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Geranien-Pflege & die häufigsten Krankheiten

Jelka
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Ich studiere Biologie und lebe in einem kleinen Dschungel in meiner Wohnung in Köln. In meiner Freizeit liebe ich es, mit meinem Hund lange Spaziergänge in der Natur zu machen und dabei verschiedene Pflanzen zu finden und zu bestimmen. Im Frühjahr wird dann auf dem Balkon alles angepflanzt, was essbar ist, sodass ich beim Kochen frische Zutaten verwenden kann.

Lieblingsobst: Jede Art von Beeren
Lieblingsgemüse: Gurken, Tomaten

Die Geranien-Pflege ist nicht sehr anspruchsvoll – die beliebten Blühpflanzen wachsen in der Regel üppig. Allerdings gibt es auch einige Geranien-Krankheiten, denen vorzubeugen ist.

Damit an den kräftigen Trieben der Geranie (Pelargonium) wunderschöne Blüten in großer Anzahl erscheinen, benötigt sie viel Treibstoff in Form von Wasser und regelmäßigen Düngergaben. Auch der Griff zur Schere stärkt einen gesunden Wuchs und ist vor der Überwinterung der südafrikanischen Schönheit unumgänglich. Damit Ihnen die Geranien-Pflege gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel alles zum Geranien-Gießen und -Umtopfen. Außerdem wird hier genauer auf einige Geranien-Schädlinge eingegangen. In zwei weiterführenden Spezialartikeln wird das Geranien-Düngen und das Überwintern von Geranien behandelt.

Geranien-Pflege: Richtig gießen

Der Schlüssel zur Pflege der Geranien ist Wasser. Zwar können Geranien auch austrocknen, ohne Schaden zu nehmen – besonders üppig blühen sie jedoch nur, wenn man sie regelmäßig mit zimmerwarmem Regenwasser gießt. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Geranien nicht zu viel Wasser bekommen.

Daher gilt: Lieber einmal kräftig gießen als häufiger mit kleinen Wassermengen. Wässern Sie erst wieder, wenn die Erde abgetrocknet ist, und vermeiden Sie Staunässe. Dafür sollten einige Punkte beim Geranien-Pflanzen beachtet werden. Es ist wichtig, dass Sie eine durchlässige Erde sowie ein Pflanzgefäß mit Ablauflöchern und Drainageschicht wählen.

Geranien werden mit Wasser gegossen
Geranien benötigen viel Wasser und viele Nährstoffe [Foto: Isa Long/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Geranien gießen

  • Regelmäßig kräftig und durchgehend wässern
  • Staunässe vermeiden

Tipp: Sehen Ihre Geranien trotz ausreichender Wässerung schlapp und welk aus, kann dies an Wurzelschäden liegen, die durch Staunässe ausgelöst wurden.

Geranien umtopfen

Die Pflanzen sind beim Kauf in Kulturtöpfen meist gut durchwurzelt. Das erkennt man daran, dass zahlreiche Wurzeln aus dem Abzugsloch heraustreten und diese zu verstopfen beginnen. Für ein üppiges Wachstum und eine reiche Blütenfülle müssen sie dringend in einen größeren Topf gepflanzt werden. Aber nicht nur junge Geranien sollten umgetopft werden. Ungefähr alle 2 Jahre wird die blühfreudige Pflanze frisches Substrat brauchen.

Pelargonien umtopfen
Wenn das Substrat durchwurzelt ist, sollte die Geranie umgetopft werden [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Der beste Zeitpunkt zum Geranien-Umtopfen ist der Frühling. Gehen Sie dann wie folgt vor:

  1. Handelt es sich um eine ältere Pflanze, können ihre Triebe um die Hälfte gekürzt werden. Dies unterstützt das weitere Austreiben. Außerdem werden dürre Zweige und tote oder kranke Pflanzenteile entfernt.
  2. Man sollte die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen, den Wurzelballen mit der Hand etwas auflockern und bei älteren Geranien die langen, dickeren Wurzeln um die Hälfte kürzen. Dünne, kranke und tote Wurzelteile können abgetrennt werden.
  3. Wählen Sie einen Pflanztopf, der ungefähr doppelt so groß wie der vorherige Topf ist. Denken Sie an die Drainageschicht und ein Abflussloch.
  4. Nun können Sie den Pflanztopf mit hochwertiger, nährstoffreicher Erde wie unserer Plantura Bio-Blumenerde füllen.
  5. Gerne kann etwas Langzeitdünger wie unser stickstoffreicher Plantura Bio-Blumendünger in die Pflanzerde eingearbeitet werden. Die Nährstoffzusammensetzung dieses Düngers ist extra auf Blühpflanzen wie Geranien abgestimmt und sorgt für eine volle Blütenpracht.
  6. Die Geranie wird so in den Boden gesetzt, dass die unteren Blätter ihn gerade so nicht berühren.
  7. Anschließend können Sie den Bereich um die Pflanze herum mit Substrat auffüllen, andrücken und die Erde gut angießen.
  8. Ab Ende Februar können die in frische Pflanzerde umgetopften Geranien an einem hellen, kühlen Fensterplatz heranwachsen. In kalten Regionen werden Geranien erst ab Mitte Mai in gute Balkonblumen- oder Geranienerde gesetzt. Edelgeranien darf man erst ins Freiland stellen, wenn warme Tage garantiert sind.

Unser Tipp: Die abgeschnittenen Triebe können Sie nach dem Umtopfen als Stecklinge zur Vermehrung Ihrer Geranien nutzen.

Geranie im Topf mit Plantura Dünger
Unser Plantura Bio-Blumendünger versorgt Ihre Geranien optimal mit allen wichtigen Nährstoffen

Die wichtigsten Geranien-Krankheiten und -Schädlinge

Bei richtigen Standortbedingungen und entsprechender Pflege sind Geranien reichblühende Pflanzen. Nichtsdestotrotz können aber Krankheiten und Schädlinge an Geranien auftreten.

Geranie mit absterbenden Blättern
Oft sind Geranien-Schädlinge die Ursache für absterbende Blätter [Foto: AnnHirna/ Shutterstock.com]

Geranienrost

Bei nassem Laub ist die Anfälligkeit für Geranienrost erhöht. Einen Befall erkennen Sie daran, dass sich die Blätter gelb bis bräunlich verfärben und an der Blattunterseite teilweise Pusteln auftreten. Auf der Blattoberseite sind Flecken oder Ringe sichtbar, die sich schnell ausbreiten. Da Geranienrost ansteckend ist, sollten Sie bei einem Anfangsbefall schnellstmöglich die betroffenen Blätter entfernen und entsorgen. Wichtig ist, dass sie nicht auf dem Kompost entsorgt werden, weil sich die Krankheit sonst weiter ausbreiten kann. Außerdem können Sie die Pflanze mit einem Pflanzenstärkungsmittel unterstützen. Vermeiden Sie unbedingt, die Geranie auf die Blätter zu gießen. Dies begünstigt nämlich Krankheiten. Auch vor Regen sollte man die Geranien bei einem Befall schützen. Einige Geranienarten und -sorten sollten im Allgemeinen überdacht aufwachsen.

Geranienrost an Geranie
Bei Geranienrost handelt es sich um eine ansteckende Geranien-Krankheit [Foto: Floki/ Shutterstock.com]

Botrytis bei Geranien

Bei der sogenannten Botrytis, auch Grauschimmel genannt, handelt es sich um eine häufige Pilzerkrankung. Ähnlich wie beim Geranienrost besteht eine erhöhte Anfälligkeit bei nasskalter Witterung. Weist Ihre Geranie Faulstellen mit grauem Sporenbelag auf, ist sie höchstwahrscheinlich betroffen. Dann sollten Sie zunächst befallene Pflanzenteile entfernen und die Pflanze generell trockener halten. Für eine zusätzliche Stärkung sorgt das Spritzen mit Bio-Aktivmitteln wie Schachtelhalmbrühe.

Blattläuse bei Geranien

Blattläuse haben es ebenfalls häufig auf Geranien abgesehen. Läuse an Geranien treten häufig im Winterquartier auf, wenn die Pflanzen dunkel stehen und kaum wachsen. Durch das Saugen der Blattläuse wellen sich die Geranienblätter, wodurch der Befall ersichtlich wird. Falls es sich um den ersten Blattlausbefall handelt, spülen Sie die Geranie gründlich mit Wasser ab. Bei einem häufigeren Auftreten der ungewollten Gäste können Sie sie auch mit unserem hochwirksamen Schädlingsfrei Neem bekämpfen. Das biologische Pflanzenschutzmittel enthält den Wirkstoff Azadirachtin und wird aus den Samen des Neembaumes gewonnen.

Blattlaus auf Geranie
Blattläuse können Schäden an Geranien verursachen [Foto: Ernie Cooper/ Shutterstock.com]

Spinnmilben bei Geranien

Während Grauschimmel und Geranienrost meist bei nasser Witterung auftreten, können Geranien bei trockenwarmer Witterung von Spinnmilben befallen werden. Erkennbar ist der Befall durch silbrige Punkte auf der Blattoberseite und Gespinste auf der Blattunterseite. Meist reicht es zur Bekämpfung, die Geranie mit Wasser abzubrausen und sie mit einem Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln.

Weiße Fliege bei Geranien

Besonders in windgeschützten, warmen Lagen und im Winterquartier sind Geranien anfällig für einen Befall durch weiße Fliegen. Die Schädlinge siedeln sich an der Blattunterseite an und verursachen durch Saugen gelbe Stellen an den Blättern. Betroffenes Laub vertrocknet dann und fällt ab. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie befallene Pflanzenteile entfernen und bei geringem Befall Gelbtafeln anbringen. Für eine natürliche Bekämpfung durch Nützlinge sind Schlupfwespen gut geeignet. Sowohl sie als auch Gelbtafeln können Sie in unserem Plantura Shop kaufen. Beide sind chemiefreie Bekämpfungsmethoden, wodurch die Umwelt geschont wird.

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Zusammenfassung der wichtigsten Geranien-Krankheiten und -Schädlinge:

  • Bei Geranienrost verfärben sich die Blätter gelb bis bräunlich. Teilweise treten Pusteln an der Blattunterseite auf. Auf der Blattoberseite sind Flecken oder Ringe sichtbar, die sich schnell ausbreiten. Die Krankheit ist ansteckend für andere Geranienpflanzen.
  • Bei Botrytis oder Grauschimmel treten Faulstellen mit grauem Sporenbelag auf.
  • Ein Befall durch Blattläuse ist an den gewellten Blättern zu erkennen.
  • Spinnmilben hinterlassen an der Blattoberseite silbrige Punkte und auf der Blattunterseite Gespinste.
  • Weiße Fliegen siedeln sich an der Blattunterseite an und verursachen durch Saugen gelbe Stellen an den Blättern; betroffenes Laub vertrocknet und fällt ab.

In diesem Spezialartikel erfahren Sie außerdem, was Sie tun können, wenn Ihre Geranien gelbe Blätter aufweisen.