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Was ist ein Trockenrasen, was macht ihn besonders & wie legt man ihn an?

Bei Gärten in Regionen, die im Sommer von Hitze und Trockenheit betroffen sind, ist es wichtig, die richtigen Rasensamen auszuwählen. Wie man einen Trockenrasen anlegt und pflegt, erfahren Sie hier.

Rasenfläche in englischem Garten
Trockenrasen ist herkömmlichem Rasen an trockenen Standorten haushoch überlegen [Foto: randy andy/ Shutterstock.com]

Einen Trockenrasen zu besitzen, könnte in den kommenden Jahren zu einem echten Vorteil werden: Klimaforscher vermuten, dass sich das Wetter in Deutschland hin zu heißen, trockenen Frühjahren und Sommern entwickeln wird. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen in diesem Artikel, was einen guten Trockenrasen ausmacht, wie man ihn anlegt und pflegt.

Was ist ein Trockenrasen und wann macht er Sinn?

Als Trockenrasen wird eine Rasenfläche bezeichnet, die auch mit weniger Wasser und bei größerer Hitze noch gut wächst. Das Anlegen eines Trockenrasens macht für Sie Sinn, wenn Ihre Rasenfläche zum Beispiel auf eher sandigem Boden, in einem Gebiet mit geringen Niederschlägen und in praller Sonne angelegt werden soll.

Der Begriff „Trockenrasen“ wird von Herstellern von Rasensaatgut verwendet, wenn von trockenheitstoleranten Rasen-Saatgutmischungen für grüne Rasenflächen gesprochen wird. Besonders Gebiete mit geringen Niederschlägen und heißen Sommern sind mit der Anlage eines speziellen Trockenrasens gut beraten. Und auch leichte, sandige Böden, die Wasser schlecht speichern können, werden mit einem Trockenrasen zuverlässiger begrünt als mit einer herkömmlichen Rasen-Saatgutmischung. Damit ist ein Trockenrasen ideal für die Neuanlage geeignet, wenn langfristig nachhaltig gegärtnert werden soll.

Experten-Hinweis: Nicht zu verwechseln ist der hier gemeinte Trockenrasen mit dem ebenfalls so bezeichneten Biotop, das sich auf äußerst trockenen, nährstoffarmen und sonnenexponierten Flächen entwickelt. Dieses beherbergt nicht nur Gräser, sondern auch spezielle Pflanzen wie die Sand-Grasnelke (Armeria maritima) und angepasste Tiere wie die Hosenbiene (Dasypoda). Und auch die synonym für Trockenrasen verwendeten Begriffe „Magerrasen“ und „Halbtrockenrasen“ können irreführend sein: Beide bezeichnen eigentlich Biotope mit einer besonderen Fauna und Flora. Magerrasenflächen entstehen auf wasserreichen, sehr nährstoffarmen Flächen, Halbtrockenrasenflächen entstehen auf extensiv bewirtschafteten Weiden.

Was sind die Vorteile von Trockenrasen?

Der Vorteil von Trockenrasen ist, dass er sowohl auf trockenen, sehr sonnig gelegenen Flächen, doch auch unter normalen Bedingungen pflegeleichter ist als herkömmliche Rasenflächen. Er wird auch „Wassersparrasen“ genannt, denn er verbraucht durch die genügsamen Gräser weniger Wasser, wodurch Sie helfen, Geld beziehungsweise Grundwasser und natürlich kostbare Zeit zu sparen.

Rasenfläche mit Wasser besprenkelt
In trockenen Sommern benötigt auch der Trockenrasen mal Wasser [Foto: PEPPERSMINT/ Shutterstock.com]

Außerdem wächst Trockenrasen auch auf Böden, auf denen ein normaler Rasen durch Wassermangel kaum oder nur mit äußerst hohem Pflegeaufwand bestehen könnte. Einen Trockenrasen anzulegen schont also die Umwelt und Sie sparen sich außerdem die aufwändigen Bodenverbesserungen, die vor der Anlage eines empfindlicheren Standard-Rasens nötig wären.
Einen kleinen Nachteil haben die speziellen Trockenrasen: Ihre Optik unterscheidet sich von der Optik anspruchsvoller Zierrasenflächen. Die Gräser sind etwas breiter und manchmal geringfügig lockerer beisammenstehend, was ihnen das Flair eines mediterranen Urlaubsrasens verleiht. Dieser kaum merklichen Unterschied wird allerdings nur von sehr aufmerksamen Augen bemerkt.

Trockenrasen richtig anlegen und pflegen

Grundsätzlich unterscheidet sich die Anlage eines Rasens auf trockenen Standorten nicht von der Anlage an anderen Orten. Alle wichtigen Punkte haben wir nachfolgend nochmal für Sie zusammengefasst.

Wann und wie legt man einen Trockenrasen an?

Wollen Sie einen Trockenrasen anlegen, eignet sich das Frühjahr oder der Herbst am besten dafür. Der Boden sollte auch nachts nicht kühler als 12 °C sein, damit die Saat gut aufgeht und sich entwickelt. Nach der Bodenlockerung und dem Rasendüngen folgen die Aussaat, das Andrücken und – ganz wichtig! – das ausgiebige Wässern. Noch vor Ablauf eines Monats geht die Saat auf und Ihr Trockenrasen entsteht.

Bitte beachten Sie unbedingt Folgendes: Manchmal wird statt des Trockenrasens von „Trockenheitsresistenten Rasensamen“ gesprochen. Dieser Begriff ist irreführend, denn auch die Samen von trockenheitsverträglichen Gräsern sind in der Keimphase ebenso empfindlich gegenüber Austrocknung wie jede andere Rasensaat. Erst nach dem Ausbilden tiefer Wurzeln zeigen sich die besonderen Fähigkeiten der Pflanzen. Daher sollte auch ein Trockenrasen bei der Anlage unbedingt gewissenhaft mit Wasser versorgt werden, und zwar über den ersten Monat.

Anleitung zur Ansaat von Trockenrasen:

  1. Bereiten Sie den Rasen vor, indem Sie die Fläche etwa 20 cm tief lockern und von Steinen und Unkraut befreien. Anschließend wird ein organischer Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Rasendünger eingearbeitet. Sehr arme Böden können zusätzlich mit unserer Plantura Bio-Rasenerde oder reifem Kompost verbessert werden.
  2. Glätten Sie die Fläche mit einer Holzharke, sodass möglichst keine Unebenheiten mehr zu sehen sind.
  3. Nun folgt die Einsaat. Mit dem Streuwagen oder händisch wird einmal längs und einmal quer jeweils 12,5 g/m2 verteilt.
  4. Nach der Aussaat werden die Samen flach eingearbeitet oder maximal 0,5 cm dick mit Rasenerde wie unserer Plantura Bio-Rasenerde abgedeckt und anschließend mit einer leichten Walze oder Trittbrettern angedrückt.
  5. Nach der Aussaat wird gewässert. Dies sollten Sie von nun an täglich tun, damit das Saatgut und der Boden nie ganz trocken werden. Die Saat keimt nach 10 bis 24 Tagen und auch die jungen Keimlinge dürfen keinesfalls austrocknen. Auch nachdem das erste Grün zu sehen ist, heißt es noch einen Monat lang: wässern, wässern, wässern! Denn das Vertrocknen der Keimlinge oder zumindest eines Teils der jungen Pflänzchen ist einer der häufigsten Fehler bei der Rasenanlage.
Plantura Rasendünger-Box
Oragnischer Rasendünger beugt der Bildung von Moos und Unkräutern vor

Tipp: Sie können Ihren neuen Trockenrasen zum ersten Mal mähen, wenn er eine Höhe von 6 bis 10 cm erreicht hat, doch kürzen Sie ihn nicht tiefer als 4 cm. Schärfen Sie die Messer Ihres Mähers vor der ersten Mahd lieber noch einmal, stumpfe Messer können die jungen Keimlinge nämlich leicht entwurzeln.

Eine ausführliche Anleitung zur Rasenanlage finden Sie in unserem Artikel zum Rasensäen.

Wie pflegt man Trockenrasen am besten?

Die Pflege eines Trockenrasens unterscheidet sich nicht elementar von der jedes anderen Rasens. Auch wenn der Trockenrasen den Ruf eines Wassersparers zu Recht trägt, muss er dennoch in sehr trockenen Phasen gewässert werden.

Beim Rasenmähen gilt es zu beachten, dass ein Trockenrasen nie raspelkurz sein sollte: Eine Schnitthöhe von 4 cm ist kurz genug. Im Frühjahr und Sommer ist die Düngung mit einem stickstoffbetonten, vornehmlich organischen Rasendünger wie unserem Plantura Bio-Rasendünger genau das Richtige. So wird das Rasenwachstum gefördert und die Qualität des Bodens erhalten oder verbessert. Im Herbst sind Trockenrasen und Boden dankbar für einen kaliumbetonten Herbstrasendünger wie unseren Plantura Bio-Herbstrasendünger, der durch den erhöhten Kaliumanteil die Frosthärte verbessert. Regelmäßiges Mähen und vor allem organisches Düngen beugen der Bildung von Rasenfilz, dem Wachstum von Moos und Unkräutern im Rasen sowie einem schlecht belüfteten Boden vor.

Dennoch kann es nötig werden, Trockenrasenflächen durch das Vertikutieren oder das Aerifizieren des Rasens zu pflegen, wenn die regelmäßige Pflege nicht optimal war oder der Boden sehr tonhaltig ist. Nach starken Frösten oder sehr heißen Sommern ist der Rasen eventuell ausgedünnt und licht, verliert seine Regenerationsfähigkeit und wächst langsamer als gewöhnlich. In diesem Fall ist eine Rasennachsaat die einzige Möglichkeit, die Vitalität des Rasens wiederherzustellen.

Zusammenfassung: Wie pflegt man Trockenrasen am besten?

  • Bei großer Trockenheit wässern
  • Schnitthöhe nicht tiefer als 4 cm
  • Regelmäßige Nährstoffversorgung mit organischen Rasendüngern
  • Regelmäßiges Mähen und Düngen hilft, Rasenfilz und Bodenverdichtung vorzubeugen
  • Nach sehr kalten Wintern oder heißen Sommern kann die Nachsaat nötig werden
Trockenrasen Illustration
Lange Wurzeln sorgen bei Trockenrasen für eine bessere Aufnahme von gespeichertem Wasser

Trockenrasen kaufen: Welche Trockenrasensamen auswählen?

Rasen-Saatgutmischungen für Trockenrasen zeichnen sich durch die enthaltenen trockenheitsverträglichen Gräser aus. Sie sollten den Löwenanteil der Mischung ausmachen Bei unserem Plantura Trockenrasen in Premiumqualität sind folgende geeignete Gräser enthalten:

  • 70 % Festuca arundinacea: Für minimierten Pflege- und Wasseranspruch des Trockenrasens
  • 20 % Poa pratensis: Für eine hohe Belastbarkeit und Toleranz gegenüber Trockenheit
  • 10 % Lolium perenne: Für eine schnelle Keimung und gute Regeneration durch Ausläuferbildung
Plantura Trockenrasen
Plantura Trockenrasen
Premium-Rasensamen zur Neuanlage:
Besonders robust gegen Hitze & Trockenheit, für Regionen mit trockenen Sommern, wassersparend

Nicht zu vernachlässigen ist die gute Keimfähigkeit des Saatgutes. Eine RSM-Zertifizierung garantiert eine hohe Keimrate der Samen durch strenge Qualitätskontrollen. Um eine Rasenfläche planvoll und erfolgreich anzulegen, ist das Wissen um die Keimfähigkeit des Saatgutes sehr wichtig, weshalb wir die Verwendung von RSM-zertifiziertem Saatgut empfehlen. Haben Sie Geld für gutes Saatgut ausgegeben, sollte man Sie dennoch nicht einfach mit der Anlage des Rasens alleinlassen: Verantwortungsvolle Hersteller sorgen auch dafür, dass Ihre Rasenanlage ein Erfolg wird, indem ausführliche Anleitungen auf der Packung oder weiterführende Pflegehinweise im Internet Sie bis zum perfekten Trockenrasen begleiten.

Zusammenfassung: Trockenrasen kaufen

  • Angabe der enthaltenen Gräser-Sorten: Trockenrasen-Saatgutmischungen bestehen zum Großteil aus trockenheitsverträglichen Gräsern
  • Hohe Keimrate und Qualität, z.B. RSM-zertifizierte Saatgutmischungen
  • Genaue Angaben zur Verwendung und weiterführende Informationen auf der Verpackung

Wir von Plantura setzen auf langlebige und hohe Qualität und würden uns freuen, Sie mit dem Plantura Trockenrasen in RSM-zertifizierter Qualität, mit zahlreichen Artikeln zum Thema „Rasen und Rasenpflege“ auf dem Weg zu einem gelungenen, wassersparenden und nachhaltigen Trockenrasen begleiten zu dürfen.

Saatgutmischung Trockenrasen
Unser Plantura Trockenrasen enthält eine speziell an Trockenheit angepasste Saatgutmischung

Wenn Sie sich für qualitativ hochwertige Rasensaat interessieren, finden Sie hier unsere zertifizierte Plantura Rasen-Saatgutmischungen.

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