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PK-Dünger: Begriffserklärung, Wirkung & Anwendung

PK-Dünger versorgen die Pflanze vor allem mit Phosphor und Kalium. Wir erklären, wozu man PK-Dünger braucht, wie er wirkt und wie man ihn anwendet.

Sack mit mineralischem Dünger auf einem Feld
PK-Dünger wird in der professionellen Landwirtschaft häufig verwendet [Foto: Phadangs/ Shutterstock.com]

Wenn Pflanzen mit Phosphor und Kalium versorgt werden müssen, doch Stickstoff nicht förderlich wäre, wird statt eines Volldüngers oder NPK-Düngers ein PK-Dünger verwendet. Wann die Verwendung von PK-Düngern sinnvoll ist und wie sie erfolgt, erfahren Sie hier.

PK-Dünger: Was ist das genau?

PK-Dünger sind Mehrnährstoffdünger, die vorrangig aus den Salzen von zwei Makronährelementen bestehen: Phosphaten und Kaliumsalzen. Stickstoff ist nicht enthalten, dafür jedoch – je nach Mischung – weitere Makro- oder Mikronährelemente. PK-Dünger sind in der Regel mineralische Dünger. Sie werden vor allem von Profis und seltener auch von Hobbygärtnern verwendet.

Welche PK-Dünger gibt es?

In der nachfolgenden Tabelle sind verschiedene PK-Dünger und ihre Zusammensetzung aufgeführt. Weil die Gehalte von Nährstoffen in Düngern stets auf eine gängige chemische Form bezogen werden, stehen hier P2O5 für Phosphor, K2O für Kalium, MgO für Magnesium, S für Schwefel und CaO für Calcium.

DüngerP2O5K20MgOSCaO
Thomaskali/Thomasmehl8 %15 %6 %4 %-
PK plus12 %24 %2 %7 %14 %
Patent-PK12 %15 %5 %--

Neben den oben gezeigten festen Düngermischungen gibt es – gerade für den professionellen Gebrauch – etliche weitere Mischungen mit Phosphatgehalten von bis zu 25 % und Kaliumoxidgehalten von bis zu 40 %. Außerdem lassen sich aus verschiedenen Einnährstoffdüngern selber PK-Dünger mischen:
40er, 50er und 60er Kali, Kalimagnesia und Kaliumsulfat sind problemlos mit Superphosphat, Novaphos, Thomasphosphat oder Hyperphos mischbar.

Wie wirken PK-Dünger?

Phosphor und Kalium sind essentielle Nährelemente, die von Pflanzen in verhältnismäßig großen Mengen aufgenommen werden müssen, damit ein normales und gesundes Wachstum möglich ist. Kalium ist als Vermittler beim Aufbau von Zucker, Stärke und ganzen Zellwänden essentiell. Außerdem ist es unersetzlich beim Aufrechterhalten des Wasserstroms, der die Pflanze versorgt, und sorgt für Frosthärte. Phosphor bildet einen Grundbaustein des Energieträgers ATP und wird zum Aufbau der DNA benötigt. Daneben ist es entscheidend an der Photosynthese beteiligt und fördert die Wurzelentwicklung, Blüten- und Fruchtbildung.

Werden sie ausgebracht, lösen sich mineralische PK-Dünger schnell in der Bodenlösung. Phosphor fällt jedoch in großem Maß auch sehr schnell wieder als Calciumphosphat, Aluminiumphosphat oder Eisenphosphat aus. Es wird also wieder zu einem ungelösten Salz, das nicht von Pflanzen aufgenommen werden kann. Pflanzen und andere Bodenlebewesen säuern den Boden aktiv an, um an Phosphor zu gelangen.

Verschiedene Gemüsesorten auf einem Tisch
Phosphor und Kalium sind wichtig für gesunde und fruchtbare Pflanzen [Foto: Iryna Kalamurza/ Shutterstock.com]

Anders verhält es sich mit Kalium: Es bleibt als positiv geladenes Kation in der Bodenlösung, bis es von einer negativen Oberflächenladung – zum Beispiel an Tonmineralien oder Humus – im Boden festgehalten wird. Eine gewisse Menge Kalium ist jedoch stets im Wasser gelöst und pflanzenverfügbar.

Vor- und Nachteile von PK-Düngern

Leider sind PK-Dünger fast immer mineralisch. Da gerade der Abbau fossiler Rohphosphate kritisch zu sehen ist, raten wir nicht zur Verwendung phosphatbetonter PK-Dünger. Kalium hingegen ist noch für viele Jahrhunderte in großen Mengen fossil verfügbar und in organischen Düngern oft Mangelware. Insofern ist die Nutzung kaliumbetonter PK-Dünger durchaus sinnvoll. Nun haben aber sowohl P als auch K in mineralischer Form ein Problem: P verändert sich im Boden chemisch, reichert sich an und ist nicht mehr pflanzenverfügbar. Nur ungefähr 50 % des gedüngten Phosphors können genutzt werden. Bei Kalium ist es genau andersherum: Es kann aus sandigen und sauren Böden leicht ausgewaschen werden, wodurch es ebenfalls nicht mehr nutzbar ist.

Der klare Vorteil von PK-Düngern ist jedoch folgender: Da kein Stickstoff enthalten ist und P und K auf humus- oder tonreichen Böden kaum ausgewaschen werden, kann mit ihm eine Vorratsdüngung durchgeführt werden, ohne Pflanzenwachstum durch Stickstoff anzuregen. Auch ist die Verwendung flexibler, als wenn nur starre N-P-K-Verhältnisse verwendet werden können.

Mineralischer Dünger in einem Sack
Nicht alle Nährsalze sind untereinander mischbar, P und K vertragen sich jedoch gut [Foto: Ngukiaw/ Shutterstock.com]

Tipp: Wer den Humusaufbau im Garten fördert, der kann damit die Phosphat- und Kalium-Verfügbarkeit optimieren. Ausgefallenes Phosphat wird dann besser gelöst und Kalium besser im Boden gespeichert.

Anwendung von PK-Dünger

Wenn Stickstoff nicht gedüngt werden muss oder darf – beispielsweise um die Frosthärte und Fruchtbildung nicht zu stören – können Sie mit einem PK-Dünger düngen. Dies ist zum Beispiel im Spätsommer oder Herbst nützlich. Doch auch wenn Stickstoff in einer anderen Form – zum Beispiel als Jauche, Urea oder mineralischer Stickstoffdünger – gedüngt wird, kann er mit einem PK-Dünger nach Bedarf ergänzt werden. Die Verwendung von Einzelnährstoffen macht den Anwender also flexibler. Professionelle Anwender profitieren von dieser Flexibilität sehr: Da sie regelmäßig die Nährstoffreserven ihrer Böden prüfen und die einzelnen Nährstoffentzüge der angebauten Feldfrüchte kennen, können sie gezielt nachdüngen. Laien, denen diese komplexen Informationen in der Regel fehlen, empfehlen wir die Anwendung von PK-Düngern ebenfalls nur nach einer Bodenanalyse. Diese zeigt Ihnen, wie viel Phosphor und Kalium in Ihrem Boden vorliegen.

Denn die PK-Düngung nach Gefühl birgt die Gefahr einer Überdüngung oder eines Nährstoffungleichgewicht im Boden. Beides hätte negative Auswirkungen auf die Pflanzen, die darin wachsen. Mit vornehmlich organischen Mehrnährstoffdüngern wie unseren Plantura Bio-Düngern, kann Ihr Boden weder überdüngt werden, noch verarmen. Grund hierfür ist, dass vornehmlich organische Dünger das enthaltene Phosphat und Kalium langsam fließend freisetzen und Überschüsse mithilfe der im Boden lebenden Organismen an organische Partikel gebunden werden. Diese Überschüsse werden bei Bedarf von den fleißigen Organismen wieder freigesetzt.

Tipp: An organischen Alternativen zu mineralischem PK-Dünger wird natürlich geforscht. Die Düngung mit Holzasche enthält neben Phosphor und Kalium auch Magnesium und viel Calcium – sie wirken also stark alkalisch und sind daher nicht für jeden Boden geeignet. Außerdem können sie mit Schwermetallen belastet sein. Möglicherweise werden sie – nach weiterer Forschung – dennoch zu einer lohnenden Alternative werden. Auch das Düngen mit Bananenschalen liefert Phosphor und Kalium. Bananenschalen lassen sich kompostiert oder im Bokashi fermentiert zum Düngen verwenden.

Strauch wird mit Holzasche gedüngt
Unbelastete Holzasche ist ein P- und K-Lieferant, bringt jedoch auch viel Calcium ein [Foto: Grandpa/ Shutterstock.com]

Die Verwendung von stickstofffreien PK-Düngern ist etwas für echte Profis! Doch es geht auch komfortabler: Natürliche Bio-Dünger aus vornehmlich organischen Rohstoffen versorgen Boden und Pflanzen so wie es auch in der Natur geschieht. Hier sorgen Mikroorganismen, Pilze und Pflanzen in Kooperation für fruchtbare Erde und halten die verfügbaren Nährstoffe im Gleichgewicht. In unserem Plantura Shop finden Sie Bio-Dünger für alle Anforderungen.

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