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Hochbeet in 10 Minuten anlegen: Anleitung & Video

Ein eigenes Hochbeet zu bauen ist Ihnen zu aufwendig? Wir zeigen, wie Sie Ihr eigenes Hochbeet ganz einfach in kürzester Zeit anlegen können.

Das Hochbeet ist und bleibt der Trend der letzten Jahre. Kein Wunder, schließlich hat das Hochbeet einige Vorteile: Vor allem das rücken- und auch kniefreundliche Arbeiten ist eine große Erleichterung. Gleichzeitig bietet das Hochbeet die perfekten Voraussetzungen für den Anbau von Gemüse und kann mit Hilfe eines Frühbeetaufsatzes auch noch im Herbst oder sogar im Winter genutzt werden. Viele scheuen sich jedoch davor, ein Hochbeet aufzustellen, da der Aufbau und die Vorbereitung oft langwierig sind. Doch das muss nicht sein – wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Hochbeet schnell und einfach aufbauen können.

Hochbeet in 10 Minuten für den eigenen Garten

Das Zauberwort für einen schnellen und einfachen Bau lautet Fertig-Hochbeet. Mittlerweile kann man die vorgefertigten Hochbeete in jedem gut sortierten Gartenhandel finden und preisgünstig erwerben. Auch die Auswahl an verschiedenen Modellen ist inzwischen riesig geworden. So können Sie nicht nur zwischen verschiedenen Höhen und Größen wählen, sondern auch zwischen unterschiedlichen Materialien und Formen: Rund oder eckig, Holz, Metall oder Kunststoff – hier ist für jeden Garten die passende Hochbeet-Lösung dabei.

Hochbeet aufstellen und vorbereiten

Haben Sie sich erst einmal für ein Hochbeet entschieden, dauert das Aufstellen und Vorbereiten im Garten nur noch wenige Minuten. Prinzipiell können Sie das Hochbeet dabei überall aufstellen. Wollen Sie jedoch bestimmte Pflanzen kultivieren, ist es sinnvoll, deren Bedürfnisse mit in die Planung einfließen zu lassen. So empfiehlt sich für mediterrane Kräuter ein vollsonniger Ort, während Schattengewächse die volle Sonne nicht vertragen. Hat das Beet schließlich seinen Platz gefunden, sollten Sie mit einer Wasserwaage den geraden Stand überprüfen und eine Schräglage gegebenenfalls ausgleichen – ist das Beet erst einmal befüllt, lassen sich diese Schönheitsfehler nur noch schwer beheben.

Nun können Sie Ihr Hochbeet mit Folie auskleiden. Dies macht besonders bei einem Hochbeet aus Holz Sinn, da die Folie verhindert, dass das Holz die Feuchtigkeit aus dem Beet aufnimmt und morsch wird. Am besten ist hierfür Teichfolie geeignet, denn diese ist nicht nur wasserundurchlässig, sondern auch extrem robust und reißfest. Legen Sie die Folie im Hochbeet aus und achten Sie hierbei darauf, dass sie auch bis in die Ecken reicht. Nun können Sie die Folie an den Rand des Hochbeetes tackern. Die überflüssige Folie können Sie mit einem Teppichmesser vorsichtig entfernen. Vergessen Sie nicht, am Boden Löcher in die Folie zu schneiden – nur so kann überflüssiges Regenwasser ablaufen und es entsteht keine Staunässe.

Nun ist das Hochbeet von innen vor Feuchtigkeit geschützt – doch was ist mit der Außenseite? Diese sollten Sie großzügig mit einer Holzlasur behandeln. Durch diese wird das Hochbeet gegen die Witterung geschützt und hält Ihnen so länger die Treue. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Hochbeet haben, empfiehlt es sich, die Lasur einmal im Jahr (am besten im Herbst) aufzufrischen.

Hochbeet befüllen: Wie und womit?

Damit ein Hochbeet auch reiche Ernte trägt, ist die Auswahl der richtigen Erde besonders wichtig. Wer sein Hochbeet einfach nur mit normaler Gartenerde befüllt, wird schnell bemerken, dass seine Pflanzen nicht so prächtig wachsen, wie es im Hochbeet sonst üblich ist. Tatsächlich werden beim Befüllen des Hochbeetes verschiedene Schichten angelegt.

Hochbeet wird mit Substrat befüllt

Die unterste Dranaigeschicht besteht aus gröberem Material, wie zum Beispiel Pflanzenschnitt

Die unterste Schicht besteht aus grobem Gehölzschnitt, das als Drainage dient. Danach folgen eine Schicht Kompost und eine Schicht Gartenerde, den Abschluss bildet das Pflanzsubstrat. Natürlich können Gehölzschnitt und Kompost aus dem eigenen Garten stammen. Schneller und einfacher ist jedoch der Kauf von spezieller Hochbeet-Erde: Diese gibt es als Grundfüllung für eine gute Drainage, als Hochbeet-Kompost und eben als Hochbeet-Erde und kann aus Säcken unkompliziert in das Hochbeet gefüllt werden. Als Deckschicht können Sie dann eine hochwertige Garten- oder Gemüseerde nutzen, die den Pflanzen einen optimalen Start ins Leben ermöglicht.

Hochbeet bepflanzen: Vorgehen und geeignete Pflanzen

Nun steht nur noch die Qual der Wahl an, welche Pflanzen in das neue Hochbeet einziehen dürfen. Damit man sein Beet optimal nutzt, empfiehlt es sich, vorher einen Plan anzulegen. Nach der Ernte im Sommer muss das Beet nicht leer bleiben, denn viele Pflanzen können auch im Herbst noch im Hochbeet gedeihen. Außerdem ist eine bestimmte Fruchtfolge von Gemüsearten im Hochbeet sinnvoll: Während die Nährstoffkonzentration in den ersten Jahren sehr hoch ist, schwindet sie mit der Zeit immer mehr. Starkzehrer wie Kohl (Brassica), Tomaten (Solanum lycopersicum) oder Lauch (Allium ampeloprasum) fühlen sich deshalb im ersten Jahr besonders wohl. Im zweiten Jahr finden dagegen Mittelzehrer wie Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus), Karotten (Daucus carota subsp. sativus) oder Zwiebeln (Allium cepa) perfekte Bedingungen vor. Im dritten Jahr begnügen sich schließlich die Schwachzehrer mit den übrig gebliebenen Nährstoffen – Bohnen (Phaseolus vulgaris), Erbsen (Pisum sativum) und Kräuter sind hier nun zuhause.

Hochbeet mit Erdbeerpflanzen im Garten

Beim Bepflanzen des Hochbeets sollte man vor allem auf die Fruchtfolge der einzelnen Pflanzen achten

Auch wenn man sein Hochbeet nicht für Gemüse, sondern für schöne Blumen nutzen möchte, empfiehlt es sich, nach diesem Schema vorzugehen: Im ersten Jahr fühlen sich daher Starkzehrer wie Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Geranien (Pelargonium) wohl, danach folgen Dahlien (Dahlia) und Gloxinien (Sinningia) und über den nährstoffarmen Boden im dritten Jahr freuen sich Begonien (Begonia) und Primeln (Primula).

Welche zehn Pflanzen auf gar keinen Fall in Ihrem Hochbeet fehlen sollten, erfahren Sie in unserer Top-10-Liste.

Hochbeet in 10 Minuten: Zusammenfassung

  1. Es gibt eine große Auswahl an Fertig-Hochbeeten, die schnell und einfach aufgebaut werden können
  2. Suchen Sie den richtigen Standort für Ihr Hochbeet
  3. Überprüfen Sie Ihr Hochbeet auf einen geraden Stand
  4. Teichfolie schützt das Hochbeet vor dem Verwittern und lässt sich mit einem Tacker leicht befestigen
  5. Löcher im Boden der Folie sind ein Muss: Nur so kann das Wasser ablaufen
  6. Eine Holzlasur schützt auch die Außenseite des Hochbeetes vor Witterung
  7. Wichtig für das Hochbeet sind verschiedene Erdschichten: Drainageschicht aus groben Pflanzenschnitt, Kompost, Gartenerde und Pflanzsubstrat
  8. Die verschiedenen Erdsorten kann man auch einfach und unkompliziert in Säcken kaufen
  9. Erstellen Sie einen Bepflanzungsplan für Ihren Garten: Im ersten Jahr Starkzehrer, dann Mittelzehrer und zuletzt Schwachzehrer
Hochbeet mit drei verschiedenen Substraten

Das Innenleben des Hochbeets sollte aus mindestend drei verschiedenen Schichten Substrat bestehen

Folgende Produkte haben sich in unseren Hochbeeten bewährt:

Weitere Inspiration zum Thema „Hochbeet“ finden Sie auf unserer Pinterest-Seite:

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