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Gemüsebeet anlegen: Standort, Pflanzplan & Anleitung

Viele möchten sich aus dem eigenen Garten mit frischem, gesundem Gemüse versorgen. Wir verraten Ihnen alles über den richtigen Standort eines Gemüsebeets und begleiten Sie Schritt für Schritt zum eigenen Beet.

Gemüsebeet
Aus dem eigenen Beet kann bei richtiger Planung täglich frischer Salat geerntet werden [Foto: sanddebeautheil/ Shutterstock.com]

Ein Gemüsebeet anzulegen ist kein Hexenwerk und gelingt auch Anfängern. Jedoch gibt es ein paar Punkte bezüglich des Standortes und der Planung zu beachten. Mit unserem Artikel kommen Sie dem Ziel ein Stück näher, bald Ihr selbstangebautes Gemüse zu ernten.

Gemüsebeet anlegen: Der richtige Standort

Bei der Wahl des Standortes eines neuen Gemüsebeets sollte man auf diese Aspekte besonderen Wert legen:

Sonnen- und Wetterexposition
Die meisten Gemüsearten freuen sich über einen sonnigen Platz, weshalb sie nicht zu nah an großen Bäumen oder Sträuchern gepflanzt werden sollten. Des Weiteren bietet sich eine windgeschützte, aber nicht ganz windstille Stelle im Garten besonders gut an. So sind die Pflanzen später vor starkem Wind geschützt, profitieren aber von der Luftzirkulation. Dies ermöglicht ein schnelleres Abtrocknen bei viel Regen und bietet somit weniger Angriffsmöglichkeit für Pilzkrankheiten.

Bodenqualität
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Boden, in der das Gemüse später wächst. Optimalerweise ist er locker und humusreich, enthält genügend Nährstoffe und neigt nicht zu Staunässe. Um festzustellen, welche Nährstoffe bereits in Ihrem Boden enthalten sind, kann eine Bodenanalyse durchgeführt werden. Wie Sie die vorliegende Bodenart selbst bestimmen, erklären wir in unserem Artikel. Bei schwerem, lehmigem Boden bewirkt die Zugabe von Sand und Kompost eine bessere Struktur. Ist die Erde wiederrum eher sandig, so kann sie durch etwas Kompost optimiert werden.

Erreichbarkeit
Der letzte Punkt, der vor dem Anlegen des neuen Beetes beachtet werden sollte, ist die Erreichbarkeit. Sie sollten sich überlegen, das Gemüsebeet beispielsweise in der Nähe des Wasseranschlusses zu platzieren, um längere Wege mit schweren Gießkannen zu vermeiden. Genauso kann die Nähe zum Komposthaufen hilfreich sein, um Gartenabfälle bei der Pflege des Beetes nicht weit transportieren zu müssen.

Gemüsebeet mit Zucchini an Hauswand
An der Hauswand bekommen die Zucchini-Pflanzen extra viel Wärme ab [Foto: Paul Maguire/ Shutterstock.com]

Gemüsebeet am Hang anlegen

Nicht jeder Garten ist völlig eben. Deswegen bleibt manchmal nichts anderes übrig, als das Gemüsebeet an einem Hang anzulegen. Hier ist die Situation dadurch erschwert, dass das Wasser schnell abfließt. Somit muss erstmal eine kleine Ebene für das Beet geschaffen werden. Eine solche Terrasse können Sie beispielsweise mit Holzpalisaden oder Natursteinen bauen, damit der Bereich eben mit Erde gefüllt werden kann. Die Konstruktion sollte auch Starkregen standhalten. Um Ihr neues Gemüsebeet auch bequem zu erreichen, wird je nach Steigung des Hangs noch eine Treppe nötig sein. Je nach Ausrichtung des Hangs empfiehlt sich, das Beet im oberen Bereich zu platzieren. Hier kommt wahrscheinlich am meisten Sonne an. Dahingegen sammelt sich im unteren Bereich des Hangs oft das ganze Wasser an, wodurch Staunässe droht.

Gemüsebeet auf dem Rasen anlegen

Wenn Sie Ihr Gemüsebeet auf Rasen anlegen wollen, gibt es verschiedene Herangehensweisen: Das Anlegen mit Umgraben oder ohne Umgraben, wobei Ersteres mehr Arbeitsaufwand bedeutet. Eine ausführliche Anleitung zum Anlegen eines Beets ohne Umgraben finden Sie in unserem dementsprechenden Artikel.
Beim Anlegen mit Umgraben muss als Erstes die Grasnarbe etwa 10 bis 15 cm tief entfernt werden. Am besten funktioniert das mit einem Spaten. Mit diesem können Sie die Maße des Beetes als Markierung abstechen. Hier wird eine Breite von etwa 1,20 m empfohlen, damit später bei Pflege- und Erntearbeiten auch die Mitte des Beetes erreichbar ist.

Umgraben für Gemüsebeet
Beim Umgraben sind viel Handarbeit und Muskelkraft gefragt [Foto: Kristi Blokhin/ Shutterstock.com]

Rigolen
Das Rigolen ist eine altbewährte Methode, um Gemüsebeete mit Umgraben anzulegen. Hierbei wird die Beetfläche nochmals in kleinere, etwa 60 cm breite Steifen unterteilt. Vom ersten Stück werden die Grasnarbe und die spatentief ausgehobene Erde beiseitegelegt. Die Grassode des nächsten Streifens wird umgedreht, zerkleinert und in den vorher ausgehobenen Teil gelegt. Dieser wird mit der ausgehobenen Erde des zweiten Sektors wieder aufgefüllt. Dieser Kreislauf wiederholt sich bis zum letzten Beetteil, welcher dann mit den Grassoden und der Erde des ersten Streifens gefüllt wird.
Nach dem Aufbessern des Bodens sollte noch etwa zwei Wochen mit dem Aussäen und Anpflanzen gewartet werden, damit sich die Erde setzen kann. Das vollständige Verrotten der Grassoden kann etwa ein bis zwei Jahre dauern. In dieser Zeit sollte auf besonders tiefwurzelnde Gemüsearten verzichtet oder beim Anlegen direkt noch tiefer umgegraben werden.
Wer zu Hause Geräte wie eine Bodenfräse oder Motorhacke besitzt, kann sich beim Beetanlegen Einiges an Arbeit sparen. Andernfalls könnte es sich lohnen, ein entsprechendes Gerät für einen Tag auszuleihen, beispielsweise von einem Gartenbauverein.

Wann sollte man ein Gemüsebeet anlegen?

Wann das Gemüsebeet angelegt werden sollte, ist abhängig von den Jahreszeiten. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Herbst oder im Frühjahr. Beides hat seine Vor- und Nachteile.
Wenn das Beet beispielsweise im Herbst umgegraben wird, werden noch kompakte Erdbrocken von der Oberfläche vom Frost in feinkrümeligen Boden zersetzt. Allerdings sind die Bodenlebewesen, die durch das Umgraben nach oben gelangt sind, ebenso wenig vor dem Frost geschützt.

Tipp: Nach dem Umgraben im Herbst ist das Aussäen einer abfrierenden Gründüngung eine gute Möglichkeit, den Boden vor Erosion zu schützen, ihn gleichzeitig aufzulockern und mit organischer Masse anzureichern. In unserem Artikel über Gründüngung im Herbst finden Sie dazu ausführliche Informationen.

Im Frühjahr kann das Beet nach Ende der Bodenfröste umgegraben werden. Dadurch werden die Mikroorganismen und Lebewesen im Boden über den Winter geschützt und Nährstoffe nicht ausgeschwemmt. Allerdings kann sich der Zeitplan des Anbaus bei längerem Dauerfrost etwas nach hinten verschieben, da man abwarten muss. Außerdem wird die Arbeit wahrscheinlich anstrengender als im Herbst – die Erde ist zu dieser Zeit sehr nass und schwer.

Gartenwerkzeuge auf feiner Erde
Nach der Bearbeitung sollte ein feinkrümeliger Boden ohne große Erdklumpen vorliegen [Foto: Oksana Mizina/ Shutterstock.com]

Einen Plan für das Gemüsebeet erstellen

Grundlegend für den Pflanzplan des Gemüsebeets ist die Überlegung, welches Gemüse man gerne isst. Bei diesem Schritt wird schon mal festgelegt, was überhaupt angepflanzt wird. Als Nächstes sollte überlegt werden, welche Mengen von dem jeweiligen Gemüse gebraucht werden, um den Platzbedarf zu kalkulieren.
Bei der Bepflanzung muss später außerdem darauf geachtet werden, welchen Nährstoffbedarf die Pflanzen haben. Es gibt Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, die unterschiedlich viele Nährstoffe im Boden benötigen. Aufgrund dessen kann die sogenannte Fruchtfolge eingehalten werden, bei der jedes Jahr eine andere Gemüseart auf derselben Stelle gepflanzt wird. In einem kleinen Gemüsebeet ist diese Methode aber nicht immer sinnvoll oder notwendig. An der sogenannten Mischkultur kann man sich besser orientieren. Hierbei geht es darum, dass verschiedene Pflanzen bestimmte Wechselwirkungen miteinander haben und sich entsprechend positiv oder negativ auf das andere Gemüse auswirke. Beispielsweise sollen Möhren (Daucus carota), die zwischen Zwiebeln (Allium cepa) gepflanzt werden, Schädlinge wie die Zwiebelfliege (Delia antiqua) fernhalten.
Bei der Planung sollten Sie auch die Kulturzeiträume der verschiedenen Gemüsearten beachten und aufeinander abstimmen, um den Platz im Beet möglichst sinnvoll auszunutzen. Hier bietet sich für Gemüse mit kürzeren Kulturzeiten auch eine gestaffelte Ernte an.

Knoblauch und Erdbeeren in Gemüsebeet
Knoblauch und Erdbeeren werden oft in Mischkultur gepflanzt [Foto: Hirundo/ Shutterstock.com]

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Standort auswählen: Sonnig, windgeschützt, gut erreichbar
  • Beetmaße festlegen: Empfohlene Breite von 1,20 m
  • Fläche im Herbst oder Frühjahr umgraben
  • Boden mit geeigneter Erde oder Kompost aufbessern
  • Pflanzplan erstellen
  • Aussäen und Pflanzen vorziehen

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Neben einem Gemüsebeet darf ein kleiner Kräutergarten nicht fehlen. Wie Sie sich im eigenen Garten ein Kräuterbeet anlegen, erklären wir Ihnen in unserem Spezialartikel.

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