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Bodenverbesserung: 5 Tipps für einen gesunden Gartenboden

Das Thema Bodengesundheit ist für jeden Hobbygärtner von Bedeutung. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Boden verbessern können.

Erde in Händen nah
Der Boden versorgt unsere Pflanzen mit allem, was sie brauchen [Foto: bluedog studio/ Shutterstock.com]

Unser Boden ist die wichtigste Quelle für alle Nährstoffe, die Pflanzen brauchen, um zu wachsen und viele Früchte zu tragen. Das Thema Bodenverbesserung ist daher besonders wichtig. Denn ist der Boden durch einseitige und naturfremde Nutzung erst einmal ausgelaugt, ist es unheimlich schwer, ihn wieder in Form zu bringen. Vielfach wird genau dann auf Mineraldünger zurückgegriffen, um wieder Nährstoffe an die Pflanzen zu bringen. Doch so gerät man schnell in einen Teufelskreis, denn rein mineralische Dünger tragen nicht zur Gesundheit der lebenswichtigen Organismen bei, sondern können diesen sogar schaden. Dieser Artikel widmet sich der naturnahen Bodenverbesserung mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln.

Bodenverbesserung: 5 Tipps für Ihren Gartenboden

Um Ihren Boden und all seine Bewohner wieder in Topform zu bringen, haben wir hier 5 Tipps für ein gesundes Bodenleben und humose Gartenerde für Sie zusammengefasst.

Tipp 1: Vielfältige Fruchtwechsel und Mischkulturen

Anfang des Jahres – noch vor der Pflanzsaison – geht es daran, den Garten und seine Bepflanzung zu planen. Die Begriffe Fruchtwechsel und Mischkultur stehen dabei im Fokus, wenn es um die Bodenverbesserung geht. Fruchtwechsel bedeutet, dass auf einem Beet nicht immer wieder dieselben Kulturen angebaut werden. Stattdessen wechselt man jährlich in einem Kreislauf zwischen Gründüngung, gefolgt von Starkzehrern wie Kürbissen (Cucumis sp.) und Tomaten (Solanum lycopersicum), zu Mittelzehrern wie Karotten (Daucus carota) und Zwiebeln (Allium cepa) und schließlich zu Schwachzehrern wie Salat (Lactuca sativa) oder Erbsen (Pisum sativum). Durch die Gründüngung gelangen im ersten Jahr Humus und viele Nährstoffe in den Boden, die anschließend von nährstoffbedürftigen Pflanzen aufgenommen werden. Schließlich nutzt man die verbliebenen Nährstoffe für Pflanzen, die auch mit wenig auskommen. Aufgefüllt wird der Bodenvorrat dann wiederum mit einer Gründüngung. Weitere Details und Informationen zum Thema Gründüngung finden Sie hier.

Unter Mischkultur wiederum versteht man die Kombination von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern in einem Beet. Hier stehen also Tomaten neben Pastinaken (Pastinaca sativa) und Kopfsalat. So laugt man den Boden nicht einseitig aus und mit einer Mischung zwischen Tiefwurzlern und Flachwurzlern kommen sich die Pflanzen auch unterirdisch nicht in die Quere. Durch die naturnahe Mischung von verschiedenen Gewächsen entsteht ein ausgeglichenes, harmonisches Mikroklima, das nicht nur den Boden verbessert, sondern auch vor Schädlingen wie der Möhrenfliege (Psila rosae) schützt. Welche Pflanzen ideal zueinander passen, erfahren Sie in unserem Artikel zur Mischkultur.

Beet mit Salat und Kräutern von oben
Zwischen Bohnen, Lauch und Radieschen fühlt sich der Salat besonders wohl [Foto: Katarzyna Mazurowska/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Organisch statt mineralisch düngen

Die unzähligen Arten von Tieren und Einzellern in unseren Böden erfüllen eine unglaublich wichtige Aufgabe für unsere Bodengesundheit: Sie zersetzen nämlich abgestorbene Pflanzenteile, aber auch Tiere und andere organische Substanzen, und ernähren sich davon. Nur so werden die Nährstoffe wieder für Pflanzenwurzeln verfügbar. Düngen wir mit organischen Düngern wie Kompost, Stallmist oder Langzeitdüngern wie unseren Plantura Bio-Düngern, füttern wir so zuallererst die vielen Bodenorganismen. Als Folge vermehren diese sich und setzen das organische Material noch schneller um. Über einen längeren Zeitraum entstehen so humose, nährstoffreiche Böden mit luftiger, krümeliger Erde. Dass Pflanzen nicht direkt vom Dünger, sondern vom Boden ernährt werden, nennt man „indirekte Düngung“. Wenn die Pflanzen nun absterben, werden sie wiederum zu Futter für die vielen tausend Tierchen und Einzeller. So schließt sich auch im Gartenboden der natürliche Kreislauf zwischen Boden, Mikroorganismen und Pflanzen.

Wir empfehlen unsere organischen Dünger:
  • Plantura Bio-Universaldünger: 100% bio-zertifizierter und tierfreier Dünger für ein gesundes Bodenleben.
  • Plantura Bio-Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.
  • Plantura Bio-Tomatendünger: Ein hoher Kalium-Anteil sorgt für aromatisch duftende und schmackhafte Tomaten. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten und vielen anderen Gemüsearten hervorragend geeignet.

Bei Mineraldüngern ist dies im Gegensatz dazu nicht der Fall. Die Nährstoffe sind meist in einer direkt pflanzenverfügbaren Form gespeichert und werden auf einmal freigesetzt, zum Beispiel nach Regen. Kann nicht alles von der Pflanze aufgenommen werden, droht einerseits die Ausschwemmung und andererseits die Versauerung des Bodens. Das bedeutet, dass der pH-Wert des Bodens absinkt und sich in saures Milieu verwandelt. Viele Bodenorganismen können dann in solchen Erden nicht mehr leben. Und auch Pflanzen leiden darunter: Nicht nur, dass die meisten auf sauren Standorten nicht wachsen können, es sind auch manche Nährstoffe wie Calcium und Magnesium kaum mehr für sie verfügbar, da diese in sauren Böden gebunden vorliegen.  

Tipp: Abhilfe schafft hier ein Bodenaktivator. Er sorgt für einen ausgeglichenen pH-Wert, fördert direkt die Vermehrung von Mikroorganismen und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig. Unser Plantura Bio-Bodenaktivator besteht aus pflanzlichen und garantiert gentechnikfreien Ausgangsstoffen und lebenden Mikroorganismen. Durch seine zusätzliche düngende Wirkung eignet er sich so ideal zur Verbesserung von Böden aller Art und versorgt gleichzeitig die Pflanzen mit den wichtigsten Nährstoffen.

Plantura Bio-Bodenaktivator
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
€19,99
inkl.MwSt.

Tipp 3: Bodenbearbeitung – weniger ist mehr

Regenwürmer, Asseln, und Milben – aber auch die vielen Bakterien und Pilze, die für uns Nährstoffe recyceln – reagieren relativ empfindlich auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Rabiate Eingriffe wie Fräsen schadet nicht nur den Unkräutern, denn viele Bodenorganismen lassen dabei ebenfalls ihr Leben. Auch das jährliche Umgraben bringt nicht nur die Bodenschichten durcheinander. Denn die Organismen finden sich plötzlich an Orten wieder, an die sie nicht angepasst sind, beispielsweise an der Oberfläche oder umgekehrt tief im Boden. Nach einiger Zeit hat sich das Bodenleben zwar wieder recht gut organisiert und angepasst, dennoch gehen dabei Mikroorganismen und auch lichtempfindliche Nährstoffe wie Stickstoff verloren. Besser ist es, nur die Bodenoberfläche mit einer Grabgabel oder Harke leicht zu lüften, oder mit unserem Tipp 4 fortzufahren.

Rote Beet Pflanzen im Beet mit Mulchunterlage aus Stroh
In einem Mulchbeet ist der Boden nicht der prallen Sonne ausgesetzt [Foto: Nadzeya Pakhomava/ Shutterstock.com]

Tipp 4: Mulchen

Früher war das Mulchen – also das Abdecken des blanken Bodens mit noch nicht verrottetem Material wie Rasenschnitt, Pflanzenteile oder sogar Schafwolle – oft verpönt. Argumentiert wurde vor allem mit dem unordentlichen und ungepflegten Aussehen des Gartens. Dass man mit einer Mulchschicht aber den Boden und so die Gartenpflanzen pflegen kann, war lange in Vergessenheit geraten. Das Material wird dabei lose um die Pflanzen verteilt, ein paar Zentimeter reichen dabei schon aus. Nicht nur stellt man so den Bodenorganismen wieder Nahrung zur Verfügung, der Boden bleibt nach dem Regen oder Gießen auch deutlich länger feucht. Neben der Verdunstung unterdrückt man mit einer Mulchschicht auch die Keimung von Unkräutern. Pilzkrankheiten, die mit Spritzwasser vom Boden auf die Pflanzen gelangen, können ebenfalls durch Mulch länger verhindert werden. Und nach dem Mähen ist für den Rasenschnitt auch gleich ein Platz gefunden – unter den Pflanzen.

Tipp 5: Winterbegrünung auf freien Flächen

Wenn die Saison im Herbst zu Ende geht und das meiste Gemüse schon abgeerntet ist, kann man dem Boden für die kalte Jahreszeit nochmal etwas Gutes tun. Mithilfe einer Samenmischung für eine sogenannte Winterbegrünung können jetzt brachliegende Flächen über den Winter hinweg begrünt werden. Die Pflanzen keimen im Spätherbst und wachsen dann bis zum ersten Frost, der sie absterben lässt. Über den Winter hinweg bleiben die Pflanzen nun auf der Fläche und bieten einerseits für Bodenorganismen Nahrung und schützen andererseits mit ihren Wurzeln vor Erosion dem Abtragen der Erde durch Wind und Regen. Besonders gut eignen sich Mischungen, die Phazelia (Phacelia tanacetifolia), Buchweizen (Fagopyrum esculentum), Gelbsenf (Sinapis alba), Sommerwicke (Vicia sativa) und Kresse (Lepidium sativum) enthalten. All diese Pflanzen sind frostempfindlich und frieren sicher ab, im nächsten Jahr gibt es also keine Probleme mit keimenden Samen der Gründüngung.

Phazelia-Pflanze mit lila Blüten
Die Phazelia ist eine beliebte Winterbegrünung [Foto: Natalia van D/ Shutterstock.com]

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