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Dünger kaufen: Darauf sollte man beim Düngerkauf achten

Dünger ist nicht gleich Dünger. Wir zeigen, worauf man beim Kauf des richtigen Düngers achten sollte und nennen empfehlenswerte Bezugsquellen für diesen.

Düngerregal im Gartenmarkt
Wer sich als Verbraucher etwas genauer informiert, der findet sich schnell im Dschungel der Düngeangebote zurecht [Foto: Tonographer/ Shutterstock.com]

Gerade wenn der Frühling den Garten wiedererweckt, alles austreibt und blüht, denken viele Gärtner an die Ernährung ihrer Pflanzen. Soll dann ein neuer Dünger her, hat man rasch die Qual der Wahl: Endlos lang erstrecken sich oftmals die Regale in Gartencentern oder Baumärkten und die Deklaration ist viel zu unübersichtlich, um sich entscheiden zu können. Wir stellen Ihnen nachfolgend die wichtigsten Eckpfeiler vor, die Sie bei der Wahl eines Düngers einbeziehen sollten.

Dünger kaufen

Um sich entscheiden zu können, sollten Sie die Unterschiede von Düngern kennenlernen. In den folgenden Absätzen erfahren Sie, was es beim Kauf zu beachten gibt, wie man den richtigen Dünger wählt und wie man auf Qualität achten kann. Anschließend nennen wir Ihnen einige empfehlenswerte Bezugsquellen.

Das gilt es beim Kaufen von Dünger zu beachten

Vor dem Kauf von Düngern sind ein paar wichtige Vorüberlegungen anzustellen, um den für Sie passenden Dünger zu finden.

Eine bedarfsgerechte Düngung kann nur mithilfe eines Bodentests erfolgen

Böden werden zu einem Großteil aus dem mineralischen Unterboden gebildet. Dieser enthält viele Pflanzennährstoffe, die bei seiner Verwitterung freigesetzt werden. Äußerlich kann man dem Boden nicht ansehen, welche Nährstoffe ihm aus dem mineralischen Anteil zur Verfügung stehen, sodass eine Bodenuntersuchung immer die Grundlage für die Wahl eines Düngers darstellen sollte.

Die Düngertypen

Sortiert man Dünger grob nach ihren Inhaltsstoffen, so kann man mineralische, organische und organisch-mineralische Dünger unterscheiden. Außerdem lässt sich jeder Dünger eher zu der Kategorie „Bodendünger“ oder zu derjenigen der „Pflanzendünger“ zuordnen. Bodendünger enthalten vor allem viele stabile und kohlenstoffreiche Verbindungen, welche die Bodenfruchtbarkeit langsam, aber nachhaltig erhöhen können und die dabei über lange Zeit Nährstoffe liefern. Nur organische Dünger können Bodendünger sein. Pflanzendünger liefern vor allem pure Nährstoffe, die der Pflanzenernährung dienen, doch die Bodenqualität auf lange Sicht senken können. Zu den Pflanzendüngern zählen die mineralischen Dünger sowie einige sehr nährstoffreiche organische Dünger. Innerhalb dieser Gruppen existieren zudem noch Dünger mit oder ohne Langzeitwirkung, Flüssigdünger oder Düngerstäbchen.

Erde in Händen im Garten
Wer bedarfsgerecht düngen möchte, dem empfehlen wir die Durchführung einer Bodenanalyse [Foto: Vlad Teodor/ Shutterstock.com]

NPK-Verhältnis

Bei der Deklaration sollten Sie auf die Nährstoffangaben, insbesondere auf das NPK-Verhältnis achten. Dieses wird stets in folgender Reihenfolge angegeben:

Stickstoff (N) + Phosphoroxid (P) + Kaliumoxid (K) (+ Magnesiumoxid (MgO), + Schwefel (S))

Ein Beispiel wäre also die Deklaration „8 + 4 + 3 (+2, +1)“. Ein so gekennzeichneter Dünger enthielte 8 % Stickstoffverbindungen, 4 % Phosphorverbindungen, 3 % Kaliumverbindungen, 2 % Magnesiumverbindungen und 1 % Schwefelverbindungen. Die Form, in welcher der jeweilige Nährstoff vorliegt, wird für diese Angabe immer auf die gleichen, oben genannten Bezugsgrößen angepasst, auch wenn die enthaltenen chemischen Verbindungen völlig andere sind. Manchmal werden als Nebenbestandteile noch Spurennährstoffe angegeben, von denen organische Dünger grundsätzlich eine kleine Menge mitbringen. Wenn Sie also den Bedarf Ihrer Pflanzen und den Versorgungszustand Ihres Bodens kennen, können Sie auf diese Weise den richtigen Dünger auswählen.

Verpackung und Preis

Wie in vielen Fällen hängen Packungsgröße und Preis auch bei Düngern direkt zusammen. Weil sich Dünger meist problemlos trocken, kühl und dunkel lagern lassen, kann es sich durchaus lohnen, eine größere Packungsgröße zu wählen und den Dünger über einen längeren Zeitraum zu verwenden. Das gilt natürlich nicht für Spezialdünger wie Bittersalz (Magnesiumsulfat) oder Eisensulfat, die stets nur in geringsten Mengen benötigt werden.

Anwenderfreundlichkeit

Nicht jeder hat grundsätzlich Freude an der Gartenarbeit und wenn dann auch noch die Pflanzenernährung zum Ärgernis wird, vergeht vielen schnell die Lust. Aus diesen Gründen lohnt es sich manchmal, auf die Eigenschaften von Düngern bei der Ausbringung zu achten: Granulierte oder pelletierte Dünger stauben nicht und lassen sich leichter greifen und verteilen. Tierfreie organische Dünger stinken weniger als solche aus gemahlenen tierischen Rohstoffen. Und die hochkonzentrierten mineralischen Düngesalze sollten Sie nur mit Handschuhen verteilen. Diese dürfen zudem oft nicht auf Pflasterflächen gelangen, da sie dort zu unschönen Flecken führen. Auch einen wichtigen Aspekt der Anwenderfreundlichkeit stellen die konkreten Angaben zur Verwendung auf der Verpackung dar. Nützlich sind Angaben dazu, wann der Dünger an welcher Kultur in welcher Menge angewendet werden darf – und natürlich ob dabei Gefahren für den Anwender oder die Umwelt entstehen können.

Mann düngt Beet mit Pellets
Dünger in Pellet-Form lassen sich leicht dosieren und staubfrei verteilen [Foto: Eag1eEyes/ Shutterstock.com]

Ethik und Nachhaltigkeit

Viele Gartenfreunde lieben auch die Natur außerhalb ihres Gartenzaunes und wollen helfen, sie zu erhalten. Für sie kann daher die Nachhaltigkeit und ethische Vertretbarkeit der Herstellung entscheidend sein. Während mineralische Dünger immer unter hohem Energieaufwand oder durch den Abbau fossiler Vorkommen und deren chemische Aufbereitung gewonnen werden, sind organische Dünger Recyclingprodukte. Letztere sind also immer die bessere Wahl, wenn Sie einen nachhaltigen Umgang mit den Nährstoffen dieser Welt anstreben. In den organischen Düngern können Rohstoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft verarbeitet sein. Pflanzliche Rohstoffe werden unter geringerem Wasser- und Flächenaufwand produziert und liefern häufig eher die richtige Mischung an Nährstoffen für Pflanzen. Außerdem machen die meisten Hersteller organischer Dünger noch immer keinen Unterschied zwischen kommerzieller und biologischer, auf das Tierwohl bedachter Schlachttierhaltung. Für einen konsequenten Tierfreund oder Vegetarier ist der Griff zu tierischen organischen Düngern also ausgeschlossen. Unsere Plantura Bio-Dünger sind komplett tierfrei und somit ideal für Tierfreunde, Vegetarier und Veganer geeignet.

Alternativen zum Düngerkauf

Es muss nicht immer der Düngesack aus dem Handel sein. Wertvolle Nährstoffe in ausreichenden Mengen und guter Qualität liefern auch Komposte. Kompost kann man selbst herstellen oder man kauft ihn bei einer Kompostierungsanlage für oftmals unverschämt wenig Geld pro Kubikmeter. Auch eine Wurmkiste liefert aus dem eigenen Bioabfall erzeugten Dünger – und das ohne weite Fahrtwege. Manchmal kann man auch auf natürliche Hausmittel zurückgreifen, um seine Pflanzen zu versorgen, wie Sie in diesem Artikel erfahren können. Und gelegentlich ist auch der abgelagerte Pferdemist des Nachbarn ausreichend gut zur Versorgung Ihrer Beetflächen geeignet.

Komposteimer im Garten
Das Betreiben eines eigenen Komposters ist mit Arbeit verbunden, spart zugleich aber Geld und ist umweltverträglich [Foto: sylv1rob1/ Shutterstock.com]

Den richtigen Dünger wählen

Welcher Dünger für Sie die richtige Wahl ist, hängt von ein paar Faktoren ab: Wollen Sie eine bestimmte Pflanze oder eine Gruppe von Pflanzen mit ähnlichen Bedürfnissen düngen, können Sie sich an deren Bedürfnissen orientieren. Gute Bücher, einige vertrauenswürdige Internetseiten und Kataloge von Baumschulen oder Staudengärtnereien liefern hierbei Informationen zum Nährstoffbedarf von Gartenpflanzen. Auch die Jahreszeit und Witterung spielt eine Rolle: Wenn Sie im Herbst für das kommende Jahr düngen wollen, scheiden alle Dünger mit großen mineralischen Anteilen aus, da sonst ein Verlust durch Auswaschung vorprogrammiert ist. In besonders trockenen Jahren kann die Anpassung der Düngung Ihren Rasen retten: Eine eher kaliumbetonte Düngung verbessert den Wasserhaushalt, während eine stickstoffbetonte Rasendüngung das Problem des Wassermangels noch verschärft. Es lohnt sich also, sich bei uns genauer über die Düngung von Rasen zu informieren. Außerdem vertragen viele Gehölze keine starke Stickstoffdüngung im Sommer, weil sie dadurch in ihrem Triebabschluss und in der Frosthärtebildung behindert werden. Eine genaue Kenntnis der Düngeempfehlung kann also entscheidend sein, wenn Frostschäden verhindert und ein guter Austrieb und eine Blüte im Folgejahr erreicht werden sollen.

Auf Düngerqualität achten

Tatsächlich wurden bereits Salmonellen, Uran und diverse Schwermetalle in Düngern verschiedener Preisklassen gefunden. Bedenkenswert ist auch die Leistung des Düngers: Ein Langzeitdünger verspricht ein geringeres Risiko der Überdüngung und Auswaschung. Organische Dünger sorgen zudem nicht nur für ein kurzfristiges Schießen der Pflanzen, sondern für einen fruchtbaren und leistungsfähigen Boden als Grundlage eines gesunden Pflanzenwachstums. Diese zusätzlichen Qualitäten sollten bei der Überlegung, welchen Preis man zu zahlen bereit ist, beachtet werden.

Schneebedeckte Pflanzen im Beet
Ob Ihre Pflanzen frostige Temperaturen überstehen, hängt auch von der Düngung ab [Foto: GypsyGraphy/ Shutterstock.com]

Wo kauft man am besten Dünger?

Vor dem eigentlichen Kauf sollten Sie sich bereits dafür entschieden haben, welche Eigenschaften der benötigte Dünger aufweisen sollte, denn die Wahl sollte nicht aus einem Impuls heraus geschehen, sondern nach dem Abwägen aller nötigen Informationen. Sicherlich fündig werden Sie in unserem Plantura-Shop.

Unsere Plantura Bio-Dünger

Die von uns entwickelte Düngerreihe hat sich vollständig der nachhaltigen und ethisch vertretbaren Herstellung von tierfreien Bio-Düngern verschrieben. Unsere Plantura Bio-Dünger sind dabei für ganz verschiedene Anwendungsgebiete erhältlich und bieten ein umfangreiches Informationspaket zur Anwendung in Form von passenden Artikeln. Weil wir der aktuellen wissenschaftlichen Meinung anhängen, dass die Kraft für Pflanzenwachstum in der Erde liegt, sind unsere Dünger immer auch Bodendünger, die das Bodenleben anregen und somit die Bodenfruchtbarkeit steigern.

Wir empfehlen unsere organischen Dünger:
  • Plantura Bio-Universaldünger: 100% bio-zertifizierter und tierfreier Dünger für ein gesundes Bodenleben.
  • Plantura Bio-Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.
  • Plantura Bio-RasendüngerBio-zertifiziert und tierfrei mit Langzeitwirkung (3 Monate). Eine ausgeglichene Düngung sorgt für einen schönen, sattgrünen Rasen und ein gesundes Bodenleben.
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