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Bittersalz: Eigenschaften & Einsatz als Dünger

Bittersalz ist ein ganz spezieller Pflanzendünger. Was für das Bittersalz kennzeichnend ist und wofür man es im Garten verwenden kann, zeigen wir Ihnen.

Hinter dem Namen Bittersalz versteckt sich eigentlich die Substanz Magnesiumsulfat [Foto: Criniger kolio/ Shutterstock.com]

Einige von Ihnen werden Bittersalz nicht als Dünger kennen, sondern aus der medizinischen Anwendung. Zum einen finden wir Bittersalz in sogenannten Heat Packs, die therapeutische Wärme erzeugen, und zum anderen findet Bittersalz Verwendung als Abführmittel. Jedoch kann man es auch als Dünger einsetzen. Wie das genau geht, erfahren Sie hier.

Bittersalz: Was ist das?

Hinter dem Namen Bittersalz versteckt sich eigentlich die Substanz Magnesiumsulfat (MgSO4), ein farbloses und geruchsloses Pulver, das überaus bitter schmeckt. Daher stammt auch sein Name – Bittersalz. Es ähnelt äußerlich einem normalen Salz, das wir aus der Küche kennen, jedoch besteht Bittersalz aus ganz anderen Substanzen.

Zusammensetzung von Bittersalz

Wie schon erwähnt ist Bittersalz Magnesiumsulfat, es besteht also aus Magnesium und aus Sulfat, was, einfach gesagt, Schwefel ist. Nun ist auch klar, bei welchen Mangelerscheinungen man Bittersalz einsetzen kann, nämlich bei Magnesiummangel und auch bei Schwefelmangel.

Durchschnittlich besteht Bittersalz aus 16% Magnesium und 13% Schwefel. Diese Gehalte können aber von Anbieter zu Anbieter beziehungsweise je nach verwendetem Produkt variieren. Den genauen Gehalt Ihres Bittersalzes finden Sie immer auf der Verpackung.

Bittersalz als Dünger anwenden

Anwendung findet Bittersalz in Universaldüngern als Magnesiumquelle. Es ist also entweder Düngemitteln beigemischt oder es wird als Reinstoff verwendet, um gezielt einen Magnesiummangel auszugleichen.

Rasen wird mit Bittersalz gedüngt

Bittersalz dient als Magnesiumquelle [Foto: Vitalii Petrushenko/ Shutterstock.com]

Bittersalz: Wofür & wann anwenden?

Bevor wir uns nun aber mit der genauen Anwendung von Bittersalz beschäftigen, sollten wir uns kurz noch mit dem Magnesium im Boden befassen. Es gibt einige Faktoren, die auf das Magnesium einwirken und auf die wir beim Düngen achten müssen. Dazu gehört natürlich der pH-Wert, denn die Löslichkeit von Nährstoffen im Boden ist immer von diesem abhängig. Magnesium ist bei einem relativ neutralem pH-Wert (6 bis 8) am besten verfügbar und so auch für die Pflanzen zugänglich. Wenn der Boden nun aber versauert oder übermäßig basisch wird, ist das Magnesium nicht mehr verfügbar. Wenn man nun mit Bittersalz düngt, welches ja aus Magnesiumsulfat besteht, sollte man immer bedenken, dass man damit den pH-Wert im Boden senkt. Wenn der pH-Wert dann unter 6 fällt, wird die Magnesium-Löslichkeit herabgesetzt und man kann im Prinzip so viel düngen, wie man will – die Pflanze wird den Stoff nicht erhalten. Aus diesem Grund sollten Sie vielleicht auch eine Bodenuntersuchung in Betracht ziehen, wenn Sie große Probleme mit der Nährstoffversorgung in Ihrem Garten haben.

Bei der Magnesiumdüngung sollte man auch immer einen anderen Nährstoff im Auge behalten, nämlich das Calcium. Ist im Boden nämlich viel Calcium vorhanden, kann dies die Verfügbarkeit von anderen Nährstoffen senken – wie zum Beispiel von Magnesium, Kalium oder Phosphor. Achten Sie daher immer auf ein ausgeglichenes Nährstoffverhältnis im Boden und vermeiden Sie eine einseitige Düngung. Besonders oft leiden Nadelbäume (Koniferen) in unseren Gärten unter Magnesiummangel und zeigen dies durch gelb oder braun verfärbte Nadeln. Auch andere Pflanzen zeigen Magnesiummangel durch das Gelbwerden von Blättern. Zuerst verfärben sich die älteren Blätter und langsam greift die Gelbfärbung auch auf die jüngeren über. Bei den verfärbten Blättern bleiben jedoch die Blattadern grün und die Leistung der Photosynthese nimmt ab, denn Magnesium ist ein wichtiger Teil des Blattgrüns, des Chlorophylls.

Thuja mit braunen Stellen

Braune Verfärbungen bei Thujen können auf einen Nährstoffmangel hinweisen [Foto: EvGavrilov/ Shutterstock.com]

Leider kann man bei den Nadelbäumen nur durch die Verfärbung allein nicht klar auf einen Magnesiummangel schließen, denn auch ein Mangel an Kalium kann die Nadeln dazu bringen, sich zu verfärben. Solche Verfärbungen und das Braunwerden von Nadeln kennen die meisten von uns wohl von Thuja-Hecken im Garten. Anwenden können Sie Bittersalz während der Vegetationsperiode, im Allgemeinen zwischen März und November. Eine Anwendung außerhalb der Wachstumsperiode ist nicht zu empfehlen, da das Magnesiumsulfat dann einfach ausgewaschen werden kann und keine Wirkung auf unsere Pflanzen hat.

Da Bittersalz nur sehr einseitig düngt, sollte man vor der Anwendung eine Bodenuntersuchung durchführen. Wir empfehlen in jedem Fall nicht nur mit Bittersalz zu düngen, sondern einen ausgewogenen Bio-Dünger zusätzlich zu verwenden, wie zum Beispiel unseren Plantura Bio-Universaldünger. Dieser enthält essentielle Nährstoffe, mit denen Ihre Pflanzen ausgewogen ernährt werden.

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Bittersalz als Dünger: Wie oft anwenden?

Für eine Erhaltungsdüngung mit Bittersalz ist es zuerst wichtig zu wissen, welchen Boden man hat. Ist Ihr Boden eher leicht, also sehr sandig, und Wasser versickert schneller, dann wird auch mehr Magnesium ausgewaschen. Bei solchen leichten Böden werden zwei bis drei Gaben mit je 30 g Bittersalz pro Quadratmeter empfohlen.

Wenn Sie einen schweren Boden im Garten haben, der sehr lehmig ist und zu Staunässe neigt, reichen einmal pro Saison 30 bis 50 g Bittersalz pro Quadratmeter für eine ausreichende Magnesium-Düngung aus.

Sack mit Bittersalz

Bittersalz kann man in fester Form einfach in den Boden einarbeiten oder in Wasser auflösen [Foto: Criniger kolio/ Shutterstock.com]

Anwenden kann man den Bittersalz-Dünger dabei auf mehrere Arten:

  • Arbeiten Sie das Bittersalz in fester Form in den Boden ein und wässern Sie die Fläche danach gründlich
  • Lösen Sie das Bittersalz in Wasser und gießen Sie die Pflanzen mit Mangelsymptomen
  • Bittersalz kann auch per Blattdüngung verabreicht werden. Da Magnesium auch im Blattgrün vorhanden ist, kann es gut auf diese Art zugeführt werden. Eine Lösung von ungefähr 20 ml flüssigem Bittersalz in einem Liter Wasser reicht optimal für eine Blattdüngung aus

Bittersalz kaufen

Erhältlich ist Bittersalz als fester Dünger, aber auch in flüssiger Form. Grundsätzlich ist Bittersalz relativ günstig zu erhalten, teilweise schon ab einem Kilopreis von etwa einem Euro. Auch ist Bittersalz manchen Universaldüngern für eine Extraportion Magnesium beigemischt.

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