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Schachtelhalmbrühe: alles über Wirkung & Ansetzen der Jauche

Schachtelhalmtee stärkt die Pflanzen auf natürliche Weise. Wir zeigen Vorteile, Anwendung der beliebten Brühe und wie man sie richtig ansetzt. 

Ackerschachtelhalm

Neben Brennesseln ist auch der Ackerschachtelhalm sehr beliebt bei der eigenen Herstellung von Jauchen. [Foto: NY State IPM Program at Cornell University]

Ein wahrer Alleskönner ist der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense). Nicht nur als pflanzenstärkendes Mittel wird das Schachtelhalmgewächs genutzt. Seit geraumer Zeit bietet das Kraut auch einen großen Nutzen in der Naturheilkunde, Kosmetik und sogar im Haushalt. Der umgangssprachliche Name Zinnkraut rührt daher, dass früher Haushaltsgeräte aus Zinn mit dem Ackerschachtelhalm gereinigt wurden. Das klappt so gut aufgrund der eingelagerten Kieselsäurekristalle. Genau diese Kieselsäure ist es auch, die für die pflanzenstärkende Wirkung verantwortlich ist. Im Internet kursieren viele Namensbeschreibungen wie Extrakt, Tee, Jauche oder Kaltwasserentzug. In fast allen Fällen wird aus dem Ackerschachtelhalm aber eine Brühe hergestellt.

Vorteile & Wirkweise der Schachtelhalmbrühe

Der Ackerschachtelhalm gehört zu den Pflanzen mit dem höchsten Gehalt an Kieselsäure. Kieselsäure stärkt das Gewebe der Pflanzen und dadurch haben es besonders Pilze schwer, die gestärkten Pflanzen zu befallen. Denn die Pilze infizieren eine Pflanze in der Regel mit einer Pilzspore. Diese bildet ein ähnliches Organ wie eine Pflanzenwurzel. Damit muss die Spore das Blattgewebe durchdringen, um sich von der Pflanze ernähren zu können. Klappt das nicht, weil das Pflanzengewebe zu widerspenstig ist, verhungern die Pilzsporen regelrecht. Aber nicht nur für Pilze (wie zum Beispiel Mehltau) wird das Leben erschwert. Auch saugende Insekten wie Blattläuse bevorzugen schwache Pflanzen, denn dort kann die Zellwand der Blätter und Stängel viel einfacher durchstoßen werden.

Weil die Schachtelhalmbrühe nicht direkt auf den Schädling wirkt, ist es sehr wichtig, die Pflanzenbrühe vorbeugend einzusetzen. Nur dann entfaltet der Ackerschachtelhalm seine Wirkung. Als Pflanzenschutzmittel für die direkte Bekämpfung eines schon vorhandenen Pilzbefalls eignet sich das Präparat also nicht. Außerdem muss die Ackerschachtelhalmbrühe regelmäßig gegossen oder gespritzt werden, da der Kieselsäuregehalt in den Blättern sonst wieder fällt. Alle 14 Tage ist ein guter Rhythmus für eine Verabreichung mit der Schachtelhalmbrühe.

Tipp: Eine Ackerschachtelhalmbrühe ist komplett unbedenklich und deswegen besonders für Gemüsepflanzen wie Tomate, Gurke, Zucchini und andere pilzanfällige Pflanzen wie Rosen geeignet.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

Herstellung: Schachtelhalmjauche ansetzen

Wenn Sie Ihren eigenen Ackerschachtelhalm für ein Extrakt kultivieren wollen, dann aufgepasst: Der Ackerschachtelhalm ist selbst in der Landwirtschaft eines der gefürchtetsten Unkräuter und kaum bekämpfbar. Sie sollten deswegen froh sein, wenn die tiefwurzelnde Pflanze nicht in Ihrem Garten wächst. Eine Kultur im Topf ist dagegen mit dem anspruchslosen Kraut unproblematisch. Wer schnell Ackerschachtelhalm benötigt, kann problemlos getrocknetes Kraut im Internet erwerben. Sogar fertige Präparate sind verfügbar. Die Herstellung einer Brühe ist im Gegensatz zu einer Jauche wesentlich zeitsparender. Für einen Ansatz wird einfach der frische oder getrocknete Ackerschachtelhalm in ein Gefäß mit Wasser gegeben und für 24 Stunden eingeweicht.

Mischungsverhältnis: 1 kg frischer Ackerschachtelhalm oder 150 g getrockneter Ackerschachtelhalm auf 10 Liter Wasser.

Nach der oben aufgeführten Prozedur muss der Sud noch 30 Minuten köcheln bevor er schließlich fertig ist. Dann muss der Sud nur noch abkühlen. Für eine Gießanwendung reicht das grobe Absieben der Schachtelhalmstängel. Möchten Sie die Brühe mit einer Spritze ausbringen, empfiehlt sich ein Kaffeefilter. Ansonsten können feine Schwebstoffe schnell die Düse der Spritze verstopfen.

Fertige Ackerschachtelhalmbrühe: Für die Anwendung sollte ein Teil Brühe noch mit 5 Teilen Wasser verdünnt werden (1:5).

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