihnen die schönsten Arten und Sorten vor:

Alpen-Aster (Aster alpinus)

Die Alpen-Astern erreichen etwa eine Höhe von 15 bis 25 cm und bevorzugen einen trockenen, warmen und kalkhaltigen Boden. Die Blütezeit dieser Art erstreckt sich von Mai bis Juni und sie ist bienenfreundlich. Die Sorten dieser Art sollten am besten einzeln oder in kleinen Gruppen von etwa 1 bis 3 Pflanzen mit Abstand von 20 cm gepflanzt werden. Wir stellen Ihnen nur Astern vor, die von Experten als besonders schön und naturgesund bewertet wurden.

  • Aster alpinus ˈDunkle Schöneˈ: Diese reichblühende Sorte mit intensiv violetten Blüten besitzt eine tolle Blütenschmuckwirkung und eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit.
Alpenaster
Die intensiv violetten Blütenblätter bilden einen starken Kontrast zur gelben Mitte [Foto: Fabrizio Guarisco/ Shutterstock.com]
  • Aster alpinus ˈAlbusˈ: Diese Sorte ist gut widerstandsfähig und ebenfalls reichblühend. Durch ihre reinweißen Blüten überzeugt die Sorte optisch.
  • Aster alpinus ˈSabineˈ: Bei ˈSabineˈ handelt es sich um eine Sorte mit hoher Vitalität, schönen Blüten und sehr geringer Anfälligkeit für Krankheiten. Die anemonenblütige Sorte trägt zahlreiche lila Blüten und erreicht eine Höhe von 30 cm.
  • Aster alpinus ˈHappy Endˈ: Die reichblütige Sorte ˈHappy Endˈ wird bis zu 35 cm hoch und überzeugt ebenfalls mit einer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. Die gute Blütenschmuckwirkung wird durch die rosa Blüten erzeugt.
lila Aster
Die Alpen-Aster kann auch in Höhenlagen bis zu 3100 m vorkommen [Foto: Janisbija/ Shutterstock.com]

Vorsommer-Aster (Aster tongolensis)

Das Laub der Vorsommer-Aster, auch Frühsommer-Aster oder Szetschuan-Aster genannt, bildet einen kleinen Teppich auf dem Boden und die Pflanze breitet sich mit kurzen Ausläufern in der Erde langsam aus. Die Staude kann eine Höhe von etwa 40 cm und eine Breite von etwa 25 bis 30 cm erreichen. Die Blütezeit dieser Art ist von Mai bis Juni. Sie fühlt sich auf frischen bis feuchten, basenreichen und durchlässigen Böden wohl. Da die Art nur Temperaturen bis etwa – 23 °C aushält, sollte man sie nur in entsprechend wintermilden Regionen pflanzen. Die Staude kann einzeln oder in kleineren Gruppen von etwa 3 bis 10 Exemplaren mit einem Abstand von 25 cm gepflanzt werden.

  • Aster tongolensis ˈWartburgsternˈ: Diese Sorte ist geprägt von ihren duftenden, großen, blauvioletten Blüten, die eine orangegelbe Mitte besitzen.
  • Aster tongolensis ˈLeuchtenburgˈ: Die intensiv violetten Blüten der Sorte ˈLeuchtenburgˈ locken mit ihrem Duft viele Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an.
Aster tongolensis
An jedem unverzweigten Stängel dieser Arten sitzt nur eine einzelne Blüte [Foto: Iva Vagnerova/ Shutterstock.com]

Sommer-Astern blühen meist ab Juli oder August und sind für unterschiedliche Standorte geeignet. Sie können je nach Variante eine Höhe von 80 cm erreichen. Die bekanntesten und schönsten Arten stellen wir im Folgenden vor:

Berg-Aster (Aster amellus)

Die Berg-Aster, auch Kalk-Aster genannt, wächst in einer buschigen Form und liebt sonnige Standorte. Am richtigen Platz ist diese Art unkompliziert und pflegeleicht. Auf gut durchlässigem, stickstoffarmem und trockenem bis frischem, kalkhaltigem Boden gedeiht die buschig-horstige Staude am besten. Die Blütezeit erstreckt sich meist von Mitte oder Ende Juli bis Ende September. Die Art kann entweder einzeln oder in kleineren Gruppen bis etwa 10 Pflanzen mit einem Abstand von 40 cm gesetzt werden.

  • Aster amellus ˈVeilchenköniginˈ: Diese ausgezeichnete Sorte ist äußerst reichblütig und besitzt durch die dunkelvioletten Blüten eine hervorragende Blütenschmuckwirkung. Sie blüht von Anfang September bis Mitte Oktober und wird 50 bis 60 cm hoch. Zudem überzeugt sie mit einer ausgezeichneten Standfestigkeit, Vitalität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten.
  • Aster amellus ˈBrilliantˈ: Die gesunde und gut standfeste Sorte ˈBrilliantˈ blüht von Ende August bis Ende September violett-rosafarben. Sie trägt nicht nur viele Blüten, sondern wird auch selten von Krankheiten befallen.
Aster amellus
Die Blüten der Sorte ˈBrilliantˈ strahlen förmlich durch ihre intensive Färbung [Foto: Tony Baggett/ Shutterstock.com]
  • Aster amellus ˈMiraˈ: Die auffällig reichblütige Sorte ˈMiraˈ wurde als sehr gut bewertet und erreicht ebenfalls eine Höhe von 50 bis 60 cm. Durch ihre blauvioletten Blüten wird von Ende August bis Anfang Oktober eine schöne Blütenschmuckwirkung erzielt. Die Standfestigkeit und die Krankheitswiderstandsfähigkeit sind hervorragend.

Pyrenäen-Aster (Aster pyrenaeus)

Die Pyrenäen-Aster sollte auf mageren, durchlässigen, kalkhaltigen sowie trockenen bis frischen Böden in sonnig-warmer Lage kultiviert werden. Die Ansprüche sind ähnlich wie bei der Berg-Aster, allerdings ist Aster pyrenaeus ausdauernder und robuster. Die Blütezeit der buschig-horstigen Staude liegt zwischen Mitte August und Mitte Oktober. Sie kann einzeln oder in kleineren Trupps bis zu 10 Pflanzen mit einem Abstand von 50 cm gepflanzt werden.

  • Aster pyrenaeus ˈLutetiaˈ: Diese äußerst kräftig blühende Sorte überzeugt mit guter Wüchsigkeit. Sie wird etwa 60 bis 70 cm hoch und ihre wunderschönen Blüten sind in einem hellen Silberrosa gefärbt. Sie wurde vom Arbeitskreis Staudensichtung als sehr gut bewertet und verfügt über eine mäßige bis hohe Widerstandsfähigkeit.
Pyrenäen-Aster
Die Sorte ˈLutetiaˈ bildet ein Blütenmeer aus zarten, silber-rosafarbenen Blüten [Foto: Joe Kuis/ Shutterstock.com]

Schirm-Aster (Doellingeria umbellata; Syn. Aster umbellatus)

Nach erfolgreicher Etablierung an einem geeigneten Standort benötigt die kleinblütige Schirm-Aster kaum noch Pflege. Sie bevorzugt durchlässige, dauerhaft frische bis feuchte Böden und ist sehr anpassungsfähig, was den pH-Wert des Untergrunds angeht. Eine sonnige bis halbschattige Lage ist für die Art gut geeignet. Außerdem kommt sie mit Wurzeldruck durch Gehölze gut zurecht und kann somit auch am Gehölzrand, unter Bäumen und Sträuchern eingesetzt werden. Über kurze Ausläufer bildet die Staude einen breiten, horstartigen bis leicht flächendeckenden Wuchs.

  • Doellingeria umbellata ˈWeißer Schirmˈ: Die Sorte ˈWeißer Schirmˈ ist sehr reichblütig und trägt ihre weißen Blüten mit gelber Mitte von Anfang Juli bis Mitte September. Sie verfügt trotz ihrer Höhe von 140 bis 160 cm über eine ausgezeichnete Standfestigkeit und hohe Vitalität. Die Widerstandsfähigkeit der Sorte ist sehr hoch und eine Besonderheit sind die roten Stängel im Herbst.
Aster umbellatus
Die Art gehört zu den kleinblütigen Astern mit einer naturnahen Erscheinungsform [Foto: T-I/ Shutterstock.com]

Sommeraster (Callistephus chinensis)

Im Gegensatz zu den anderen Astern-Arten ist die Sommeraster eine einjährige, krautige Pflanze, die nicht winterhart ist. Deshalb eignet sie sich gut zum Anbau als Schnittblume. Die Sommerastern blühen meist von Juli bis in den Oktober hinein und bevorzugen einen nährstoffreichen, lockeren und feuchten Boden in sonniger, luftiger Lage.

Die Sortenvielfalt dieser Art ist so umfassend, dass diese in mehrere Gruppen eingeteilt werden, die sich in Wuchshöhe und Blütenform unterscheiden. Niedrigere Sorten werden etwa 20 bis 30 cm hoch, mittelhohe zwischen 40 und 50 cm und hohe Varianten können eine Größe von 50 bis 80 cm erreichen. Die hohen Sorten eignen sich optimal als Schnittblumenkultur und die niedrigen können wunderbar im Topf oder Balkonkasten kultiviert werden. Dafür sollte als Substrat eine hochwertige Blumenerde verwendet werden, die mit Sand oder Blähton vermischt wird, um eine gute Durchlässigkeit zu gewährleisten. Dafür eignet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Blumenerde hervorragend, die Ihre Pflanzen mit einem ausgewogenen Nährstoffverhältnis ideal im Wachstum unterstützt und eine üppige Blüte anregt.

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Goldhaar-Aster (Galatella linosyris; Syn. Aster linosyris)

Die Goldhaar-Aster wird auch Gold-Aster oder Goldschopf-Aster genannt. Die doldenartigen, goldgelben Blüten sind ihr spezielles Merkmal. Diese bestehen, anders als bei anderen Astern-Arten, nur aus Röhrenblüten. Ihre Blütezeit ist von Ende August bis Anfang Oktober und sie kann eine Wuchshöhe von 50 bis 60 cm erreichen. Die bienenfreundliche Staude ist sehr reichblühend und wunderschön anzusehen. Sie ist standfest und treibt viel gesundes Laub.

Tipp: Als Goldaster wird ebenfalls die Art Chrysopsis speciosa bezeichnet, daher besteht hier Verwechslungsgefahr.

Aster linosyris
Die strahlend gelben Blüten der Goldhaar-Aster sind ein echter Hingucker [Foto: Flower_Garden/ Shutterstock.com]

Schrebers-Aster (Eurybia schreberi; Syn. Aster schreberi)

Im Handel wird die Schrebers-Aster meist als Herzblatt-Aster (Eurybia macrophylla ˈAlbusˈ; Syn. Aster macrophyllus ˈAlbusˈ) angeboten, was etwas verwirrend erscheinen mag. Da sich die beiden aber sehr ähnlich sind, entsteht daraus kein Nachteil.
An licht halbschattigen bis schattigen Standorten mit mäßig nahrhaften bis nahrhaften Böden, die frisch bis feucht sind, fühlt sich die kleinblütige Art wohl. Mit Wurzeldruck kommt die Staude auch gut zurecht – das heißt, sie kann optimal unter Bäumen und Sträuchern integriert werden. Mit Ausläufern bildet die Schrebers-Aster bodendeckende Flächen mit einer Höhe von 50 bis 90 cm. Durch die großen, herzförmigen Blätter wird das Gewächs recht dicht. Ihr starker Ausbreitungsdrang ist bei der Kombination mit anderen Pflanzen zu beachten – sie könnte andere Stauden verdrängen.

Von Anfang Juli bis Mitte August trägt die äußerst reichblütige Art weiße Blütenwolken und erzielt damit eine gute Blütenschmuckwirkung. Trotz der großen Wuchshöhe beweist die Schrebers-Aster Standfestigkeit.

Eine zweijährige Heil- und Würzpflanze, die sich am selben Standort wie die Schrebers-Aster wohlfühlen würde, ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Wie sich die Pflanze verwenden lässt und welche Wirkungen sie hervorrufen kann, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

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