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Rasen winterfest machen & überwintern: Tipps vom Experten

Wie kann man Rasen bestmöglich auf einen womöglich strengen Winter vorbereiten? Wir haben hilfreiche Experten-Tipps zum Überwintern Ihres Rasens.

Über ein Drittel aller Deutschen besitzt einen Garten – und damit meist auch einen Rasen. Während dieser Tage, die Kübelpflanzen eingemottet und die Rosen liebevoll mit einem Winterschutz zugedeckt werden, bleibt der Rasen jedoch oft unbeachtet. Dabei zehrt ein strenger Winter auch an den Kräften der liebgewonnenen Gartenpflanze. Wir helfen Ihnen dabei, Ihren Rasen winterfest zu machen. Von der letzten Düngung bis zum Mähen auf der richtigen Höhe – mit unseren Tipps hält Ihr Rasen dem Winter stand. Anschließend zeigen wir zudem, was beachtet werden muss, wenn nach dem Winter wieder der Frühling Einzug hält und das neue Jahr auch für Ihren Rasen wieder beginnt.

Rasen überwintern: Rasen auf den Winter vorbereiten

Der grüne Teppich im Garten will im Herbst gut und richtig versorgt sein, sonst werden seine Besitzer im Frühjahr mit Löchern und gelbem oder braunem Rasen gestraft. Der letzte Düngezeitpunkt, der letzte Rasenschnitt vor dem Winter und die entsprechend richtige Rasenhöhe – auf all diese Faktoren sollte vor der kalten Jahreszeit geachtet werden.

Wann das letzte Mal den Rasen vor dem Winter düngen?

Wann die letzte Düngung Ihres Rasens erfolgt, hängt vor allem von Ihrer Düngerwahl und Ihrer Rasennutzung ab. Allgemein gilt der Oktober als letzter sinnvoller Monat zur Rasendüngung.

Wenn Sie einen organischen Rasendünger benutzen, gilt es, regelmäßig zu düngen – im Optimalfall einmal im späten Frühjahr und einmal im September oder Oktober. Da die organisch gebundenen Nährstoffe in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchte umgesetzt werden, müssen Sie sich jedoch um Überdüngung oder Auswaschung keine Sorgen machen, falls Sie diesen Zeitraum einmal nicht genau einhalten. Die Herbstdüngung sollte zusätzlich eine ausreichende Menge schnell verfügbaren Kaliums enthalten. Denn Kalium erhöht die Zellwandstabilität und die Frosttoleranz, zwei Eigenschaften, die Ihren Rasen vor Winterschäden schützen können. Hier finden Sie unseren organischen, kaliumbetonten Herbstrasendünger.

Dünger wird auf Rasen verteilt

Rasendünger können Sie auf kleinen Flächen breitwürfig mit der Hand verteilen [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Wenn Sie einen mineralischen Dünger verwenden, der keine Langzeitwirkung hat, können Sie die letzte Düngung zwischen Juni und Oktober durchführen. Abhängig ist dieser Zeitpunkt von der Belastung des Rasens. Die Faustregel lautet: Je höher die Belastung umso häufiger die Schnitte und umso intensiver und länger die Düngung. Sofern Sie also einen Gebrauchsrasen besitzen und auf diesem nicht den ganzen Herbst über regelmäßig Fußball spielen wollen, müssen Sie nicht bis zum letzten möglichen Zeitpunkt düngen.

Bei einer Herbstdüngung mit einem mineralischen Langzeitdünger kann die letzte Düngung einige Monate vorverlegt werden. Achten Sie bei dessen Verwendung darauf, dass seine Wirkung im Oktober ausläuft, um Auswaschungen zu vermeiden. Wenn Sie zum Beispiel einen mineralischen Langzeitdünger mit vier Monaten Wirkdauer verwenden, erfolgt die letzte Düngung bereits im Juni oder Juli.

Jede Form der mineralischen Herbstdüngung – als Langzeitdünger oder als Dünger ohne Langzeitwirkung – muss ausreichend schnell verfügbares Kalium enthalten. Da ab August deutlich weniger Stickstoff gedüngt werden sollte, darf auch ein im Juni oder Juli verwendeter Langzeitdünger nicht stickstoffbetont sein. Eine zu späte Stickstoffdüngung senkt die Frosttoleranz und kann zu Frostschäden mit gelbem Rasen führen.

Zusammenfassung: Wann den Rasen das letzte Mal düngen?

  • Der Oktober ist der letzte Monat, in dem eine Rasendüngung vor dem Winter noch sinnvoll ist. Für einen wenig strapazierten Gebrauchsrasen kann die letzte Düngung bereits ab Juni erfolgen.
  • Ein organischer, mineralischer oder organisch-mineralischer Langzeitdünger kann die letzte Düngung vorverlegen.
  • Eine organische Düngung kann zwar über das ganze Jahr erfolgen, der späte Frühling und der September eignen sich jedoch wegen der relativ langsamen Umsetzung am besten.
  • Wenn Sie mineralisch düngen, hängt Ihre letzte Düngung von der Beanspruchung des Rasens ab: Muss häufig gemäht werden, wird auch länger gedüngt, um den Rasen dicht zu halten.
  • Alle Herbstrasendünger sollten kaliumbetont sein, um die Graspflanzen toleranter gegenüber Frost zu machen.
Garten im Herbst mit Laub und Stühlen

Der Oktober gilt als letzter sinnvoller Monat zur Rasendüngung [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

Tipp: Eine zu stickstoffhaltige Düngung im Herbst führt zu weniger frosttoleranten Graspflanzen, sodass sich meist die gesamte Fläche oder einzelne Flecken erst gelb und dann braun verfärben. Es handelt sich bei diesen Flecken nämlich um erfrorene Grashalme, die erst abgetötet werden und dann vergehen.

Rasen überwintern: Wann das letzte Mal mähen?

Ein Rasen besteht bekanntermaßen nicht nur aus einer Sorte von Gräsern: Regelsaatgutmischungen enthalten sowohl schnell wachsende Gattungen und Arten, als auch die langsameren, sogenannten „Untergräser“. Sie sorgen im Normalfall für die dichte Basis des Rasens. Bei einem sehr späten letzten Schnitt sind sie im Nachteil: Während die schnellwachsenden Gräser mit den letzten Sonnenstrahlen des Spätherbstes noch einmal loslegen, kommen die Untergräser nicht mehr hinterher. In der Folge sind sie den ganzen Winter über beschattet und bleiben auch beim Startschuss in den Frühling benachteiligt. Die Wuchshemmung durch die Beschattung kann zum Absterben der Untergräser führen, was einen lückigen, dünnen Rasen mit braunen Flecken zur Folge haben kann. Um dieses Horrorszenario eines jeden Rasenbesitzers nicht wahr werden zu lassen, sollte der letzte Schnitt vor dem Winter spätestens Mitte November erfolgen.

Garten mit Rasenmäher und Laub

Fallen nach der letzten Mahd noch große Mengen Laub auf Ihren Rasen fallen, sollten Sie diese entfernen [Foto: konecny/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Wann den Rasen das letzte Mal mähen?

  • Der letzte Rasenschnitt vor dem Winter sollte Mitte November erfolgen.
  • Ein zu später Schnitt kann das Absterben der wichtigen Untergräser zur Folge haben

Mehr Informationen zum Mähen Ihres Rasens können Sie hier in unserem Spezial-Artikel finden.

Tipp: Wenn nach der letzten Mahd noch große Mengen Laub auf Ihren Rasen fallen, sollten Sie diese grob entfernen. Denn das auf dem Rasen liegende Laub nimmt ihm das Licht und sorgt ebenfalls für einen ungleichmäßigen Austrieb im Frühjahr. Was Sie mit dem Laub anfangen können, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Rasen überwintern: Welche Rasenhöhe ist die beste?

Welche Rasenhöhe für Ihren Rasen die beste ist, hängt vom Typ des Rasens ab. Während ein Zierrasen sehr kurz gemäht werden kann, gibt es für einen extensiv behandelten Rasen oder gar eine Wildwiese eigentlich gar keine Vorgaben. Grundsätzlich gilt, dass ein Rasen kurz in den Winter gehen sollte, um eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Rasengräser zu erreichen. Dies führt im Frühjahr zu einem gleichmäßigeren Austrieb.

Kinder spielen im Garten

Ein häufig genutzter Rasen sollte im Winter eine Schnitthöhe von 3 cm haben [Foto: 4 PM production/ Shutterstock.com]

In der folgenden Tabelle finden Sie die zu Ihrem Rasen passenden Schnittzeitpunkte und eine wintergerechte Schnitthöhenempfehlung.

Tipp: Zur Kategorie „Gebrauchsrasen“ werden auch die Saatgutmischungen für Spielrasen gezählt. Extensivrasen sind solche, die wenig betreten werden und die dementsprechend keine allzu strapazierfähige Narbe aufweisen müssen.

Zusammenfassung: Welche Rasenhöhe ist am besten?

  • Welche Rasenhöhe die richtige ist, hängt vom Typ des Rasens ab.
  • Ein Rasen sollte kurz in den Winter gehen.
  • Der Zierrasen wird vor dem Winter sehr kurz gemäht, ein wenig belasteter Extensivrasen bleibt deutlich länger.

Rasen im Winter pflegen

Sie haben es nicht geschafft, die Rasenpflege vor dem Winter durchzuführen? Bevor Sie nun zu Schneeschippe und Düngerstreuer greifen, lesen Sie besser erst einmal nach, welche Regeln für die Rasenpflege im Winter gelten.

Rasen im Winter düngen?

Ihr Rasen benötigt im Winter keine Düngung. Er wächst erst ab einer Bodentemperatur von etwa 8 °C, die im Winter die meiste Zeit jedoch deutlich unterschritten ist. Das Ausbringen eines organischen Düngers zu diesem Zeitpunkt schadet zwar nicht, hat aber auch keinen Effekt. Lediglich einige Rabenvögel machen sich dann gern über die für sie wohlriechenden Düngerkörner her. Auf keinen Fall sollten Sie im Winter mineralisch düngen. Insbesondere in gefrorenen Boden kann der Dünger ohnehin nicht eindringen, wohl aber kann er von kurzzeitig schmelzendem Schnee oder Schneeregen gelöst und dann fortgespült werden. Wo er dann landet, ist er wahrscheinlich nicht erwünscht oder sammelt sich in schädlicher Konzentration in Senken Ihres Rasens. Die Folge wären Salzschäden an den ohnehin im Winter strapazierten Graspflänzchen, die sich als gelbe Flecken zeigen.

gefrorener Rasen mit sonne

Ein gefrorener Boden kann mit einer Düngergabe nicht viel anfangen [Foto: johan.lebedevski/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Rasen im Winter düngen?

  • Rasen benötigt im Winter keine Düngung.
  • Eine organische Düngung schadet zwar nicht, wird aber eventuell von Vögeln erbeutet und ist nicht effektiv.
  • Eine mineralische Düngung im Winter kann Ihrem Rasen oder anderen Gartenbereichen schaden.

Rasen im Winter mähen?

Wie oben bereits erläutert, sollte die letzte Mahd spätestens Mitte November erfolgen. Im Normalfall wird Ihr Rasen nach diesem Zeitpunkt nicht mehr weiterwachsen. Selbst wenn er noch wächst, sollten Sie ihn nicht noch einmal mähen. Denn in der kalten Jahreszeit sind die Gräserpflanzen nicht mehr in der Lage, das Köpfen ihres Blattes zu kompensieren. Durch den Schnitt geöffnete Blättchen sind frostanfällig und der angeregte Notaustrieb teilt diese Eigenschaft. Ein Schnitt im Winter macht Ihren Rasen also anfälliger für Frostschäden und sollte deshalb besser nicht erfolgen.

Rasen mit Schnee

Ein Schnitt im Winter macht Ihren Rasen anfälliger für Frostschäden [Foto: josefkubes/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Rasen im Winter mähen?

  • Der Rasen sollte im Winter nicht gemäht werden.
  • Das Mähen im Winter kann zu frostanfälligeren Pflanzen führen.

Rasen im Winter säen?

Rasenaussaaten sollten zwischen Mitte April und September erfolgen. Auf keinen Fall darf die Gefahr eines späten oder frühen Frostes bestehen. Aussaaten außerhalb dieses Zeitfensters können zu einer Verschiebung in der Gräserzusammensetzung führen. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Eigenschaften der in der Saatgutmischung enthaltenen Grasarten und -sorten: Einige wachsen auch bei niedrigeren Temperaturen noch gut, während andere sich kaum noch rühren oder sogar erfrieren. So überwachsen die Gräser, die aufgrund der vorherrschenden Temperatur im Vorteil sind, die weniger wüchsigen Gräser. Das Ergebnis der Aussaat entspricht dann nicht mehr dem gewünschten und ausgesäten Rasentyp.

junger Rasen mit Frost

Eine Aussaat im Winter kann zu einer Verschiebung in der Gräserzusammensetzung führen [Foto: rsooll/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Rasen im Winter säen?

  • Eine Rasenaussaat im Winter birgt kaum eine Aussicht auf ein erfolgreiches Auflaufen der Gräser.
  • Falls die Saat aufgeht, so geschieht dies ungleichmäßig und der spätere Rasen entspricht nicht der gewünschten Zusammensetzung.

Rasen bei Frost: Nicht betreten?

Häufig wird vor dem Betreten des Rasens bei Frost gewarnt. Die gefrorenen Halme sollen bei Frost brüchig werden und abbrechen, außerdem sei die Gefahr der Bodenverdichtung bei Frost besonders groß. Im Frühjahr können dort, wo der Rasen betreten wurde, angeblich braune Flecken entstehen. Diese Behauptungen halten sich hartnäckig und sind dabei nie besonders gut begründet. Wir räumen mit den Gerüchten auf.

Zum einen sind die Halme Ihres Rasens mitnichten vollständig durchgefroren und so brüchig wie dünne Eiszapfen. Die hohe Kaliumkonzentration in den Pflanzenzellen schützt sie vor dem vollständigen Durchfrieren, so wie Salz im Meerwasser das Meer vor dem Zufrieren schützt. Falls Sie sich unsicher sind, testen Sie einen bereiften Grashalm doch mal auf seine Biegsamkeit.

Nahaufnahme von gefrorenem Grashalm

Die Halme Ihres Rasens sind nie vollständig durchgefroren [Foto: Marek Walica/ Shutterstock.com]

Auch die Behauptung, dass das Betreten eines gefrorenen Rasens zu einer verstärkten Bodenverdichtung führt, ist der Praxis völlig enthoben: Sobald der Boden durchgefroren ist, beginnen im Forst die Holzrückearbeiten – eben weil der Boden gefroren ist und aus diesem Grund der Auflast durch die schweren Maschinen besser widersteht. Auch die viel beschworenen „braunen Flecken“, die im Frühjahr auftreten können, haben wir bisher nicht zweifelsfrei unseren Fußspuren zuordnen können. Selbstverständlich können sie aber auftreten, wenn längere Zeit Schneehaufen oder andere schwere Gegenstände auf dem Rasen gelagert werden.

Ein wenig anfällig kann die Grasnarbe sein, wenn der Boden vollständig durchgefroren ist und nur die oberen Zentimeter durch die Sonne des Tages aufgetaut sind. Dann sind diese Teile recht weich und können durch das Betreten regelrecht „verschmiert“ werden. Ein solches Verschmieren kann eine sehr oberflächliche Verdichtung nach sich ziehen. Doch auch das kann durch ein behutsames Auftreten vermieden werden. Eine derart oberflächliche Verdichtung lockert sich bei einem gesunden Boden mit gesundem Rasen im Frühjahr von selbst wieder auf. Selbstverständlich sollte im Winter – genau wie im Sommer – das Fahren mit schweren Maschinen oder Fahrzeugen auf dem Rasen vermieden werden.

Zusammenfassung: Rasen bei Frost nicht betreten?

  • Rasen kann auch bei Frost behutsam betreten werden, ohne dass die Graspflanzen großen Schaden nehmen oder der Boden verdichtet wird.
  • Nur übermäßige und unnötige Belastungen können bei angetautem Boden zu einem Verschmieren der oberen Bodenschicht führen.

Rasen nach dem Winter pflegen

Mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen beginnt der Frühling – und gleichzeitig mit ihm setzt auch die Rasenpflege nach dem Winter ein, die dem grünen Teppich einen guten Start in das neue Jahr ermöglichen soll.

Wenn die Frühlingssonne den feuchten Rasen wieder zum Glitzern bringt und das Thermometer allmählich in Richtung zweistelliger Werte klettert, dann erwärmt sich auch der Boden ganz allmählich. Wie schnell das geht, hängt entscheidend von Ihrer Bodenart ab: Haben Sie einen sandigen Boden, dann erwärmt sich dieser am schnellsten. Ein schwerer, lehmiger oder toniger Boden enthält sehr viel Wasser, das viel mehr Wärme braucht, um in der Eigentemperatur anzusteigen. Ein schwerer Boden erwärmt sich also langsamer. Dementsprechend beginnt auch das Wachstum auf einem schweren Boden später, denn Rasen wächst erst ab einer Bodentemperatur von etwa 8 °C.

Rasen wird im Frühling gemäht

Im Frühling kann wieder mit dem Mähen begonnen werden [Foto: Gabe Smith/ Shutterstock.com]

Wenn der Rasen dann wächst und bereits das erste Mal gemäht werden konnte – für gewöhnlich etwa im April – kann falls nötig vertikutiert werden. Schwere Böden können bereits zum ersten Mal gelüftet (aerifiziert) und gesandet werden. Das Sanden ist auf diesen Böden sinnvoll, weil der Sand Hohlräume schafft, die eine bessere Belüftung und Wasserabfuhr des Bodens bewirken. Der Rasen hat so weniger mit Staunässe und Luftmangel an der Wurzel zu kämpfen, kann effektiver Nährstoffe aufnehmen, tiefer wurzeln und profitiert oft sichtlich vom Einbringen des Sandes. Damit der Sand möglichst tief in den Boden gelangt, wird er nur nach dem Lüften eingesetzt. Das Vertikutieren, Lüften und Sanden sollte maximal einmal jährlich durchgeführt werden. Auch die erste Nachsaat kann nun bei einer dünnen Grasnarbe erfolgen. Für die erste Düngung im Frühjahr gilt: Leichte Böden werden früh gedüngt, bevor der natürliche Austrieb stattfindet – dieser Zeitpunkt fällt in den März oder den April. Schwere Böden werden erst gedüngt, wenn das natürliche Wachstum eingesetzt hat und sich der Stickstoffvorrat im Boden bereits etwas erschöpft hat. Dieser Zeitpunkt ist etwa Ende Mai bis Anfang Juni. Eine schnell wirkende, stickstoffbetonte Düngung kann Ihrem Rasen im Frühjahr den entscheidenden Vorsprung gegenüber Moos und Wildkräutern geben. Letztere werden sich genau wie Ihr Rasen über die ersten Sonnenstrahlen freuen und so sollten Wurzelunkräuter nun bereits ausgestochen oder anderweitig bekämpft werden. Einen detaillierteren Plan für den Saisonstart Ihres Rasens finden Sie in unserem Spezialartikel.

Zusammenfassung: Rasen nach dem Winter

  • Leichte Böden erwärmen sich schnell und dementsprechend beginnt das Rasenwachstum früher; schwere Böden erwärmen sich langsam, daher beginnt das Rasenwachstum auch später.
  • Leichte Böden können ab März gedüngt werden, schwere Böden ab Mai.
  • Die erste Mahd kann für gewöhnlich im April durchgeführt werden.
  • Nach der ersten Mahd kann – falls nötig – vertikutiert, gelüftet, gesandet und nachgesät werden.
  • Wildkräuter sollten ab Anfang des Jahres konsequent entfernt werden, wenn sie sich nicht im Rasen etablieren sollen.
Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

Kati

Ich bin Gärtnerin im Fachbereich Garten- und Landschaftsbau und studiere an der Universität Hannover Gartenbauwissenschaften. Für mich ist der gesamte grüne Bereich wahnsinnig spannend, besonders liegen mir aber der Boden und ein nachhaltiger Umgang mit diesem am Herzen.
Lieblingsobst: Heidelbeere, Apfel
Lieblingsgemüse: Schmorgurke, Grünkohl, grüne Paprika

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