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10 Tipps für den perfekten Kürbis

Wir zeigen Ihnen hier mit 10 praktischen Tipps, wie Sie Kürbisse ganz einfach und günstig im eigenen Garten anbauen können.

Orange Kürbisse
Die vielseitigen Kürbisse versüßen uns den Herbst [Foto: AN NGUYEN/ Shutterstock.com]

Zum Herbst und zu Halloween gehören Kürbisse einfach dazu. Egal, ob als Kürbislaterne mit frecher Fratze, dekoratives Gartenelement oder als leckere Suppe: Kürbisse versüßen uns den Herbst. Trotzdem wird das vielseitige Gemüse nicht in allzu vielen Gärten angebaut. Dabei sind nur ein paar einfache Tricks zu beachten und schon fühlen sich Kürbisse auch in Ihrem Garten wohl.

Wenn Sie jetzt auf den Kürbis-Geschmack gekommen sind, dann lesen Sie unbedingt weiter. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach Kürbisse ziehen können, die andere vor Neid erblassen lassen.

10. Kürbis-Sortenwahl

Beim Kürbis hat man die Qual der Wahl: Von ausgefallenen Mustern und Farben bis zum Riesen im Gemüsebeet: Bei Kürbissen ist für jeden die richtige Sorte dabei. Deshalb sollte man sich bereits im Vorfeld überlegen, was den heimischen Garten bereichern soll. Lieber etwas dekoratives oder doch lecker und herzhaft für die Küche? Achten Sie beim Kauf aber darauf, ob es sich um Zier- oder Speisekürbisse handelt. Zierkürbisse besitzen den Stoff Cucurbitacin, der sie nicht nur unerträglich bitter, sondern vor allem hochgiftig macht.

Verschiedene Sorten bunte Kürbisse
Lieber Speise- oder Zierkürbisse für den eigenen Garten? [Foto: Ondrej Klofac/ Shutterstock.com]

9. Standort für Kürbisse

Auch die Auswahl der geeigneten Fläche sollte gut durchdacht sein. Kürbisse gehören schließlich nicht zu den Gemüsen, die überall ein Plätzchen finden; vielmehr braucht eine Kürbispflanze extrem viel Platz: 1,5 bis 2 Quadratmeter sollten der Pflanze auf jeden Fall gegeben werden. Außerdem mag es die Pflanze gern sonnig und warm. Sechs Stunden Sonneneinstrahlungen am Tag sind für die Pflanze ein Muss, um groß und orange zu werden. Bei den Beetnachbarn sollte man dagegen Vorsicht walten lassen: Zierkürbisse und Speisekürbisse sollten nie nah beieinander stehen – sie könnten sich sonst gegenseitig bestäuben und ehe man sich versieht, enthalten die leckeren Speisekürbisse auch die giftigen Bitterstoffe. Auch andere Kürbispflanze wie die Zucchini sind weder ideale Vorpflanzen, noch gute Beetnachbarn.

Kürbis auf Stroh im Feld
Eine Kürbispflanze benötigt extrem viel Platz [Foto: Alita Xander/ Shutterstock.com]

8. Die richtige Erde für den Kürbis

Neben Sonne und Platz braucht der Kürbis auch eine gute Erde. Leichte bis mittelsandige Böden mit hohem Humusgehalt sind der Pflanze dabei am liebsten. Um einen solchen Boden zu erhalten, empfiehlt es sich, bereits eine Woche vor dem Einpflanzen das Beet gründlich durchzugraben und mit einer guten Portion Kompost zu mischen. Das fördert nicht nur die Bodenstruktur, sondern versorgt den Kürbis auch mit wichtigen Nährstoffen. Ein kleiner Tipp: Direkt neben dem Komposthaufen bekommen die Kürbisse nicht nur eine Extra-Portion Nährstoffe – sie verdecken den unschönen Flecken mit ihren Ranken auch auf dekorative Weise. Selbstverständlich können Sie auch eine vorgedünge Gemüseerde wie unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde für den Kürbisanbau verwenden.

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7. Aussäen und Auspflanzen

Wenn alles vorbereitet und geplant ist, kann es auch schon mit dem Einsäen losgehen. Auch wenn der Kürbis sonst sehr robust ist: Kälte verträgt die Pflanze leider nicht. Warten Sie daher auf jeden Fall die Eisheiligen und letzten Nachtfröste ab. Ideal für die Keimung sind sogar Temperaturen über 14°C. Wer nicht so lange warten will, kann die Kürbisse auch schon ab Ende April im Haus vorziehen. Ein Samen pro Topf genügt; zeigen sich die ersten Laubblättchen und sind die Eisheiligen vorbei, können auch diese Pflanzen den Weg ins Beet antreten.

Kürbissamen einpflanzen per Hand in Erde
Nach den letzten Nachtfrösten kann direkt ins Beet gesät werden [Foto: lovelyday12/ Shutterstock.com]

6. Kürbisse richtig gießen

Der Kürbis hat vor allem eines: Durst. Um große Früchte zu bilden, braucht die Pflanze viel Wasser und sollte regelmäßig gegossen werden. Aber Obacht: Auf den Blättern und an den Früchten ist Wasser nur von Pilzerkrankungen gerne gesehen. Um die Pflanze gesund zu halten, sollten Sie nur direkt am Boden gießen. Auch Staunässe verträgt die Pflanze nicht gut. Ein kleiner Tipp für ein selbstgebautes „Bewässerungssystem“: Graben Sie einen herkömmlichen Blumentopf aus Ton bis zur Hälfte neben dem Kürbis in den Boden ein. Statt den Kürbis zu gießen, füllen Sie das Wasser stattdessen in den Topf – so gelangt es schneller an die Wurzeln und Staunässe und feuchte Blätter werden vermieden.

selbstgebautes Bewässerungssystem Kürbis
Ein Bewässerungssystem lässt sich ganz einfach selbst bauen [Foto: Eag1eEyes/ Shutterstock.com]

5. Kürbisse düngen

Wer groß und stark werden will, braucht genug zu Essen – das gilt auch für Kürbisse. Bereits vor dem Einsäen sollte Kompost in die Erde gemischt werden, um den perfekten Start ins Leben zu ermöglichen. Aber auch danach sagt der Kürbis zu einer Portion Dünger nicht nein. Geeignet sind hierfür vor allem vornehmlich organische Dünger wie Kompost oder unser Plantura Bio-Tomatendünger mit Langzeitwirkung. Wichtig ist auch, auf die Stickstoffbilanz zu achten: Je mehr Stickstoff der Pflanze zur Verfügung stehen, desto größere Früchte trägt sie am Ende.

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4. Qualität statt Quantität

Ein wahres Blumenmehr an Ihren Kürbissen? Das sieht zwar schön aus, aber dient nicht immer der Sache: Trägt ein Kürbis zu viele Früchte, ist er schnell überfordert und alle Kürbisse bleiben klein und mickrig. Dünnen Sie daher frühzeitig aus und entfernen bis auf zwei oder drei Exemplare alle weiblichen Blüten von der Pflanze. Diese unterscheiden sich von den männlichen Blüten durch kurze Stiele und einer Verdickung unterhalb der Blütenblätter. Da Kürbisse auf Fremdbestäubung angewiesen sind, kann gerade bei Insektenmangel auch der Fruchtansatz sehr spärlich ausfallen. Wer darauf keine Lust hat setzt auf Handarbeit: Mit dem Staubfaden der männlichen Blüte können Sie die Narbe der weiblichen Blüte ganz einfach bestäuben.

Blüten des Kürbis
Wenige Blüten sorgen für größere Kürbisse [Foto: cooky_luvs/ Shutterstock.com]

3. Hoch mit den Kürbissen

Dieser Tipp mag sich zunächst komisch anhören, schließlich wachsen die meisten Kürbisarten am Boden. Betrachtet man das Ganze aber genauer, wird einem sehr schnell klar, warum es nützlich sein kann, die Kürbisse etwas anzuheben. Gerade in regnerischen Sommern liegen die orangen Früchte sonst dauerhaft auf dem feuchten Boden. Die Folgen reichen von faulen Stellen über Pilzerkrankungen bis zum Totalausfall. Bei kleinen Kürbisarten lohnt es sich, eine Rankhilfe aufzustellen, an der sich die Pflanzen von ganz alleine in den Himmel recken. Bei großen und nur schwach rankenden Sorten empfiehlt es sich, die Früchte auf eine Unterlage (zum Beispiel eine flache, umgedrehte Tonschale) zu legen. So bleiben die Früchte zumindest vor der Bodenfeuchtigkeit geschützt.

Kürbisse mit Rankhilfe
Bei kleinen Kürbissen lohnt sich eine Rankhilfe [Foto: Sanit Fuangnakhon/ Shutterstock.com]

2. Zeitpunkt der Kürbisernte

Kürbisse sind ein typisches Herbstgemüse. Kein Wunder also, dass sie bis in den Herbst brauchen, um voll auszureifen. Ein gutes Indiz für den richtigen Erntezeitpunkt ist der Zustand der Blätter. Sobald diese anfangen zu trocknen, wird es Zeit für den Kürbis sein Zuhause zu verlassen. Bei manchen Sorten erkennt man die Frucht auch am typischen hohlen Klang, wenn man mit der Faust auf die Schale klopft. Für die Ernte nehmen Sie ein scharfes Messer. Achten Sie darauf, ein Stück des Stieles am Kürbis zu lassen: Das sieht nicht nur besser aus, sondern sorgt auch dafür, dass die Kürbisse länger haltbar bleiben.

Kürbisse bereit zum ernten im Feld
Ein Stück des Stiels sollte man bei der Ernte am Kürbis lassen [Foto: Loren L. Masseth/ Shutterstock.com]

1. Kürbisse richtig lagern

Vor der Tür steht schon eine Armee von lustigen Kürbiskerzen und die Kürbissuppe schmeckt auch nicht mehr so gut wie am Anfang? Kein Problem, schließlich kann man den Kürbis problemlos lagern. Am besten lässt man den Kürbis nach der Ernte noch einige Tage in der Sonne liegen, damit die Schale etwas nachhärten kann. In einem kühlen, trockenen Raum sind die orangen Früchte dann teilweise mehrere Monate haltbar. Nur die schlechten Früchte sollten regelmäßig aussortiert werden, sodass die Fäule nicht auf andere Kürbisse übergreift.

Kürbisse in Holzkiste
Kühl und trocken sind Kürbisse mehrere Monate haltbar [Foto: alberto cervantes/ Shutterstock.com]
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