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4 Möglichkeiten, ein Gemüsebeet schnell und einfach zu bauen

Ein abgegrenztes Gemüsebeet bietet viele Vorteile und ist leichter zu bauen als man denkt. Hier werden Ihnen vier schnelle Möglichkeiten vorgestellt.

Hochbeet aus Holz mit Salat und Kräuter

Kräuter und Salat lassen sich spielend leicht im Garten anbauen [Foto: iStock.com/Volodymyr Kyrylyuk]

Ein abgegrenztes Gemüsebeet muss beim Gärtnern nicht betreten werden, deshalb verdichtet sich die Erde nicht. Dadurch behält der Boden seine hervorragende Struktur, die Gemüse sehr gut gedeihen lässt. Auch Unkrautjäten ist in unverdichtetem Boden weit weniger unangenehm. Und auch ganz allgemein ist ein leicht erhobenes Gemüsebeet schlechter für Unkräuter und Schnecken zu erreichen, was sich direkt auf den Ernteerfolg auswirkt.

Nachfolgend haben wir 4 unterschiedliche Methoden zusammengefasst, mit denen Sie schnell und einfach Ihr persönliches, abgegrenztes Gemüsebeet bauen können. Die folgenden vier Anleitungen ergeben jeweils Beete mit einer Breite von ungefähr 1,2 Meter und einer Länge von circa 2,4 Metern. Selbstverständlich können Sie die Maße an die Größe Ihres Gartens oder andere Bedürfnisse anpassen. Beachten Sie jedoch, dass Beete, die breiter als 1,2 Meter sind, beim Hacken, Gießen und Ernten schon Schwierigkeiten bereiten können und im schlimmsten Fall dann betreten werden müssen. Die durchschnittlich 25 Zentimeter hohen Beete sollten im Anschluss mit einem Gemisch aus Erde und Kompost im Verhältnis 2:1 befüllt werden. Ist ein Kräuterbeet geplant, sollte kein Kompost aber dafür Sand beigemischt werden.

1. Weidenbeet

Zuerst muss natürlich der Standort des Beets festgelegt werden. Entlang der späteren Beetumrandung werden jeweils in einem 40 cm großen Abstand 60 cm lange Stahlstäbe mit einem Hammer in den Boden geschlagen. Ungefähr 25 cm der Stäbe sollten oberhalb der Erdoberfläche verbleiben. Schneiden Sie nun lange, möglichst gerade Äste von Bäumen oder Sträuchern mit einem Durchmesser bis zu einem Zentimeter ab. Im Herbst oder Winter sind die Äste recht trocken und lassen sich schlecht biegen. Zu diesen Jahreszeiten können Sie die Äste vorerst einige (max. vier) Tage in Wasser einweichen. Das macht sie biegsam und formbar.

Eingeweicht oder nicht, werden die Äste dann im Korbstil um die Stahlstäbe gebunden, jeweils einmal außen um einen Stab herum, dann einmal innen um den nächsten Stab herum. An den Ecken des Beets werde die Äste entsprechend zugeschnitten. Wenn Sie die Äste bis zum oberen Ende der Stahlstäbe gewunden haben, muss Ihr Flechtwerk noch befestigt werden. Dazu legen Sie jeweils einen ca. 60 cm langen Ast über den Flechtzaun und stoßen die Enden des Astes jeweils auf einer Seite der Flechtwand in den Boden. Das wiederholen Sie alle 50 cm entlang der kompletten Flecht-Umrandung des Beets. Um das Austreten von Erde aus dem Beet zu verhindern, kleiden Sie das Weidenbeet von innen mit Jute aus.

Für ein rechteckiges, 1,2 x 2,4 m großes Weidenbeet benötigen Sie:

  • 18 Stahlstäbe mit einer Länge von jeweils ca. 60cm
  • ein Stück Jute
  • ungefähr 100 lange, biegbare Äste

Ovale Weidenbeete sind ebenfalls ein echter Hingucker und lassen sich genauso einfach bauen. Für sie empfiehlt sich eine Grundgröße von 1,5 m x 0,9 m. Bei dieser Form erspart man sich das Zurechtschneiden der Äste an den Ecken.

2. Beet aus Baumstämmen

Bei diesem Beet bilden vier Baumstämme die Umrandung. Beschaffen Sie sich möglichst gerade Baumstämme mit einem Durchmesser von ungefähr 30 cm. Verfügen Sie nur über dünnere Stämme, können diese zusammengenagelt werden. Leicht schräg, an die zwei angrenzenden Baumstämme gelehnt, wird eine ähnliche Höhe erreicht.

Für ein 1,2 x 2,4 m großes Baumstamm-Beet brauchen Sie:

  • zwei 2,1 m lange Baumstämme
  • zwei 1,2 m lange Baumstämme, alle vier mit bestenfalls 30 cm Durchmesser

3. Gemüsebeet aus Schalsteinen

Die Verwendung von Schalsteinen aus Beton (auch Hohlkammersteine genannt) ist eine weitere einfache Möglichkeit, ein Gemüsebeet zu bauen. Schalsteine lassen sich aus dem Baumarkt beschaffen und kosten nur wenige Euros. Am gewünschten Platz werden die Schalsteine in einem Rechteck angeordnet und schon ist das Gemüsebeet fertig. Die Hohlräume der Schalsteine sollten auch mit Erde befüllt werden und können beispielsweise mit Blumen oder Kräutern bepflanzt werden.

Für ein ca. 1 x 2,5 Meter großes Beet brauchen Sie:

  • 12 Betonschalsteine mit 17,5 cm Breite und 50 cm Länge
  • oder 20 Betonschalstein mit 30cm Breite und 33,3 cm Länge

4. Einfaches Gemüsebeet aus Holzbrettern

Bretter ausrangierter Möbel wie Kommoden, Betten oder Regale können für dieses Beet ideal recycelt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass es unbehandeltes Naturholz ist. Wenn Sie kein Material zum Wiederverwenden haben, kaufen Sie vier Holzbretter im Baumarkt. Je nachdem, was Ihnen zur Verfügung steht, können Sie Holzpfähle oder Stahlstäbe verwenden.

Hochbeete aus Holz im garten

Sowohl Größe als auch Form können Sie beim Selberbauen frei wählen [Foto: iStock.com/AnnaGreen]

Die ungefähr 50 cm langen Holzpfähle werden an den vier Ecken und auf den langen Seiten in der Mitte mit einem Vorschlaghammer um die Hälfte in den Boden geschlagen. 25 cm der Pfähle sollen noch aus dem Boden herausragen. Nun befestigen Sie die Bretter mit Nagel und Hammer von außen an den Pfosten.

Entscheiden Sie sich für Stahlstäbe, schlagen Sie alle 60 bis 70 cm einen 60 cm langen Stahlstab ungefähr 35 cm tief in den Boden. Die Bretter werden nun von der Beetinnenseite an die Stäbe gelehnt. Wenn das Beet befüllt ist, drücken sich die Bretter automatisch an die Stäbe.

Für ein Gemüsebeet aus Holzbrettern brauchen Sie:

  • 2 Bretter mit einer Breite von ca. 25 cm und einer Länge von ca. 0,7 bis 1,2 m
  • 2 Bretter mit einer Breite von ca. 25 cm und einer Länge von ca. 1,5 bis 2,4 m
  • 6 Holzpfähle (ca. 3 cm Durchmesser) mit einer Länger von 50 cm
  • oder je nach Länge der Bretter ca. 10-15 Stahlstäbe mit einer Länge von ca. 60 cm

Mit diesen 4 Methoden können Sie ganz leicht ein abgegrenztes Gemüsebeet in Ihren Garten zaubern. Dabei sind Ihrer Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt und mit ein wenig Experimentierfreude können echte Meisterstücke entstehen.

Folgende Produkte haben sich in unseren Hochbeeten bewährt:

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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