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Rasen-Langzeitdünger: Rasendünger mit langer Wirkung

Langzeitdünger ersparen Ihnen ständiges Nachdüngen und versorgen den Rasen lange mit Nährstoffen. Wir zeigen Ihnen, wie man Langzeitdünger anwendet.

Gras

Durch die Anwendung von Langzeitdüngern verringert sich der Aufwand für einen gepflegten Rasen [Foto: Thirteen/ Shutterstock.com]

Durch die Verwendung eines Langzeitdüngers bietet sich Ihnen die Möglichkeit, das Düngeintervall zu verlängern und damit den Pflegeaufwand einer schönen Rasenfläche zu reduzieren. Mit etwas weniger Aufwand können Sie auf diese Weise also einen dichten, grünen und gesunden Rasen genießen.

Rasen-Langzeitdünger

In diesem Artikel erfahren Sie, was einen Rasen-Langzeitdünger ausmacht. Wir vergleichen Wirkung, Wirkdauer, Vorteile sowie die Anwendung verschiedener Varianten von Langzeitdüngern, sodass Sie Ihren passenden Dünger finden können.

Rasen-Langzeitdünger: Was ist das?

Rasenflächen sind nährstoffhungrig, reagieren empfindlich auf Mängel und zeigen eine ungleichmäßige Düngung schnell mit ungleichmäßigem Wachstum an. Ein Rasen-Langzeitdünger setzt die enthaltenen Nährstoffe gleichmäßig über einen längeren Zeitraum frei. Auf diese Weise können größere Mengen auf einmal gedüngt werden, ohne dass Überdüngungsschäden auftreten. Die Düngegaben pro Jahr lassen sich auf diese Weise stark reduzieren. Je nach Produkt kann die Wirkung dabei zwischen drei und sechs Monate anhalten – die tatsächliche Wirkdauer hängt allerdings nicht nur von den Inhaltsstoffen, sondern teilweise auch von natürlichen Einflüssen wie Feuchte und Wärme ab.

Tipp: Nur auf äußerst intensiv betreuten Rasenflächen sollten Sie auf die Langzeitdüngung verzichten, um die Nährstoffzufuhr minutiös steuern zu können und auf jede Begebenheit sofort zu reagieren. Dies ist zum Beispiel auf Golfrasenflächen, professionellen Sportrasenflächen oder bei feinstem englischen Zierrasen der Fall.

Golfball auf Rasen

Auf besonders intensiv betreutem Rasen sollte auf Langzeitdünger verzichtet werden [Foto: Branko Jovanovic/ Shutterstock.com]

Rasen-Langzeitdünger: Wirkung und Wirkungsdauer

Die Wirkung und Wirkdauer wird letztlich von der Form der enthaltenen Nährstoffe bestimmt. Viele Dünger enthalten verschiedene Komponenten, die sich gegenseitig ergänzen.

  • Sofort lösliche, mineralische Düngesalze führen zu einer Sofortwirkung, die nur kurz anhält
  • Umkapselte Nährstoffionen müssen zunächst durch die Ummantelung hindurchdiffundieren. Es tritt eine verzögerte, langanhaltende Wirkung ein.
  • Besondere chemische Verbindungen, die erst von Bodenorganismen umgewandelt werden müssen, ehe sie pflanzenverfügbar werden, ähneln in ihrem Verhalten eher organischen Düngern. Dies trifft unter anderem auf Harnstoff zu. Die Wirkung ist verzögert und langanhaltend.
  • In organischen „Hüllen“ gebundene Nährstoffe können nur unter Einsatz eines vielfältigen Bodenlebens pflanzenverfügbar gemacht werden. Ihre Wirkung ist die am längsten anhaltende und die witterungsabhängigste der Langzeitdüngemittel.

Rasen-Langzeitdünger im Vergleich

Mineralische, organische, organisch-mineralische und biozertifizierte Rasen-Langzeitdünger unterscheiden sich in ihren Eigenschaften. Wann die Freisetzung erfolgt, hängt wesentlich von den enthaltenen Komponenten ab und beeinflusst zugleich die Gefahr von Überdüngungen und Auswaschungen. Die An- oder Abwesenheit organischer Substanz wirkt dabei auf die Bodenqualität ein. Außerdem weisen alle Düngertypen auch gewisse Besonderheiten auf.

DüngertypFreisetzungFehldüngungAuswaschungBodenBesonderheit
MineralischBei FeuchteBei falscher AnwendungBei falscher AnwendungSenkt Qualität bei alleiniger VerwendungEvtl. enthaltener Harnstoff verhält sich wie organischer Bestandteil
OrganischBei Feuchte, Wärme und biologischer AktivitätSehr seltenSehr seltenErhöht QualitätKann Humusgehalt des Bodens erhöhen; keine Sofortwirkung
Mineralisch-organischTeilweise bei Feuchte, teilweise wie organischBei falscher AnwendungBei falscher AnwendungErhält QualitätSofort- und Langzeitwirkung
BioBei Feuchte, Wärme und biologischer AktivitätSehr seltenSehr seltenErhöht Qualität starkEnthält zum Teil lebende Mikroorganismen zur Verbesserung geschädigter Böden

Mehr zu Bio-Rasendüngern können Sie auch hier in Erfahrung bringen.

Vorteile eines Rasen-Langzeitdüngers

Wie Sie oben erfahren haben, gibt es verschiedene Varianten von Rasen-Langzeitdüngern. In der nachfolgenden Tabelle sind nun die Vorteile der verschiedenen Varianten aufgeführt: Von oben nach unten summieren sich hierbei die Vorteile.

DüngertypVorteile
Mineralisch+ Der Arbeitsaufwand für die Rasendüngung wird reduziert
Organisch-mineralisch+ Erhalt von Bodenleben und Bodenqualität
+ Verhindert Auswaschung und Überdüngung
Organisch+ Größere Menge organischer Substanz für neuen Humusaufbau: Erhöhung der Bodenqualität
+ Förderung des Bodenlebens
+ Ungefährlich für Mensch und Tier
+ Auswaschung und Überdünung noch unwahrscheinlicher
+ z.T. lebende Mikroorganismen zur Belebung eines stark verarmten Bodens
Bio+ Unter Umständen höhere Wirkgeschwindigkeit als organische Dünger
+ Nachhaltig produziert
+ Teilweise tierfrei erhältlich

Zu den Bio-Rasen-Langzeitdüngern zählen auch die von uns entwickelten Plantura Bio-Rasendünger und Plantura Bio-Herbstrasendünger, die wir Ihnen aufgrund der unbestreitbaren Vorteile von Bio-Düngern nur ans Herz legen können. Weitere, allgemeine Informationen zu Bio-Düngern finden Sie hier.

Unsere Plantura Bio-Rasendünger mit Langzeitwirkung versorgen Ihren Rasen mit den benötigten Nährstoffen

Rasen-Langzeitdünger: Anwendung

Wir empfehlen Ihnen zur Düngung des Rasens einen organischen oder bio-zertifizierten Rasen-Langzeitdünger. Unser Plantura Bio-Rasendünger wird dabei wie folgt angewendet:

  • 100 g/m2 sollten Sie bei Neuanlage ins Saatbett einarbeiten; nach Auflaufen der Gräser und dem zweiten bis dritten Schnitt werden erneut 40 g/m2 verteilt
  • 80 – 120 g/m2 werden, aufgeteilt in zwei Gaben, jährlich als Pflegedüngung ausgebracht
  • Nach dem Vertikutieren im Frühjahr verteilen Sie 70 g/m2 zur Regeneration
  • 50 – 80 g/m2 des kaliumbetonten Herbstrasendüngers werden zwischen Juli und Oktober verteilt
Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio-Rasendünger: BIO-Rasendünger mit Langzeitwirkung (3 Monate) für einen dichten und tiefgrünen Rasen ohne Unkraut und Moos.
  • Floragard Rasensand: Verbessert die Wasserdurchlässigkeit und erhöht die Belastbarkeit der Rasenfläche.
  • Plantura Bio-Herbstrasendünger: Organischer Dünger zur optimalen Nährstoffversorgung. Fördert einen robusten und dicht wachsenden Rasen.
 

Bitte beachten Sie bei der Verteilung Folgendes:

  • Der Rasen sollte vor der Düngung gemäht worden sein; 3,5 bis 5 cm Schnitthöhe sind optimal
  • 200 ml entsprechen 130 g unseres Plantura Bio-Rasendüngers: Sie können zur Dosierung Messbecher, Gläser oder auch andere definierte Volumina nutzen
  • Nach dem Düngen sollte Regen folgen, zur Not auch aus einem Rasensprenger. Andernfalls wird die Wirkung beeinträchtigt.
  • Ungleichmäßige Verteilung führt zwar nicht zu Überdüngung, kann jedoch ungleichmäßiges Wachstum hervorrufen
  • Für eine optimale Verteilung empfehlen wir die Verwendung von Düngerstreuern; die Einstellungen gängiger Düngerstreuer sind dabei auf den Plantura Bio-Rasendüngern angegeben
  • Bei der händischen Verteilung erfolgt die Verteilung auf den Flächen breitwürfig, die Ränder werden nachgearbeitet. Ist nach der Verteilung noch eine große Menge des berechneten Bedarfs übrig, können Sie diesen Rest gleichermaßen auf der gesamten Fläche verteilen.
  • Nach der Düngung kann der Rasen sofort wieder genutzt werden

Mehr Informationen zu den verschiedenen Rasendüngern erhalten Sie hier.

Alles Weitere zum Thema “Rasen düngen” erfahren Sie zudem hier in unserem Übersichtsartikel.

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