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Der richtige Standort für Pflanzen

Ist für den neuen Gartenbewohner ein sonniger oder eher ein schattiger Standort passend? Hier erfahren Sie alles, was für die Standortwahl zu beachten ist.

Standort Mangold Garten Anbau Gemüse Pflanze
An einem guten Standort wuchert Mangold regelrecht. [Foto: Local Food Initiative]

Der richtige Standort: Ist die Pflanze winterhart?

Manche Pflanzen kommen mit kühlen Temperaturen gut zurecht und überstehen Winter im hohen zweistelligen Minusbereich auf dem Thermometer ohne Probleme. Andere hingegen sind auf tropisches oder subtropisches Klima angewiesen und benötigen auch im Winter Temperaturen von mindestens 10 °C. Diese Bedürfnisse müssen bei der Wahl des Standortes in jedem Fall berücksichtigt werden, um sich für eine längere Zeit an den Pflanzen erfreuen zu können. Sind die grünen Schützlinge winterhart oder können mit einfachen Überwinterungsmaßnahmen durch die kalte Jahreszeit gebracht werden, so können sie beruhigt ins Beet ausgepflanzt werden. Sind sie das jedoch nicht, sind sie besser in Gefäßen zu halten und vor den Frösten ins Warme zu räumen.

Auch der Wind zählt zum Faktor Klima. Manche Pflanzen fühlen sich an einem sehr windigen Standort nicht wohl. Exemplare mit großen Blättern neigen hier zu besonders schneller Austrocknung. Und auch allgemein können manche Pflanzen einfach besonders empfindlich gegenüber Wind sein. Entweder wird dann ein windgeschützter Platz gesucht oder mittels windschützender Pflanzung (zum Beispiel in Form von Hecken) geschaffen und so das optimale Wachstum ermöglicht.

Der richtige Standort: Bodeneigenschaften

Der Boden oder das Substrat, in welchem die Pflanzen ihre Wurzeln schlagen sollen, können große Unterschiede aufweisen. Folgende Faktoren sind für die Pflanzen wichtig:

  • Zusammensetzung

Die Grundlage der Eigenschaften eines Bodens ist dessen Zusammensetzung. Besteht ein Boden ausschließlich aus Sand, so kann er schlecht Wasser speichern, aber ist gut durchlüftet. Tonböden hingegen speichern Wasser sehr gut, aber sind alles andere als reich an Luft in den Poren. Ein gewisser Anteil an Humus sorgt beispielsweise für eine bessere Strukturstabilität des Bodens und insbesondere in Kombination mit Ton zu einer besseren Speicherung und Haltekraft der wichtigen Nährelemente im Boden.

  • Durchlüftung des Bodens

Wichtig ist, dass im Boden auch Luft enthalten ist. Diese benötigen die Wurzeln nämlich zum Atmen. Andernfalls drohen gefährliche Wurzelpilze, die nicht selten zum Tod führen. Ob ein Boden zu guter Durchlüftung neigt oder nicht, hängt von der Zusammensetzung ab. Viele Pflanzen reagieren sehr sensibel auf schlecht durchlüftete Böden.

  • Wasserspeicherung des Bodens

Wasser wird auch als blaues Gold bezeichnet und das nicht ohne Grund – ist es doch für jede Pflanze unabdingbar, um florierend im Leben zu stehen. Mediterrane Pflanzen mögen es lieber trocken und erfreuen sich deshalb eher an etwas durchlässigeren Böden. Diese können beispielsweise steinig sein oder einen hohen Sandanteil aufweisen. Andere Pflanzen wiederum verübeln es schon, wenn sie einmal etwas trockener werden, sodass tägliches Gießen im Sommer unabdingbar ist. Natürlich kann man bei diesen Bodeneigenschaften nachhelfen: Sand oder Blähton einarbeiten, um die Durchlässigkeit zu fördern, oder Lehm und Ton beimischen, um Wasser im Boden zu steigern.

  • Nährstoffverfügbarkeit im Boden

Grundsätzlich sind die gleichen Nährelemente für das Wachstum von Pflanzen erforderlich, doch der Umfang des Bedarfs ist je nach Pflanze verschieden. Insbesondere bei Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf – bei sogenannten Starkzehrern – ist es ratsam, den Vorrat an Nährstoffen im Boden zu überprüfen beziehungsweise auf die Gehalte des Substrates zu achten. Die ergänzende Düngung ist dann dementsprechend anzupassen.

  • pH-Wert des Bodens

Der pH-Wert eines Bodens ist für verschiedene Prozesse im Boden entscheidend. So hängt von ihm beispielsweise ab, ob bestimmte Nährstoffe verfügbar sind oder nicht. Doch manche Pflanzen kommen eher mit einem sauren Boden zurecht, während andere einen kalkhaltigeren, alkalischen Boden bevorzugen. Im Allgemeinen kommen die meisten Pflanzen jedoch mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 zurecht. Ist der pH-Wert zu niedrig, so kann dieser einfach mit handelsüblichen Gartenkalk angehoben werden. Natürlich ist auf die passende Dosis zu achten, um nicht über das Ziel hinauszuschießen. Ist der pH-Wert eines Bodens zu hoch, gestalten sich Gegenmaßnahmen nicht so unkompliziert. Das regelmäßige Einarbeiten von organischen Materialien über mehrere Jahre ist beispielsweise einer der langwierigen aber adäquaten Möglichkeiten.

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Schattiger oder sonniger Standort?!

Für ein optimales Wachstum hat jede Pflanze eine bestimmte Vorstellung, wie viel Licht sie haben möchte. Dabei wird über das ganze Jahr hinweggesehen geschaut, wie viel Sonnenstunden täglich an jenem Standort zu erwarten sind. Folgende Unterteilung wird dabei vorgenommen:

  • Sonnig: mehr als 6 Sonnenstunden
  • Halbschattig: 3 bis 6 Sonnenstunden
  • Schattig: weniger als 3 Sonnenstunden

Dabei ist jedoch auch die Intensität des Lichtes zu berücksichtigen. Herrscht an dem Standort nur in den Morgenstunden Sonne, deckt das natürlich in ganz anderer Weise den Bedarf der Pflanze, als wenn die Pflanze in der prallen Mittagssonne platziert ist. Der Faktor Licht ist also nicht in starre Strukturen zu drängen, sondern fließend und individuell zu beurteilen. Grundsätzlich ist es jedoch wichtig, die Tendenz zu berücksichtigen und schattenliebende Pflanzen nicht zu hell zu setzen und umgekehrt Pflanzen mit einem hohen Lichtbedürfnis auch entsprechend im Garten zu platzieren.

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