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Rasensamen Test: Tipps zum Kaufen von Rasensamen

Alle Rasensamen (RSM, Compo, Neudorff, Aldi & Co) im Test. Wir zeigen, was eine gute Rasenmischung ausmacht. Wer ist der Testsieger?

gemähter Rasen im Park mit Bank und pferdestatue und auto im Hintergrund

Einen Rasen wie aus dem Bilderbuch wünschen wir uns doch alle![Foto: Herry LawfordCC BY 2.0]

Spielen Sie auch gerade mit dem Gedanken, eine neue Rasenfläche anzulegen oder mit einer Nachsaat einige Lücken in Ihrem Rasen zu füllen? Dann stehen Sie vor dem gleichen Problem wie viele, denn im Handel gibt es unzählige verschiedene Rasensamen. Der größte Unterschied besteht meistens im Preis. Teilweise werden Rasenmischungen für wenige Euro angeboten, aber es gibt auch Rasensaatgut, für das man mehr als gut essen gehen könnte. Die Frage, die sich daher stellt, ist: Kann das billige Saatgut auch mit den teuren Produkten von Markenherstellern mithalten?

Ein weiterer Faktor, der die Kaufentscheidung erschwert, sind die unzähligen verschiedenen Namen der Rasensaat. Wohlklingende Namen wie „Wunder Rasen“ oder „Berliner Tiergarten“ sollen für Qualität stehen, aber steckt in den Produkten auch hochwertiges Saatgut? Wenn Sie endlich wissen möchten, was eine gute Rasenmischung ausmacht, dann sollten Sie jetzt aufmerksam weiterlesen. Der Grundstein jedes wunderschönen Rasens wird mit der richtigen Saatgutwahl gelegt. Aber nicht nur auf die Optik hat die Wahl der Rasensamen einen großen Einfluss. Die Zusammensetzung der unterschiedlichen Rasenarten und Sorten beeinflusst auch im hohen Maß das spätere Pflegebedürfnis der Rasenfläche. Die Wahl der richtigen Samen sollte also gut überlegt sein.

Testkriterien: Was macht eine gute Rasensaat aus?

Eine qualitativ hochwertige Rasenmischung besteht nicht einfach aus einer Rasensorte. Es sind in der Regel immer mehrere Rasenarten im erworbenen Saatgut enthalten und das ist auch gut so. Die unterschiedlichen Arten ergänzen sich mit ihren Stärken und bilden eine Gräsergemeinschaft, die wesentlich strapazierfähiger ist als eine Art alleine. Üblicherweise wird dabei auf 9 Gräserarten zurückgegriffen. Des Weiteren kommt hinzu, dass es von diesen 9 Gräsern auch noch ungefähr 400 verschiedene Sorten gibt. Spätestens da verlieren die meisten den Überblick und sind mit der Wahl der richtigen Sorten überfordert. Wer möchte wegen einem neuen Rasen auch schon hunderte Rasensorten studieren?

Aus diesem Grund gibt es in Deutschland ein verlässliches Siegel, auf das jeder vertrauen kann. Rasensaatgut von besonders hoher Qualität entspricht immer der Regel-Saatgut-Mischung (RSM) Richtlinie. Bei dieser Kennzeichnung werden nur Arten und Sorten verwendet, die genau zu dem jeweiligen Zweck passen. Jede verwendete Sorte wird überprüft und jedes Jahr werden die Richtlinien überarbeitet. Zusätzlich ist auch die Qualität der Samen an sich sehr hoch: Es gelten zum Beispiel besondere Anforderungen an die Keimfähigkeit. Jedes RSM-Etikett verrät, welche Sorten und Arten benutzt wurden. Zudem wird auch angegeben, für welchen Verwendungszweck der Rasen geeignet ist und wer das Saatgut abgefüllt hat. Die Richtlinie erleichtert also nicht nur die Anwendung, sondern sorgt auch für Transparenz. Damit Sie sich aber nicht nur auf die RSM-Richtlinie verlassen müssen, geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Welt der Gräserarten.

Das wohl wichtigste Gras für einen strapazierfähigen Rasen ist das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) gefolgt von der Wiesenrispe (Poa prantensis). Während das Deutsche Weidelgras schnell keimt, braucht die Wiesenrispe wesentlich länger. Strapazierfähige Gräser sind in der Regel auch relativ aufwendig zu pflegen, da sie einen hohen Wasser- und Nährstoffbedarf haben. Wenn Sie den Rasen aber regelmäßig düngen und wässern,  sind diese Sorten sehr belastbar und können sich auch schnell regenerieren.

Feinblättrigen Arten, wie das Flechtstraußgras (Agrostis stolonifera) und das Rote Straußgras (Agrostis capillaris) sind hingegen eher für ihren besonderen Zierwert bekannt. Auch das Flechtstraußgras hat einen relativ hohen Anspruch an die Wasserversorgung und die Nährstoffversorgung. Dafür ist die Rasenart aber auch noch gut belastbar und zudem sehr tiefschnittverträglich. Im Gegensatz dazu stellt das Rote Straußgras weniger Anforderungen an die Versorgung mit Wasser und Dünger. Dafür ist diese Gräserart aber auch weniger belastbar. Einige Sorten wie die Lägerrispe (Poa supina) eignen sich eher für spezielle Anforderungen. Die Lägerrispe ist zum Beispiel sehr konkurrenzstark und kann sich auch noch in schattigen Lagen gut entwickeln. Andere Gräserarten können hingegen nur schlecht im Schatten sprießen, da Rasen generell sonnige Lagen bevorzugt

Von welchen Rasensamen sollten Sie lieber die Finger lassen?

Leider ist es so, dass die Züchtung und Bereitstellung der unterschiedlichsten Rasensorten nicht ganz billig ist. Einige Hersteller greifen deswegen auf Saatgut zurück, dass eigentlich vollkommen ungeeignet für die Rasenanlage im Hausgarten ist. Hier wird teilweise Saatgut von Futtergräsern verwendet. Futtergräser sollen aber schnell und viel Ertrag bringen und wachsen deswegen sehr rasant. Für den Rasen im Garten ist so ein Gras völlig ungeeignet, da es ständig gemäht werden muss und zudem nicht besonders dicht wächst.

Auch Namen wie „Berliner Tiergarten“ stehen nicht zwangsläufig für Qualität. Jeder Hersteller darf solche wohlklingenden Namen benutzen, ohne irgendwelche Qualitätsstandards zu erfüllen. Das muss aber nicht heißen, dass solche Grassamen immer eine schlechte Qualität haben. Auch führende Markenhersteller benutzen teilweise diese Produktnamen. Wenn eine Packung Rasensaatgut aber um einiges billiger ist als die Markenprodukte, sollten Sie stutzig werden. Und da sind wir bei einem der wichtigsten Punkte angelangt: Dem Preis! In aller Regel können Rasensamen, die sehr billig sind, nicht die gleiche Qualität aufweisen, wie ein teures Produkt.

Neben den falschen Sorten kann sich die mangelnde Qualität zum Beispiel dadurch bemerkbar machen, dass die Keimfähigkeit geringer ausfällt oder dass sogar Unkrautsamen in der Mischung enthalten sind. Diese Qualitätsmängel können dazu führen, dass die Rasenanlage beim ersten Versuch nicht optimal gelingt und wiederholt werden muss. Unter Umständen sparen Sie also gar nicht so viel, mal ganz abgesehen vom zusätzlichen Arbeitsaufwand der bei günstigen Produkten oft unausweichlich ist. Langfristig führt die falsche Sortenwahl zu mehr Pflegeaufwand und im schlimmsten Fall zu einer unansehnlichen Rasenfläche.  Aus den genannten Gründen sollten sehr günstige Samen eher nicht im heimischen Garten landen.

Verschiedene Rasenmischungen im Test

Damit Sie sich schnell und einfach für die richtigen Rasensamen entscheiden können, stellen wir Ihnen hier einige Rasenmischungen aus den wichtigsten Kategorien vor. Am häufigsten wird strapazierfähige Rasensaat gekauft. Also ein Rasen, der auch mal spielende Kinder und sportliche Aktivitäten aushält. Zudem sollte sich der Rasen bei leichten Schäden schnell wieder regenerieren und pflegeleicht sein. Allerdings ist es so, dass ein besonders robuster Rasen in der Regel auch pflegeintensiver ist, da er zum Beispiel öfter gedüngt werden muss. Sie sollten also vorher darüber nachdenken, wie stark der Rasen wirklich strapaziert wird, um die richtigen Rasensamen zu kaufen.

Strapazierfähige Rasensamen

COMPO Rasensaat Spiel und Sport Aktion

Das Rasensaatgut aus dem Hause COMPO wird im 4 kg Gebinde vertrieben, welches für 200 m2 Rasen ausreicht. Durch die Wahl der richtigen Gräserarten wird eine schnelle Keimung gewährleistet. Das wichtigste ist aber: Bei der Rasensaat Spiel und Sport Aktion handelt es sich um eine Regel-Saatgut-Mischung, die verwendeten Sorten sind also an starke Belastung angepasst.

COMPO SAAT Strapazier-Rasen

Auch bei diesem Saatgut von COMPO werden hochwertige Rasensorten verwendet, weswegen auch hier eine Regel-Saatgut-Mischung vorliegt. Weil die Rasenmischung zu 45 % aus Lolium perenne besteht, ist der SAAT Strapazier-Rasen schnell gekeimt und weist zudem ein hohes Regenerationsvermögen auf. Dafür braucht dieses Saatgut aufgrund des hohen Anteils von Lolium perenne und Poa pratensis auch eine gute Nährstoff- und eine regelmäßige Wasserversorgung. Zusätzlich wird den Rasensamen ein Mikroorganismus zugesetzt, der die Rasenwurzeln besiedelt und den Rasen dadurch vor schädlichen Erregern schützt. Außerdem sind die Samen grün gefärbt, wodurch sie kaum noch von Vögel gefressen werden.

  • Gebinde: 175 g, 1 kg, 2 kg jeweils ausreichend für 8,5 m2, 50 m2, und 100 m2 Rasenfläche

CUXIN-DCM Spiel und Sport

Der Spiel und Sport Rasen von CUXIN-DCM ist mit seinem Anteil von 50 % Lolium perenne gut belastbar und aufgrund der anderen enthaltenen Rasenarten trotzdem nicht zu pflegeintensiv. Die Rasenmischung enthält außerdem direkt einen phosphatbetonten Dünger, welcher für eine schnelle Entwicklung der kleinen Sämlinge sorgt. Hier können Sie also das Saatgut und den Startdünger in einem Schritt ausbringen.

  • Gebinde: 600 g und 1,5 kg jeweils ausreichend für 40 m2 und 100 m2 Rasenfläche
Grashüpfer auf Grashalm

Auch kleinere Gartenfreunde kommen gerne zu Besuch [Foto: Px4u by Team Cu29CC BY 2.0]

WOLF-Garten Strapazier-Rasen Profi LJ

Bei den Rasensamen von WOLF handelt es sich um eine sehr ausgeglichene Rasenmischung. Der ungefähr gleiche Anteil von Lolium perenne und Festuca rubra sorgt für ein gutes Verhältnis zwischen Pflegebedarf und hoher Belastbarkeit. Auch bei dem Saatgut von Wolf ist nicht nur „einfaches“ Rasensaatgut enthalten. Zusätzlich werden auch hier Mikroorganismen eingesetzt, um den jungen Grashalmen das Anwachsen zu erleichtern. Eine Symbiose aus Pflanzenwurzel und Mikroorganismen kommt übrigens sehr häufig in der Natur vor. Neben den lebenden Organismen sind auch Inhaltstoffe aus Meeresalgen enthalten, die für eine bis zu 30 % schnellere Keimung sorgen sollen.

  • Gebinde: 200 g, 500 g, 1 kg und 2 kg jeweils ausreichend für 10 m2, 25 m2, 50 m2, 100 m2 und 200 m2 Rasenfläche
  • Regel-Saatgut-Mischung (RSM)
 

Neudorff Spiel & Freude

Von Neudorff wird ebenfalls eine Rasenmischung zur Verfügung gestellt, die neben den Samen mineralische Bodenhilfsstoffe enthält (Terra Pretra) und sogenannte Mykorhizza-Pilze (Mycco Vital). Mykorhizza leben mit den verschiedensten Pflanzen in Symbiose und erleichtern ihnen die Nährstoffaufnahme. Die Gräser können das Nährstoffangebot im Boden also besser ausnutzen. Wie bei den anderen strapazierfähigen Rasensamen wird auch bei Neudorff viel Wert auf einen großen Anteil von Lolium perenne gelegt, um einen regenerationsfähigen und gut belastbaren Rasen zu gewährleisten.

  • Gebinde: 450 g, 1,5 kg und 3 kg jeweils ausreichend für 15 m2, 50 m2 und 100 m2 Rasenfläche
  • Regel-Saatgut-Mischung (RSM)

Neudorff Bequem & Wohlfühl

Das Produkt Bequem & Wohlfühl ist besonders für Hobbygärtner gedacht, die wenig Zeit haben, um Ihren Rasen zu pflegen. Denn durch den hohen Anteil von Festuca trachyphilla kann der Rasen auch mit einer schlechten Düngerversorgung zurechtkommen. Ein unregelmäßiges Gießen verzeiht diese Rasenmischung ebenfalls eher als andere Saatgutmischungen. Wie alle Neudorff Rasensamen enthält auch dieses Produkt Terra Pretra als Bodenhilfsstoff und den wachstumsfördernden Mykorhizza-Pilz Mycco Vital.

  • Gebinde: 450 g, 1,5 kg und 3 kg jeweils ausreichend für 15 m2, 50 m2 und 100 m2 Rasenfläche
  • Regel-Saatgut-Mischung (RSM)

Schattenverträgliche Rasensamen

Die Gräser, aus denen eine Rasenfläche besteht, brauchen in der Regel viel Licht. Nur wenn Sie viel Sonne tanken können, bleiben Sie konkurrenzstark und können Unkraut und Moos Paroli bieten. Aus diesem Grund sind es meistens auch die schattigen Stellen im Rasen, die Probleme bereiten. Die Rasenfläche ist dort empfindlicher, nicht so dicht gewachsen und vom Moos wollen wir erst gar nicht reden. Das Problem kann einmal an der falschen Pflege liegen, wie ein zu tiefer Rasenschnitt (im Schatten nie unter 5 cm Halmlänge schneiden). Allerdings ist die Sortenwahl viel entscheidender für ein dichtes und sattes Grün im Schatten. Es gibt dafür spezielle Rasenzüchtungen, die auch mit weniger guten Lichtverhältnissen auskommen.

Rasen im Schlossgarten mit Bäumen

Auch für eher schattige Gärten gibt es den passenden Rasensamen [Foto: Thomas KohlerCC BY 2.0]

COMPO SAAT Schatten-Rasen

Bei dieser Rasenmischung für den Schatten wurden Sorten verwendet, die sich besonders gut gegen Moos durchsetzen können. Zudem bildet die Rasensaat auch im Schatten einen dichten grünen Rasenteppich aus. Durch den Zusatz des Mikroorganismus Bacillus subtilis sind die kleinen Gräser gut gegen Infektionen gewappnet.

  • Gebinde: 300 g, 1 kg und 2 kg jeweils ausreichend für 15 m2, 50 m2 und 100 m2 Rasenfläche

CUXIN-DCM Schatten

Die Firma CUXIN-DCM bietet mit ihrem Schattenrasen ein Produkt an, welches für halbschattige Lagen geeignet ist. Aus diesem Grund sollte dieses Saatgut nicht für einen vollschattigen Bereich gewählt werden. Zusätzlich ist ein Startdünger enthalten, welcher das anschließende Düngen überflüssig macht. Der Dünger ist teilweise organisch und teilweise mineralisch, er hat also eine Sofort- und Langzeitwirkung.

  • Gebinde: 600 g und 1,5 kg jeweils ausreichend für 40 m2 und 100 m2

Neudorff Licht & Schatten

Der Licht- & Schattenrasen von Neudorff ist eine Regel-Saatgut-Mischung, deswegen können Sie sicher sein, dass die verwendeten Sorten an schattige Problemzonen angepasst sind. Auch bei diesem Neudorff-Produkt sind wieder Mycco Vital und Terra Pretra enthalten, wodurch Bodenstruktur und das Anwachsen der empfindlichen Halme verbessert werden.

  • Gebinde: 450 g, 1,5 kg und 3 kg jeweils ausreichend für 15 m2 50 m2 und 100 m2

WOLF-Garten PREMIUM-RASEN Schatten & Sonne

WOLF-Garten bietet eine Rasenmischung an, welche sich für die schattigsten Stellen im Garten eignet. Denn hier kommt eine ganz besondere Rasenart zum Einsatz. Poa supina ist die wohl am besten an Schattenlagen angepasste Gräserart auf dem Markt. Mit natürlichen Zusätzen aus Meeresalgen wird zudem die Zeit bis zur Keimung verkürzt. Ein weiterer Pluspunkt sind die enthaltenen Mikroorganismen, die die allgemeine Abwehrkraft vom Rasen stärken.

  • Gebinde: 200 g, 500 kg, 1 kg, 2 kg und 4 kg jeweils ausreichend für 10 m2, 25 m2, 50 m2, 100 m2 und 200 m2

Nachsaat und Reparatursamen

Auch ein gut gepflegter Rasen kann hier und da mal eine Kahlstelle haben. Die Umstände dafür können sehr vielfältig sein. Ein strenger Winter, Staunässe, Moos oder Unkräuter sind zum Beispiel häufige Ursachen. Warum braucht es nun ein spezielles Saatgut, um diese Lücken zu füllen? In der Regel enthält eine spezielle Nachsaat oder ein Reparatur-Mix einen besonders hohen Anteil an Lolium perenne. Dadurch kann sich die Schadstelle im Rasen schnell regenerieren, denn das Deutsche Weidelgras hat nur eine kurze Keimzeit von ungefähr 8 Tagen. Zusätzlich ist es sehr widerstandsfähig, wodurch die vorher kaputte Stelle neuen Belastungen besser standhalten kann.

Handrasenmäher mäht Rasen mit Löwenzahn

Die richtige Pflege des Rasen ist das A und O. [Foto: Brian BoucheronCC BY 2.0]

COMPO SAAT Rasen-Reparatur-Mix

Die Rasensaat von COMPO hat mit 30 % Lolium perenne einen relativ kleinen Anteil vom Deutschen Weidelgras. Allerdings wird eine ebenfalls wüchsige Gräserart eingesetzt. Lolium multiflorum ist hier zusätzlich mit 30 % vertreten und sorgt schnell für einen dichten Rasenteppich. Geschützt wird das Saatgut mit einem natürlichen Mikroorganismus, der bodenbürtigen Krankheitserregern keinen Platz für ihre Entwicklung lässt.

  • Gebinde: 360 g und 1,2 kg jeweils ausreichend für 15 m2 und 50 m2

COMPO Nachsaat-Rasen grün und dicht

Der Nachsaat-Rasen grün und dicht hat mit 80 % Lolium perenne eine gute Basis für einen schnell wachsenden Rasen. Dadurch werden kahle Stellen schnell wieder grün und neue robuste Grashalme bedecken den Boden, wodurch Unkrautbildung wieder unterdrückt wird.

  • Gebinde: 2,5 kg jeweils ausreichend für 125 m2

CUXIN-DCM Nachsaat-Reparatur

Bei der Rasenmischung von CUXIN-DCM wird nur ein Anteil von 50 % Lolium perenne hinzugegeben. Eine mit 30 % in der Rasenmischung vertretene Art ist Festuca rubra. Die Sorte zeichnet sich durch ihre Anspruchslosigkeit und Tiefschnittverträglichkeit aus. Das Reparaturset eignet sich also auch für Rasenflächen, die nicht allzu oft gepflegt werden. Außerdem wurde dem Saatgut auch ein Dünger hinzugefügt, der sich besonders für die Anwachsphase eignet. Dadurch sparen Sie sich die anschließende Startdüngung und die kleinen Gräser könne sich schneller entwickeln.

  • Gebinde: 600 g und 1,5 kg jeweils ausreichend für 40 m2 und 100 m2

Neudorff Nachsaatrasen

Auch der Nachsaatrasen von Neudorff hat einen großen Anteil an Lolium perenne und zudem ist das Saatgut eine Regel-Saatgut-Mischung. Deswegen können Sie sich auch darauf verlassen, dass die verwendeten Sorten genau für den Zweck der Nachsaat bestimmt sind. Mit den zusätzlichen Inhaltsstoffen Mycco Vital und Terra Pretra werden die Bodeneigenschaften verbessert und die Pflanzen können schwer erreichbare Nährstoffe besser aufnehmen.

  • Gebinde: 450 g und 1,5 kg jeweils ausreichend für 19 m2 und 63 m2

WOLF-Garten Turbo-Nachsaat LR

Die Regel-Saatgut-Mischung von WOLF-Garten besitzt neben dem Saatgut keimfördernde Inhaltsstoffe aus Meeresalgen. Dadurch soll der hohe Anteil am Deutschen Weidelgras noch schneller als sowieo schon keimen. Der weitere Zusatz von Mikroorganismen sorgt bei der Keimung und dem anschließenden Wachstum dafür, dass die empfindlichen Wurzeln vor Bodenkrankheiten geschützt werden.

  • Gebinde: 200 g, 500 g, 1 kg, 2kg und 4 kg jeweils ausreichend für 10 m2 und 25 m2, 50 m2, 100 m2, 200 m2

Fazit zu gekaufter Rasensaat

Gibt es nun einen Testsieger unter den Rasensamen? Nach unserer Meinung ist es nicht möglich, einen Testsieger zu küren, da sich der Anspruch an das Saatgut von Kunde zu Kunde stark unterscheiden kann. Es kommt ganz auf Ihre persönlichen Präferenzen an, ob der Rasen zum Beispiel pflegeleicht oder doch strapazierfähig sein soll. Wir können Ihnen aber an dieser Stelle nochmal ans Herz legen, auf Regel-Saatgut-Mischungen zurückzugreifen. Es ist das einzige verlässliche Siegel in Deutschland, welches die Qualität und die richtige Sortenwahl garantiert.

Außerdem sollten Sie genau überlegen, wie viel Saatgut benötigt wird. Es sollen ja schließlich nicht Unmengen der teuren Saat übrigbleiben. Um spätere kleine Lücken nachzubessern, sollten 100 – 200 g Reserve völlig ausreichen. Außerdem sollte immer auf große Gebinde zurückgegriffen werden. Zwei Kilo Rasensaatgut sind oft wesentlich teurer als ein zwei Kilo Gebinde. Neben den Rasensamen an sich spielen auch die Zusätze eine immer größere Rolle beim Verkauf von Rasensaat. Egal, ob Bodenverbesserungsmittel, schützende Mikroorganismen oder zugesetzter Dünger, der wichtigste Bestandteil ist und bleibt ein gutes Saatgut. Auch wenn die Zusätze ihre Daseinsberechtigung haben.

Durch zugesetzten Dünger kann die Aussaat und das Düngen in einem Arbeitsschritt erfolgen und die Mikroorganismen wirken teilweise wie eine biologische Beize und erhöhen die Nährstoffverfügbarkeit. Beim Ausbringen von Rasensamen mit Zusätzen sollten Sie auf jeden Fall immer auch eine gute Durchmischung achten. Wenn der Dünger zum Beipspiel nicht gleichmäßig mit dem Saatgut durchmischt ist, dann wird der Rasen später auch nicht gleichmäßig wachsen.

Abschließend noch ein Wort zu den Kosten. Natürlich ist eine Rasenneuanlage mit hochwertigen Saatgut eine teure Angelegenheit. Wir sind uns aber sicher, dass es sich rentieren wird. Durch die optimale Sortenwahl werden Sie an Ihrem Rasen viel Freude haben und weniger Zeit in die Pflege investieren müssen. Die billige Alternative wäre im schlimmsten Fall ein Rasen, welcher viel mehr Pflege braucht und gleichzeitig optisch wenig hermacht. Schlussendlich bleibt es aber natürlich Ihnen überlassen, für welche Variante Sie sich entscheiden.

Lagerung von übriggebliebenen Rasensamen

Bei der Kalkulation der richtigen Menge an Rasensaatgut kann man sich schnell mal vertun – und was nun? Übrig gebliebene Samen sind ein teures Gut, gerade wenn Sie auf hochwertige Saatgutmischungen zurückgegriffen haben. Wegschmeißen kommt also nicht in Frage. Mit den Samen lassen sich schnell Fehlstellen ausbessern oder vielleicht soll in zwei Jahren auch einfach die Rasenfläche erweitert werden. Das Saatgut sollte also eingelagert werden und zwar richtig, denn nur bei fachgerechter Lagerung bleibt die Keimfähigkeit lange erhalten.

Marienkäfer auf Grashalm

Dieser kleine Marienkäfer ist auf Entdeckungstour [Foto: lamcopphisCC BY-SA 2.0]

Im Grunde können Sie Rasensamen problemlos 3 bis 4 Jahre lagern, wenn dabei einige Dinge beachtet werden: Als erstes werfen wir dafür einen Blick auf die Lagertemperatur. Die Samen vertragen problemlos Frost und halten sich bei niedrigen Temperaturen am längsten. Wärmere Temperaturen fördern zwar nicht unbedingt die Lagerfähigkeit, aber sie sind nicht das größte Problem. Nur starke Hitze und Temperaturschwankungen sollten unbedingt vermieden werden. Ein oft unterschätzter Faktor ist die Luftfeuchtigkeit. Feuchte Luft kann die Keimfähigkeit von Rasensaatgut auf Dauer drastisch reduzieren. Optimal ist deswegen eine relative Feuchte von 30 %. Feuchtigkeit kann auch ein Problem werden, wenn die Rasensamen in einem Sack aus dünnem Plastik gelagert werden. Bei Temperaturschwankungen bildet sich dort schnell Kondenswasser, welches im Extremfall zu Schimmel führt. Um eine derartige Lagerpanne zu vermeiden, kann das Saatgut in Papier- oder Stoffsäcke umgefüllt werden.

Wenn das Saatgut doch mal ein paar Jahre länger eingelagert wurde, können Sie es unter Umständen trotzdem noch benutzen. Die verminderte Keimfähigkeit kann nämlich bis zu einem gewissen Maß mit einer höheren Aufwandmenge ausgeglichen werden. Wenn der Hersteller also eine Aufwandmenge von 20 g pro m2 vorschreibt, kann eine Aussaat mit 30 oder 40 g pro m2 auch noch gute Ergebnisse liefern.

Dominic

Ich studiere Gartenbauwissenschaften und gehöre natürlich den passionierten Hobbygärtnern an. Meine ersten Wassermelonen habe ich bereits im Alter von 7 Jahren geerntet. Momentan finde ich Themen in Bezug auf die Interaktion von Pflanzen mit anderen Lebewesen und der Umwelt besonders interessant.
Mein Lieblingsobst: Ganz klar Avocados
Mein Lieblingsgemüse: Eigentlich alles, außer Rosenkohl

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