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10 Tipps für die perfekte Karotte aus dem eigenen Garten

Egal, ob Karotte, Möhre, Mohrrübe oder Wurzel: Mit diesen 10 Tipps, gelingt es auch Ihnen, den Klassiker im Gemüsebeet erfolgreich anzubauen.

Karotten in der Erde wachsen anbauen

Karotten sind fast in jedem Gemüsebeet zu finden [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Nicht nur beliebt bei Hasen – Karotten sind ein wahrer Dauerbrenner in deutschen Gemüsebeeten. Schließlich sind die orangen Wurzeln nicht nur lecker, sondern können auch über lange Zeit frisch aus dem eigenen Garten geerntet werden. Mit diesen 10 Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie kinderleicht statt runzeligen Rüben knackige Karotten ernten werden.

Tipp 10: Die Qual der (Sorten-)Wahl

Inzwischen gibt es eine ganze Vielzahl von Karottensorten, die sich in ihren Standortbedingungen, Geschmack und Form unterscheiden. Wer es gerne etwas ausgefallener mag, kann sogar weiße, gelbe oder violette Karotten im eigenen Garten wachsen lassen. Doch welche ist die richtige Sorte für Ihren Garten? Um die ganze Gartensaison frische Karotten knabbern zu können, empfiehlt es sich, mehrere Sorten zu pflanzen. Frühreife Sorten können schon ab Ende Mai, späte Sorten bis in den Herbst hinein geerntet werden.

Bunte Karotten verschiedene Sorten

Karottensorten sind sehr vielfältig [Foto: Y Photo Studio/ Shutterstock.com]

Tipp 9: Standort und Boden

Für die Karotte ist der Boden von entscheidender Rolle, schließlich ist es die Wurzel, die später geerntet wird. Am liebsten hat es die Karotte locker und sandig. Ist der Boden dagegen lehmig oder versperren Steine ihr den Weg nach unten, neigt die Wurzel zur Bildung weiterer Spitzen. Auch bizarre Wuchsformen oder geringes Wachstum können Zeichen für einen ungeeigneten Boden sein. Sonst mag es die Karotte gerne sonnig. Auf Nachbarbeete mit Sellerie, Fenchel und Petersilie sollte allerdings verzichtet werden. Diese brauchen nicht nur dieselben Nährstoffe wie die Karotte, sondern werden auch von den gleichen Schaderregern befallen.

Karotten geerntet auf Erde anbauen ernten Boden

Die Karotte mag lockere und sandige Böden [Foto: Cherries/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Einsäen

Karotten sind nicht besonders kälteempfindlich. Frühe Sorten können deshalb schon ab Anfang März, unter einem Vlies sogar schon ab dem Februar ausgesät werden. Vor der Aussaat sollte das Beet aber gut vorbereitet werden. Lockern Sie den Boden auf und entfernen Sie (wenn möglich) Steine aus der Erde. Ziehen Sie dann mehrere, etwa 3 cm tiefe Rillen in den Boden, in welche Sie die Karotten mit jeweils 2 bis 4 cm Abstand einsäen können. Zwischen den einzelnen Rillen sollte ein Abstand von 20 cm herrschen. Hier können Radieschen oder Dill angepflanzt werden. Dabei nutzen Sie nicht nur den Platz optimal aus, Dill fördert sogar das Wachstum der Karotten.

Samen säen Hand Karotten Beet

Karotten können schon früh im Jahr ausgesät werden [Foto: Nosyrevy/ Shutterstock.com]

Tipp 7: Ausdünnen

Es fühlt sich zwar falsch an, Pflanzen, die man selber gesät hat, aus dem Boden zu reißen, doch für eine gute Karottenernte ist zwischenzeitliches Ausdünnen ein Muss. Stehen die Karotten nämlich zu nahe zusammen, nehmen sie sich gegenseitig die Nährstoffe weg und wachsen nur kümmerlich. So hat man am Ende zwar mehr Karotten, die sind aber sehr klein. Außerdem können die Karotten so zusammenwachsen oder bizarre Formen bilden, die ebenfalls ihr Wachstum behindern. Besser ist es, kränkliche und kümmerliche Pflanzen ebenso wie zu dicht wachsende Pflanzen frühzeitig auszusortieren. Ausgedünnt werden kann am besten, wenn die Pflanzen etwa 5 cm hoch sind. So hat man eine bessere Übersicht, wie viele Möhren tatsächlich entfernt werden müssen. Wer es nicht übers Herz bringt, die kleinen Karotten auf den Kompost zu werfen, kann sie einfach in einen anderen Teil des Gartens übersiedeln.

Krumme Karotten ausdünnen

Damit Karotten nicht zusammenwachsen, sollte man sie ausdünnen [Foto: Ralu Cohn/ Shutterstock.com]

Tipp 6: Dünger und Nährstoffe

„Viel hilft viel“ gilt leider nicht bei dem orangen Gemüse. Karotten sind Mittelzehrer, das bedeutet sie brauchen eine kontinuierliche Nährstoffversorgung. Auf einen plötzlich eintretenden hohen Nährstoffgehalt reagieren sie mit starkem Blattwachstum, wir wollen jedoch die Wurzel und nicht die Möhrenblätter ernten. Gerade bei der Einsaat sollte man daher auf Dünger verzichten, auch wenn man ihnen eigentlich etwas Gutes tun möchte. Stattdessen kann man bereits im Herbst des Jahres vor dem Einsäen des Beetes eine Gründüngung in den Boden einarbeiten. Dabei bieten sich tiefwurzelnde Pflanzen wie Ölrettich an, die den Boden zusätzlich auflockern.

Karottenblüten Feld Sommer

Bei zu viel Dünger kommt es zu verstärktem Blattwachstum [Foto: notsuperstar/ Shutterstock.com]

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Tipp 5: Wasser marsch

Karotten mögen es gerne feucht. Gerade direkt nach der Aussaat sollte darauf geachtet werden, dass die Erde immer eine Restfeuchte behält. Je größer die Karotten werden, desto weniger Wasser brauchen die Pflanzen. Tatsächlich sollte man nun darauf achten, dass die Karotten im späteren Wachstum nicht zu viel Wasser bekommen. Sonst steckt die Pflanze zu viel Energie in ihr Blattwachstum, die Größe der Wurzel bleibt dabei auf der Strecke. Wer also große Karotten ernten will, sollte auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt achten.

Karottenpflanzen wässern Beet Garten gießen

Karotten bevorzugen einen ausgeglichenen Wasserhaushalt [Foto: Jurga Jot/ Shutterstock.com]

Tipp 4: Unter der Erde bleiben

Da Möhren nicht sehr konkurrenzstark sind, ist es gerade in ihrer Jugend sehr wichtig, regelmäßig das Unkraut zwischen den Reihen zu entfernen. Bei dieser Maßnahme kann es dazu kommen, dass Köpfe der Karotten aus Versehen von der schützenden Erde befreit werden. Ist dies der Fall, sollte man die Köpfe nach der Arbeit mit neuer Erde bedecken. Bleibt ein Teil der Karotte zu lange dem Sonnenlicht ausgeliefert, treten unschöne Verfärbungen auf, die im Extremfall auch den Geschmack beeinflussen.

Karotten Jungpflanzen Grün Erde

Die Wurzel sollten stets unter der Erde sein [Foto: Andrii Yalanskyi/ Shutterstock.com]

Tipp 3: Wenn Fliegen fliegen

Die Möhrenfliege ist der gefürchtetste Karottenschädling. Die Fliege legt ihre Eier in Bodennähe ab, die Larven fressen sich dann durch die Karottenwurzel. Zurück bleiben faulige, ungenießbare Karottenreste. Wer seine Karotten auf natürliche Weise schützen möchte, kann sie in einer Mischkultur mit Zwiebeln oder Lauch anbauen. Fliegen meiden den Geruch dieser Gewächse und befallen die Karotten darum nicht. Auch ein geeignetes Pflanzenschutznetz kann Abhilfe gegen die kleinen Insekten schaffen. Hatte man bereits einen Möhrenfliegenbefall, sollte man mindestens drei Jahre keine Möhren mehr auf diesem Bett anpflanzen. Die Larven der Möhrenfliege überwintern im Boden und können so auch neu angepflanzte Möhren befallen.

Karottenpflanzen Beet abgedeckt Garten Insektenschutz

Ein Netz hilft gegen Möhrenfliegen [Foto: Steve Cymro/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Reiche Ernte

Einen perfekten Zeitpunkt für die Karottenernte gibt es nicht. Je größer die Wurzeln werden, desto intensiver wird ihr Geschmack. Wer es dagegen etwas milder und süßer mag, kann die Karotte auch früher ernten. Natürlich ist es auch möglich, einige Karotten früh zu ernten und die anderen noch wachsen zu lassen, sodass die Möhren immer frisch aus dem Garten kommen. Im Allgemeinen braucht die Karotte etwa drei Monate, um reif zu sein. Die Möhre kann ganz einfach durch einen Zug an ihren Blättern aus der Erde gezogen werden. Bei schweren Böden empfiehlt sich, diese vorher etwas aufzulockern. Direkt nach der Ernte sollten das Laub abgedreht werden, ansonsten werden die Karotten schnell schlaff und trocknen aus.

Karotten ernten Hände Erde Beet

Die Karotten brauchen ca. drei Monate bis sie reif sind [Foto:  Annaev/ Shutterstock.com]

Tipp 1: Karotten für das ganze Jahr

Karotten kann man nicht nur im Sommer und Herbst genießen. Auch im Winter muss man auf den gesunden Snack nicht verzichten. Traditionell werden die späten Karotten, die kurz vor dem ersten Schneefall geerntet werden, in Sandkisten, Erdkellern oder kühlen Räumen gelagert. Auch der Kühlschrank eignet sich für die Karottenaufbewahrung. Eingeschlagen in Papier halten sich die Karotten gut eine Woche, bevor sie zu schrumpeln anfangen. Wer noch länger etwas von der tollen Rübe haben möchte, kann sie küchenfertig einfrieren. Dabei verändert sich zwar die Konsistenz der Möhre, der frische Geschmack bleibt jedoch erhalten.

Karotten geschnitten auf Holzbrett

Karotten lassen sich das ganze Jahr über genießen [Foto: 13Smile/ Shutterstock.com]

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