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Winterharte Teichpflanzen: 12 robuste Pflanzen für den Gartenteich

Die unverzichtbaren Pflanzen im Teich nach jedem strengen Winter zu erneuern, ist lästig und auch umständlich. Die Lösung: Winterharte Teichpflanzen.

Mädesüß Winter

Winterharte Uferpflanzen sparen viel Arbeit und sind zudem dekorativ [Foto: Carmen Hauser/ Shutterstock.com]

Bei der Bepflanzung von Gärten ist es immer ideal, wenn man Pflanzen verwendet, welche unsere Witterung ohne viel Aufwand überstehen können. Dies lässt sich auch ohne Weiteres für den eigenen Teich realisieren.

Winterharte Teichpflanzen

Im Folgenden haben wir für Sie Uferbepflanzungen und Wasserpflanzen zusammengetragen, welche auch starke Fröste im Winter gut überstehen können. Im Anschluss daran erklären wir Ihnen außerdem, was es bei der Pflege von winterharten Teichpflanzen zu beachten gilt.

Winterharte Uferpflanzen

In der kalten Jahreszeit müssen die Teichpflanzen nicht nur die frostigen Lufttemperaturen, sondern auch die eventuell zugefrorene Wasseroberfläche aushalten können. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige winterharte Pflanzen für das Ufer Ihres Gartenteiches vor, deren Standort zumeist dauerhaft frisch bis feucht ist.

  • Kriechender Günsel (Ajuga reptans):
    Der Günsel wächst wunderbar als bodendeckende Teichrandstaude, auch zwischen den Steinen. Das dunkelrote Laub und die schön geformten Rosetten sind ein richtiger Hingucker. Er ist zudem äußerst wüchsig und schmückt sich ab im Mai mit großen violetten Blütenkerzen. Als einheimische Pflanze benötigt er keinen besonderen Winterschutz.
Günsel

Der Günsel macht sich wunderbar am Teichufer [Foto: EQRoy/ Shutterstock.com]

  • Gemeiner Frauenmantel (Alchemilla vulgaris):
    Die halbhohe Staude ist europaweit verbreitet und besiedelt feuchte, kalk- und nährstoffreiche Böden. Der Frauenmantel ist winterhart, sollte jedoch nach der Blüte zurückgeschnitten werden, damit er noch vor der kalten Winterzeit wieder austreibt. Die junge Blattrosette übersteht dann auch kalte Temperaturen unbeschadet.
  • Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabium):
    Die bei uns heimische Wildstaude wächst auch auf nassen Untergründen noch sehr gut. Die rosa bis rötlichen Blüten zeigen sich erst ab Juli, sind dann aber bis in den Oktober hinein zu sehen. Der Gewöhnliche Wasserdost ist in Mitteleuropa in allen Lagen winterhart, da er als Staude im Herbst in den Boden einzieht.
Wasserdost

Der Gewöhnliche Wasserdost lockt im Sommer viele Insekten an [Foto: NazarPro/ Shutterstock.com]

  • Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria):
    Das Echte Mädesüß fühlt sich im Halbschatten am Rande eines Gartenteiches sehr wohl. Auch alle anderen Arten, wie zum Beispiel das Kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris), sind bei uns winterhart. Durch die enthaltene Salicylsäure wirkt es schmerzstillend und fiebersenkend. Daher wird aus den getrockneten Blüten in der Volksmedizin gerne ein Tee zubereitet.
  • Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre):
    Dieses Geranium bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte am Teichufer. Die violetten Blüten zeigen sich von Juli bis September. Wildbestände kann man auch auf heimischen Sumpfwiesen entdecken. Besondere Winterschutzmaßnahmen sind daher nicht zu treffen.
Storchschnabel

Die leuchtenden Blüten des Sumpf-Storchschnabels sind kaum zu übersehen [Foto: RukiMedia/ Shutterstock.com]

  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia):
    Das wüchsige Pfennigkraut wächst gerne auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Es eignet sich wunderbar als Bodendecker und bildet von Juni bis August kleine gelbe Blüten. Das Münzkraut, wie es auch gerne bezeichnet wird, ist in Mitteleuropa heimisch und in der Regel winterhart.
  • Wiesenknöterich (Polygonum bistorta):
    Die Pflanze mit den schönen hohen, hellrosa Blütenständen blüht von Mai bis Juni. Der Wiesenknöterich ist recht ausbreitungsfreudig und eignet sich daher wunderbar als Bodendecker für naturnahe Uferbepflanzungen. Die meisten Knöterichgewächse sind in unseren Breiten winterhart. In besonders rauen Lagen können aber unter Umständen Schutzmaßnahmen notwendig sein.
Wiesenknöterich

Auch der Wiesenknöterich gehört zu den winterharten Uferpflanzen [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Winterharte Schwimmpflanzen

Schwimmpflanzen haben die Möglichkeit, einen Großteil der Nährstoffe im Wasser aufzunehmen, sodass sich weniger Algen bilden. Einen weiteren Vorteil bietet eine geschlossene Schwimmpflanzendecke, welche das Wasser unter sich beschattet und ebenfalls effektiv dem Algenwachstum vorbeugt. Jedoch ist es ratsam, mindestens 50 % der Wasseroberfläche freizuhalten, um einen ausreichenden Gasaustausch zu gewährleisten. Folgende Schwimmpflanzen zeichnen sich durch ihre gute Winterhärte aus:

  • Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae):
    Diese rosettenbildende Wasserpflanze fühlt sich in kalkarmen, weichen Gewässern am wohlsten. Die kreisrunden, herzförmigen Blätter erinnern an jene der Seerosen. Zur Überwinterung bildet der Froschbiss Dauerknospen, die auf den Teichgrund sinken und im Frühjahr wieder neu austreiben. Bei kleinen Teichen mit niedrigem Wasserstand müssen die Dauerknospen allerdings herausgeholt und in einem Aquarium überwintert werden.
Froschbiss

Der Froschbiss hat seine eigene Überwinterungsstrategie [Foto: Toni Genes/ Shutterstock.com]

  • Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca):
    Diese kreuzförmige Wasserlinse ist weltweit verbreitet, kommt in Mitteleuropa aber nur selten zur Blüte und vermehrt sich stattdessen vegetativ. Im Herbst bildet sie als Reservestoff Stärke und sinkt auf den Grund des Teiches, wo sie bis zum Frühjahr überwintert.
  • Zwergseerose (Nymphaea tetragona):
    Die kleine Zwergseerose eignet sich auch für Teiche mit niedrigem Wasserstand sehr gut. So gibt es vielfarbige Zuchtsorten, die alle winterhart sind und ganzjährig im Freiland bleiben können. Eine Ausnahme bildet die gelbblütige Kreuzung Nymphaae helvola, die nicht völlig frostresistent ist und daher drinnen überwintert werden muss.
Zwergseerose

Die Blüten der Zwergseerose erscheinen je nach Standort von Juni bis September [Foto: liomedia/ Shutterstock.com]

  • Krebsschere (Stratiotes aloides):
    Die Wasseraloe – wie die Krebsschere auch genannt wird – bildet Rosetten aus schwertförmigen Blättern mit gezähnten Rändern. Sie kommt nur zur Blüte an die Wasseroberfläche. Im Herbst sinkt die Mutterpflanze auf den Grund des Teiches und bildet sogenannte Turionen (auch Stocksprossen genannt) als Überwinterungsorgane. Im Winter entwickeln sich daraus neue Tochterpflanzen.
  • Schwimmfarn (Salvinia natans):
    Der Schwimmfarn zählt zu den Farnkrautgewächsen und braucht im Gegensatz zum Froschbiss kalkhaltiges Wasser, um gut zu gedeihen. Die von Wasser nicht benetzbaren Blätter schwimmen auf der Wasseroberfläche. Im Herbst stirbt die Pflanze ab und sinkt mitsamt ihren Sporen auf den Teichgrund. Im nächsten Frühjahr bilden sich daraus wieder kleine neue Pflänzchen.
Schwimmfarn

Die Blätter des Schwimmfarns liegen auf der Wasseroberfläche [Foto: IvanaJankovic/ Shutterstock.com]

Experten-Pflegetipps für den Teich

Nicht genutzte Pflanzenteile wie verwelktes Laub oder auch Falllaub von umgebenden Pflanzen sollten Sie zeitnah entfernen, um zu verhindern, dass diese auf den Teichgrund absacken und dort verrotten. Ebenso sollten braune Triebe, beispielsweise von Seerosen und anderen Schwimmpflanzen, bestenfalls im Spätherbst abgeschnitten und entfernt werden.

Hinweis: Wenn viele Pflanzenreste im Wasser verrotten, kommt es zu einer extremen Anreicherung mit Nährstoffen, hierbei spricht man auch von „Eutrophierung“. Dieses Nährstoffüberangebot begünstigt das Wachstum von Algen und damit leidet zum einen die Klarheit des Wassers, zum anderen leiden auch die anderen Pflanzen. Bei einigen Arten, welche als winterhart gelten, empfiehlt es sich, den Pflanzkorb eine Wasserzone tieferzustellen, um ein Durchfrieren der Pflanze zu vermeiden. Im Frühjahr sollten Sie dann nicht vergessen, den Korb wieder an seinen ursprünglichen Platz zu stellen.

Weitere winterharte Pflanzen finden Sie hier in unserem Übersichtsartikel.

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