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Phosphatdünger: Verwendung & Eigenschaften

Phosphatdünger gibt es viele im Handel. Wir erklären Ihnen, wozu eine Pflanze Phosphat benötigt, was für Phosphatdünger es gibt und wie diese wirken.

Dünger wird mit Handschuhen gehalten

Phosphat ist für Ihre Pflanzen lebensnotwendig [Foto: michaeljung/ Shutterstock.com]

Phosphate sind die Salze der Phosphorsäure (H3PO4) und werden zur Phosphor-Düngung verwendet. Phosphor ist lebensnotwendig für unsere Pflanzen und essentiell für die Aufrechterhaltung vieler Funktionen in den Gewächsen.

Phosphatdünger

Phosphor kennen wir besonders aus den Mehrnährstoffdüngern, in denen Phosphor meistens enthalten ist, doch es gibt auch reine Phosphordünger. Wofür unsere Pflanzen Phosphor benötigen und welche Unterschiede es bei Phosphatdüngern gibt, erfahren Sie nachfolgend in unserem Artikel.

Wozu braucht die Pflanze Phosphat?

Phosphor wird von den Pflanzen meistens in Form von Phosphat (H2PO4 und HPO42-) aufgenommen und für verschiedene Funktionen in der Pflanze benötigt. Dieser Nährstoff ist dabei unerlässlich und lebensnotwendig für Ihre grünen Lieblinge.

Die wichtigsten Funktionen von Phosphor in der Pflanze sind die folgenden:

  • Bildet wichtigen Zellbestandteil
  • Bestandteil von Kohlenhydraten
  • Bestandteil der DNS und RNS
  • Wichtig beim Aufbau von Enzymen

Woran erkennt man einen Phosphatmangel?

Wenn es der Pflanze an Phosphor mangelt, dann führt das zu verschiedenen Mangelerscheinungen. Solche Mangelsymptome zeigen sich meistens zuerst an den älteren Blättern. Hierzu zählen unter anderem folgende Symptome:

  • Hemmung und Stillstand des Pflanzenwachstums
  • Starre Blatthaltung, daher auch die Bezeichnung „Starrtracht“
  • Kümmerlicher Wuchs
  • Dunkel- bis blaugrüne matte Färbung
  • Ledriges und schmutzig-grünes Aussehen
Pflanze mit roten Blättern

Bei Phosphormangel kann es zu einer roten Verfärbung der Pflanzen kommen [Foto: aleori/ Shutterstock.com]

  • Rote Verfärbungen der Stiele und Adern
  • Blattfall und Verkahlung der Triebe
  • Mangelsymptome sind oft schwer zuzuordnen

Da für den Transport und die Aufnahme von Phosphat aus dem Boden auch der Nährstoff Magnesium benötigt wird, kommt es bei einem Magnesiummangel im Boden oftmals auch zu einem Phosphatmangel

Zudem hemmen in sauren Böden Eisen und Aluminium die Aufnahme von Phosphat. Wenn der Boden kalkreich ist, führt das darin enthaltene Calcium zur Ausfällung von Phosphaten. Es bilden sich dann Calciumphosphate, die schwerlöslich sind und von Pflanzen nicht mehr aufgenommen werden können.

Was ist Phosphatdünger?

Phosphatdünger versorgen Pflanzen überwiegend mit dem Hauptnährstoff Phosphor (P) in Form von Salzen der Phosphorsäure. Reiner Phosphor ist nicht sehr gut in Wasser lösbar, weshalb er erst aufbereitet werden muss, um als Dünger eingesetzt werden zu können. Dabei wird unlösliches Calciumphosphat mit Hilfe von unterschiedlichen Säuren aufgeschlossen, wodurch die Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar gemacht werden.

Eigenschaften von Phosphatdünger

Phosphor wird von den Pflanzen hauptsächlich über die Wurzeln, also über die Bodenlösung aufgenommen. Daher eignet sich eine Phosphat-Blattdüngung nur zur Deckung von kurzfristigen Bedarfsspitzen. Bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist das Phosphat im Boden am besten für die Pflanzen verfügbar und kann am leichtesten aufgenommen werden.

Wirkung von Phosphatdünger

Der Phosphatdünger versorgt nicht nur Pflanzen mit dem Nährstoff Phosphor und verhindert damit Mangelsymptome, sondern er hat darüber hinaus auch eine Wirkung auf den Boden.

Wenn die Phosphatdüngung zu hoch ist, kann der Nährstoff in das Grundwasser und in Gewässer ausgewaschen werden und dort Auswirkung nach sich ziehen.

See mit Algen

Eine zu hohe Phosphatdüngung kann zu einer vermehrten Bildung von Algen führen [Foto: L Rider/ Shutterstock.com]

In dem Fall, dass sich in Gewässern Nährstoffe wie Phosphor anreichern, kommt es deshalb zu einem vermehrten Wachstum von Wasserpflanzen und Algen – diesen Vorgang nennt man Eutrophierung. Wenn diese Wasserpflanzen absterben, sinken sie zum Boden des Gewässers und werden dort mikrobiell abgebaut. Dieser Abbau erfordert allerdings viel Sauerstoff und kann zu einem Sauerstoffmangel in den Gewässern führen. Außerdem können sich Giftstoffe bilden und infolge des Sauerstoffmangels kann es zum Sterben von Fischen und anderen Lebewesen in den Gewässern kommen.

Seien Sie also vorsichtig bei der Phosphatdüngung, denn generell sind die Gartenböden in Deutschland ausreichend mit Phosphor versorgt. Wenn Sie allerdings auf Nummer sicher gehen möchten, lassen Sie eine Bodenuntersuchung durchführen, um den Nährstoffgehalt in Ihrem Boden zu bestimmen. Bei einer Bodenuntersuchung werden verschiedene Gehaltsklassen der Böden bestimmt und für Phosphor finden sich hierbei folgende Werte:

  • A (niedrig): 0 bis 5 mg Phosphor pro 100 g Boden
  • B (mittel): 6 bis 14 mg Phosphor pro 100 g Boden
  • C (hoch): 15 bis 25 mg Phosphor pro 100 g Boden
  • D (sehr hoch): 26 bis 40 mg Phosphor pro 100 g Boden
  • E (besonders hoch): über 40 mg Phosphor pro 100 g Boden

Einsatz und Verwendung von Phosphatdünger in Universaldüngern

In Universaldüngern oder Mehrnährstoffdüngern darf Phosphor nicht fehlen, zudem ist er Bestandteil der NPK-Dünger. Dort liegt der Phosphor zusammen mit Stickstoff und Kalium vor.

Dünger mit Phosphatanteil

Die bekannten mineralischen NPK-Dünger enthalten, wie bereits erwähnt, Stickstoff, Phosphor und Kalium und unterscheiden sich in der Zusammensetzung sowie in den Anteilen der einzelnen Bestandteile. Der Phosphatanteil dieser Mehrnährstoffdünger liegt dabei meistens zwischen 5 und 15 % Phosphor.

Düngergranulat auf Erde

NPK-Dünger enthalten die drei Hauptnährelemente der Pflanzen [Foto: Hemerocallis/ Shutterstock.com]

Außerdem gibt es auch spezielle Zweinährstoffdünger, die meistens zwei der Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium enthalten. Ein Stickstoffphosphat-Dünger, auch NP-Dünger genannt, enthält rund 20 % Phosphat. Einen weiteren Zweinährstoffdünger stellt Thomasphosphat-Kali dar, der 10 % Phosphate enthält. Auch um einen Phosphatdünger handelt es sich bei Thomasmehl, das zu 15 % aus Phosphat besteht und als ein Nebenprodukt bei der Stahl- und Eisenproduktion anfällt.

Dünger mit überwiegendem Phosphatanteil

Dünger mit einem überwiegenden Phosphatanteil werden vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt, da in unserem Gartenböden meistens bereits genügend Phosphor vorhanden ist und solch große Gaben nicht nötig sind.

Ein Phosphatdünger mit hohem Phosphatanteil ist zum Beispiel Diammonphosphat (DAP). Dieser besteht aus Stickstoff sowie aus Phosphor und bildet ein hellbraunes Granulat. DAP enthält 46 % hochkonzentriertes Phosphat, 41,5 % dieses Phosphors sind wasserlöslich. Man kann DAP gut lagern und transportieren, denn der Dünger zieht kein Wasser an und verklumpt aus diesem Grund nicht.

Monoammonphosphat (MAP) ist ein weiterer granulatförmiger Dünger, der aus Stickstoff und Phosphat besteht. MAP kann ebenfalls in Wasser gelöst werden und enthält ungefähr 52 % Phosphat. Auch MAP lässt sich optimal lagern und neigt gleichfalls nicht zum Verklumpen.

Eine bekannte Gruppe von Phosphatdüngern sind die Superphosphate, die sich in ihrem Phosphatgehalt unterscheiden wie auch in der Zusammensetzung. Zur Herstellung von Superphosphat werden Calciumphosphat und Schwefelsäure verwendet. Der daraus entstehende Dünger enthält 16 bis 22 % Phosphat. Es gibt jedoch auch Doppelsuperphosphat, welches 35 % Phosphat enthält, und Tripelsuperphosphat, das sogar 46 % Phosphat beinhaltet.

Phosphat in organischen NPK-Düngern

In organischen Mehrnährstoffdüngern ist neben Stickstoff und Kalium auch Phosphor enthalten. Natürlich sind die Phosphatgehalte in den organischen Düngern geringer als in mineralischen, jedoch sollte man es mit der Phosphatdüngung nicht übertreiben und verantwortungsbewusst mit diesem Nährstoff umgehen. Zu den Mehrnährstoffdüngern, die überwiegend aus pflanzlichen Grundstoffen bestehen, gehören auch unsere Plantura Bio-Dünger.

Plantura Bio-Dünger Produktreihe

Mit den Plantura Bio-Düngern aktivieren Sie das Bodenleben und fördern die Nährstoffverfügbarkeit im Boden

Neben Bestandteilen wie Vinasse oder Weizenglutenmehl enthalten die Plantura Bio-Dünger auch Rohphosphat, welches für eine langfristige Phosphorversorgung von Pflanze und Boden sorgt. Unser Plantura Bio-Tomatendünger und unser Bio-Universaldünger enthalten 3 % Phosphor, der Bio-Blumendünger von Plantura umfasst 2 % Phosphor. Der Bio-Rasendünger von Plantura sowie unser Plantura Herbstrasendünger beinhalten 1 % Phosphor. Wenn Sie also auf die Bio-Dünger von Plantura setzen, dann setzen Sie zugleich auch auf einen bewusst gewählten geringeren Phosphatanteil, der komplett ausreichend ist. Auf diese Art aktivieren Sie das Bodenleben und fördern die Nährstoffverfügbarkeit im Boden.

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Phosphat in mineralischen NPK-Düngern

In den mineralischen Mehrnährstoffdüngern findet man natürlich ebenfalls Phosphor. Der Vorteil von solchen Düngern liegt darin, dass die Nährstoffkonzentration genau bekannt ist und der Phosphor schneller verfügbar vorliegt als in organischen Düngern. Leider ist in den mineralischen Düngern im Vergleich zu der benötigten Menge zu viel Phosphat enthalten. Bei einer Überdosierung von mineralischen Düngern besteht schließlich immer die Gefahr der Umweltverschmutzung und der Eutrophierung von Gewässern, wie zuvor schon erwähnt wurde. Daher sollten Sie sich stets penibel an die Dosierungsangaben des Herstellers halten. Sie sollten bei der Verwendung von mineralischen Düngern zudem auf Ihre eigene Gesundheit achten, denn diese können gesundheitliche Schäden wie Reizungen der Haut hervorrufen. Daher sollten Sie immer bei der Verwendung von mineralischen Düngern auf eine notwendige persönliche Schutzausrüstung achten.

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