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Kunstdünger: Eigenschaften, Nachteile & bessere Alternativen

Anders als organischer Dünger wird Kunstdünger aus fossilen Mineralen und Luftstickstoff hergestellt. Wir zeigen, welche Alternativen es gibt.

Granulat von Kunstdünger in einem Sack
Industriell hergestellte Kunstdünger werden vielfach in Gärten und in der Landwirtschaft verwendet [Foto: Criniger kolio/ Shutterstock.com]

Wie passen Kunstdünger in die Natürlichkeit lebender und wachsender Gärten? Der Begriff grenzt die chemisch-industriell hergestellten Nährstoffmischungen deutlich gegenüber der natürlichen Düngung ab – zu Recht, denn Kunstdünger und natürliche Dünger wirken schließlich ganz unterschiedlich.

Kunstdünger

Hier erfahren Sie, was Kunstdünger genau sind, wann sie sinnvoll verwendet werden können und wo ihre Nachteile liegen. Im Anschluss nennen wir Ihnen Dünge-Alternativen.

Was ist Kunstdünger?

Kunstdünger sind mineralische Düngemittel, die mithilfe von chemischen und industriellen Verfahren hergestellt oder aufbereitet werden. Die verwendeten Rohstoffe stammen dabei aus fossilen Lagerstätten – nur der Stickstoff muss im Haber-Bosch-Verfahren aus Luftstickstoff (N2) synthetisiert werden. Die Einzelnährstoffe sind zu Salzen auskristallisiert, die sich im Bodenwasser wieder lösen, wenn sie ausgebracht werden. Nach der Lösung der Düngekörner können die Nährstoff-Ionen von Pflanzen aufgenommen, von Bodenorganismen genutzt oder umgewandelt, durch elektrische Anziehungskräfte an Bodenteilchen gebunden oder auch nach unten ausgewaschen werden. Wegen ihrer schnellen Wirkung und hohen Konzentration sind Kunstdünger in der Lage, akute Mängel der Pflanzenernährung zu beheben. Muss also eine Pflanze mit einem starken Mangel sofort versorgt werden, kann die Verwendung von mineralischen Düngern oder Flüssigdüngern sinnvoll sein.

Nachteile von Kunstdüngern

Kunstdünger sind nicht zuletzt aufgrund ihres geringen Preises auf den ersten Blick für viele Konsumenten attraktiv. Was dabei jedoch bedacht werden sollte: Die günstige Bepreisung der Kunstdünger ist nur auf Kosten der Umwelt und auf Kosten Ihres Gartens möglich. Denn die Herstellung von Kunstdüngern verbraucht große Mengen Energie, sie beutet endliche fossile Lagerstätten aus, zerstört dabei Landschaften und verschmutzt Gewässer. Das Haber-Bosch-Verfahren zum Synthetisieren von Stickstoffverbindungen aus Luftstickstoff ist derart energieintensiv, dass es sich wirtschaftlich nur bei extrem günstigen Strompreisen lohnt. Und auch der Strom ist natürlich nur auf Kosten der Umwelt so billig zu haben: Kohlekraft und Kernkraft machen es möglich.

Chemiefabrik zur Herstellung von Stickstoff
Mineralischer Stickstoffdünger wird in Chemiefabriken aus Luftstickstoff synthetisiert [Foto: saoirse2013/ Shutterstock.com]

Als dauerhafter Gartendünger ist ein Kunstdünger leider kaum zu gebrauchen: Er führt bei alleiniger Anwendung langfristig zur Abnahme aller Bodenqualitäten. Wasser- und Nährstoffspeicherung nehmen ab, das Bodenleben verarmt, Humus wird abgebaut, wodurch sich auch die Belüftung, Lockerung und Durchwurzelbarkeit verschlechtern. Die Bodenfruchtbarkeit sinkt, denn dem Boden fehlt es am Nötigsten. Zusätzlich kann es bei falscher Anwendung zu Auswaschung, Überdüngung und zu Veränderungen des Boden-pH-Wertes kommen, der entscheidend für die Nährstoffaufnahme der Pflanzen ist.

Hinweis: Einige der weltweit vorkommenden Phosphat-Lagerstätten sind mit Uran oder Cadmium belastet. In hochwertigen Mineraldüngern sind diese nicht enthalten – in Deutschland existieren dafür schützende Grenzwerte. Allerdings sind die Lagerstätten für unbelastete Phosphate knapp bemessen. Hier erfahren Sie mehr dazu, wie Schwermetalle in Düngern auftauchen können.

Alternativen zu Kunstdüngern

Die Alternativen zu Kunstdüngern sind Düngemittel, welche die natürlichen Prozesse zum Erhalt der Bodenleistung nicht ausklammern: Organische oder vornehmlich organische Dünger enthalten Nährstoffe in organisch gebundener Form. Darunter fallen natürlich auch selbst hergestellte Dünger wie zum Beispiel Kompost, Pferdemist, Gründüngung oder Bokashi. Kaufen Sie vornehmlich organische Dünger, handelt es sich im Grunde um getrocknetes, zerkleinertes Material tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, dessen Nährstoffgehalt genau bekannt ist und das eventuell durch einige mineralische Zusätze erweitert wurde, um die Wirkgeschwindigkeit zu erhöhen oder das Nährstoffverhältnis der Rohstoffe an die Bedürfnisse der gedüngten Pflanzen anzupassen. Auch biologisch aktive Bestandteile wie Bakterien- oder Pilzsporen nützlicher Mikroorganismen sind keine unüblichen Bestandteile. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch das Einbringen kohlenstoffreichen Strukturmaterials werden die bodenbildenden Organismen im Untergrund ernährt und haben „Baumaterial“ für humose Bodenkrümel. Durch ihre Aktivität und Humusbildung wird der Boden locker, speichert Wasser und Nährstoffe effizient und kann diese bei Bedarf an die im Boden wachsenden Pflanzen weitergeben.

Würmer in feuchtem Kompost
Die bodenbildenden Organismen können ohne organisches Material nicht leben [Foto: Ya_Elena/ Shutterstock.com]

Hinweis: Einige im Boden lebenden Mikroorganismen – sowohl Pilze als auch Bakterien, Archaeen, Nematoden und Insekten – stehen in engem Kontakt zur Wurzel, teils sogar in symbiontischen Beziehungen. Ihre Anwesenheit bedeutet für Pflanzen eine Förderung ihres Wachstums und ihrer Vitalität.

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