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Kompost: Alles vom richtigen Kompostieren bis zur Komposttoilette

Kompostierung ist eine alte, teils komplexe Praxis. Lesen Sie hier, was Kompost ist, wie er entsteht, verwendet wird und alles Weitere zum schwarzen Gold.

Komposthaufen mit Händen
Ein Komposthaufen ist eine gute Möglichkeit, um Essensreste und Gartenabfälle sinnvoll zu entsorgen [Foto: Marina Lohrbach/ Shutterstock.com]

Der Kompost – er begleitet die Menschheit bereits seit sehr langer Zeit. Erst Jahrhunderte nach der Sesshaftwerdung entdeckt, stellte er eine der ersten Möglichkeiten dar, bestelltes Land fruchtbar zu halten. Damit leistete der Kompost als Teil der Düngegeschichte einen gewaltigen Beitrag zum Fortschritt der menschlichen Zivilisation.

Kompost

In diesem Artikel haben wir Informationen zu allen Bereichen den Kompost betreffend zusammengefasst, außerdem leiten wir Sie zu ausführlicheren Spezialartikeln weiter. Zu Anfang erfahren Sie, was Kompost genau ist, welche Vorteile ein eigener Komposthaufen hat und wie er funktioniert. Darauffolgend geht es um den Bau von Kompostern und die richtige Verwendung von Komposteimern. Anschließend finden Sie Infos zum richtigen Kompostieren, zu Kompostwürmern, Komposttoiletten sowie zur Verwendung von Kompost und Komposterden. Zu guter Letzt erfahren Sie, wie und wo Sie Kompost kaufen können.

Was ist Kompost?

Sie finden nachfolgend eine Zusammenfassung zu dem Thema – wenn Sie sich genauer informieren möchten, finden Sie hier den vollständigen Spezialartikel.

Kompost ist durch Menschenhand zusammengestelltes (lateinisch compositum = „das Zusammengestellte“) organisches Material, das den Prozess der Rotte durchlaufen hat. Zwar handelt es sich bei Kompost um Humus, Humus kann allerdings nicht als Kompost bezeichnet werden, da er ohne menschliches Zutun auf natürliche Art entsteht. Bei der Kompostierung werden zuerst alte Strukturen des Ausgangsmaterials durch die Aktivität von Würmern, Insekten und verschiedenen Mikroorganismen aufgelöst. Nach und nach werden molekulare und atomare Bausteine vereinzelt, um anschließend zu neuen Molekülen – Huminsäuren genannt – verbunden zu werden. In Verbindung mit Tonpartikeln entstehen dann sichtbare Humusflocken. Kompost ist sehr variabel, im Allgemeinen ist er jedoch braun bis schwarz, riecht waldig, ist schwerer als Torf, leichter als Sand und besitzt viele mittelgroße Poren. Je nach Ausgangsstoffen, Rottedauer und -bedingungen verändern sich Farbe und Stuktur, pH-Wert, Nährstoffgehalt und Stabilität des Kompostes. Die Bezeichnung liefert dabei stets Informationen über die Eigenschaften, wie wir im Folgenden für Sie aufgelistet haben.

BezeichnungEntstehungEigenschaftenVerwendung
Frischkompost4 – 8 Wochen Rottedauer, Kompostierung nicht abgeschlossenNährstoffgehalt hoch, Stabilität geringPflanzendünger
FertigkompostMind. 6 Monate RottedauerNährstoffgehalt mittel, Stabilität mittelPflanzen- und Bodendünger
Reifekompost2 – 3 Jahre RottedauerNährstoffgehalt gering, Stabilität hochBodendünger
GrüngutkompostAus Grünabfällen (Grünflächenpflege, Garten- und Landschaftsbau)Nährstoffgehalt gering, Stabilität hochBodendünger
BiokompostAus Bioabfällen (Biotonne)Nährstoffgehalt hoch, Stabilität hochPflanzendünger
Kompost in Schubkarre mit Grabegabel
Je nach Art des Kompostes ist er unterschiedlich verwendbar [Foto: Alexander Raths/ Shutterstock.com]

Wie Sie sehen, lassen sich Eigenschaften von Kompost über die Rottedauer und die Ausgangsstoffe verändern. Die Stabilität gibt an, wie leicht der Kompost nach der Ausbringung im Boden von Mikroorganismen wieder abgebaut werden kann. Eine hohe Stabilität führt dazu, dass der Kompost ein guter Bodendünger ist: Er verbessert die Bodeneigenschaften nachhaltig, liefert jedoch kaum Nährstoffe für Pflanzen. Ein als Pflanzendünger verwendbarer Kompost wird wegen seiner geringen Stabilität schnell abgebaut, wobei Nährstoffe frei und für Pflanzen verfügbar werden. Er verbleibt allerdings nicht dauerhaft im Boden und verbessert somit auch dessen Eigenschaften nicht. Die Bezeichnungen sind immer zusammen zu betrachten: Ein frischer Grüngutkompost ist nährstoffreicher als ein fertiger Grüngutkompost – aber immer viel nährstoffärmer als ein frischer Biokompost.

Kompost kann man sehr vielseitig einsetzen. Er kann in der Form von Komposttee auch als flüssiger Bodenverbesserer wirken, mit dem man Boden oder Komposte mit nützlichen Mikroorganismen impfen kann. Auch in der Landwirtschaft und in Gärtnereien sind die Vorzüge der Verwendung von Kompost als Boden- oder Pflanzendünger bekannt.

Komposthaufen: Vorteile und Funktion

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung zu Vorteilen und Funktion von Komposthaufen – Weiteres lesen Sie hier in dem vollständigen Spezialartikel zum Thema.

Vorteile eines Komposthaufens

Die eigene Kompostierung hat viele Vorteile: Die Verkleinerung der Biotonne, das schnelle und einfache Entsorgen von Gartenabfällen und der Erhalt von hochwertigem, vielseitigem Dünger für Boden und Pflanzen sind wohl die wichtigsten. Auch ein ökologischer Antrieb kann eine Rolle spielen: Selbst zu kompostieren ist die umweltverträglichste Art, mit seinen Abfällen umzugehen. Verkaufen und zu Geld machen können Sie Ihren Kompost allerdings leider kaum – wenn Sie ihn loswerden wollen, sind vielmehr das Verschenken oder Entsorgen Ihre Optionen.

Abgenagtes Blatt nah
Leicht abbaubare Kohlenstoffverbindungen werden zuerst zersetzt, während das Blattgerippe zunächst stehen bleibt [Foto: Irainy/ Shutterstock.com]

Funktion eines Komposthaufens

Die Kompostierung im Haufen oder Komposter läuft still, heimlich und scheinbar langsam ab. Tatsächlich passiert dabei jedoch eine ganze Menge. Durch die Aktivität der beteiligten Organismen können sogar hohe Temperaturen über 60 °C entstehen. Was dort geschieht, ist ein Teil des Kohlenstoffkreislaufes: Die alten Strukturen der hauptsächlich aus Kohlenstoff (C) bestehenden organischen Abfälle werden aufgelöst, Mikroorganismen nehmen kohlenstoffhaltige Verbindungen auf, nutzen sie zur Energiegewinnung und atmen Kohlenstoffdioxid (CO2) aus. Hohe Nährstoff- und vor allem Stickstoffgehalte beschleunigen die Zersetzung, indem sie den Mikroorganismen die Arbeit erleichtern. Nach der Zerlegung der Strukturen werden anschließend in chemischen und biologischen Vorgängen neue Moleküle gebildet, nämlich die oben erwähnten Huminsäuren.

Da die Kompostierung fast vollständig von Mikroorganismen durchgeführt wird, bestimmen ihre Lebensbedingungen, wie schnell und wie heiß die Rotte vonstattengeht. Die Sauerstoff- und Wasserverfügbarkeit, die Temperatur, der pH-Wert und der Nährstoffgehalt sind hierbei beeinflussende Faktoren. Auf diese kann auch der Mensch als derjenige, der die Kompostierung durchführt, Einfluss nehmen. Dies erfordert natürlich einen gewissen Arbeitsaufwand: Das richtige Sortieren, Schichten, ein eventuelles Umsetzen, Kalken und Ergänzen von Nährstoffen sind Tätigkeiten, die vor dem Beginn der Kompostentnahme zu erledigen sind. Je nach Art des verwendeten Komposters – Miete, Rottebox, Schnell- und Thermokomposter oder Wurmkiste – unterscheiden sich die Arbeiten. Grundsätzlich dreht sich jedoch immer alles um die Optimierung der Lebensbedingungen der kleinen Helfer – der kompostierenden Organismen.

Kompost bauen: Anleitung

Nachfolgend geben wir Ihnen eine Zusammenfassung zum Thema – detaillierte Informationen finden Sie darüber hinaus hier im Spezialartikel.

Zersetztes Holz im Wald
Holz enthält große Mengen sogenannten Lignins, einer schwer zersetzbaren Kohlenstoffverbindung [Foto: Cristina Nakamura/ Shutterstock.com]

Sich einen eigenen Komposter zu bauen hat seine Vorteile: Sie sparen dadurch nicht nur in der Regel Geld, Sie erstellen auch den Komposter nach Ihren ganz eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Häufig ist der Eigenbau gar nicht so kompliziert und erfordert weder großes handwerkliches Geschick noch besonders außergewöhnliche Werkzeuge. Mit etwas Holz, Nägeln, einer Plastikplane und Brettern lässt sich eine Rottebox bereits herstellen. Für einen Schnellkomposter genügt ein durchlöchertes Fass aus Metall oder Plastik, das mit etwas Isolierung sogar zum Thermokomposter wird. Eine Wurmkiste zu bauen ist ebenso leicht und kostengünstig: Aus einigen ineinanderpassenden Plastikkisten, einem Ablasshahn und zwei Blumentöpfen kann man ein erweiterbares Wurmhotel bauen. Der Bokashi-Eimer (in dem streng genommen ja eine Fermentierung und keine Kompostierung abläuft) ist noch schneller fertiggestellt: Zwei Eimer werden für diesen ineinandergesteckt, abgedichtet und ein Hahn wird angebracht. Ist der Deckel drauf, ist der Bokashi-Eimer auch schon einsatzbereit. Natürlich können Sie auch andere Materialien verwenden als die eben genannten. Auch aus Pflaster- oder Mauersteinen, einem Metallzaun oder Streckmetall, selbst aus Paletten lassen sich unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der kompostierenden Mikroorganismen gute Komposter herstellen.

Das Kaufen eines Komposters kann hingegen sowohl überraschend günstig als auch kostspielig werden: Preis und Komposterqualität stehen dabei nicht unbedingt in einem eindeutigen Verhältnis zueinander. Häufig bestimmen die Optik und Haltbarkeit den Preis. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Komposter zwischen 50 und 500 Euro kosten kann. Die günstigsten schwächeln entweder in der Funktionalität oder in der Haltbarkeit, die teuersten Modelle punkten oft entweder mit außergewöhnlicher Haltbarkeit, einem besonderen und ästhetischen Design oder auch mit beidem.

Verrottendes Gemüse auf Kompost
Gemüse ist feucht, nährstoffreich und weich: Der geringe Kohlenstoff- und der hohe Stickstoffgehalt fördern die Zersetzung [Foto: Candus Camera/ Shutterstock.com]

Komposteimer verwenden

Eine häufig gestellte Frage zu Kompostanlagen im Garten ist in diesem Zusammenhang die nach dem Grenzabstand: Kann man rechtliche Probleme bekommen, wenn man seinen Kompost direkt am Grenzzaun betreibt? Die Antwort lautet: vielleicht. Zwar gilt ein Kompost nicht als bauliche Einrichtung – und somit darf er direkt an der Grenze stehen –, produziert er jedoch unangenehme Gerüche, zieht er Schädlinge an oder belästigt Ihren Nachbarn in irgendeiner anderen, maßgeblichen Weise, so kann er dagegen rechtlich vorgehen.

Nachfolgend einige zusammenfassende Bemerkungen zum Thema Komposteimer – wenn Sie weiterlesen wollen, empfehlen wir Ihnen hier unseren vollständigen Spezialartikel.

Komposteimer gibt es in verschiedenen Größen, Formen, Materialien sowie mit oder ohne Belüftungssystem und Geruchsfilter. Bevor Sie einen Eimer für Ihre Bioabfälle kaufen, sollten Sie sich kurz mit den Effekten folgender Variablen beschäftigen.

VariableEffekt auf …
GrößeHäufigkeit der Entleerung, Geruchsentwicklung, Reinigung
FormKomfort bei Entleerung (Anhaften von Abfall)
MaterialReinigung (Eignung für Spülmaschine), Haltbarkeit
BelüftungGeruchsentwicklung, Reinigung, Flüssigkeitsentwicklung
GeruchsfilterGeruchsentwicklung, Fliegenbefall

Gerade das Anhaften übelriechender, feuchter und matschiger Abfälle stört bei der Entleerung und macht die Reinigung wenig komfortabel. Dem können Sie aber durch einen besonders glatten und runden Innenraum, die Verwendung von Kompostsäcken oder Papier auf dem Boden des Eimers, eine gute Belüftung und die Wahl eines eher kleinen Eimers entgehen.

Häufig herrscht Verwirrung darüber, was eigentlich im Biomüll entsorgt werden darf: Dies richtet sich danach, ob Sie Ihren Abfall in der Biotonne oder auf dem eigenen Komposthaufen entsorgen wollen. In die Biotonne gehören in der Regel:

  • Gemüse- und Obstreste (auch von Citrusfrüchten)
  • Salatreste (auch mit Dressing)
  • Kaffee- und Teereste, mit Beuteln (sofern ohne Metall)
  • Alle Milchprodukte – in kleineren Mengen (außer Milch)
  • Knochen (in haushaltsüblichen Mengen)
  • Eierschalen
  • Nussschalen
  • Welke Blumensträuße und Topfpflanzen samt Erde (ohne Bindeband oder Metall)
  • Strauch- und Baumschnitt, Rinde und Zweige
  • Rasenschnitt
  • Stauden (Bindeband aus Kunststoff muss entfernt werden)
  • Wildkräuter
  • Moos

Verpackungsreste, Glasscherben, Steine und Ton, Folien aus Plastik und Metall gehören hingegen nie in den Bioabfall. Bei Kleintierstreu, Gekochtem, Gesalzenem, Fleischresten und größeren Mengen von Milchprodukten entscheidet der Landkreis oder die lokale Entsorgungsstelle. Hinter diesem Link verbirgt sich eine nützliche Website, die Ihnen den Weg zur richtigen Entsorgung weist.

Komposteimer mit Essensabfällen
Die Wahl des Komposteimers beeinflusst unter anderem, wie stark die Geruchsentwicklung stattfindet [Foto: granata68/ Shutterstock.com]

Wollen Sie Ihren Abfall auf dem eigenen Kompost entsorgen, gilt zusätzlich: Tierische Produkte, Gekochtes und Gesalzenes sind tabu. Die Mikroorganismen in Ihrem Kompost sind „Rohkost- Veganer“. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass kranke oder samentragende Pflanzen nicht in zu großen Mengen in Ihren Kompost gelangen. Dies gilt jedoch nicht, wenn in Ihrer Kompostierung Temperaturen von über 60 °C erreicht werden. Allerdings ist dies bei der privaten Kompostierung fast nie der Fall.

Gerade in den warmen Jahreszeiten und vor allem in ländlichen Gegenden können Fliegen am und im Komposteimer eine echte Plage werden. Sie stören nicht nur, es handelt sich bei extremem Auftreten auch um Hygieneschädlinge. In diesem Artikel erläutern wir Ihnen die Bekämpfung von Obstfliegen ausführlich und auch im oben erwähnten Spezialartikel finden Sie viele Hinweise zu diesem Thema.

Statt eines Eimers zum Sammeln Ihres Biomülles können Sie auch direkt in Ihrer Wohnung kompostieren: Wurmkisten gibt es inzwischen auch in unauffälligen Designs, die sich überdies als Sitzmöbel nutzen lassen. Der Weg zur Biotonne entfällt damit. Stattdessen können Sie in der eigenen Küche Wurmkompost und „Wurmtee“ ernten. Auch der Bokashi-Eimer produziert in wenigen Wochen aus Ihren Bioabfällen einen potenten Pflanzendünger und nebenbei den sogenannten „Bokashi-Tee“, ebenfalls eine als Dünger verwendbare Flüssigkeit. Die Verwendung des Bokashi-Eimers wird in diesem Artikel genauer erklärt.

Richtig kompostieren: Tipps und Tricks

Nachfolgend finden Sie wiederum einige zusammenfassende Bemerkungen – Weiteres zum Thema können Sie hier im vollständigen Spezialartikel nachlesen.

Wer richtig kompostieren will, sollte die im Kompost ablaufenden Prozesse verstehen. Bei der Kompostierung werden bekanntermaßen organische Abfälle in Kompost umgewandelt. Dies geschieht in zwei Phasen: Im Zuge der Hauptrotte entsteht der Frischkompost, aus dem in der Nachrotte erst Fertig- und dann Reifekompost wird. Je länger die Rotte ablaufen kann, umso stabiler und nährstoffärmer wird der Kompost. Bei der privaten Kompostierung läuft in der Regel eine kalte Rotte ab. Diese erreicht keine hohen Temperaturen über 60 °C, sodass Krankheitserreger und Unkrautsamen nicht abgetötet werden. Anders geschieht es auf Recyclinghöfen und in professionellen Kompostierungsanlagen: Durch das Aufsetzen der Mieten in einem Zug verläuft die Hauptrotte stürmisch und bei geeigneter Isolierung steigt die Temperatur auf bis zu 80 °C an – es entsteht somit ein steriler Kompost.

Bevor Sie mit der Kompostierung beginnen, wählen Sie zunächst einen Komposter. Zur Wahl stehen hier eine klassische Miete, eine Rottebox – also eine eingefasste Miete –, Schnellkomposter, Thermokomposter, Rollkomposter, Wurmkisten für den Gebrauch in Haus oder Garten oder Bokashi-Eimer (in denen, wie gesagt, streng genommen eine Fermentierung abläuft). Die verschiedenen Arten von Kompostern unterscheiden sich aber nicht nur im Volumen, auch die Verwendung, die Geschwindigkeit der Kompostierung, die notwendigen Arbeiten und das Produkt der Kompostierung unterscheiden sich.

Pilze auf Kompost nah
Pilze auf dem Kompost müssen nichts Schlimmes sein, deuten aber auf einen niedrigen pH-Wert hin [Foto: Crystal Schumacher-Cox/ Shutterstock.com]

Nach der Wahl des Komposters folgt das Aufstellen an einem möglichst förderlichen Standort. Dieser sollte halbschattig, geschützt und ausreichend groß zum Durchführen der nötigen Arbeiten sein. Zudem sollte ein gesunder und lockerer Boden unter dem Komposter vorliegen. Und wenn möglich sollte er weder direkt an der Grenze zum Nachbarn noch zu weit entfernt vom Ort der Entstehung Ihrer Kompostabfälle stehen.

Die Lebensbedingungen der kompostierenden Mikroorganismen bestimmt, wie gut und schnell die Kompostierung abläuft. Der nachfolgenden Tabelle können Sie beeinflussende Faktoren und mögliche Maßnahmen Ihrerseits entnehmen.

FaktorEinflussBeeinflussung
FeuchteMikroorganismen benötigen Wasser zum Leben und VermehrenBeschatten, halbschattiger Standort, ggf. befeuchten (Sommer)
TemperaturHohe Temperaturen fördern Aktivität von MikroorganismenHalbschattiger Standort, Isolation des Komposters, Abdeckung mit isolierendem Material, großes Volumen führt zu höheren Temperaturen
SauerstoffMikroorganismen atmen SauerstoffVerwendung von Strukturmaterial, lockeres Schichten, Umsetzen, Komposter sollte Zirkulation ermöglichen
NährstoffeMikroorganismen benötigen Nährstoffe zum Leben und Vermehren, zu nährstoffreiches Material führt zu Volumenverlust und instabilem KompostKompostierung einer Mischung aus nährstoffreichem und -armem Material, zu nährstoffarmes Material mit Stickstoff düngen
pH-WertHöherer pH-Wert fördert Aktivität von Mikroorganismen, niedriger pH-Wert fördert PilzeVerwendung von Kalk, wenn zu viel „saures“ Material auf den Kompost gelangt

Tipp: Auch Pilze sind an der Kompostierung beteiligt. Allerdings entsteht unter ihrem Einfluss ein qualitativ minderwertiger Kompost, der heller und saurer ist. Er kann im Garten bei Moorbeetpflanzen wie Rhododendren (Rhododendron), Blaubeeren (Vaccinium-Arten), Scheinbeeren (Gaultheria procumbens) und Lavendelheide (Pieris japonica) verwendet werden.

Kompostwürmer

Nachfolgend geben wir Ihnen eine Zusammenfassung zum Thema – hier finden Sie den vollständigen Spezialartikel mit weiteren Hinweisen.

Kompostwürmer sind solche, die in Kompostmieten, Kompostierungsanlagen, Kompostern oder Wurmkisten gezielt zur Beschleunigung oder Beeinflussung der Kompostierung eingesetzt werden. Obwohl sie dem gemeinen Regenwurm (Lumbricus terrestris) zum Verwechseln ähnlich sehen – sofern man nicht ein zoologisch geschultes Auge sein Eigen nennt –, handelt es sich nicht einmal um dieselbe Gattung. Die Arten Eisenia fetida, Eisenia andrei und Eisenia hortensis sind gängige Kompostwürmer, die Sie auch in großen Stückzahlen käuflich erwerben können. Sie sind an das Leben in flachen, sehr nährstoffreichen Bereichen angepasst und fühlen sich auch in engen Wurmkisten wohl. Zudem zeichnen sie sich durch einen besonders großen Appetit und sich ergänzende Futtervorlieben aus, weshalb sie zu Recht gern gemeinsam angeboten und gekauft werden. Im Gegensatz dazu leben viele in „freier Wildbahn“ anzutreffende Würmer in tieferen Zonen, haben besondere Nahrungspräferenzen oder sind genügsamere Esser – weshalb viele Arten nicht zur Unterstützung der Kompostierung einsetzbar sind.

Kompostwürmer fressen, indem sie ihre Mundöffnung durch Kraftentfaltung ihrer Körpermuskeln gegen das Substrat – ihre Nahrung und ihren Lebensraum – schieben. Dabei nehmen sie sowohl organisches als auch anorganisches Material – wie Tonpartikel, kleine Sandkörner und Ähnliches – in sich auf. Nach der Verdauung wird der Kot der Würmer gemeinsam mit Calcium und einer Schleimschicht ausgeschieden, wodurch bereits stabile „Aggregate“, also Krümel entstehen. Bakterien und Pilze besiedeln diese im Anschluss und überführen den Wurmkot in elastische, saugfähige und noch stabilere Humusflocken.

Regenwurm in Erde
Der Wurm hat im Garten ein gutes Image und auch im Kompost leisten spezielle Arten Großartiges [Foto: Marina Lohrbach/ Shutterstock.com]

Weil die Verdauung der Würmer den Kompostierungsvorgang sehr beschleunigt, sind professionelle Kompostierungsanlagen längst „auf den Wurm gekommen“. Im privaten Rahmen geschieht die Nutzung von Kompostwürmern in Komposthaufen und – sehr viel intensiver – in Wurmkisten. Bei diesen handelt es sich um einfache oder unterteilte Kisten, in die man das Kompostgut gemeinsam mit den Würmern gibt. Modelle zur Betreibung im Innen- und Außenbereich können gekauft oder mit relativ geringem Aufwand auch selbst hergestellt werden. Durch ihr unauffälliges Design und die zusätzliche Nutzung als Sitzmöbel sind die Behausungen der Würmer mittlerweile sogar salonfähig geworden. Die sehr platzsparende Kompostierung Ihrer Bioabfälle ist also eine ökologische und ökonomische Alternative zur Biotonne – und kann selbst in einer Stadtwohnung betrieben werden.

Selbstverständlich bedeutet die Verantwortung für einige hundert bis einige tausend Würmer auch etwas Arbeit und Wissen: Damit die Würmer gut leben, viel verdauen und sich vermehren, müssen ihre Grundbedürfnisse erfüllt sein. Hierzu gehört etwa, dass es dunkel sein muss, nicht zu feucht und dass ausreichend Haupt- und Spurennährstoffe vorhanden sein müssen. Sauerstoffmangel durch zu kompaktes Einschichten des Kompostgutes raubt ihnen die Luft und sie könnten ersticken. Und obwohl sie erstaunlich viele Abfälle verwerten können, kann sich zu viel oder unverträgliches Futter auch negativ auswirken.

Komposterde: Pflanzen mit Kompost düngen

Nachfolgend geben wir Ihnen eine Zusammenfassung zum Thema Komposterde. Komposterden  und die Düngung mit Kompost werden darüber hinaus vertieft in den jeweiligen Spezialartikeln behandelt.

Um Verwirrung zu vermeiden, hier zunächst der Unterschied zwischen Kompost und Komposterde:

  • Kompost bezeichnet das Produkt der gezielten Kompostierung, auch Rotte genannt. Er hat sehr variable Eigenschaften, die von den Ausgangsmaterialien, der Rottedauer und den Rottebedingungen stark abhängig sind. Der Einsatz von Kompost kann sich aus diesem Grund zwischen der Anwendung als Bodendünger und der Anwendung als Pflanzendünger bewegen. Alle Abstufungen dazwischen sind ebenso möglich. Ein bodendüngender Kompost ist nährstoffarm, sehr stabil gegenüber mikrobiellem Abbau und verbessert viele Bodeneigenschaften nachhaltig. Er kann den Boden also für lange Zeit fruchtbar machen, liefert jedoch kaum Pflanzennährstoffe. Ein pflanzendüngender Kompost hingegen ist nährstoffreich, sehr instabil gegenüber mikrobiellem Abbau und liefert Pflanzen viele Nährstoffe. Er verbleibt jedoch nicht – oder nur zu geringen Anteilen – im Boden, sodass die Fruchtbarkeit nicht langfristig erhöht wird.
  • Komposterden sind gemischte Erden, die unter anderem Kompost enthalten. Da reiner Kompost für viele Pflanzen keine optimale Lebensgrundlage ist, werden Zuschlagsstoffe verwendet. Diese modifizieren die Eigenschaften des Gemisches so, dass es an die jeweilige Pflanzenkultur optimal angepasst ist. So sind Komposterden für Sommerblumen und Kübelpflanzen, Gemüse, Sträucher oder Kräuter erhältlich, die unterschiedlich zusammengesetzt sind.
Blumen werden in Beet eingepflanzt
Bei der Wahl der Blumenerde sollten Sie, wenn möglich, auf torffreie Produkte setzen [Foto: Kostenko Maxim/ Shutterstock.com]

Die Anwendung von Komposterden erfolgt wie bei gewöhnlichen Blumenerden, bei einer Umstellung von torfhaltigen auf torffreie Erden können sich jedoch einige kleine Dinge ändern. So kann Ihre Düngung bei Komposterden eventuell geringer ausfallen. Manche torffreie Mischungen können zusammensacken oder müssen etwas häufiger gegossen werden. Da der Abbau von Torf in Deutschland und andernorts jedoch sowohl aus regionaler als auch globaler Sicht nicht vertretbar ist, sollte diese minimale Anpassung für jeden Garten- und Naturfreund idealerweise selbstverständlich sein. Übrigens können Sie Komposterden auch selbst herstellen. Dies ist in einigen Gärtnereien immer noch üblich und geheime Mischungsverhältnisse hütet man hier eifersüchtig. Im Spezialartikel finden Sie einige Vorschläge für eigene Mischungen und genaue Informationen über mögliche Zuschlagsstoffe. Selbstverständlich finden Sie dort auch Vorschläge für torffreie Erden, die sich auch im Baumarkt oder Gartencenter finden lassen.

Die Anwendung von Kompost richtet sich danach, was Sie mit der Ausbringung letztlich erreichen möchten. Die reine Düngung von Beeten, Rasen- oder Gehölzflächen können Sie mit einem nährstoffreichen Bio-/Fertigkompost oder Bio-/Frischkompost durchführen. Hierzu wird eine dünne Schicht von 0,5 bis 1 cm Stärke auf der gesamten Fläche verteilt und nur flach eingearbeitet. Ist jedoch die Verbesserung eines kargen Stücks Boden Ihr Ziel, empfiehlt sich der Einsatz von Grüngut-/Reifekompost und die Lektüre dieses Spezialartikels, der sich mit der Humuswirtschaft befasst.

Komposttoilette

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen einige zusammenfassende Bemerkungen zum Thema Komposttoilette – für weitere Details finden Sie hier den vollständigen Spezialartikel.

Die Komposttoilette, auch Trockenklosett (TC) genannt, bringen nicht wenige mit dem Tragen von Jutekleidung und der Ökobewegung in Verbindung. Dass die Komposttoilette keinesfalls eine moderne Entwicklung des Plumpsklos ist, sondern ihre Nutzung bereits vor dem Wasserklosett (WC) üblich war, wissen wohl die wenigsten. Tatsächlich hätte die Geschichte auch ganz anders verlaufen und das WC in der Versenkung der Geschichte verschwinden können. Zumindest vom ökologischen Standpunkt aus wäre dies vielleicht besser gewesen: Durch den Luxus der schnellen Wasserspülung entsteht nämlich ein unheimlicher Mehraufwand und eine kaum zu bereinigende Verschmutzung unseres Wasserkreislaufes. Die Nutzung der Komposttoilette hingegen belässt den Nährstoff- und Wasserkreislauf getrennt und schont damit nicht nur das Wasser. Nach ausreichend langer Kompostierung oder durch die Pasteurisierung – also Erhitzung – entsteht aus unseren Hinterlassenschaften hygienischer Kompost, der gefahrlos wieder zur Nahrungsmittelherstellung nutzbar wäre.

Komposttoilette im Freien
Weil sie keinen Anschluss benötigt, wird die Komposttoilette gern in Naturparks verwendet [Foto: zvirgzds/ Shutterstock.com]

Komposttoiletten gibt es in diversen Bauformen und für jeden Zweck. Allen gemeinsam ist die Verwendung sogenannten Strukturmaterials, das Flüssigkeit bindet und die spätere Kompostierung fördert. Zudem unterbindet es zuverlässig Gerüche. Als Strukturmaterial ist zum Beispiel Rindenmulch, Holzhackschnitzel oder Holzasche geeignet. Grundsätzlich werden die Exkremente zuerst gesammelt und anschließend kompostiert. Das bedeutet, dass der Auffangbehälter früher oder später geleert werden muss. Je nach System hat sich der Inhalt dann bereits in Kompost verwandelt oder nicht.

  • Die einfache „Sammeltoilette“ nimmt Festes und Flüssiges gemeinsam auf. Sie muss häufig geleert werden, andernfalls wird der Benutzer früher oder später von unangenehmen Gerüchen belästigt. Abwandlungen der Sammeltoilette ermöglichen eine Abtrennung der Flüssigkeit, sodass sich Gerüche stark reduzieren. Auch verringert sich auf diese Weise das Volumen gewaltig, sodass das Intervall der Entleerung deutlich verlängert wird.
  • Ein etwas anderer Typ ist die sogenannte Trockentrenntoilette (TTC). Bei dieser Variante gelangen Flüssiges und Festes nie gemeinsam in einen Behälter, was durch die spezielle Konstruktion des Toilettensitzes ermöglicht wird.
  • Auch Übergangsformen zwischen WC und TC sind möglich und moderne Kompostklos müssen keinesfalls aussehen wie der Thron eines außerirdischen Alien-Königs: Nicht nur der Eigenbau eines perfekt eingefügten Kompostklos aus Bausätzen ist möglich, sogar spezialisierte Firmen gibt es in diesem Bereich.

Abgesehen davon, dass die Benutzung einer Komposttoilette natürlich ökologisch sehr sinnvoll ist, spart sie bares Geld. Und die Installation ist auch an Standpunkten möglich, die nicht an das Abwassernetz angeschlossen sind. Das kann an abgelegenen, gewässernahen oder sehr steinigen Standorten der Fall sein. Hier ist die Verlegung von Abwasserrohren nicht praktikabel. Es ist daher kaum verwunderlich, dass das Kompostklo in einigen Regionen Schwedens doch recht häufig anzutreffen ist.

Übrigens ist das Kompostklo – da es so mobil ist, wie ein Klo nur sein kann – auch zur Miete zu haben. Für größere oder kleinere Veranstaltungen kann man statt des berühmten Dixie-Klos also auch die umweltverträgliche Variante wählen. Diese Miettoiletten erfüllen zum Teil höchste Ansprüche und sind so raffiniert gebaut, dass der Benutzer kaum merkt, dass er während seiner Erleichterung etwas Besseres getan hat, als die Umwelt zu belasten.

Erde Erde wird mit Schaufel in Blumentopf gefüllt
Für Pflanzungen in Töpfen oder im Freiland können Sie eigene Komposterden herstellen [Foto: Marie C Fields/Shutterstock.com]

Kompost selber mischen

Pflanzerden aus Kompost können Sie kaufen oder selber herstellen. Insbesondere, wenn Sie die Möglichkeit haben, selbst Kompost zu produzieren, sollten Sie in Erwägung ziehen, daraus eigene Pflanzerden herzustellen. Diese können Sie ganz individuell an die Bedürfnisse verschiedener Pflanzen anpassen. Die Herstellung eigener Komposterden hat zudem weitere Vorteile, wie den günstigen Preis, die Umweltverträglichkeit und die Gewissheit um enthaltene Inhaltsstoffe. Allerdings kostet die eigene Kompostierung natürlich etwas Zeit und Mühe und auch die Beschaffung der ergänzenden Zuschlagsstoffe liegt dann bei Ihnen. Im Zuge der Kompostierung fallen nacheinander erst Frischkompost, dann Fertigkompost und schließlich Reifekompost an. All diese Kompostformen können Sie zum Mischen der Komposterden verwenden, allerdings sind nicht alle für jeden Zweck geeignet. Vor dem Mischen sollte der Kompost durch Hitze sterilisiert werden, um Krankheitserreger und Unkrautsamen abzutöten, die insbesondere in Blumentöpfen im Haus sehr störend sind. Wie das geht und welche Mischungen für Sommerblumen, Kräuter und Gehölze im Beet oder Kübel, für Stecklinge oder zur Aussaat geeignet sind, stellen wir Ihnen in diesem Spezialartikel vor.

Kompost kaufen

Neben der Zusammenfassung, die Sie nachfolgend finden, haben wir hier für Sie den vollständigen Spezialartikel zum Thema vorbereitet.

Kompost ist eine Art menschgemachter Humus – und der kann nicht nur selbst hergestellt, sondern auch gekauft werden. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn man zur Pflanzung, Bodenverbesserung oder Düngung schnell Kompost braucht und nicht noch ein ganzes Jahr darauf warten kann, dass der eigene Kompost fertig ist. Kompost kann in Form der oben erwähnten Komposterden in Baumärkten und Gartencentern erworben werden. Die kleinen Volumina und der verhältnismäßig hohe Preis machen diese Variante jedoch unpraktikabel, wenn Sie etwas mehr Kompost benötigen. Die günstigste Möglichkeit ist daher die Fahrt zu einem lokalen Recyclinghof, auf dem aus dem Inhalt der Biotonnen und dem Grünschnitt der Grünflächenpflege ständig Kompost hergestellt wird. Häufig werden die Materialien gemischt, mancherorts werden jedoch auch nährstoffreicher Biokompost und nährstoffarmer Grüngutkompost getrennt angeboten. Eine weitere Möglichkeit ist der private Weg: Vielleicht kennen Sie einen Gärtner, dessen Kompostproduktion seinen eigenen Bedarf übersteigt, sodass er etwas von dem schwarzen Gold an Sie abtritt?

In diesem Artikel wgen wir ab, ob es sich lohnt Komposterde selber zu mischen oder der Kauf nicht doch den besseren Weg darstellt.

Industrielle Kompostierungsanlage
In modernen Kompostierungsanlagen und auf Recyclinghöfen wird kontrolliert hochwertiger Kompost produziert [Foto: Jovan Barajevac/ Shutterstock.com]

Natürlich handelt es sich auch bei Torf zum Teil um Humus. Allerdings beinhaltet Torf neben diesem „Sumpfhumus“ auch große Mengen nicht zersetzten Materials. Torf ist vergleichsweise günstig und kann zur Verbesserung der Bodenstruktur eingesetzt werden, wenn man seinen pH-Wert mit Kalk anpasst. Aus dem nicht zersetzten Material wird dann mit der Zeit Humus. Da die Verwendung von Torf jedoch viele Umweltprobleme – sogar den drohenden Klimawandel – mitverursacht, sollte man die Verwendung von Torf möglichst ganz unterlassen oder zumindest stark einschränken.

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