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Rattanmöbel: Die Rockstars unter den Gartenmöbeln

Wer seinem Garten einen besonderen Look verleihen möchte, der kann auf Rattanmöbel setzen. Hier erfahren Sie, was Rattan eigentlich ist und wo es herkommt.

Rattanmöbel an Sandstrand am Meer
Rattanmöbel lassen sofort wieder Erinnerungen an schöne Tage am Strand wach werden

Sobald die warme Jahreszeit beginnt, zieht es die Menschen nach draußen. Nach langen, dunklen und grauen Wintertagen freuen sich alle über die langersehnten Sonnenstrahlen. Das ist auch die Zeit, um den Garten neu zu gestalten und Gartenmöbel zu kaufen.

Rattanmöbel

Sonnenliegen aus Kunststoff sind immer ein Verkaufsschlager, dabei sind sie weder zeitgemäß noch modern. Der neueste Trend heißt Rattanmöbel. Sie wirken edel und ziehen die Blicke auf sich. Sonnenliegen, Sessel und Lounge-Sofas sind nicht nur in Vorgärten, auf dem Balkon oder der Terrasse ein Highlight, sie bilden auch in Biergärten, Bars oder Eisdielen gemütliche Sitzecken. Besonders im Trend liegen dieses Jahr dunkle Rattanmöbel, die ein einfarbiges Kissen oder eine einfarbige Auflage in Beige oder Weiß haben. Diese Gartenmöbel sind edel, zeitlos, ästhetisch und harmonisch. Wer helle Rattanmöbel bevorzugt, kann dazu gestreifte Auflagen und Kissen kombinieren, die in verschiedenen Rot- und Weißtönen besonders angesagt sind. Diese Kombination wirkt einladend und freundlich.

Was ist das Besondere an Rattanmöbeln?

Der Urlaub ist längst vorbei, jetzt heißt es, im Garten ein bisschen Urlaubsfeeling zu schaffen. Verschiedene Rattanmöbel können erheblich zu mehr Wohlbefinden im Garten beitragen. Sie sind längst nicht mehr nur im Wintergarten oder im Partykeller zu finden. Sie haben Wohnungen und Gärten erobert. Rattanmöbel sind deshalb so besonders, weil sie sehr leicht und aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt sind. Die ostasiatische Rotangpalme liefert das Material für die schicken Gartenmöbel. Wer Rattanmöbel günstig kaufen möchte, kann sich dazu im Internet umsehen.

Dunkle Rattanmöbel mit Kissen an Pool
Dunkle Rattanmöbel mit einfarbigen hellen Kissen oder Auflagen sind jetzt total angesagt

Wo kommen Rattanmöbel her?

An der ostasiatischen Rotangpalme wachsen Lianen, die eine Länge von bis zu 200 Metern erreichen. Ihr Durchmesser liegt zwischen einem und fünf Zentimetern. Der komplette verholzte Trieb dieser Lianen bildet das Grundmaterial für die schicken Möbel. Der Kern dieser Triebe ist das sogenannte Peddigrohr. Aus den dickeren stabilen Lianen entstehen meistens die Möbelgestelle. Für das Flechtwerk von Stühlen, Sofas, Bettrahmen oder Sesseln wird die Oberfläche der dünneren Stränge in Streifen geschnitten.

Die Ernte von Rattan erfolgt von Hand. Die Stängel werden nach Ebenmäßigkeit sortiert, gereinigt und gespalten. Dann kürzen die Arbeiterinnen und Arbeiter die Stränge je nach Bedarf und rollen sie für die weitere Verarbeitung auf. Vor der Aufbewahrung müssen diese Rollen dann erst noch trocknen. Rattanmöbel sind handgefertigt, wie alle Korbwaren. Kleine Unebenheiten und Risse, unterschiedlichen Materialstärken und verschiedene Farbintensitäten sind der Tatsache geschuldet, dass es sich um ein Naturmaterial handelt. Dadurch entstehen einzigartige Möbelstücke.

Flechtwerk der Rattanmöbel
Das feine Flechtwerk der Rattanmöbel wird von Flechtwerkgestaltern in Handarbeit angefertigt

Eigenschaften und Qualität von Rattan

Die besonders dicken Elemente aus Rattan sind sehr stabil und bilden das tragende Möbelgestell. Die schmalen Streifen bilden das Flechtwerk für die Rattanmöbel. Rattan ist strapazierfähig und haltbar. Die feinen Streifen, die die Sitzflächen bilden, sind in der Fachsprache das Stuhlflechtrohr. Die breiteren Streifen sind das Wickelrohr. Um die Möbelelemente formen zu können, muss das Material weich und elastisch sein. Dies erreichen die Produzenten durch Feuchtigkeit und heißen Dampf.

Wenn Rattan unter freiem Himmel trocknet, dunkelt die Oberfläche nach. Dieser Nachdunklungseffekt lässt sich durch eine Behandlung mit Öl vor dem Trocknen vermeiden. Das Material erhält durch das Öl eine gleichmäßige Struktur. Rattan lässt sich auch sehr leicht färben. Aber Achtung: Meist verliert Rattan durch die Farbe, besonders wenn es sich um knallige Farben handelt, von seinem Charme.

Im Gegensatz zum künstlich hergestellten Polyrattan ist Rattan nicht pilz- und auch nicht wetterfest. Durch gründliches Wachsen oder einen dünnen, durchsichtigen Kunststoffüberzug, lässt sich das Material schützen. Kommt feuchtes Rattan mit Metall zusammen, verfärbt sich das Naturmaterial. Es wird dann dunkelgrau bis braun-schwarz. Hochwertige Rattanmöbel sind deshalb vollständig aus Naturmaterialien hergestellt. Als Verbindung der verschiedenen Teile dienen Holzzapfen, -dübel und -leim. Polyrattan ist aus Polyethylen hergestellt. Das ist eine Kunststofffaser, die sehr strapazierfähig und witterungsbeständig ist.

Dichtes und engmaschiges Flechtwerk ist ein Zeichen für die bessere Qualität und die längere Lebensdauer der Produkte. Das heißt allerdings gleichzeitig, dass diese Möbel auch teurer sind. Wenn das Material rau und kantig wirkt, entsteht keine so ebenmäßige Fläche. Das Material wirkt nicht organisch, die Kanten brechen schneller. Das rauere Material kann zudem sehr leicht feine Kleidung beschädigen.

Die Vor- und Nachteile von Rattanmöbeln

Rattan ist ein natürliches Material und einer der Gartentrends für das Jahr 2019. Es ist leicht, stabil, natürlich und nachhaltig. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Naturmaterialien, wie beispielsweise Holz, ist das geringe Eigengewicht des Materials. Die Möbel lassen sich ohne großen Kraftaufwand bewegen und verrücken. Dennoch ist das Material sehr stabil. Jedoch ist es elastischer und strapazierfähiger als Holz. Außerdem wächst Rattan sehr viel schneller nach als Holz. Es ist eines der nachhaltigsten Materialien für den Möbelbau.

Zu den Nachteilen gehört, dass das Material unbedingt behandelt werden muss. Es darf unbehandelt nicht in Regen oder Nebel stehen bleiben. Der natürliche Werkstoff ergraut sogar, wenn er vorbehandelt ist und ein paar Mal im Regen gestanden hat. Das Material wird dabei auch spröde. Vor allzu viel Feuchtigkeit von oben schützen Schutzhüllen oder ein Dach.

Rattanmöbel pflegen

Rattan ist besonders pflegeleicht. Wenn es im Sommer heiß und trocken ist, hilft ein Wasserzerstäuber, das Material leicht anzufeuchten. So bleibt es elastisch. Wer ein wenig Lederpflegemittel in das Sprühwasser tut, sorgt für geschmeidiges Flechtwerk, das weniger knarzt. Um die Möbel sauber zu halten, genügt es, sie regelmäßig abzusaugen. Sie lassen sich auch mit einem feuchten Tuch abwischen. Wenn Rattanmöbel immer draußen stehen, hilft nur ein entsprechender Schutz von oben dabei, Schimmel- und Pilzbefall zu vermeiden.

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