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10 Tipps für die besten Gurken aus dem eigenen Garten

Mit unseren zehn Tipps gedeihen auch in Ihrem Garten bald auch die besten Gurken – fast wie von Zauberhand.

Gurkenernte in Holzkiste mit hand

Gurken aus dem eigenen Garten schmecken am besten [Foto: Hortimages/ Shutterstock.com]

Ob als Salat, eingelegt oder als Snack für Zwischendurch – Gurken sind nicht nur lecker, sondern auch vielseitig und gesund. Das grüne Gemüse ist einer der häufigsten Bewohner in deutschen Gärten und das nicht ohne Grund: Beachtet man ein paar grundlegende Regeln und Tipps, trägt die Gurke so reiche Ernte, dass man sich oftmals fragt, was man mit dem ganzen Gemüse anstellen soll. Wie auch Sie in den Genuss dieses Luxusproblems kommen, zeigen wir Ihnen mit zehn einfachen Tipps.

10. Salat oder Sauer?

Wenn man mit dem Gedanken spielt, Gurken anzupflanzen, sollte man zuerst die Sortenwahl planen. Im Groben unterscheidet man die Gurke in zwei Arten: Salatgurken und Einlegegurken. Salat- oder auch Schlangengurken sind, wie ihr Name vermuten lässt, am besten für den rohen Verzehr im Salat geeignet, während Einlegegurken im Regelfall eingemacht werden. Dabei sind die Einlegegurken deutlich robuster und für Anfänger die besser Wahl. Egal, für welche Sorte Sie sich entscheiden: Achten Sie darauf, dass Sie Sorten wählen, die tolerant oder sogar resistent gegen Mehltau sind. So ersparen Sie sich späteren Ärger mit der gefürchteten Krankheit.

Gurken auf Schneidebrett aus holz vor blauem Hintergrund

Salatgurken oder Einlegegurken? [Foto: igorstevanovic/ Shutterstock.com]

9. Aller Anfang…

Gurken können relativ einfach selbst ausgesät werden. Ab Ende April können die neuen Pflanzen im Frühbeet oder Haus vorgezogen werden. Dazu werden drei Pflanzensamen jeweils in einen Topf gesteckt und an einen sonnigen, warmen Ort gestellt. Nach wenigen Tagen sind nun schon die ersten Keimlinge zu sehen. Aber der Kampf ums Überleben ist hart: Nur der stärkste Keimling pro Topf sollte bleiben dürfen und den Weg in den Garten antreten. Alle anderen werden frühzeitig entfernt. So sichert man, dass man wirklich nur Pflanzen im Beet stehen hat, die am Ende reiche Ernte tragen.

Gurken Keimlinge im Töpfchen sonnenlicht

Nur der stärkste Keimling eines Topfes sollte später ausgepflanzt werden [Foto: Andr_Bog/ Shutterstock.com]

8. Jungpflanzen

Wer keine Lust hat, seine eigenen Gurkensetzlinge vorzuziehen, kann auch im Fachhandel zu Jungpflanzen greifen. Vor allem bei Salatgurken ist die Auf- und Nachzucht oft schwieriger, da die Pflanzen empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagieren. So stellt der Kauf von Jungpflanzen eine gute Alternative dar. Doch beachten Sie auch hier ein paar grundlegende Regeln: Gekauft werden nur kräftige, gesunde Pflanzen – alles was kränkelt sollte nicht den Weg ins heimische Beet finden. Bei der Sortenwahl sollten Sie zu veredelten Exemplaren greifen: Diese sind oft resistent oder robuster gegenüber verschiedenen Krankheiten.

Gurken Jungpflanzen im Topf auf holz

Der Kauf von Jungpflanzen lohnt sich [Foto: Nada Sertic/ Shutterstock.com]

7. Die Freiheit ruft

Sobald die Pflanzen zwei bis vier Laubblätter haben, sind sie groß genug, um auch im Beet zu überleben. Pflanzen, die bereits größer sind, wachsen aber gegebenenfalls schlechter an und sollten nicht mehr umgesetzt werden. Sie sollten jedoch auf jeden Fall die Eisheiligen (Mitte Mai) abwarten, da Gurken auf späte Fröste sehr empfindlich reagieren. Setzen Sie die Pflanzen möglichst tief ein und häufeln Sie die Erde etwas an – so bilden sich mehr Seitenwurzeln aus. Bei veredelten Pflanzen sollten die Veredelungsstellen aber oberhalb der Erde liegen. Um den kleinen Gurken den Umzug noch etwas leichter zu machen, hilft ein einfacher Trick: Ein großes Einmachglas schützt die Pflanze in den ersten Tagen wie ein Gewächshaus und sorgt für ein gutes Klima.

Gurken Keimling in der Hand

Gurkenpflanzen sind sehr frostempfindlich [Foto: Stanislav71/ Shutterstock.com]

6. Das richtige Plätzchen

Gurken mögen es gerne warm und geschützt. Gerade für die empfindlicheren Salatgurken ist daher ein Platz im Gewächshaus optimal, da sie hier vor Temperaturschwankungen und starken Umwelteinflüssen abgeschirmt sind. Aber auch sonnige, windgeschützte Standorte im Garten können der Gurke genügen. Als Untergrund mögen die Gurken gerne lockere, humusreiche Böden. Auch die richtige Nachbarschaft ist wichtig: Die Pflanzenreihen sollten einen Abstand von einem Meter, die Abstände innerhalb der Reihe 30 cm betragen, damit die Pflanzen optimal wachsen. Als Beetnachbarn sind Dill, Bohnen und Salat sehr gut geeignet, mit Tomaten– oder Kohlpflanzen verträgt sich die Gurke dagegen nicht so gut.

Gurkenpflanze im Gewächshaus

Am besten wachsen Gurken im Gewächshaus [Foto: LedyX/ Shutterstock.com]

5. Rankhilfe

Direkt nach dem Pflanzen sollte das Rankgerüst einen Platz neben der Gurke erhalten. So kann die Pflanze sich ihren Weg nach oben bahnen und wächst nicht platt am Boden weiter. Dieser erleichtert nicht nur die Ernte: Die Pflanzen wachsen insgesamt besser. Außerdem können Krankheiten wie der Mehltau durch eine aufrecht wachsende Pflanze verhindert werden. Liegen die Blätter dicht am Boden, trocknen sie schlechter ab und werden ein wahres Paradies für verschiedene Pilzkrankheiten, die Ihnen die Ernte verderben können.

Gurke wächst mit Rankhilfe

Rankhilfen helfen der Pflanze beim Wachsen und dem Gärtner bei der Ernte [Foto: Anna Hoychuk/ Shutterstock.com]

4. Bäumchen wechsel dich

Gurken wollen ab und zu einen Standortwechsel. Um genau zu sein, sollten an der gleichen Stelle nicht in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Gurken gepflanzt werden, ansonsten können Krankheiten, die im Boden überdauern (zum Beispiel der Grauschimmel), auch die neue Pflanzengeneration befallen. Als Faustregel wird ein Abstand von vier Jahren zwischen zwei Gurkenkulturen am gleichen Standort vorgeschlagen. Da besonders im Gewächshaus der Platz begrenzt und ein kompletter Bodenwechsel sehr aufwendig ist, bietet es sich an, die Gurken im Topf zu pflanzen. So kann der Boden jährlich ohne großen Aufwand gewechselt werden.

Gurken wachsen in Töpfen

Bei einer Kultur im Topf geht ein Standortwechsel viel leichter [Foto: Ratda/ Shutterstock.com]

3. Speis und Trank

Auch Gurken brauchen regelmäßige Pflege, um eine gute Ernte zu tragen. Wässern Sie die Gurke in gleichmäßigen Abständen, am besten sollte der Boden immer etwas feucht bleiben. Wird die Gurke längerer Trockenheit ausgesetzt, können die Gurken am Ende sehr bitter schmecken und sind alles andere als ein Gaumengenuss. Auf der anderen Seite vertragen die Gurken auch keine Staunässe: Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Weiterhin sollte das Wasser beim Gießen idealerweise warm sein und nicht die Blätter benetzen – werden die Blätter feucht, steigt die Gefahr einer Mehltauinfektion. Als Starkzehrer freut sich die Gurke auch über reichlich Nährstoffe. Am besten eignet sich dafür ein organischer Dünger, wie Kompost oder Mist, der diese lange und gleichmäßig abgibt.

Gurkenpflanzen gießen im Topf mit Gießkanne

Gurkenpflanzen benötigen eine regelmäßige Nährstoffzufuhr [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Folgende Produkte sorgen für eine optimale Nährstoffversorgung:
  • Cuxin Bio-Flüssigdünger Gemüse & Kräuter: Flüssigdünger für den Anbau von Kräutern und Gemüse in Treibhäusern und Freiland. Der hohe Kaliumanteil sorgt für feste und saftige Früchte.
  • Cuxin organischer Volldünger Orgasan: Organischer Gartendünger für Gemüse, Obst und Ziergärten mit langer und kontinuierlicher Wirkungsdauer.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden.

2. Kein Glückspilz

Besonders Salatgurken sind besonders anfällig für Krankheiten. Vor allem Pilze, wie der Echte Mehltau, der Grauschimmel oder die Sclerotina-Welke machen der Pflanze zu schaffen. Bei einem Befall ist oft nur noch Schadensbegrenzung möglich, also das zeitnahe Entfernen aller betroffenen Pflanzen. Mit ein paar Tricks sinkt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass auch Ihre Pflanzen krank werden. Vor allem Luftfeuchtigkeit ist für Pilze ein entscheidender Faktor – lüften Sie also regelmäßig das Gewächshaus und benutzen Sie eine Rankhilfe, damit die Blätter nach Regen gut abtrocken können. Auch die Wahl von robusteren und resistenten Sorten ist zu empfehlen. Außerdem helfen häufige Standortwechsel, die Beachtung der Fruchtfolge und die Vermeidung von direkter Nachbarschaft mit Pflanzen, die ebenfalls pilzanfällig sind (zum Beispiel Tomaten).

Gurkenblatt mit Pilzbefall Mehltsu

Salatgurken sind besonders anfällig für Mehltau [Foto: matahiasek/ Shutterstock.com]

1. Die Arbeit trägt Früchte

Bei optimalen Bedingungen können bereits nach zwei Monaten die ersten Gurken gepflückt werden. Dabei ist aber nicht etwa Zurückhaltung gefordert: Häufiges Pflücken fördert sogar noch die Bildung neuer Früchte, sodass die Ernte reicher ausfällt. Bei Salatgurken können Sie gut und gerne drei Mal in der Woche die reifen Gurken entfernen, Gewürzgurken dagegen können sogar täglich abgeerntet werden. Reif sind die Gurken, wenn die Schale gleichmäßig grün gefärbt ist und sich bei Salatgurken zusätzlich noch glatt anfühlt. Zum Abtrennen ist ein sauberes, scharfes Messer die richtige Wahl. Werden die Gurken mit Gewalt abgerissen, kann es sonst zur Verletzungen der Ranke kommen.

Gurken ernten mit Messer in Korb

Bei der Ernte braucht man man nicht zurückhaltend zu sein [Foto: Kzenon/ Shuttersock.com]

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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