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Gartenarbeit im Dezember: Alles auf einen Blick!

Der Garten im Dezember ist alles andere als ruhig – welche Gartenarbeiten im Dezember noch anstehen und was im Dezember sogar blüht, erfahren Sie hier.

Gartenarbeit im Dezember
Auch der Garten im Dezember braucht Pflege [Foto: Svetlana Gorbacheva/ Shutterstock.com]

Das Ende des Jahres kommt langsam näher und es wird kälter. Trotzdem braucht die Gartenarbeit im Dezember nicht ruhen: Ganz im Gegenteil, denn nicht nur die Planung des neuen Gartenjahres steht an, sondern auch manche Pflanze fordert im Dezember Ihre Aufmerksamkeit. Welches Saisongemüse man im Dezember noch ernten kann und welche Pflanzen sogar jetzt noch mit der Blüte beginnen, erfahren Sie in unseren Gartentipps für den Dezember.

Der Gemüsegarten im Dezember

Für den Nutzgarten ist der Dezember einer der ruhigsten Monate, denn es werden nur noch wenige Gemüsearten ausgesät oder geerntet. Ganz auf Pflege kann der Nutzgarten aber auch im Dezember nicht verzichten, denn er ist nicht nur der richtige Monat um das neue Gartenjahr vorzubereiten, sondern kann auch hervorragend zur Pflege Ihres Nutzgartens benutzt werden.

Was kann man im Dezember aussäen?

Der Dezember ist der dunkelste aller Monate und damit nicht gerade optimal für Aussaat neuer Pflanzen geeignet. Zwischen Ende November und Anfang Dezember kann bei frostfreiem Wetter die Kerbelrübe ins Beet gesät werden, um im nächsten Jahr für die Ernte bereitzustehen. Danach können nur noch hartgesottene Vertreter wie Winterportulak (Claytonia perfoliata), Gartenkresse (Lepidium sativum) und Feldsalat (Valerianella locusta) im Dezember im Gewächshaus gesät werden und wachsen dort langsam heran, bis sie bei frostfreiem Wetter im Februar geerntet werden können. Auch Bärlauch (Allium ursinum) kann im Winter als Kaltkeimer im Gewächshaus gepflanzt werden und profitiert sogar von den tiefen Temperaturen.

Im Gegensatz dazu eignet sich der Dezember wunderbar, um Microgreens auf der Fensterbank anzuziehen: Kresse, Petersilie (Petroselinum crispum) und viele weitere Gemüsearten lassen sich im Dezember auf der Fensterbank einfach aussäen und kultivieren. Durch den hohen Protein-, Spurenelement- und Vitamingehalt sind die jungen Keimlinge übrigens sehr gut geeignet, um unsere Gesundheit im Winter stark zu halten. Neben Microgreens lassen sich auch Keimsprossen gut in einem Sprossenglas im Dezember anbauen.

Tipp: Nutzen Sie die Saatpause im Dezember bereits dafür, die Aussaaten im nächsten Jahr zu planen. Mit dem Pflanzbaren Kalender von Plantura können Sie dabei nicht nur Ihre Aussaattermine übersichtlich für das gesamte Jahr eintragen, sondern erhalten zusätzlich Saatgut außergewöhnlicher und bewährter Gemüsesorten für den Anbau für jeden Monat dazu.

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Aussaat im Freien: Kerbelrübe

Aussaat im Gewächshaus: Bärlauch, Feldsalat, Gartenkresse, Winterportulak, winterharte Spinatsorten

Aussaat auf der Fensterbank: Keimsprossen, Microgreens

Saisongemüse im Dezember
Pastinaken, Steckrüben und Kohl gehören zum Saisongemüse im Dezember [Foto: Diana Vucane/ Shutterstock.com]

Was kann man im Dezember pflanzen?

Im Dezember sieht es im Gemüsebeet leider schlecht mit Neuanpflanzungen aus: Einzig besonders winterharte Knoblauchsorten (Allium sativum) können im Dezember noch im Freiland gepflanzt werden. In 2 bis 3 cm Tiefe und mit 10 bis 15 cm Abstand zu einander kann der Knoblauch problemlos den Winter überdauern und im nächsten Sommer geerntet werden. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, einen frostfreien Tag zu wählen.

Pflanzen im Freiland: Knoblauch

Saisongemüse im Dezember

Gerade in der kalten Jahreszeit sehnen sich die Menschen nach frischem Gemüse aus eigenem Anbau. Glücklicherweise muss auch im Dezember nicht auf die Extraportion Vitamine und Nährstoffe verzichtet werden, denn es gibt zahlreiche Gemüsesorten, die auch jetzt noch frisch geerntet werden können.

Zum Saisongemüse im Dezember gehören Kohlarten wie Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica) und Wirsing (Brassica oleracea convar. capitata var. sabauda), aber auch Rüben wie Steckrübe (Brassica napobrassica) und Butterrübe. Champignons (Agaricus) und winterharte Porreesorten (Allium porrum) sorgen im Dezember für frisches Grün in der Küche. Wer über ein Gewächshaus verfügt, kann sich zudem über eine reiche Spinat- (Spinacia oleracea) und Sellerieknollenernte (Apium graveolens var. rapaceum) freuen. Selbst Salatfreunde kommen im Dezember noch auf Ihre Kosten: Feldsalat und Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum) können im Dezember an frostfreien Tagen geerntet werden.

Ernte von Topinambur
Bei der Topinambur kann man Ernte und Aussaat verbinden [Foto: djhalcyonic/ Shutterstock.com]

Gemüse: Champignons, Butterrübe, Grünkohl, Pastinaken, Porree, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Steckrübe, Topinambur, Wirsing

Salat: Chicorée, Endiviensalat, Feldsalat, Portulak

Im Gewächshaus: Spinat, Sellerieknollen

Weitere Arbeiten im Nutzgarten im Dezember

Die Gartenarbeit im Dezember besteht natürlich nicht nur aus Aussaat und Ernte. Welche weiteren Arbeiten im Dezember anstehen, verraten wir Ihnen in unseren Gartentipps für den Dezember.

Böden umgraben: Wer sich mit besonders schweren Lehmböden im Nutzgarten plagt, kann den Dezember nutzen, um seine Böden vor dem ersten Frost umzugraben. Während der kalten Jahreszeit kommt es zur sogenannten Frostgare, bei der Wassereinlagerungen in der Erde gefrieren und die groben Erdschollen quasi sprengen. Im Frühling bleibt schließlich eine feinkrümelige Erde zurück, die sich ideal für den Gemüseanbau eignet.

Hochbeete nutzen: Wer ein eigenes Hochbeet besitzt, sollte dieses im Dezember auf gar keinen Fall leer stehen lassen. Tatsächlich lassen sich Hochbeet im Winter ebenfalls wunderbar nutzen, da sie sich durch ihre etwa 5 °C höhere Temperatur im Vergleich zum Freiland hervorragend für den Anbau „bedingt“ frostharter Pflanzen wie Spinat, Zuckerhut oder Endivien eignet.

Topinambur vermehren: Im Dezember ist nicht nur die Erntezeit für den Topinambur (Helianthus tuberosus) gekommen, man kann die Pflanze im gleichen Schritt auch wunderbar vermehren. Dazu werden nach der Ernte die größten und wohlgeformtesten Knollen aussortiert und zurück in die Erde gesteckt, wo sie im Frühjahr erneut austreiben.

Blühende Christrose
Christrosen blühen auch im Dezember unermüdlich [Foto: Natalia van D/ Shutterstock.com]

Der Ziergarten im Dezember

Im Winter ist alles kalt und grau? Das stimmt nicht – im Ziergarten sind auch im Dezember einige Schönheiten zu finden, die uns mit ihren hübschen Blüten oder ihrer eindrucksvollen Blattfärbung beglücken.

Was blüht im Dezember?

Den Dezember verbinden viele mit immergrünen Pflanzen, wie Tannen (Abies) oder Ilex (Ilex), aber nur selten mit bunten Blumen. Tatsächlich gibt es allerdings einige Schönheiten, die auch im Dezember ihre eindrucksvollen Blüten zeigen. Doch was blüht im Dezember?

Zu den Klassikern unter den blühenden Pflanzen im Dezember gehört beispielsweise die Christrose (Helleborus niger), welche ihre weißen oder rosa Blüten von Dezember bis in den März bei Wind und Wetter präsentiert. Die Schneeheide (Erica x darleyensis) zählt ebenfalls zu den beliebtesten Winterblühern, die oftmals bereits im Dezember mit ihren rosafarbenen Blüten für Farbkleckse im Garten sorgt und sich hervorragend als Bodendecker eignet.

Auch unter den Sträucher und Gehölzen gibt es noch so manche im Dezember blühende Pflanze: Winterschneeball (Viburnum bodnatense) und Duftschneeball (Viburnum farreri) zeigen bereits im Winter ihre auffälligen Blüten und auch die Zaubernuss (Hamamelis) öffnet ihre leuchtend gelben, orangen oder roten Blüten oft schon im Dezember. Auch die Winterkirsche (Prunus subhirtella ‘Autumnalis’) entzückt mit ihrer Blütenpracht. Einen besonders leuchtenden Auftritt hat der Gelbe Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), der im Dezember mit unzähligen gelben Blüten auftrumpft.

Immergrüne Pflanze eingesetzt
Bei frostfreiem Wetter können robuste, immergrüne Pflanzen noch in das Beet gesetzt werden [Foto: Radovan1/ Shutterstock.com]

Stauden: Christrose, im Winterquartier blühen Ananas-Salbei (Salvia rutilans ‘Pineapple Scarlet’) und Zimmerknoblauch (Tulbaghia violaceae)

Bodendecker: Schneeheide, Niedere Himalaya-Schleimbeere

Kletterpflanze: Winterjasmin

Sträucher und Gehölze: Mittelmeer-Schneeball, Herbstblühende Kamelie (Camellia sasanqua), Winterkirsche, Winterblüte (Chimonanthus), Zaubernuss

Tipp: Nicht nur Blüten können im Dezember den Garten verschönern. Auch bunter Fruchtschmuck wie ihn Ilex (Ilex), Liebesperlenstrauch (Callicarpa giraldii) oder Scheinbeere (Gaultheria) tragen, ist überaus dekorativ.

Welche Blumen kann man im Dezember pflanzen?

Im Dezember blühen nicht nur einige Pflanzen – wer sich auch im nächsten Jahr über eine farbenfrohe Blütenpracht freuen möchte, sollte bereits im Dezember damit beginnen, neue Zierpflanzen anzusäen. Insbesondere Kaltkeimer sollten unbedingt noch im Dezember ausgesät werden, da sie die tiefen Temperaturen brauchen, um ihre Dormanz, also die Keimruhe, zu überwinden. Zu den klassischen Kaltkeimern zählen beispielsweise Hochgebirgspflanzen wie Enzian (Gentiana) oder die Bauernpfingstrose (Paeonia officinalis). Auch das Tränende Herz (Lamprocapnos / Dicentra spectabilis) und das Duftveilchen (Viola odorata) brauchen den Kältereiz zum Keimen.

Falls es noch nicht dauerhaft friert, eignet sich der Dezember ebenfalls wunderbar, um neue Gehölze zu pflanzen: Wurzelnackte Rosen (Rosa), aber auch robuste heimische Gehölze und immergrüne Nadelhölzer können bei milden Temperaturen und frostfreiem Boden durchaus noch ins Beet gesetzt werden.

Strauch vor Schnee geschützt
Damit Sträucher unter der Schneelast nicht brechen, bindet man sie zusammen [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Stauden: Bauernpfingstrose, Duft-Veilchen, Eisenhut, Enzian, Tränendes Herz

Gehölze: Kirschlorbeer, Liguster, Rosen, Stechpalme, Wildrosen

Weitere Gartenarbeiten im Ziergarten im Dezember

Damit der Ziergarten auch im kommenden Jahr in seiner vollen Pracht erstrahlen kann, ist es besonders wichtig, sich auch im Dezember gut um ihn zu kümmern. Weitere Gartentipps für den Dezember im Ziergarten haben wir deshalb hier für Sie zusammengefasst.

Frostschutz: Besonders exotische Zierpflanzen wie Oleander (Nerium oleander) und Zitrusgewächse vertragen keinen Frost und sollten deshalb spätestens Anfang Dezember an ihren neuen Standort zum Überwintern wechseln – beim Orangen überwintern sollte man sogar Temperaturen unter 5 °C vermeiden. Weniger empfindliche Topfpflanzen können zwar auch im Dezember draußen stehen bleiben, es lohnt sich aber, einen Frostschutz anzubringen: Ein Jutesack gefüllt mit Laub um den Topf oder Styroporplatten unter dem Topf halten die Kälte ab und verhindern so, dass der Topf durchfrieren kann.

Gießen nicht vergessen: Insbesondere wenn der Dezember trocken und mild ist, sollten Sie hin und wieder zur Gießkanne greifen und blühende sowie wintergrüne Pflanzen mit Wasser versorgen. Nur bei Minustemperaturen ist eine Gabe von Wasser nicht sinnvoll, da dieses nicht tief genug in den gefrorenen Boden eindringen kann und schlimmstenfalls überirdisch eine zusätzliche Eisschicht bildet.

Steckhölzer schneiden: Forsythie (Forsythia × intermedia), Weigelie (Weigela) und weitere Blütensträucher lassen sich im Dezember einfach durch Steckhölzer vermehren. Dafür schneiden Sie diesjährige Triebe ab und zerteilen diese in etwa bleistiftlange Stücke mit je einer Knospe oder einem Knospenpaar am oberen und unteren Ende. Bis zur Pflanzung im zeitigen Frühling können die Steckhölzer problemlos an einem schattigen, geschützten Platz in lockerer Erde gelagert werden.

Schneebruch vorbeugen: Wenn im Dezember die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, kann dies für Sträucher und Gehölze zu einem Problem werden, denn plötzlich lastet bis zu 20 kg Gewicht auf ihnen. Um das Brechen von Ästen unter dieser Last zu vermeiden, lohnt es sich, die Äste empfindlicher Sträucher vorbeugend mit einem lockeren, nicht einschneidenden Band zusammenzubinden. Von den aufrechtstehenden Trieben rutscht der Schnee schneller ab, sodass der Strauch weniger Gewicht tragen muss.

Obstbaum eingepflanzt
Auch im Dezember können Obstbäume noch gepflanzt werden [Foto: Eag1eEyes/ Shutterstock.com]

Der Obstgarten im Dezember 

Der Obstgarten im Dezember gehört zu den Orten, an welchem am wenigsten Arbeit anfällt. Kein Wunder, schließlich ist die Obsternte im Dezember vollständig abgeschlossen. Wer bereits im November Birnen (Pyrus) und Äpfel richtig gelagert hat, kann sich aber auch im Dezember über frisches Obst aus dem Keller freuen. Ganz auf Arbeiten im Obstgarten kann man im Dezember jedoch auch nicht verzichten:

Frostschutz: Während ältere Obstbäume beinahe nie Probleme mit starkem Frost haben, sieht es bei jüngeren Exemplaren oft anders aus: Die frostigen Temperaturen in Kombination mit der strahlenden Wintersonne kann zu sogenannte Frostrissen führen. Die Rinde der Bäume platzt dann senkrecht auf. Um das zu verhindern, lohnt es sich, die Bäume an frostfreien Tagen mit einem lichtreflektierenden, weißen Kalk-Anstrich zu versehen. Neu gepflanzte Weinreben und Kiwis sollten im Winter dagegen mit Vlies oder Jutesäcke vor der Kälte geschützt werden.

Fruchtmumien entfernen: Hängen im Dezember noch eingetrocknete Äpfel an den Zweigen, stecken oftmals Krankheiten wie die Monilia-Fruchtfäule dahinter. Um zu verhindern, dass die Krankheit im nächsten Jahr erneut ausbricht, sollten alle nicht herabgefallenen Früchte im Dezember vom Baum abgesammelt und anschließend entsorgt werden.

Obstbäume veredeln: Wer seinen Kirsch-, Birnen- oder Apfelbaum veredeln möchte, kann im Dezember mit dem Reiserschnitt beginnen. Die Edelreiser, also die Triebe, mit denen andere Obstbäume veredelt werden sollen, werden am besten an einem frostfreien Tag abgeschnitten. Anschließend können sie bis zum Veredelungszeitpunkt im Frühjahr leicht feucht und dunkel bei Temperaturen von etwa 2 °C gelagert werden. Selbiges gilt für strauchiges Beerenobst wie Johannisbeere, Stachelbeere sowie Walnüsse: Auch von diesen können jetzt Edelreiser geschnitten werden.

Obst anpflanzen: Ist der Dezember mild und frostfrei, eignet er sich noch hervorragend, um neue Obstbäume in die Erde zu setzen. Wer also mit dem Gedanken spielt, einen neuen Apfelbaum zu pflanzen, sollte den Dezember noch einmal nutzen – natürlich gilt dies auch für Pflaumen-, Kirsch-, Birnen- oder Zwetschgenbäume. Auch Rhabarber kann bei frostfreiem Wetter im Dezember noch eingepflanzt werden.

Vermehrung über Wurzelstecklinge: Himbeere und Brombeere können im Dezember über Wurzelschnittlinge vermehrt werden. Dabei wird der Wurzelballen der Pflanze vorsichtig frei gelegt und 5 bis 7 cm lange, fleischige Wurzelteile abgestochen. Die Wurzelschnittlinge werden anschließend an einer anderen Stelle in etwa 5 cm Tiefe wieder vergraben und beginnen im Frühjahr damit, sich zu einer neuen Pflanze zu entwickeln.

Der Rasen im Dezember

Wer viele Rasenflächen besitzt, kann sich im Winter freuen: Im Dezember braucht der Rasen kaum noch Aufmerksamkeit und Pflege, wenn er im November gut vorbereitet wurde. Die einzige Aufgabe, die Anfang Dezember noch anfällt, ist das Wegkehren der letzten Laubblätter. Diese sollten nicht auf dem Rasen verweilen, da das Gras unterhalb oftmals abstirbt oder sogar zu faulen beginnt. Ist der Rasen laubfrei, sollte er am besten einfach in Ruhe gelassen werden. Man kann sich bei der Rasenpflege im Dezember also ganz entspannt zurücklehnen.

Gefrorener Rasen
Gefrorenen Rasen sollte man nach Möglichkeit nicht betreten [Foto: fotorauschen/ Shutterstock.com]

Gartentiere und Insekten im Dezember unterstützen

Der Winter ist für alle Gartentiere eine besonders schwierige Zeit: Mangelnde Nahrungsressourcen und schlechte Witterung sorgen im Dezember dafür, dass viele Tiere Unterstützung benötigen, um die raue Jahreszeit zu überstehen. Die wichtigsten Tipps zum Unterstützen von Gartentieren und Insekten im Dezember, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Aufräumen vermeiden: Da im Dezember weniger Gartenarbeit anfällt, entscheiden sich viele Gärtner dafür, die freie Zeit für Aufräumarbeiten zu nutzen und Holzstapel, Reisighaufen und wildwachsende Hecken zu entfernen. Für Gartentiere ist dies allerdings ein Graus: Viele haben sich bereits im Dezember ein Winterquartier gesucht und werden unsanft aus dem Winterschlaf gerissen, wenn ihr Versteck plötzlich abgerissen wird – insbesondere für Winterschläfer wie den Igel ist das eine enorme Belastung, die sogar den Tod bedeuten kann. Auch Kompost sollte im Dezember nicht mehr umgesetzt werden, denn im wärmenden Haufen suchen häufig Eidechsen, Kröten aber auch Insekten Unterschlupf.

Vögel füttern: Vögel haben es im Winter besonders schwer, da in vielen Gärten oftmals eine Auswahl vogelfreundlicher Pflanzen fehlt, die als Nahrungsgrundlage im Winter dienen. Wer den gefiederten Tierchen unter die Flügel greifen möchte, sollte im Dezember ein Vogelfutterhäuschen aufstellen. Gefüllt mit einem fett- und proteinreichen Streufutter wie unserem Plantura Streufutter für Wildvögel, entpuppt sich dieses bald nicht nur als Paradies für Vögel, sondern auch als interessanter Beobachtungspunkt für Groß und Klein.

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Vogelbad stehen lassen: Viele stellen im Winter ihre Vogeltränke zurück in den Schuppen – dabei nehmen Vögel auch im Dezember gerne das frische Nass in Anspruch. Das Vogelbad dient ihnen nicht nur als Trinkmöglichkeit, sondern auch zur Reinigung des Gefieders. Dieses regt den Wärmehaushalt und die Produktion von fetthaltigem Sekret an, welches die Tiere zum Schutz vor Wind und Wasser beim Putzen in ihrem Gefieder verteilen. Aus diesem Grund trägt eine Tränke gerade im Dezember dazu bei, dass die Vögel gesund und trocken bleiben.

Vogelbad im Winter
Auch im Winter nutzen viele Vögel eine Bademöglichkeit [Foto: Danita Delimont/ Shutterstock.com]

Zimmerpflanzen im Dezember richtig pflegen

Besonders zur Weihnachtszeit sind farbenfrohe Zimmerpflanzen der Höhepunkt in der Zimmerdekoration. Doch welche Pflanzen blühen im Dezember überhaupt und welche Pflege brauchen die Topfpflanzen im Dezember?

Welche Zimmerpflanzen blühen im Dezember?

Blühende Zimmerpflanzen im Dezember sind für viele ein Muss. Insbesondere klassische Weihnachtspflanzen sind bei vielen beliebte Gäste und sorgen für farbenfrohe Akzente: Der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) verzaubert allen voran das Haus mit seinen auffälligen bunten Blüten, die sich von November bis Januar zeigen. Auch Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) und Amaryllis (Hippeastrum) gehören zu den Klassikern in der Adventszeit. Etwas weniger bekannt, aber genauso schön ist der Christusdorn (Euphorbia milii), welcher ebenfalls zu den Weihnachtspflanzen gezählt wird.

Wer es lieber etwas weniger weihnachtlich möchte, braucht aber trotzdem nicht auf bunte Blüten verzichten: Zimmer-Alpenveilchen (Cyclame persicum), Topf-Azaleen (Rhododendron simsii) und Flammendes Käthchen (Kalanchoë blossfeldiana) sind nur eine Auswahl von winterblühenden Zimmerpflanzen, die mit ihrer Blütenpracht überzeugen.

Blühender Weihnachtskaktus
Der Weihnachtskaktus blüht farbenfroh im Dezember [Foto: luckakcul/ Shutterstock.com]

Eine weitere schöne Tradition, die Blumenpracht in das Haus bringt, sind die sogenannten Barbara-Zweige. Am 4. Dezember, dem Tag der heiligen Barbara, werden dazu Zweige von Obstbäumen, wie Kirschen oder Pflaumen, oder von früh blühenden Ziergehölzen abgeschnitten und anschließend schräg abgeschnitten in eine Vase mit Wasser gestellt. Durch die Wärme im Haus beginnen die Knospen der Zweige, sich zu Blüten zu entwickeln und passend zu Weihnachten zeigt sich der Zweig in voller Blütenpracht. Damit dies passiert, braucht der Zweig vorher allerdings einen Kältereiz. Sollte es am 4. Dezember noch nicht gefroren haben, kann man die Barbara-Zweige aber auch einfach für 12 Stunden in die Gefriertruhe legen. Anschließend kann man ihn aufstellen. So gelingen die Barbara-Zweige auch in wärmeren Jahren.

Blühende Barbara-Zweige
Barbara-Zweige sorgen im Winter für Blütenpracht [Foto: Pixel-Shot/ Shutterstock.com]

Blühende Zimmerpflanzen: Begonien (Begonia), Cattleya-Orchideen (Cattleya), Christusdorn, Flammendes Käthchen, Topf-Azalee, Usambaraveilchen (Saintpaulia ionantha), Weihnachtskaktus, Weihnachtsstern, Zimmer-Alpenveilchen

Geeignete Pflanzen für Barabara-Zweige: Blutpflaume (Prunus cerasifera ‘Nigra’), Duftender Schneeball (Viburnum farreri), Echter Jasmin (Jasminum officinale), Forsythie (Forsythia), Kirsche (Prunus), Mandelbäumchen (Prunus triloba), Pflaumen (Prunus domestica), Zaubernuss

Weitere Arbeiten bei Zimmerpflanzen im Dezember

Auch Zimmerpflanzen müssen regelmäßig gepflegt werden, damit sie auf Dauer gesund bleiben. Insbesondere im Winter sollte man seine Zimmerpflanzen daher auf keinen Fall vernachlässigen. Folgende Arbeiten müssen auch im Dezember bei Zimmerpflanzen gemacht werden.

Schädlingskontrolle: Trockene Heizungsluft sorgt dafür, dass Zimmerpflanzen im Dezember besonders gerne von Spinnmilben heimgesucht werden. Daher sollten Sie regelmäßig die Blätter ihrer Pflanzen auf das typische Schadbild mit feinen weißen Sprenkeln auf der Blattoberfläche untersuchen. Bei einem Befall sollten Sie anschließend unverzüglich Gegenmaßnahmen ergreifen, beispielsweise mit unserem Plantura Schädlingsfrei Neem, um eine Ausbreitung des Schädlings zu verhindern.

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Pflege anpassen: Im Winter sind nicht nur Gartenpflanzen in der Winterruhe, sondern auch Topfpflanzen gehen in eine Ruhepause. Insbesondere Pflanzen die im Haus bei niedrigen Temperaturen überwintern, brauchen in dieser Phase kaum Nährstoffe und sollten daher nicht mehr gedüngt werden. Ebenso können die Gießintervalle langsam vergrößert werden. Aber auch Zimmerpflanzen schadet man mit einer Düngung im Winter oftmals, sodass man nur noch auf eine adäquate Wasserversorgung achten muss.

Zusammen mit dem Dezember stehen auch wieder das Weihnachtsfest und damit der Kauf eines Weihnachtsbaums vor der Tür. Ob ein traditionell gefällter Weihnachtsbaum sinnvoller ist oder man sich doch für die Variante im Topf entscheiden sollte, verraten wir Ihnen in unserem Artikel: Weihnachtsbaum im Topf: Eine sinnvolle Alternative?.

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