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Hochbeet-Schichten: Aufbau & Anzahl der Schichten im Hochbeet

Die richtige Befüllung eines Hochbeets ist essentiell für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Wir klären auf, welche Schichten in ein Hochbeet gehören und welchen Zweck sie erfüllen.

Befüllen des Hochbeets
Die verschiedenen Schichten im Hochbeet regulieren Wasserhaushalt, Temperatur und Nährstoffaustausch [Foto: Marlon Boenisch/ Shutterstock.com]

Nach dem Bau eines Hochbeets ist das Befüllen der letzte Schritt, bevor es an die Aussaat und ans Bepflanzen geht. Bewährt hat sich dabei ein System aus verschiedenen Schichten. In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Aufbau eines Hochbeets, zu den einzelnen Schichten und ihren Funktionen.

Warum sollte man ein Hochbeet schichten?

Der Schichtaufbau der Hochbeet-Befüllung ahmt im Grunde die natürlichen Vorgänge bei der Humusentstehung nach. Von oben nach unten werden die Materialien gröber, größer und schwerer zersetzbar. Über Jahre hinweg ist somit ein Nahrungsangebot für Bodenorganismen vorhanden, welche durch ihre unermüdliche Arbeit Nährstoffe für die Pflanzen im Hochbeet freilegen. Dies ist besonders wichtig, da das Hochbeet von der Außenwelt weitestgehend abgeschnitten ist. Die Schichtung im Hochbeet reguliert zudem Temperatur, Belüftung und Wasserhaushalt. Sie dient der Drainage und speichert gleichzeitig Wasser, was besonders im Sommer vorteilhaft ist.

Wie oft muss man ein Hochbeet neu befüllen? Im ersten Jahr kann die Erde im Hochbeet deutlich absacken, der Höhenunterschied lässt sich jedoch zunächst einfach mit einer hochwertigen Pflanzerde auffüllen. Mit den Jahren zersetzen sich die Schichten und nach etwa sechs bis sieben Jahren sollte daher das Hochbeet entleert und erneut aufgeschichtet werden. Der aus den zuvor untersten Schichten entstandene Humus kann grundsätzlich überall im Garten verteilt werden.

Schichten im Hochbeet
Die unteren Schichten bestehen aus Ästen, gröberem, pflanzlichem Material, wie Holzfasern, Laub oder Rasenschnitt [Foto: Marlon Boenisch/ Shutterstock.com]

Welche Schichten hat ein Hochbeet?

Die Schichten eines Hochbeets ahmen den Zersetzungsprozess von unten nach oben hin nach. Jede Schicht sollte – je nach Höhe des Hochbeets – 10 bis 25 cm hoch sein. Klassischerweise werden am Grund des Hochbeets Äste, Wurzelholz und kleinere Baumstämme in verschiedenen Dicken eingeschichtet. Um den Wasserablauf zusätzlich zu verbessern, können Sie vereinzelt größere Steine mit einbauen. Auf die unterste Schicht des Hochbeets folgt eine Füll- oder Grundschicht, welche aus zerkleinertem Holz, Laub sowie Pflanzen- und Rasenschnitt besteht. Dieses Material besitzt eine breite Angriffsfläche für zersetzende Mikroorganismen, sodass es deutlich schneller zersetzt wird als die groben Äste der untersten Schicht.

Nun folgt eine Schicht aus gut gereiftem Kompost, von welcher sich zahlreiche Bodenorganismen ernähren und dabei Nährstoffe nach oben nachliefern. Unsere Plantura Bio-Komposterde verbessert die Humusbildung, fördert das Bodenleben und eignet sich ideal zur Befüllung von Hochbeeten als Kompostschicht. Sie ist völlig torffrei und wird deutlich CO2-reduziert in Deutschland hergestellt. Als letzte und oberste Schicht im Hochbeet folgt eine Ebene Pflanzerde. Doch welche Erde sollte man für ein Hochbeet nehmen? Hier gilt: Eine hochwertige, nährstoffreiche Pflanzerde ist im Hochbeet die beste Wahl, da sie sich für die meisten Gemüse-Arten und Kräuter eignet. Unsere torffreie Plantura Bio-Tomaten- und Gemüseerde besitzt all diese Qualitäten und kommt in einer nachhaltigen Verpackung über klimaneutralen Versand zu Ihnen.

Auf einen Blick: Wie schichtet man ein Hochbeet?

  • Untere Schicht: Dicke Äste, Baumstämme und Steine.
  • Füllschicht: Lockeres, zerkleinertes Pflanzenmaterial wie Pflanzen- und Rasenschnitt, Laub oder Hackschnitzel.
  • Kompostschicht.
  • Pflanzschicht: Nährstoffreiche Pflanzerde mit feinkrümeliger Struktur.
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Kann man Hochbeete nur mit Erde befüllen?

Der Schichtaufbau des Hochbeets ist vorteilhaft, aber natürlich optional, denn das Beet kann auch nur mit reiner Pflanzerde aufgefüllt werden. Dies spart Arbeitsaufwand und lässt sich mit wenigen Materialien verwirklichen. Im ersten Jahr wird meist keinerlei Unterschied zu geschichteten Hochbeeten zu sehen sein. Die Wasserspeicherung ist meist jedoch schlechter, sodass öfter gegossen werden muss. Der große Nachteil ist zudem, dass viele der enthaltenen Nährstoffe nach wenigen Jahren gänzlich aufgebraucht sind, da keinerlei Nachschub durch die Zersetzung der unteren Schichten hinaufbefördert wird. Auch das Bodenleben findet kaum Nahrung in reiner Pflanzerde, was die Fruchtbarkeit auf Dauer verringert. Die Folge ist oft, dass viel und häufiger gedüngt werden muss, damit die Pflanzen auf dem Hochbeet keine Nährstoffmängel erleiden und nicht kümmerlich wachsen.

Hochbeet nur mit Erde befüllt
Wenn Sie Ihr Hochbeet rein mit Pflanzerde befüllen, ist mit einigen Nachteilen zu rechnen [Foto: Vintagepix/ Shutterstock.com]

Niedrige Hochbeete schichten

Hochbeete besonders im Stadtgarten auf Balkon und Terrasse sind teils sehr niedrig, sodass kaum Platz für alle vier Schichten ist. Hier können Sie auf das Wesentliche reduzieren: Ganz unten eine Schicht aus Steinen, Laub und Hackschnitzel, die Wasserablauf und Belüftung fördern. Darüber füllen Sie die Kompostschicht ein, aus der Nährstoffe umgesetzt werden. Als Abschluss erfolgt die Pflanzerd-Schicht, in der die Kulturen wurzeln. Je kleiner das Hochbeet, desto schmaler werden die unteren Schichten. Die oberste Pflanzschicht sollte immer mindestens 10 cm, besser noch 15 bis 20 cm hoch sein, um ausreichend Platz für die Wurzeln zu bieten.

Sind alle Schichten eingefüllt, geht es an die Bepflanzung des Hochbeets. Wir haben in unserem Artikel nützliche Tipps und Pflanzenkombinationen für eine reiche Ernte und zur Schädlingsvertreibung zusammengetragen.

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