Rasen vertikutieren: wir zeigen wie es richtig geht

Beim Vertikutieren stellen sich viele Fragen: Wann ist es am besten, ist Vertikutieren überhaupt sinnvoll und wie geht man am besten vor?

unkrautfreier Rasen

Mit der richtigen Rasenpflege hat Unkraut keine Chance [Foto: nikontino]

Ja die alljährliche Rasenpflege macht nicht immer Spaß und ist manchmal ziemlich lästig. Allerdings ist die regelmäßige Pflege wichtig. In ungepflegten Rasenflächen kann sich Unkraut etablieren oder es entstehen teilweise große Lücken im Rasen. Diese neu entstandenen Probleme machen dann oft viel mehr Arbeit als die eigentliche regelmäßige Pflege. Zu den mehr oder weniger beliebten Pflegemaßnahmen gehört auch das Vertikutieren. Vorweg können wir Ihnen gleich sagen, dass das Vertikutieren auf jeden Fall sinnvoll ist. Durch das ständige Rasenmähen in der Saison gelangt mehr und mehr Rasenschnitt in die Grasnarbe. Auch wenn mit einem Mähkorb gearbeitet wird, gelangt nie das ganze Schnittgut in den Behälter. Das zurückgebliebene Schnittgut reichert sich in der Grasnarbe an und verfilzt regelrecht, dadurch haben es die Bodenorganismen schwer, die Rasenhalme abzubauen. Bei häufiger Belastung der Rasenfläche wird das Problem noch größer. Die Folge ist ein Rasenfilz, der immer weniger Wasser und Sauerstoff hindurchlässt. Gerade die Luftversorgung ist für gesunde Rasenwurzeln aber so wichtig. Deswegen sollte mindestens einmal pro Saison vertikutiert werden.

Die beste Jahreszeit zum Vertikutieren

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob man im Frühjahr (Februar, März, April), Sommer (Juni, Juli, August) oder Herbst (September, Oktober, November) vertikutieren darf.

Wenn man es nicht ganz so genau nimmt, dann können Sie in der kompletten frostfreien Saison vertikutieren. Wann ist aber der beste Zeitpunkt? Im Sommer sollte nicht unbedingt vertikutiert werden und im Winter schon gar nicht. Die optimale Jahreszeit ist der Frühling, wenn sich der Boden schon wieder leicht erwärmt hat und das Gras bereits anfängt zu wachsen. Dann sollten Sie mit dem Vertikutieren beginnen und am besten anschließend gleich die erste Frühjahrsdüngung vornehmen. Mit dieser Pflege ist Ihr Rasen optimal für die warme Saison vorbereitet. Je nach Stärke der Benutzung kann auch ein zweites Mal im Herbst vertikutiert werden. Auch hier kann das Vertikutieren mit einer anschließenden Herbstdüngung kombiniert werden. Bei einem Rasen, der nur leicht beansprucht wird, sollte eine einmalige Vertikutierung im Frühling aber völlig ausreichen.

Vertikutieren: Die richtige Vorgehensweise

Damit Sie Ihrem Rasen auch wirklich etwas Gutes tun, ist das richtige Vorgehen beim Vertikutieren entscheidend. Zuallererst lüftet ein Vertikutierer die Rasennarbe und nicht den Boden. Stellen Sie die Vertikutiermesser also so ein, dass der Boden bei der Bearbeitung nicht zerschnitten wird. Ein voriges Mähen ist ebenfalls empfehlenswert und erleichtert das spätere Entfernen des Rasenfilzes mittels eines Rechens. Beim Vertikutieren selbst sollte die Rasenfläche einmal längs und einmal quer bearbeitet werden. Natürlich können Sie dafür auch einen manuellen Handvertikutierer benutzen. Wenn dabei kleine Lücken im Rasen entstehen, müssen Sie sich nicht sorgen, da diese von selbst wieder zuwachsen. Bei größeren Lücken sollten Sie allerdings nachsäen. Zum Schluss muss noch (wie vorher bereits angekündigt) der Rasenfilz mit einem Rechen entfernt werden. Und dann war es das auch schon! Zusätzlich können Sie noch je nach Jahreszeit einen normalen Rasenlangzeitdünger oder einen Herbstrasendünger einarbeiten.

Folgende Produkte haben sich bei unserem Rasen bewährt:

Ein besonderer Dank an die Photographen: nikontinoChristian Schnettelker, Matthias W. und Marco Verch.

Dominic

Student der Gartenbauwissenschaften und seitdem ich denken kann gehört der eigene Gemüsegarten zum Sommer einfach dazu. Meine ersten Wassermelonen habe ich mit 7 Jahren geerntet. Besonders interessant finde ich die Interaktion von Pflanzen mit anderen Lebewesen und der Umwelt.
Mein Lieblingsobst: Definitiv Avocado!
Mein Lieblingsgemüse: Alles, nur Rosenkohl ist nicht mein Ding.