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Flüssigdünger: Eigenschaften, Anwendung & selber machen

Flüssigdünger gibt es in vielen Varianten. Hier informieren wir Sie über Inhaltsstoffe und Anwendung – und dazu, wie man Flüssigdünger selbst herstellt.

Flüssigdünger in Gießkanne
Organische Dünger fördern häufig das Bodenleben [Foto: Iryna Inshyna/ Shutterstock.com]

Bei der Wahl des Düngers scheiden sich die Geister – manche bevorzugen feste, streubare Granulatdünger wie unsere Plantura Bio-Langzeitdünger, andere Hobbygärtner schwören auf den Einsatz von Flüssigdüngern. In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Eigenschaften und Zusammensetzung von Flüssigdüngern sowie deren Anwendungsgebiete und die Unterschiede zu Granulatdünger.

Flüssigdünger: Eigenschaften und Zusammensetzung

Flüssigdünger bestehen aus einzelnen, reinen Mineralien oder einem Gemisch an Nährstoffen. Diese können organischen, mineralisch-organischen oder rein mineralischen Ursprungs sein. Flüssigdünger werden zumeist über das Gießwasser ausgebracht, können aber teilweise auch als Blattdünger verabreicht werden. Das gilt vor allem für Mikronährstoffe wie Eisen oder Bor, in Form von Reinform-Suspensionen. Flüssigdünger werden aufgrund einiger Vorteile gerne verwendet:

  • Schnelle Wirksamkeit: Flüssige Dünger werden von Pflanzen deutlich schneller aufgenommen und können daher auch bei akuten Mangelsymptomen Abhilfe schaffen.
  • Variable Anwendung: Mit dem Gießwasser oder mit der Sprühflasche als Blattdüngung.
  • Enthaltene Nährstoffe: Je nach Pflanzenbedarf können die Nährstoffe in Reinform oder als optimierte Kombination ausgebracht werden.

Nicht jede Form der Nährelemente ist in der flüssigen Form stabil oder pflanzenverfügbar. Manche Nährstoffe müssen für die Verwendung in Flüssigdüngern in eine sogenannte Chelat-Verbindung eingegliedert werden. Die besondere Zusammensetzung sowie die Herstellung und Gewinnung der pflanzenverfügbaren Nährstoffe ist auch der Grund für den häufig deutlich höheren Preis im Vergleich zu festen Düngemitteln.

Hinweis Flüssigdünger entsorgen: Möchten Sie Flüssigdünger entsorgen, ist der sicherste Weg die Abgabe bei einer Schadstoffsammelstelle, bestenfalls in der Originalverpackung. Flüssigdünger sollten niemals in die Kanalisation oder andere Gewässer gelangen, da vor allem hochkonzentrierte mineralische Dünger toxisch auf viele Wasserorganismen und die Umwelt allgemein wirken. Im besten Fall verdünnen Sie den Flüssigdünger hochgradig und wässern damit in kleinen Dosierungen Beete, Sträucher und Bäume. Auch ein Komposthaufen mit schwer zersetzbaren Materialien wie Hackschnitzel und Pflanzenschnitt profitiert von einer leichten Stickstoffdüngung, da hier beim Kompostierungsprozess oftmals Stickstoff festgesetzt wird.

Organischer und mineralischer Dünger
Flüssigdünger können Nährstoffe organischen oder mineralischen Ursprungs beinhalten [Foto: rukawajung/ Shutterstock.com]

Organische Bio-Flüssigdünger

Die Rohstoffe, die bei der Herstellung von Flüssigdüngern verwendet werden, können verschiedenen Ursprungs sein. So enthalten beispielsweise Gülle und Jauche aus der Tierhaltung große Mengen nutzbarer Stickstoffverbindungen. Auch Reststoffe aus der Lebensmittel- oder Forstindustrie können Nährstoffe in Form von recycelbaren Naturmaterialien, wie Kakaoschalen oder Vinasse, liefern. In diesem Fall liegt der Nährstoff in organischen Verbindungen vor. Enthält ein Flüssigdünger Bestandteile gemischter Herkunft, dann bezeichnet man ihn als organisch-mineralischen Dünger. Auch an organischen Flüssigdüngern werden sowohl einfachere als auch vielfältigere Mischungen angeboten. Allerdings enthalten die Ausgangsstoffe der rein organischen Dünger in der Regel viele Spurennährelemente, sodass reine NPK-Dünger unter den organischen Flüssigdüngern nur selten zu finden sind.

Unsere Plantura Bio-Flüssigdünger werden gänzlich ohne tierische Produkte hergestellt und beziehen ihre Nährstoffe ressourcenschonend aus Resten der Lebensmittel-, Genuss- und Futtermittelproduktion. Die Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger und Bio-Blumen- & Balkondünger sind rein organische Flüssigdünger, während in unserem vorwiegend organischen Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger bzw. Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger zusätzlich Mikronährstoffe bzw. Kaliumsulfat enthalten sind.

Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger
Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger
Hochwirksamer Bio-Flüssigdünger
mit einem NK-Verhältnis von 4-5
für alle Gemüsearten & Beerenobst,
unbedenklich für Haus- & Gartentiere

Mineralische Flüssigdünger und organisch-mineralische Flüssigdünger

Eine weitere Möglichkeit der Flüssigdüngung ist die Nutzung von mineralischen Nährstoffen. Zu diesem Zweck werden die Nährstoffe aus Bergwerken abgebaut oder in chemischen Verfahren künstlich hergestellt. Sie liegen dann in einer sehr reinen Form vor. Mineralische Dünger besitzen dank ihrer direkten Pflanzenverfügbarkeit eine sehr schnelle Wirkung. Nachteilig ist jedoch, dass die Nährstoffe in mineralischer Form das Bodenleben weder fördern noch ernähren. Auf Dauer belasten die Nährsalze den Boden, senken den pH-Wert und können zur Versalzung führen. Bei der Dosierung benötigt man Fingerspitzengefühl, denn eine Überdüngung – vor allem mit den schnell wirkenden mineralischen Düngern – kann die Wurzeln stark schädigen. Eine ausgewogenere Kombination stellen organisch-mineralische Flüssigdünger dar.

Hinweis: Warum enthalten Flüssigdünger eigentlich niemals Calcium? Obwohl Calcium ebenfalls ein essentieller Nährstoff ist, ist es in Kombinations-Flüssigdüngern nicht enthalten. Der Grund hierfür ist, dass sich Calcium und Phosphor, salopp gesagt, chemisch unwiderstehlich finden. Aus diesem Grund wird darauf verzichtet, Flüssigdüngern Calcium zuzusetzen. Deshalb sollten Sie auch nicht direkt nach einer Düngung mit phosphorhaltigem Flüssigdünger Calcium düngen, sondern besser einige Monate zwischen den Düngegaben verstreichen lassen. Als Reinnährstoff für die Blattdüngung gibt es Calcium jedoch zu kaufen, was beispielsweise für die Bekämpfung der Blütenendfäule wichtig ist.

Zusammenfassung: Eigenschaften und Zusammensetzung von Flüssigdüngern

  • Mineralische Flüssigdünger werden aus Rohstoffen hergestellt, die in Bergwerken abgebaut oder in chemischen Verfahren erzeugt werden. Das Ergebnis sind reine Düngersalze, welche als Reinstoff oder Kombination äußerst schnell von Pflanzen aufgenommen werden.
  • Organische Flüssigdünger enthalten meist zusätzlich zu den Hauptnährstoffen (Stickstoff, Phosphor und Kalium) weitere Spurenelemente und fördern das Bodenleben durch die enthaltenen organischen Verbindungen. Sie nutzen oftmals recycelbare Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie und sind daher häufig als deutlich nachhaltiger einzustufen. Deshalb setzen auch wir von Plantura auf rein organische beziehungsweise vornehmlich organische Flüssigdünger.
Flüssigdünger im Gießwasser
Flüssigdünger kann einfach in das Gießwasser gegeben werden [Foto: DUSAN ZIDAR/ Shutterstock.com]

Vor- und Nachteile von Flüssigdüngern

Flüssigdünger besitzen zwar viele Vorteile, bringen jedoch auch einige Nachteile gegenüber festen Granulatdüngern mit sich.

Vorteile von FlüssigdüngernNachteile von Flüssigdüngern
Optimale PflanzenverfügbarkeitGefahr der Überdüngung bei falscher Dosierung, da sofort vollständig verfügbar
Verwendung als Flüssigdüngung oder BlattdüngungVerhältnismäßig teuer verglichen mit festen Düngern
Leichtere Dosierung als bei festen Düngern, da die Geschwindigkeit der Freisetzung nicht beachtet werden mussKeine Langzeitwirkung, häufigere Anwendung in niedriger Dosierung nötig
Enthalten häufig zusätzlich SpurennährelementeEinige Nährstoffe sind nie in Kombinationen enthalten, z.B. Calcium und Phosphor
Bei der Verwendung mit dem Gießwasser entfällt ein ArbeitsschrittKein Einbringen von organischer Substanz für den Humusaufbau
Schnelle Behandlung bei akutem Nährstoffmangel möglichKein vollständiger Ersatz für vollwertige organische Düngung

Fazit: Alles in allem ist die Wahl zwischen Flüssigdüngern und Granulatdüngern also hauptsächlich eine Frage der persönlichen Präferenz. Flüssigdünger können einfach über das Gießwasser ausgebracht werden, müssen allerdings häufig (meist alle ein bis zwei Wochen) verwendet werden. Bei Granulatdüngern mit Langzeitwirkung reichen in der Regel zwei Düngergaben pro Saison, dafür muss das Granulat in die Erde eingearbeitet werden. Als Faustregel gilt deshalb, dass Flüssigdünger eher für Topf- und Balkonpflanzen empfehlenswert sind, während Granulatdünger für Pflanzen im Beet die beste Wahl darstellen.

Flüssigdünger ausbringen: Dosierung und Anwendung

So unterschiedlich Flüssigdünger zusammengesetzt sind, so verschieden sind auch ihre Anwendungsbereiche. Flüssigdünger können gegossen oder auch als Blattdüngung auf das Laub gesprüht werden. Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Flüssigdüngung bei Rasenflächen, Gemüse- und Blühpflanzen, Grün- und Zimmerpflanzen sowie Zitruspflanzen.

Anwendung als Blattdüngung

Pflanzen sind in der Lage, viele Nährstoffe allein über das Blatt aufzunehmen und somit direkt in den Stoffwechsel des Blatts einzubauen. Jüngere Blätter nehmen die Nährstoffe dabei am schnellsten auf. Die Blattdüngung kann bei fast allen Pflanzen angewendet werden. Sehr behaarte oder mit einer dicken Wachsschicht bedeckte Blätter nehmen die Nährlösung allerdings deutlich schlechter auf. Insgesamt liegt die Konzentration von Nährstoffen bei der Blattdüngung derart niedrig, dass sie sich nur bei Mikronährstoffen wie Bor, Zink oder Eisen sowie bei akuten Mangelsymptomen lohnt.

Blattdüngungen sollten nur bei Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C durchgeführt werden, wenn der Stoffwechsel der Pflanze weder durch Kälte noch durch Wärme gehemmt wird. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung und großer Trockenheit sollten Sie keine Blattdüngung durchführen, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann. Am besten eignen sich Tage mit bedecktem Himmel oder die Abendstunden. Auch eine von Vornherein niedrige Konzentration der Düngerlösung bietet einen guten Schutz vor diesen Schäden. Füllen Sie die Düngerlösung in ein Sprühgerät und benetzen Sie die Blätter der Pflanze gleichmäßig und nur so weit, dass die Suspension nicht abtropft.

Himbeerpflanze mit Mangel
Bei akutem Mangel an Stickstoff oder Spurenelementen, wie hier Eisen, können Blattdüngungen sinnvoll sein [Foto: Sarah2/ Shutterstock.com]

Flüssige Rasendünger anwenden

Im Handel sind neben mit einem Streuwagen auszubringenden Granulatdüngern auch des Öfteren mineralische Flüssigdünger für Rasen im Angebot. Bei der Düngung von Rasenflächen über die Bewässerungsanlage entstehen jedoch erhebliche Nachteile. Durch die Düngung in wässriger Lösung erfolgt nicht nur eine Düngung des Bodens, sondern zugleich eine Blattdüngung. Die Nährstoffaufnahme geschieht also sehr schnell und ein eventueller Mangel ist bald behoben. Die Anwendung muss jedoch häufig wiederholt werden, um den Rasen die ganze Saison über mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Das zweimal jährliche Ausbringen eines festen Rasendüngers stellt hier einen deutlich geringeren Zeit- und Geldaufwand dar. Die alleinige Anwendung von Flüssigdünger an Rasen ist in keinem Fall eine Dauerlösung. Auch ist die Gefahr der Auswaschung bei flüssigen Düngern auf großer Fläche deutlich höher. Wir empfehlen daher, auf vornehmlich organische Langzeitdünger in fester Form zurückzugreifen, wie unseren Plantura Bio-Rasendünger.

Flüssigdünger an Gemüse anwenden

Die Anwendung von Flüssigdünger an Tomaten (Solanum lycopersicum) und anderen Gemüsearten stellt insbesondere bei der Kultur in Kübeln oder Balkonkästen eine gute Alternative zur Granulatdüngung dar. Die Pflanzgefäße sind häufig zu klein, um bis ans Saisonende ausreichend Nährstoffe aus der Pflanzerde allein zu bieten. Granulat in die oft kräftig durchwurzelten Pflanzgefäße einzuarbeiten, verletzt häufig das Wurzelwerk der Pflanzen. Spezielle Mischungen für Gemüse enthalten oftmals höhere Konzentrationen an Kalium, um Trockenheitsresistenz und Fruchtqualität zu verbessern. Spurenelemente sind im Normalfall in frischem Kultursubstrat in ausreichender Menge vorhanden und müssen nicht extra zugeführt werden.

Unser rein organischer Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger eignet sich für alle Gemüsepflanzen mit einem erhöhten Bedarf an Kalium – neben Tomaten zum Beispiel auch für Paprika (Capsicum annuum), Kürbis (Cucurbita), Gurke (Cucumis sativus) oder Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina). Er wird etwa einmal wöchentlich in einer Dosierung von 15 bis 25 ml je 5 l Gießwasser ausgebracht und versorgt Gemüsepflanzen zuverlässig mit den wichtigsten Nährstoffen.

Katze neben Plantura Tomaten- und Gemüsedünger
Unser organischer Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger ist für viele Gemüsearten geeignet und unbedenklich für Haus- und Gartentiere

Flüssige Blumendünger anwenden

Einjährige Sommerblumen wachsen und blühen in nur kurzer Zeit mit oft derart vielen Blüten, dass sie auf eine regelmäßige Düngung angewiesen sind, damit die Blühfreudigkeit erhalten bleibt. Kurz vor und während der Blütezeit von Petunie (Petunia), Löwenmaul (Antirrhinum), Zinnie (Zinnia elegans) und Co. sollte man daher mit der Düngung beginnen. Anderes gilt für mehrjährige Blühstauden und Kübelpflanzen wie Oleander (Nerium oleander), Schmucklilie (Agapanthus), Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens), Hibiskus (Hibiscus) oder Astern (Aster): Sie benötigen bereits eine gute Grundversorgung, die das Austreiben im Frühjahr befördert. Um ausreichende Ressourcen für die meist üppigen Blüten zu haben, kann ab dem Frühsommer insbesondere bei großen Pflanzen in kleinen Kübeln mit flüssigem Blumendünger nachgeholfen werden. Ein organischer Flüssigdünger, wie unser Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger, eignet sich für die Düngung von Blühpflanzen in Balkonkästen, Kübeln und auch im Beet ideal. Er besteht aus rein biologisch produzierten, tierfreien Stoffen und ist damit besonders ressourcenschonend und umweltfreundlich.

Plantura Blumen- und Balkondünger
Organische Flüssigdünger eignen sich ideal zur Pflegedüngung von Balkonkästen und Blühstauden im Topf

Flüssigdünger an Zimmerpflanzen und Grünpflanzen anwenden

Zimmerpflanzen benötigen häufigere Düngegaben als ihre Kollegen im Beet, da sie nur ein sehr begrenztes Nährstoffangebot in ihrem engen Erdvolumen auffinden. Bei Topfpflanzen ist der Flüssigdünger über das Gießwasser oftmals die einzige Möglichkeit, essentielle Nährstoffe außerhalb des Umtopfens zuzuführen. Unser vornehmlich organischer Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger liefert Stickstoff und Kalium für die verschiedensten Kräuter, aber auch Palmen und andere Zimmerpflanzen. Zusätzlich fördern die enthaltenen Mikroorganismen die Pflanzengesundheit.

Plantura Bio-Zimmer- und Grünpflanzendünger
Ein vornehmlich organischer Zimmerpflanzendünger lässt sich bei den meisten Grünpflanzen und auch Palmen einsetzen

Tipp: Die Anwendung von Flüssigdüngern an Ziergehölzen und Heckenpflanzen im Garten ist in der Regel nicht nötig. Sofern es sich nicht um einen akuten Nährstoffmangel handelt, ist die Düngung in fester Form hier die bessere Option. Bei der Pflegedüngung von Gehölzen empfehlen wir Ihnen, vornehmlich organische Düngemittel zu verwenden, um das Bodenleben zu fördern und eine langsamere, dafür langfristigere und schonendere Freisetzung der Nährstoffe zu gewährleisten. Hochdosierte, sofort verfügbare mineralische Dünger können Gehölze sogar schädigen: Das plötzlich angeregte, schnelle Wachstum führt zu weichen Triebspitzen und damit zu einer Anfälligkeit gegenüber saugenden Insekten und Frost.

Anwendung bei Zitruspflanzen und Mediterranpflanzen

Zitruspflanzen (Citrus) und andere mediterrane Pflanzen wie die Olive (Olea europaea) besitzen einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen, insbesondere Eisen (Fe). Fehlt der Nährstoff, bildet sich leicht eine Eisenmangelchlorose, wobei sich die jüngsten Blätter und Triebspitzen gelb verfärben. In unserem Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger sind deshalb neben den Hauptnährstoffen und Eisen zusätzlich Bor, Mangan und Molybdän enthalten. Somit werden Ihre mediterranen Pflanzen in der Wachstumszeit zwischen März und Oktober optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Da uns die Umwelt am Herzen liegt, besteht die Verpackung unserer Flüssigdünger bis auf die Dosierkappe zur 95 % aus recyceltem Kunststoff (HDPE).

Pflanzenbrühe aus Kräutern
Pflanzenbrühen und – jauchen können aus verschiedenen Wildkräutern hergestellt werden und sogar die Abwehrkräfte der Pflanze steigern [Foto: Martina Unbehauen/ Shutterstock.com]

Tipp: Bei Natrium handelt es sich eigentlich nicht um ein essentielles Pflanzennährelement. Es gibt allerdings einige Pflanzen, welche dringend Natrium benötigen – diese nennt man Halophyten. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Strandaster (Aster tripolium), der Strandwegerich (Plantago maritima) und verschiedene Sauer- und Süßgräser (Cyperaceae und Poaceae).

Flüssigdünger selbst herstellen

Nährstoffe in flüssiger Form zuzuführen, ist keine neue Idee: Die Herstellung von Pflanzenjauchen und Auszügen zur Anwendung als Pflanzenstärkungsmittel ist eine sehr alte Praxis. Außerdem ist es sehr erfreulich, dass einige der als „Unkräuter“ verschrienen Bewohner unserer Gärten somit doch einen wertvollen Beitrag leisten können. Die Brennnessel (Urtica) lässt sich mit nur wenig Aufwand zu einer nährstoffreichen Brühe vergären. Diese Brennnesseljauche kann verdünnt im Verhältnis von 1:10 bis 1:20 mit Regenwasser als Dünger oder in unverdünnter Form als Pflanzenstärkungsmittel und biologisches Insektizid gesprüht werden. Auch Schachtelhalm (Equisetum), Beinwell (Symphytum officinale) und weitere Wildkräuter lassen sich zu flüssigen Pflanzendüngern verarbeiten. Zwiebeln (Allium cepa) und Knoblauch (Allium sativum) können ebenfalls für Jauche verwendet werden, um Pflanzen vor Pilz- und Insektenbefall zu schützen.

Um Pflanzenjauchen zu erhalten, werden zunächst Pflanzenteile grob zerkleinert. Diese geben Sie dann in einen verschließbaren Behälter, wie einen Eimer und füllen diesen mit Regenwasser auf. Die verschlossene, künftige Jauche wird nun an einen warmen Platz gestellt und beginnt dort mit der Gärung. Nach einigen Wochen ist sie fertig. Dies erkennt man daran, dass die Flüssigkeit kaum mehr Pflanzenteile enthält und eine dunkelbraune, klare Farbe angenommen hat.

Eine Alternative für Flüssigdünger stellen Langzeitdünger in Granulatform dar. Diese können zwar nicht einfach über das Gießwasser ausgebracht werden, wirken dafür aber mehrere Monate lang. Alles über Langzeitdünger erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

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