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Komposterde kaufen oder selber herstellen?

Kompost ist ein wertvoller Bestandteil vieler Pflanzerden. Hier erklären wir Ihnen, wo Sie ihn am besten kaufen und wie Sie Komposterden selber mischen.

Pflanze wird eingepflanzt
Komposterde ist sehr umweltfreundlich und kann selbst hergestellt oder gekauft werden [Foto: Koy_Hipster/ Shutterstock.com]

Immer häufiger sieht man in den Gartenbereichen der Baumärkte, in Gartencentern und Gärtnereien neben den bekannten torfhaltigen Pflanzerden auch solche, die zu einem guten Teil aus Kompost bestehen. Diese Komposterden – häufig in Bioqualität – sagen dem Raubbau an bedrohten Moorflächen den Kampf an. Die Herstellung von Pflanzenerden könnte somit wieder in einer recycelnden Kreislaufwirtschaft verlaufen. Dieser Artikel enthält eine Definition und eine Abgrenzung gegenüber reinem Kompost, eine Auflistung möglicher Nebenbestandteile und außerdem eine knappe Gegenüberstellung zum Torf. Abschließend finden Sie eine Zusammenstellung verschiedener Produkte sowie Anleitungen zum Mischen eigener Komposterden.

Kompost oder Komposterde: Was sind die Unterschiede?

Komposterde und Kompost sind mitnichten zwei synonym benutzbare Begriffe: Während Kompost das reine Produkt der Kompostierung ist, handelt es sich bei Komposterde um eine Mischung, die Kompost enthält. Kompost kann man in verschiedene Typen und Reifegrade unterteilen. Grüngutkompost bezeichnet einen Kompost aus eher nährstoffarmem Grüngut, Biokompost wird hingegen ein aus nährstoffreichen Bioabfällen entstandener Kompost genannt. Nährstoffärmere Komposte werden im Boden bedeutend weniger zersetzt und liefern dementsprechend mehr Humus zur Bodenverbesserung, während nährstoffreiche Komposte mehr Pflanzennährstoffe bieten. Frischkompost wurde nur vier bis acht Wochen lang kompostiert, ist nährstoffreich und wird im Boden schnell von Mikroorganismen zersetzt. Fertigkompost entsteht unter guten Bedingungen erst nach fünf bis sechs Monaten und bietet weniger Nährstoffe, ist im Gegenzug aber stabiler einem mikrobiellen Abbau gegenüber. Reifekompost herzustellen dauert ein bis zwei Jahre – dieser ist äußerst stabil, liefert jedoch kaum Nährstoffe.

Zur Herstellung von Komposterden lassen sich insbesondere Fertig- und Reifekompost sowie Grüngutkompost gut verwenden.

Grünschnitt
Abhängig von dem Material, aus dem der Kompost hergestellt wird, hat er verschiedene Eigenschaften [Foto: Graham Corney/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Unterschiede Kompost und Komposterde:

  • Kompost bezeichnet das pure Rotteprodukt, Komposterde meint Mischungen, die unter anderem Kompost enthalten
  • In Komposterden sind Nebenbestandteile enthalten, welche die Kompost-Eigenschaften ergänzen sollen
  • Biokompost ist weit nährstoffreicher als Grüngutkompost
  • Frischkompost ist jung und nährstoffreich, Fertigkompost etwa ein halbes Jahr alt und weniger nährstoffreich; Reifekompost ist 1 – 2 Jahre alt und nährstoffarm
  • Je nährstoffärmer ein Kompost ist, desto mehr stabilen Humus enthält er, der erhalten bleibt
  • Je nährstoffreicher ein Kompost ist, desto weniger stabilen Humus enthält er und umso schneller wird er zersetzt
  • Fertigkompost und Reifekompost sind die meistgenutzten Komposte in Komposterden

Komposterde: Definition und Vorteile

Komposterden – in der Fachwelt als Kompostsubstrate bezeichnet – sind Pflanzerden, die viel Kompost enthalten. Da Komposte häufig verhältnismäßig nährstoffreich und dadurch salzhaltig sind und zudem oft recht hohe pH-Werte aufweisen, werden sie nur sehr selten pur verwendet: Sogenannte Zuschlagstoffe oder Nebenbestandteile in Komposterden sollen die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Kompostes ausgleichen. Als Zuschlagsstoffe kommen dabei mineralische Bestandteile wie Sande und Ziegelbruch, Tonminerale wie Bentonit und Vermiculit, Perlite, Lavagestein, Gesteinsmehle, Blähton und Bims zum Einsatz. Auch organische Nebenbestandteile wie Holzfasern, Xylit, Rindenhumus, Kokosfasern oder sogar Reisspelzen lassen sich verwenden. Durch die richtige Kombination der Haupt- und Nebenbestandteile sollen Komposterden optimale Wuchsbedingungen ermöglichen.

Vermiculit
Das Tonmineral Vermiculit speichert Wasser besonders gut [Foto: Alexey Bukreev/ Shutterstock.com]

Exkurs: Fachbegriffe für Substrate

  • Ein Material wird „inert“ genannt, wenn es den Nährstoffgehalt und pH-Wert seiner Umgebung nicht in wesentlichem Maße beeinflusst. Auch chemische Reaktionen mit diesem Material erfolgen so gut wie gar nicht.
  • Ein Material ist „strukturstabil“, wenn es nicht durch mikrobielle Prozesse abgebaut wird und sein Volumen und seine Porosität auch über längere Zeiträume beständig ist.
  • Die Luftkapazität beschreibt, wie viele luftführende, große Poren ein Material hat.
  • Die Wasserkapazität beschreibt, wie viele wasserführende, mittlere und kleine Poren ein Material hat.
  • Eine Stickstoff-Festsetzung ist möglich, wenn organisches Material viele Kohlenstoff-Verbindungen, doch wenig Stickstoff enthält. Mikroorganismen entziehen ihrer Umgebung dann den zum Überleben nötigen Stickstoff, um das Material abzubauen. Folglich fehlt der Stickstoff den in der Umgebung wachsenden Pflanzen. Einem Mangel kann man dann über eine „Ausgleichsdüngung“ mit einem langfristig wirkenden Stickstoffdünger vorbeugen.

Zuschlagstoffe in Kompostsubstraten

Als Zuschlagstoffe werden ergänzende Komponenten in Komposterden bezeichnet. Das Mischungsverhältnis des Kompostes mit einer Auswahl verschiedener Zuschlagstoffe soll für möglichst gute Eigenschaften des Substrates in punkto Belüftung, Strukturstabilität, Wasserkapazität oder Gewicht sorgen.

ZuschlagstoffEigenschaftenEffekt im Substrat
SandQuarzkörner; leicht sauer, hohe Luftkapazität, durchlässig, strukturstabil, schwerVerbessert Durchlüftung und Wasserdurchlässigkeit, macht Substrate schwerer, erfordert regelmäßiges Gießen
ZiegelbruchRecycelte/fehlerhafte Ziegel; porös, wasserspeichernd, strukturstabil, leichtVerbessert Durchlüftung, Wasserdurchlässigkeit und Wasserhaltefähigkeit (in geringem Maße), alles ab ca. 30 Vol.-%
BentonitTon; nährstoffbindend, wasserspeichernd, gut benetzbarErhöht Wasserhaltevermögen, speichert Nährstoffe und schützt vor Überdüngung, leicht zu befeuchten
VermiculiteTonmineral; sehr gut wasserspeichernd, nährstoffbindend, gut benetzbar, pH-Wert 8, teuer, enthält viel MagnesiumErhöht Wasserhaltevermögen, sorgt für gleichmäßige Feuchte, speichert Nährstoffe und schützt vor Überdüngung, leicht zu befeuchten
PerliteVerwitterter, zerkleinerter, erhitzter Obsidian; inert, pH-Wert 7,5, sehr porös, leichtVerbessert Durchlüftung und Strukturstabilität (Substrat sackt weniger zusammen), macht Substrate leichter, sorgt für gleichmäßige Feuchte (alles ab ca. 30 Vol.-%)
SchaumlavaVulkangestein; porös, hohe Luftkapazität, frostbeständig, leichtErhöht Strukturstabilität (Substrat sackt weniger zusammen) ab ca. 30 Vol.-%, verbessert Durchlüftung
BimsVulkangestein; porös, hohe Luft-/Wasserkapazität, sehr leichtErhöht Strukturstabilität (Substrat sackt weniger zusammen) ab ca. 30 Vol.-%, verbessert Durchlüftung und sorgt für gleichmäßige Feuchte
GesteinsmehleZermahlendes Gestein; sauer bis alkalisch, enthalten Pflanzennährelemente, bilden TonmineraleLiefert über lange Zeiträume Haupt- und Spurennährelemente für Pflanzen, erhöht langfristig den Tongehalt von Böden und verbessert Krümelstruktur sowie Wasserhaltevermögen
BlähtonStark erhitzte, aufgeblähte Tone; innen porös, strukturstabil, hohe Luftkapazität, leichtErhöht Strukturstabilität (Substrat sackt weniger zusammen) ab ca. 30 Vol.-%, verbessert Wasserdurchlässigkeit und Durchlüftung, macht Substrate leichter, erfordert regelmäßiges Gießen
HolzfasernRecycelt, i.d.R. aus Nadelholz; hohe Luftkapazität, nicht strukturstabil, stickstofffestsetzend, geringe Wasserkapazität, pH-Wert 5-6, nährstoffarmVerbessert Durchlüftung und Wasserabfluss, wird mikrobiell abgebaut, setzt dabei Stickstoff fest, erhöht den pH-Wert und sackt zusammen (ausgleichende Stickstoff-Düngung nötig), erfordert regelmäßiges Gießen
Xylit/LignitVorstufe der Braunkohle, zerkleinert; nährstoffarm, strukturstabil, hohe Wasser- und Luftkapazität, leicht sauer (torfähnliche Eigenschaften)Verbessert Durchlüftung und Wasserhaltefähigkeit, mit Kalk und Dünger nach Bedarf veränderbar, schützt vor Überdüngung
RindenhumusZerkleinerte, fermentierte Rinde; mittlere Wasser- und Luftkapazität, enthält viel Kalium, Phosphat und SpurennährstoffeVerbessert Durchlüftung und Wasserabfluss, verbessert Wasserhaltefähigkeit in geringerem Maße, schützt vor pH-Schwankungen
Kokosmehl (Cocopeat)Kokosschalenabrieb; hohe Luftkapazität, gute Wasserkapazität, gut benetzbar, leicht, manchmal salzbelastet (Deklarierung beachten, vor allem Kalium, Chlorid, Natrium), sonst nährstoffarm, strukturstabilVerbessert Durchlüftung und Wasserabfluss, Wasserhaltefähigkeit in geringerem Maße, erhöht Strukturstabilität (Substrat sackt weniger zusammen), macht Substrate leichter; evtl. starker Düngeeffekt, der bei der Düngung beachtet werden muss
Reisspelzen„Strohhülse“ von Reiskörnern; sehr leicht, sehr hohe Luftkapazität, geringe Wasserkapazität, strukturstabil, Stickstoff-Festsetzung möglich, nährstoffarm, pH-Wert passt sich anderen Substratkomponenten anVerbessert Durchlüftung und Wasserabfluss, erfordert regelmäßiges Gießen, kann Stickstoff festsetzen (ausgleichende Stickstoff-Düngung nötig), erhöht i.d.R. Strukturstabilität (Substrat sackt weniger zusammen)

Kompostsubstrate und Torfsubstrate im Vergleich

Der Torfabbau ist klimaschädlich, er zerstört Lebensräume und stört den Wasserhaushalt ganzer Landstriche, da Moore riesige Mengen Wasser aufnehmen und speichern können. Doch noch immer sind vor allem in der professionellen gartenbaulichen Produktion die Torfsubstrate die Regel und Alternativen lediglich die Ausnahme. Dies liegt nicht zuletzt an den unumstrittenen Qualitäten von Torf.

Torf
Der Abbau von Torf ist hochgradig umweltschädlich [Foto: Stephen Barnes/ Shutterstock.com]

Eigenschaften von Torf

Seine Eigenschaften, die wir nachfolgend auflisten, machen ihn zum optimalen Ausgangsstoff für die Herstellung von Pflanzerden.

  • Locker und luftdurchlässig (Weißtorf sogar bei Wassersättigung)
  • In getrocknetem Zustand sehr leicht und gut zu transportieren
  • Kann ein Vielfaches seines Eigengewichtes an Wasser speichern
  • Sehr nährstoffarm, kann somit den Bedürfnissen jeder Pflanze entsprechend gedüngt werden
  • Strukturstabil, sackt also nicht zusammen und erhält die Durchlüftung aufrecht (Weißtorf ist stabiler als Schwarztorf)
  • Niedriger pH-Wert, also sauer; es ist einfacher, diesen mit Kalk auf den gewünschten pH-Wert einzustellen, als ein Substrat mit hohem pH-Wert zu einem niedrigeren Wert hin zu verändern

Eigenschaften von Kompost

Kompost als Substratgrundlage ist im Gegensatz zu Torf deutlich schwieriger zu verwenden:

  • Er ist je nach Ausgangsstoffen so variabel in vielen Eigenschaften, dass die Herstellung genauestens überwacht werden muss, um ein definiertes Ergebnis zu erhalten
  • Junger Kompost ist nicht strukturstabil, kann sehr nährstoffreich sein und ist dann nicht zur Anzucht von Jungpflanzen oder zur Kultur von Kräutern und anderen Magerpflanzen geeignet, die auf zu „fette“ Substrate sehr negativ reagieren
  • Die Wasserspeicherfähigkeit ist zwar hoch, doch nicht so hoch wie die von Torf, was bedeuten kann, dass ein solches Substrat häufiger gegossen werden muss
  • Kompost ist chemisch weniger stabil, er reagiert auf einen schwankenden pH-Wert und Nährstoffgaben mit einer Veränderung seiner Eigenschaften
  • Der pH-Wert von Kompost ist zum einen veränderlich – je nach enthaltenen Ausgangsstoffen und zum anderen kann Kompost nicht so leicht zu einem gewünschten pH-Wert hin beeinflusst werden, da das Senken desselben sich schwieriger gestaltet als das Anheben
Behandschuhte Hände halten Erde
Durch die gezielte und überprüfte Rotte bekannter Rohstoffe lässt sich Kompost mit definierten Eigenschaften herstellen [Foto: Vlad Teodor/ Shutterstock.com]

Natürlich lassen sich diese Schwierigkeiten weitgehend umschiffen: Durch die immer gleich durchgeführte, gezielte Produktion von Reifekompost aus denselben Ausgangsstoffen, die dabei möglichst nährstoffarm sind, erhält man einen strukturstabilen, nährstoffarmen Kompost mit dem gewünschten pH-Wert. Auch die Verwendung von Fertigkompost – der etwas nährstoffreicher und weniger stabil ist – ist möglich und reduziert die zuzugebende Düngermenge. Die Wasserspeicherfähigkeit und Strukturstabilität können mit Xylit – auch Lignit genannt – deutlich verbessert werden. Allgemein können Zuschlagsstoffe ein Kompostsubstrat sehr nah an die Eigenschaften von Torfsubstraten heranbringen – der Unterschied liegt dann jedoch immer noch im Produktionsaufwand, in dem Einkaufspreis und in einer angepassten Verwendung im professionell produzierenden Gartenbau.

Vorteile von Kompost als Substratgrundlage

Bevor Sie den Eindruck gewinnen, dass die Verwendung von Kompost in Pflanzerden nur Nachteile mit sich bringt, nennen wir Ihnen nun aber die ausschlaggebenden Argumente, die auch Produzenten und Substrathersteller in Deutschland allmählich zum Umdenken zwingen.

  • Kann aus Nebenprodukten der Industrie und aus Abfällen immer wieder recycelt werden
  • Zerstört nicht die Lebensräume seltener Pflanzen und Tiere – wie es der Torfabbau tut
  • Befeuert nicht den Klimawandel, da keine gebundenen Klimagase frei werden – wie es beim Torfabbau der Fall ist
  • Möglichkeit der Düngeersparnis bei der Verwendung von nährstoffreicherem Kompost, was nicht nur Kosten einspart, sondern auch den Abbau begrenzt fossil vorliegender Mineraldünger vermindert
  • Kann theoretisch in gartenbaulichen Betrieben – wie noch vor einigen Jahrzehnten üblich – und auch im Privatgarten selbst nach den eigenen Bedürfnissen produziert und dann zur Mischung von Pflanzerden verwendet werden
  • Produktion ist nicht an einen festen Ort gebunden: Lange Transportwege entfallen, wie sie bei Torf üblich sind
Kompost
Kompost aus nährstoffreichen Bioabfällen wird auch selbst nährstoffreich sein [Foto: Josep Curto/ Shutterstock.com]

Komposterden verwenden

Komposterden – also Pflanzerden mit Kompostanteilen – kann man in der Regel wie jedes andere Pflanzsubstrat benutzen. Es sind dabei nährstoffarme und nährstoffreiche Erden für verschiedene Anwendungen verfügbar, zudem solche mit verschiedenen pH-Werten und unterschiedlicher Langzeitdüngewirkung. Je nach Zusatzstoffen unterscheiden sie sich in ihrer Stabilität und dem Wasserhaltevermögen. Wenn Sie sich für eine Komposterde entscheiden, sollten Sie bei der Verwendung also lieber einmal mehr nach Ihren Pflanzen schauen, bis Sie genau wissen, wie es für diese am besten ist.

Kompost verwenden

Grüngutkompost und Reife- oder Fertigkompost lassen sich gemischt als Pflanzerde verwenden. Außerdem finden alle Arten von Kompost Verwendung im Garten: Als zu düngendes Mulchmaterial, zur dauerhaften Erhöhung des Humusgehaltes oder als Pflanzendüngung und zur Anregung des Bodenlebens. Wie Sie Kompost als Boden- oder Pflanzendünger nutzen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Fazit: Komposterde kaufen oder selber herstellen?

Sowohl das Kaufen von Komposterden als auch das eigenhändige Mischen bringt Vor- wie Nachteile mit sich.

Komposterde kaufen: Vorteile

  • Gekaufte Komposterden haben eine definierte Qualität, die enthaltenen Nährstoffe, der pH-Wert und die Eignung der Erde sind einfach auf der Verpackung abzulesen
  • Der gesamte Aufwand der Herstellung oder Beschaffung von Kompost genauso wie die Besorgung von Zuschlagstoffen entfällt
Säcke mit Komposterde
Bei gekaufter Komposterde ist die Qualität definiert und geprüft [Foto: photosthai/ Shutterstock.com]

Komposterde kaufen: Nachteile

  • Hoher Preis und bei gleichzeitig kleine Abgabemengen
  • Fertig gemischte Komposterden sind häufig für einen bestimmten Anwendungsbereich gedacht, was die Verwendung des Substrates unflexibel und den Kauf weiterer Mischungen nötig machen kann
  • Kleine Packungen bedeuten viel Verpackungsmüll und die verwendeten Zuschlagstoffe haben teils lange Transportwege hinter sich, beides ist nicht wirklich umweltfreundlich

Komposterde selber herstellen: Vorteile

  • Das Mischen eigener Substrate macht Sie unabhängig von Substratherstellern und deren Preisen, da die eigene Herstellung einen Bruchteil des Preises fertiger Erden kostet
  • Weil Sie selbst kontrollieren können, welche Zuschlagsstoffe zum Einsatz kommen, wissen Sie genauestens, was enthalten ist und können Ihre Erden äußerst umweltverträglich und hochwertig gestalten

Komposterde selber herstellen: Nachteile

  • Die Kompostierung ist ein recht großer Aufwand, den sie aber umgehen können, indem Sie Kompost günstig von einer lokalen Kompostierungsanlage beziehen
  • Insgesamt wissen Sie bei eigenen Mischungen nie ganz genau, welche Eigenschaften diese haben, da sie recht tief in die Thematik des richtigen Kompostierens eintauchen müssen, um Ihre Kompostqualität in etwa beurteilen zu können

Abschließend lässt sich sagen, dass minimalistische Hobbygärtner mit dem Einkauf fertiger Komposterden besser beraten sind. Dies gilt insbesondere, wenn gar nicht so große Mengen benötigt werden oder die Zeit für die Gartenpflege ohnehin knapper bemessen ist als das Budget. Nur Gärtner mit dem wirklich grünen Daumen und dem Willen dazu, einen gewissen Aufwand zu betreiben, können von den Vorteilen selbst gemischter Erden profitieren. Wenn Sie zu der Gruppe Hartgesottener gehören, können Sie sich hier über das Herstellen eigener Komposterden informieren.

Kati

Ich bin Gärtnerin im Fachbereich Garten- und Landschaftsbau und studiere an der Universität Hannover Gartenbauwissenschaften. Für mich ist der gesamte grüne Bereich wahnsinnig spannend, besonders liegen mir aber der Boden und ein nachhaltiger Umgang mit diesem am Herzen.
Lieblingsobst: Heidelbeere, Apfel
Lieblingsgemüse: Schmorgurke, Grünkohl, grüne Paprika

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