Rasen pflegen im Frühjahr, Sommer & Herbst: Tipps vom Experten

Bei der Pflege für den perfekten Rasen kann man vieles tun. Doch zu welcher Jahreszeit unterzieht man den Rasen am besten welcher Pflegemaßnahme?

Rasen mähen im Herbst

Auch im Herbst braucht Ihr Rasen Pflege [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Wer seinen Rasen gut pflegen möchte, kann leicht den Überblick über die verschiedenen Maßnahmen und den passenden Zeitpunkt dafür verlieren. Bei einigen Pflegevorgängen wie beispielsweise dem Düngen, Vertikutieren oder der Unkrautbekämpfung ist der richtige Zeitpunkt jedoch entscheidend für den Erfolg. Aus diesem Grund haben wir einen Jahreszeitenplan aufgestellt, der Ihnen verrät, wann welche Rasenpflege-Maßnahmen am besten durchgeführt werden.

Rasen pflegen im Frühjahr

Mit der Blüte der Forsythien im März oder April wird das Pflegeprogramm für den Rasen angekündigt. Der Boden erwärmt sich langsam, der Rasen regeneriert sich nach der Winterruhe und beginnt langsam, wieder zu wachsen. Nach der kalten, sonnenarmen und feuchten Jahreszeit befindet sich meist besonders viel Moos im Rasen, welches wir direkt zu Vegetationsbeginn in die Schranken weisen. Nach der ersten Mahd im Frühjahr wird also direkt vertikutiert. Danach kann bei schweren Böden das Lüften und Sanden des Bodens folgen. Bei sehr lichter Grasnarbe folgt auf das Vertikutieren das Nachsäen des Rasens. In jedem Fall wird der Rasen im Frühjahr nach dem Vertikutieren gedüngt.

Pflegemaßnahmen im Frühjahr zusammengefasst:

  • Erstes Mähen im März/April.
  • Anschließendes Vertikutieren zum Entfernen von Moos und Rasenfilz
  • Bei sehr lichter Grasnarbe wird nach dem Vertikutieren Rasen nachgesät.
  • Rasendünger ist im Frühjahr beziehungsweise Frühsommer sehr wichtig
  • Auf schweren Böden wird der Rasen im Frühjahr gelüftet und gesandet. Beides sollte bessererst nach dem Vertikutieren durchgeführt werden.
  • Von nun an wird regelmäßig gemäht: Spätestens, wenn der Rasen die doppelte Länge seiner normalen Schnitthöhe erreicht hat.
  • Wenn schon im April oder Mai längere Trockenperioden (2 – 3 Wochen ohne Regen) auftreten, wird auch im späten Frühjahr schon bewässert. Bei Temperaturen um die 20°C freut sich der Rasen über durchschnittlich einen natürlichen oder künstlichen Niederschlag pro Woche.
  • Unkrautbekämpfung: Gleichzeitig mit den Gräsern beginnen im Frühjahr auch die Unkräuter zu sprießen. Wurzelunkräuter wie Löwenzahn sollten ausgestochen werden. Wenn Sie Unkräuter als Bienenfreund zum Blühen kommen lassen, mähen Sie rechtzeitig vor der Samenausbildung.

Rasen pflegen im Sommer

Der Sommer ist die Hauptwachstumszeit der Gräser. Durch die warme Witterung muss auch häufiger zum Rasenmäher gegriffen werden. Damit das Schnittbild auch immer schön bleibt, sollte an das regelmäßige Nachschärfen der Mäherklingen gedacht werden. Durch die häufigen Schnittmaßnahmen verlieren die Gräser aber auch wertvolle Nährstoffe, die wieder zugeführt werden müssen. Je nachdem wann und welchen Dünger Sie im Frühjahr verwendet haben, kann es notwendig sein, im Sommer eine weitere stickstoffbasierte Düngung durchzuführen. Bei einer Kompostdüngung im März, bei regelmäßigem Mulchen statt Mähen und bei einer Langzeit-Düngergabe im Mai ist normalerweise keine weitere Düngung im Sommer notwendig. Wenn Sie allerdings einen Kurzzeitdünger im April ausgebracht haben, damit sich die Gräser schnell vom Winterstress erholen oder wenn Sie einen Zierrasen besitzen, ist eine Langzeitdüngung im Sommer empfehlenswert. Der Dünger sollte übrigens nur mit einem Streuwagen ausgebracht werden. Denn dadurch wird eine gleichmäßige Verteilung erreicht und das Gras wächst dementsprechend gleichförmig. Neben der nötigen Düngergabe steigt natürlich auch der Wasserverbrauch. Hier gilt: Lieber weniger oft und dafür durchdringend gießen, ansonsten besteht die Gefahr, dass die unteren Rasenwurzeln vertrocknen.

Pflegemaßnahmen im Sommer zusammengefasst:

  • Mähen: Zu viel Masseverlust bedeutet für die Gräser im heißen Sommer zusätzlichen Stress. Mähen Sie deshalb rechtzeitig (bei 9 bis 10 cm) auf 5 bis 6 cm Tiefe. Für Schatten- und Zierrasen gelten teilweise andere Empfehlungen. Wenn Sie in den Urlaub fahren, mähen Sie trotzdem nicht tiefer als 5 cm. Wenn Sie zurückkommen und der Rasen ist sehr hoch, dann mähen Sie maximal die Hälfte der bestehenden Höhe ab (Bsp.: bei 12 cm Höhe auf 6 cm).
  • Bewässern Sie den Rasen rechtzeitig. Beobachten Sie den Boden und die Grashalme. Vertrocknete, gelbliche Grashalme deuten darauf hin, dass die bisherige Bewässerung ungenügend war. Bewässern Sie bei großer Hitze maximal alle zwei Tage und bei normaler sommerlicher Trockenheit besser nur ein- bis zweimal pro Woche, dafür aber ausreichend lange. Ein bis eineinhalb Stunden (10 – 15 Liter/m2) sind ideal, damit auch die unteren Graswurzeln Wasser erhalten.

Tipp: Zu viel Bewässerung, vor allem wenn man den Rasen schon seit der Aussaat daran gewöhnt, führt zu schlecht ausgebildeten, flachen Wurzeln. Der Rasen ist verwöhnt und hat bei Trockenheit mehr Probleme, an Bodenwasser zu kommen. Deshalb immer erst nach ein bis zwei Wochen Trockenheit bewässern.

  • Bei Zierrasen oder Kurzzeitdüngung im zeitigen Frühjahr wird im Sommer ein weiteres Mal Langzeitdünger ausgebracht.

Rasen pflegen im Herbst

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu und deswegen ändern sich auch die Pflegemaßnahmen für Ihren Rasen. Befinden sich kleine Löcher im Rasen, können diese jetzt mit einer Handvoll Rasensamen ausgebessert werden. Auch für eine Rasenneuanlage ist jetzt der beste Zeitpunkt, da der Boden noch genug Wärme vom Sommer gespeichert hat. Die Bodenwärme wird für gute Keimergebnisse gebraucht. Ungefähr Mitte Oktober ist es an der Zeit für die zweite beziehungsweise dritte Düngung des Rasens. Ein spezieller Herbstrasendünger versorgt den Rasen mit Kalium und beugt damit Frostschäden vor. Bei stark vermoosten und verfilztem Rasen kann auch ein zweites Mal vertikutiert werden, allerdings dann vor der Düngung. Ebenso kann bei sehr schweren Böden ein zweites Mal gelüftet oder gesandet werden.

Folgende Produkte halten Ihren Rasen grün und vital:
  • Cuxin Rasendünger Spezial Minigran: Organisch-mineralischer Spezialdünger mit Sofort- und Langzeitwirkung für tiefgrünen Rasen. Die Sofort- und Langzeitwirkung versorgt Ihren Rasen mit wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen für ein gesundes Wachstum.
  • Cuxin Rasendünger Herbst: Herbstrasendünger mit Kalium, Eisen und Magnesium für Frosthärte und Standfestigkeit sowie eine dunkelgrüne Rasenfarbe.
  • GARDENA Streuwagen: Idealer Helfer zum gleichmäßigen Ausbringen von Dünger, Kalk und Samen.
 

Pflegemaßnahmen im Herbst zusammengefasst:

  • Bewässerung immer seltener nötig.
  • Das Graswachstum und die Mähhäufigkeit lassen ebenso mit der Zeit nach, da die Temperatur und Sonnenstrahlung abnimmt.
  • Mitte Oktober wird die kaliumbasierte Herbstdüngung vorgenommen.

Mit zunehmender Kälte und abnehmender Sonnenwärme verabschiedet sich der Rasen in den Winterschlaf. Auch Sie als fleißiger Rasenpfleger dürfen sich dann eine Ruhepause gönnen.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

[i]
[i]
[i]
[i]