Unkraut jäten: Vorgehen & Experten-Tipps

Franziska
Franziska
Franziska
Franziska

Ich studiere ökologische Landwirtschaft an der Uni Hohenheim und bin sehr pflanzen- und naturverbunden. Zuhause bewirtschaften wir einen kleinen Biobetrieb mit einigen Tieren, verschiedenen Ackerfrüchten und etwas Wald. Die Gewinnung von gesunden Lebensmitteln im Einklang mit der Natur begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Lieblingsobst: Apfel, Birne und Zwetschge
Lieblingsgemüse: Kartoffel, Kürbis und Spinat

Unkräuter kommen in jedem noch so gut gepflegten Garten vor und wachsen meist schneller als die Zierpflanzen oder das Gemüse im Beet. Hier finden Sie die besten Tipps zum Jäten von Unkraut.

Unkraut im Garten jäten
Unkräuter sind in jedem Garten zu finden [Foto: Elena Masiutkina/ Shutterstock.com]

Unter Beikraut, Wildkraut oder „Unkraut“ verstehen wir Pflanzen, die sich im Rasen, Blumentöpfen und Gemüsebeeten breitmachen, ohne dass wir ihre Anwesenheit dort befürworten. Oft konkurrieren sie mit unseren Kulturpflanzen um Wasser, Licht und Nährstoffe, sodass ihre Präsenz sich negativ auf unseren Erfolg als Gärtner auswirkt. Wenn man das Auflaufen der Pflanzen nicht irgendwie verhindern kann, muss regelmäßig gejätet werden. Deshalb haben wir für Sie Tipps und Tricks zum Unkrautjäten zusammengestellt.

Unkraut jäten: Diese Unkräuter wachsen besonders häufig

Löwenzahn jäten
Löwenzahn und Vogelmiere sind hartnäckige Unkräuter [Foto: Aleksandar Cholanchevski/ Shutterstock.com]

Tipp: Eine offizielle Gruppe der „Unkräuter“ gibt es nicht, nur wir Menschen nennen sie so, wenn sie uns stören. Vor allem heimische Wildpflanzen haben für unser Ökosystem einen hohen Wert. Diese Pflanzen sollte man also nicht grundsätzlich verteufeln, und sie an den Stellen, an denen sie nicht stören, einfach wachsen lassen. Wildkräuter integrieren sich auch hervorragend in eine naturnahe Blumenwiese und können dort eine ungeahnte Schönheit entfalten.

Wilpflanzen sind kein Unkraut
Wer käme auf die Idee, Wildpflanzen in einer Blumenwiese „Unkraut“ zu schimpfen? [Foto: Janisbija/ Shutterstock.com]

Wann ist die beste Zeit zum Jäten?

Eine allgemeine Jahres- oder Tageszeit zum Unkrautjäten kann nicht empfohlen werden. Vielmehr richtet sich der optimale Jäte-Zeitpunkt nach den Faktoren Bodenfeuchte und Wachstumsstadium der Unkräuter. Ein fleißiger Gärtner jätet ungefähr einmal pro Woche das Unkraut und spart sich damit doch viel Arbeit: Denn wer die Pflanze vor der Blüte und der Samenbildung entfernt, kann die Ausbreitung und damit die zukünftige Jäte-Arbeit reduzieren.

  • Bodenfeuchte: Der Boden sollte zum Unkrautjäten feucht sein. So lassen sich die Pflanzen leicht herausziehen, ohne dass die Wurzel abreißt, aus welcher sie eventuell wieder nachwachsen können. Ist der Boden zu trocken und sehr hart, kann er mit einem Gartenschlauch oder der Gießkanne befeuchtet werden. Ist der Untergrund zu nass, sollte man warten, bis er etwas abgetrocknet ist, damit die Erde nicht an Werkzeug und Händen kleben bleibt.
  • Wachstumsstadium der Unkräuter: Je kleiner die Unkräuter beim Jäten sind, desto besser. Jedoch sollten Sie sich sicher sein, welche Pflanzen gerade herausgezupft werden, denn oft sind die Unkräuter und die Kulturpflanzen im Keimblattstadium nur schwer zu unterscheiden. Deshalb kann es sinnvoll sein, abzuwarten, bis sich 4 bis 6 Blätter daran gebildet haben.
  • Vor der Selbstaussaat: Um die Selbstaussaat der Unkräuter zu verhindern, sollte man diese spätestens zur Blütezeit jäten. Allerdings bieten auch Unkrautblüten eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten und locken Bestäuber an. Hier kommt es also auf das richtige Timing an: Warten Sie wenn möglich solange ab, dass die positiven Effekte der Blüte noch ausgenutzt werden können, und entfernen Sie die Pflanzen, bevor sie Samen gebildet haben. Dies gelingt insbesondere bei einzeln stehenden, großen Unkrautpflanzen.
Unkraut zupfen
Am leichtesten lässt sich Unkraut bei feuchtem Boden zupfen [Foto: Lipatova Maryna/ Shutterstock.com]

Das richtige Werkzeug zum Jäten

Zum Unkrautjäten stehen eine Menge verschiedener Geräte zur Verfügung. Je nach persönlichen Vorlieben und je nachdem, wo das Unkraut entfernt werden soll, wird das passende Gerät ausgewählt. Das wichtigste Werkzeug sind jedoch nach wie vor die Hände. Ziehen Sie beim Unkrautjäten Gartenhandschuhe als Schutz vor Verletzungen und Schmutz an. Dazu können eine Unkrauthacke, Jätefaust, Kreuzhacke, Jätschlinge, Blumenkralle oder eine Schaufel zu Hilfe genommen werden. Um tiefwurzelnde Unkräuter wie zum Beispiel Löwenzahn oder Sauerampfer zu entfernen, eignet sich ein Unkrautstecher. In diesem Zuge sind Knieschoner zu empfehlen, schließlich verbringt man beim Unkrautjäten die meiste Zeit auf allen Vieren. Für größere Flächen gibt es auch Geräte mit langem Stiel, wie zum Beispiel verschiedene Hacken und Unkrautstecher.

Werkzeug zum Unkraut jäten
Eine Fingerhacke hilft beim Lockern der Unkräuter [Foto: Tobias Arhelger/ Shutterstock.com]

Unkraut jäten: Wie geht man vor?

Das Jäten gehört zu den weniger beliebten Aufgaben im Garten. Dennoch ist es sehr wichtig und sollte regelmäßig durchgeführt werden. Dabei geht man folgendermaßen vor:

  • Machen Sie sich einen Überblick über den Unkrautbestand: Welche Unkräuter sind vorhanden? Wie groß sind sie? Vielleicht finden sich sogar ein paar essbare Unkräuter im Garten.
  • Bei Bedarf sollte der Boden befeuchtet werden, damit sich das Unkraut mitsamt der Wurzel herausziehen lässt.
  • Sammeln Sie alle Werkzeuge zusammen: Eimer, Hacke, Schaufel, Gartenhandschuhe und bei Bedarf ein Sonnenschutz.
  • Unkräuter mit Samenständen müssen gesondert eingesammelt werden, wenn die restlichen Pflanzen kompostiert werden sollen. Will man allerdings das Unkraut in der Biotonne oder als Tierfutter loswerden können, ist diese Trennung nicht nötig.
Unkraut jäten und kompostieren
Das Unkraut beim Sammeln direkt zu sortieren, ist fürs Kompostieren sinnvoll [Foto: Simon Kadula/ Shutterstock.com]
  • Jetzt kann es losgehen. Achten Sie darauf, immer die Wurzel mit zu entfernen. Ansonsten wachsen die Pflanzen in kürzester Zeit wieder nach.
  • Manche Unkräuter wie Ackerkratzdistel, Löwenzahn und Sauerampfer sind äußerst hartnäckig. Ihre Pfahlwurzel muss sorgfältig ausgestochen werden.
  • Auch Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch müssen komplett ausgegraben werden, damit sie nicht mehr nachwachsen.
  • Nach dem Jäten sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob sich schon wieder neues Unkraut breitmacht und erneut gejätet werden muss.
  • Die „geernteten“ Unkräuter sollten vor der Kompostierung in der Sonne ganz vertrocknen, zum Beispiel auf einer Pflasterfläche oder auf einer schwarzen Folie. Sonst wachsen die Speicherwurzeln im Kompost einfach weiter.
Unkraut entfernen
Unkrautzupfen ist eine mühsame Aufgabe [Foto: LianeM/ Shutterstock.com]

Rückenschonend Unkraut jäten: Das Unkrautjäten in einer dauerhaft gebückten Haltung ist eine ungewohnte und fordernde Belastung des Rückens. Deshalb sollte man darauf achten, während der Arbeit eine möglichst rückenschonende Haltung einzunehmen. Knien Sie sich zum Beispiel auf nur ein Bein, sodass die Blutzirkulation nicht behindert wird und Sie leicht aufstehen können. Wenn es die Umstände zulassen, kann auch im Stehen gearbeitet werden, indem man eine Hacke mit einem langen Stiel verwendet. Hochbeete sind sehr bequem und rückenschonend zu bearbeiten, da die Arbeitshöhe an die Körpergröße angepasst ist.

Unkraut ohne Werkzeug jäten
Auf allen Vieren zu arbeiten, kann auf Dauer den Rücken belasten [Foto: Shaplov Evgeny/ Shutterstock.com]

Tipp: Das Hacken zwischen den Pflanzen entfernt nicht nur das Unkraut, sondern reduziert auch die Wasserverluste aus dem Boden, da der Aufstieg des Wassers in Bodenkapillaren unterbrochen wird. So gelangt das Wasser nicht mehr an die Oberfläche, wo es verdunsten würde. Daher kommt die alte Weisheit „einmal hacken spart dreimal gießen“.

Gerät zum Unkraut jäten
Das Arbeiten mit einer langstieligen Hacke ist bequem und rückenschonend [Foto: yuris/ Shutterstock.com]

Unkraut aus dem Rasen entfernen: Tipps und Tricks

Nicht nur im Gemüse- oder Blumenbeet kann sich Unkraut breitmachen. Auch im Rasen treten regelmäßig Unkräuter auf, die entfernt werden müssen.

Tipp: In der Auflauf-Phase der Rasengräser keimen immer auch Unkräuter. Diese können nicht entfernt werden, ohne die Rasen-Keimlinge zu schädigen. Die Entfernung der Unkräuter ist allerdings nicht zwingend notwendig. Bei den ersten Mähgängen verschwinden die nicht schnittverträglichen Pflanzen nämlich normalerweise von selbst. Nur Wurzelunkräutern im Rasen sollte man vorbeugen und deren Wurzeln bereits vor der Rasenansaat gründlich entfernen.

  • Unkraut stechen: Die tief wurzelnden Unkräuter Löwenzahn und Schafgarbe werden am besten mit einem Unkrautstecher beseitigt.
  • Gute Pflege: Eine gut gepflegte Rasenfläche ist weniger anfällig für die Ausbreitung von Unkräutern. Bewässern Sie den Rasen bei Bedarf und düngen Sie die Rasenfläche regelmäßig, zum Beispiel mit unserem Plantura Bio-Rasendünger. Der Langzeitdünger ist für die Frühjahrs- und Sommerdüngung geeignet und versorgt die Rasenfläche für ungefähr 3 Monate mit Nährstoffen.
Bio-Rasendünger 10,5 kg (Sack)
Bio-Rasendünger 10,5 kg (Sack)
  • Bio-Rasendünger für einen gesunden & satt-grünen Rasen
  • Zur Frühjahrs- & Sommerdüngung mit 3-monatiger Langzeitwirkung
  • 100% natürliche & tierfreie Inhaltsstoffe - unbedenklich für Haus- & Gartentiere
  • Richtiges Mähen: Auch regelmäßiges Mähen spielt eine wichtige Rolle. Eine Schnitthöhe von 4 bis 5 cm hat sich dabei bewährt, da dann immer noch genug Schatten auf den Boden geworfen wird, um die Unkrautsamen nicht keimen zu lassen. Sehr wichtig ist es, in wüchsigen Phasen wöchentlich zu mähen, selbst wenn der Rasen vielleicht noch nicht so viel gewachsen ist. Sonst legen sich die Blätter der Wildkräuter flach zu Boden, entgehen so dem Mähwerk und können sich ausbreiten.
Unkraut im Rasen jäten
Ein gut gepflegter Rasen ist nicht so anfällig für Unkräuter [Foto: The Toidi/ Shutterstock.com]
  • Kalkung: Eine Kalkung hilft gegen unerwünschte Pflanzen im Rasen, wie zum Beispiel gegen Moos. Unser Plantura Bio-Rasen- & Gartenkalk bringt übersäuerte Böden wieder in einen für Gräser günstigeren pH-Bereich. Er verbessert bei richtiger Anwendung die Aktivität des Bodenlebens und damit die Bodenfruchtbarkeit.
Bio-Rasen- & Gartenkalk 15 kg
Bio-Rasen- & Gartenkalk 15 kg
  • Hochwertiger, fein gekörnter Rasen- & Gartenkalk für eine verbesserte Bodenfruchtbarkeit
  • Gegen Unkraut und Moos: Bringt übersäuerte Böden wieder ins Gleichgewicht
  • Streuwagengeeignet & leicht auszubringen - unbedenklich für Haus- & Gartentiere
  • Akzeptanz: Unkräuter im Rasen sehen ordnungsliebende Gärtner ungern. Ein unkrautfreier Rasen im eigenen Garten ist über kurz oder lang aber eine unrealistische Vorstellung. Auch der Vergleich zu Golf- und Sportplatzrasen oder englischem Rasen hilft nicht weiter, denn bei diesen Flächen werden andere Saatgutmischungen sowie bestimmte Pflegemittel eingesetzt und ein hoher, oft umweltschädlicher Aufwand betrieben. Wer sich an der einen oder anderen Wildpflanze im Rasen erfreuen kann, der tut sich selbst und der Umwelt etwas Gutes.
Unkraut aus dem Rasen entfernen
Ein unkrautfreier Rasen existiert praktisch nicht [Foto: Mike Pellinni/ Shutterstock.com]

Tipp: Vertikutieren ist keine hilfreiche Maßnahme gegen Unkraut im Rasen, sondern kann rhizombildende Unkräuter wie Weißklee und Quecke sogar noch weiter verteilen. Auch Moos wird damit nicht dauerhaft entfernt. Wer den Vertikutierer zu tief einstellt und versucht, damit Wildkräuter aus dem Boden zu holen, schädigt damit sogar den Rasen. Das eigentliche Ziel des Vertikutierens, nämlich die Anregung der Verzweigung der Rasengräser durch die oberflächliche Verletzung der Gräserwurzeln, wird dabei verfehlt.

Hausmittel gegen Unkraut

Ist das händische Unkrautjäten zu anstrengend, möchte man vielleicht auf andere Methoden zurückgreifen. Hier stellen wir einige Hausmittel und alternative Methoden zur Unkrautbekämpfung vor:

  • Salz und Essig: Diese Hausmittel wirken zwar gegen Unkraut, haben jedoch auch negative Effekte auf andere Pflanzen. Bei der Anwendung muss man aufpassen, dass die Kulturpflanzen nicht aus Versehen gleich mit vernichtet werden. Außerdem können sich diese Produkte im Boden anreichern, da sie nur sehr langsam abgebaut werden – was dazu führen kann, dass auf diesem Fleck gar nichts mehr wächst. Auch Zitronensäure, Backpulver oder Natron gehören zu solchen Hausmitteln, diese sind jedoch in der Verwendung als Herbizide nicht zugelassen. Salz und Essig hingegen sind erlaubt.
  • Abflammen: Das Ziel hierbei ist es, das Unkraut so stark zu erhitzen, dass die Proteine denaturieren. Dies erkennt man daran, dass sich die Blätter hellgrün färben. Da die Geräte zum Abflammen meist mit Gas betrieben werden und hohe Temperaturen erreichen, sollten Sie sich auf jeden Fall der Brandgefahr bewusst sein. Diese Methode ist vor allem auf gepflasterten Flächen eine gute Möglichkeit.
  • Heißes Wasser: Den gleichen Effekt wie die Hitze beim Abflammen hat heißes Wasser. Hier kann Restwasser, wie zum Beispiel heißes Kartoffel- oder Nudelwasser, verwendet werden.
  • Brennnesselsud: Die im Brennnesselsud enthaltene Zitronensäure wirkt gegen Unkräuter, wenn der Sud regelmäßig über die zu beseitigenden Pflanzen gegossen wird.
  • Bodendecker: Um Unkraut vorzubeugen, sind Bodendecker gut geeignet, da sie eine stark unterdrückende Wirkung besitzen. So hat Unkraut aufgrund von Platz- und Lichtmangel kaum eine Chance, durch die geschlossene Pflanzendecke zu wachsen. Bevor die Bodendecker gepflanzt werden, muss natürlich erst sämtliches Unkraut entfernt werden, sonst wächst es durch.
Mulchschicht um Unkraut vorzubeugen
Eine Mulchschicht unterdrückt keimendes Unkraut [Foto: Nadzeya Pakhomava/ Shutterstock.com]

Unkraut aus Fugen entfernen

Wenn sich das Unkraut in den Fugen der gepflasterten Terrasse oder in der Garageneinfahrt breitmacht, sieht das schnell ziemlich ungepflegt aus. Folgende Methoden gibt es, um das Unkraut aus den Fugen zu entfernen:

  • Am umweltfreundlichsten ist wohl ein Fugenkratzer. Achten Sie bei dem Gerät auf eine scharfe Klinge und einen Griff, der angenehm in der Hand liegt. Hiermit wird nach und nach das Unkraut aus einer Fuge nach der anderen herausgekratzt.
  • Mit einer Fugenbürste mit besonders starren Borsten kann das Unkraut aus den Fugen gekratzt werden.
  • Weitere wirksame Methoden sind das bereits oben genannte Abflammen und heißes Wasser.
  • Mit einem Hochdruckreiniger kann das Unkraut aus den Fugen herausgespritzt werden. Gleichzeitig kann man das Pflaster oder die Terrassensteine reinigen.

Tipp: Grundsätzlich dürfen Grundstoffe und Herbizide nicht auf befestigten Flächen ausgebracht werden, da diese Mittel schnell oberflächlich abgewaschen werden und ins Grundwasser gelangen, wo sie zu Verunreinigungen führen.

Unkraut aus Fugen jäten
Mit einem Fugenkratzer lässt sich Unkraut entfernen [Foto: Mariana Serdynska/ Shutterstock.com]

Unkraut dauerhaft entfernen

Unkraut dauerhaft zu entfernen, ist kaum möglich. Denn Unkrautsamen können mit dem Wind oder durch Tiere von überall herkommen. Doch es gibt Möglichkeiten, die Keimung und Ausbreitung von Unkraut bereits von Anfang an zu unterdrücken:

  • Vlies und Gewebe: Freier Boden kann mit einem lichtundurchlässigen Pflanzenvlies oder einem Gewebe abgedeckt werden. So kommt kein Licht an die Unkrautsamen und die Keimung wird verhindert. So werden Unkräuter unterdrückt und das Bodenleben kann sich trotzdem weiterentwickeln.
  • Mulchschicht: Eine Mulchschicht aus natürlichen Materialien hemmt das Unkrautwachstum.
  • Regelmäßiges Jäten und Hacken: Durch regelmäßiges Unkrautjäten werden Unkräuter bereits vor der Samenbildung entfernt. Somit wird der Samenvorrat im Boden zumindest nicht erweitert und neu keimende Unkräuter werden zeitnah entfernt.
  • Fugen verfüllen: Mit Fugensand oder wetterfestem Mörtel, insbesondere auch mit dauerelastischem Fugensand, lässt sich eine geschlossene Pflasterdecke herstellen, sodass keine Pflanzen mehr dort wachsen können.
Pflanzenvlies um Unkraut vorzubeugen
Durch Pflanzenvlies und -gewebe kann Unkraut unterdrückt werden [Foto: Animaflora PicsStock/ Shutterstock.com]

Alant (Inula helenium) ist ein interessantes heimisches Wildkraut. Mehr zu dieser Pflanze erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Jetzt zur Garten-Post anmelden