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10 Tipps zum Anbau von Rhabarber

Kuchen, Kompott oder Schorle – Rhabarber ist ein wahrer Alleskönner. Wir zeigen Ihnen mit welchen Tipps der Rhabarberanbau gelingt.

Rhabarber ist ein echter Klassiker in der Küche und lässt sich in vielen leckeren Gerichten verwenden. Wen wundert es also, dass dieses Obst (welches botanisch gesehen eigentlich zum Gemüse gehört), auch im Garten gerne angebaut wird. Doch obwohl der Rhabarber als pflegeleicht gilt, müssen einige Dinge beachtet werden, ansonsten wird sein Verzehr sogar gesundheitsgefährdend. Wir zeigen Ihnen, wie auch Sie Rhabarber im eigenen Garten anbauen und genießen können.

Tipp 10: Rhabarber teilen

Rhabarber vermehrt man am besten durch Teilung. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, Rhabarbersamen zu kaufen, jedoch variieren sie oft stark in Farbe und Geschmack. Bei der Teilung wird die Rhabarberpflanze im Grunde genommen „geklont“, man kann sich also sicher sein, dass die Tochterpflanze die Eigenschaften der Mutterpflanze enthält. Um den Rhabarber zu teilen, sticht man einfach im Herbst oder Winter einzelne Stücke der Pflanze mit einem scharfen Spaten ab. Wichtig ist, dass die neuen Stücke mindestens zwei bis drei Blattansätze besitzen. Im ersten Jahr sollten die neuen Pflanzen nicht geerntet werden, damit sie genug Zeit haben, sich an ihrem neuen Standort gut zu entwickeln.

Rhabarber im Beet Pflanze Jungpflanzen
Junge Rhabarberpflanzen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Tipp 9: Sonne und Boden

Rhabarber mag es gerne warm und sonnig. Wenn man eine frühe Ernte möchte, sollte man deshalb einen Standort wählen, der vor allem im Frühjahr viel Sonne und einen Schutz vor kalten Winden bietet. Die Bedingungen nach der Ernte sind für den Rhabarber eher weniger wichtig, weshalb er sich als ideales Gemüse unter Obstbäumen anbietet. Man sollte aber bei der Wahl des Standortes im Hinterkopf behalten, dass der Rhabarber sich stark vermehrt und dementsprechend schnell einen großen Raum einnimmt. Rhabarber bevorzugt tiefgründige und durchlässige Böden. Saure Böden, die nicht regelmäßig gekalkt werden, mag er dagegen nicht so gerne.

Stengel Rhabarberpflanze Boden Standort
Rhabarber benötigt viel Platz am Boden [Foto: Kati Finell/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Vorbereitung muss sein

Wenn man zum ersten Mal Rhabarber pflanzt, sollte man früh mit den Vorbereitungen beginnen. Der Platz, an dem die Pflanze später stehen wird, sollte tief umgegraben werden. Danach sollte man in den Boden Kompost und Hornspäne einarbeiten und ihn eine Weile (etwa eine Woche) ruhen lassen. In die einzelnen Pflanzlöcher kann man beim Einpflanzen noch einmal Blumenerde, Dünger und Hornspäne einfüllen, um den neuen Pflanzen den Start zu erleichtern. Auch bei der Vorbereitung des Bodens sollte man das schnelle Wachstum des Rhabarbers im Auge behalten. Jede Pflanze braucht ausgewachsen etwa einen Quadratmeter Platz, der auch für sie vorbereitet werden sollte.

Garten umgraben mit Spaten Rhabarber Beet
Vor dem Anbauen von Rhabarber sollte das Beet umgegraben werden [Foto: Monkey Business Images/ Shutterstock.com]
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Tipp 7: Nahrung muss sein

Von Nährstoffen und Kompost kann der Rhabarber nicht genug bekommen. Jedoch darf man den Kompost oder Dünger auf keinen Fall in den Boden einarbeiten, da der Rhabarber sehr flach unter der Erde wurzelt und dadurch verletzt werden könnte. Daher ist besonders eine gute Versorgung des Beets mit Nährstoffen vor dem Einpflanzen der Jungpflanzen wichtig. Ist der Rhabarber schon ausgewachsen, kann man ihn trotzdem unterstützen. Kompost, Pferdemist oder Pflanzenjauche, die oberflächlich auf die Erde aufgetragen werden, versorgen die Pflanze mit neuen Nährstoffen. Bei der Wassergabe ist der Rhabarber eigentlich recht anspruchslos und mag es weder zu nass noch zu trocken. Nur im Sommer sollte man vermehrt zur Gießkanne greifen, schließlich verdampft viel Wasser über die großen Blätter.

Rhabarberpflanze im Beet düngen
Am wichtigsten ist die Versorgung des Bodens mit Nährstoffen vor dem Einpflanzen der Jungpflanzen [Foto: daseaford/ Shutterstock.com]

Tipp 6: Unter die Decke

Man wartet den ganzen Winter auf den frischen Rhabarber vom eigenen Garten und kann sich kaum gedulden? Mit ein paar kleinen Tricks kann man die Erntezeit von Rhabarber bis zu drei Wochen nach vorne verlegen. Dazu deckt man den Rhabarber in den letzten Wintertagen mit einem Vlies ab. Dieses speichert die Wärme (ähnlich wie in einem Gewächshaus) und lässt die Pflanzen so schneller reifen. Auch ein großer Tontopf oder ein schwarzer Eimer, der über die Pflanzen gestülpt wird, helfen der Pflanze mit diesem Prinzip. Ein weiterer Trick ist das Gießen mit warmem Wasser. Dieses erwärmt Erde und Wurzeln und der Rhabarber wird schneller reif.

Frostschutz Rhabarber Tontöpfe 2 Beet frühreif
Ein großer Tontopf lässt die Rhabarberpflanze schneller reifen [Foto: snapvision/ Shutterstock.com]

Tipp 5: Übeltäter Oxalsäure

Die Erntezeit des Rhabarbers ist leicht zu merken, stimmt sie doch mit der Erntezeit des ebenso beliebten Spargels überein. Reif wird der Rhabarber je nach Witterung zwischen Anfang und Ende April. Ab dem Johannistag (24. Juni) sollte dann kein Rhabarber mehr gepflückt werden. Der Grund ist die Oxalsäure. Diese reichert sich mit zunehmender Zeit in den Stängeln an und kann sich in zu hoher Dosierung negativ auf die Gesundheit auswirken. Außerdem können die Pflanzen ab Juni eine Verschnaufpause gebrauchen. Durch den Erntestopp können sie wieder neue Kräfte sammeln und Nährstoffe aufnehmen. So tragen sie im nächsten Jahr eine noch reichere Ernte. Übrigens sollte Rhabarberstiele nicht geschnitten oder gerissen, sondern mit einer Drehbewegung von der Pflanze getrennt werden.

Rhabarberblätter pflücken Hand Ernte Rhabarber
Die Stengel sollten am besten mit einer Drehbewegung geerntet werden [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Tipp 4: Vorsicht giftig

Auch in der Küche sollte dem Rhabarber noch weitere Beachtung geschenkt werden. Auf keinen Fall darf die geschnittene Pflanze in Aluminumgefässen aufbewahrt oder gar verarbeitet werden. Auch der Gebrauch von Alufolie ist in jedem Fall zu unterlassen. Die Oxalsäure, die schon dafür sorgt, dass man den Rhabarber nur bis zum 24. Juni ernten soll, kann nämlich Stoffe aus dem Aluminium lösen. Diese gelangen dann durch das Essen in den menschlichen Körper und können hier zu Vergiftungserscheinungen führen. Stattdessen sollte man bei der Verarbeitung von Rhabarber immer auf Plastik oder Porzellan zurückgreifen.

Rhabarber geschnitten Schüssel Porzellan Küche
Bei der Verarbeitung von Rhabarber am besten auf Porzellan oder Plastik setzen [Foto: Diana Taliun/ Shutterstock.com]

Tipp 3: Wohin mit dem Rhabarber?

Die Küche quillt über vor Rhabarber und eigentlich hängt er einem schon zum Hals raus? Kein Problem, Rhabarber ist nicht nur frisch lecker – er lässt sich auch ohne Probleme einfrieren. Dazu die Stiele einfach schälen, in Stücke schneiden und ab in den Gefrierschrank. Schon kann man einen kleinen Notvorrat für die rhabarberlosen Jahreszeiten anlegen. Aber auch in Marmeladen lässt sich der Rhabarber gut verarbeiten und lange lagern. Ein kleiner Tipp: Rotstielige Sorten enthalten weniger Säure und schmecken deshalb etwas süßer. Zusätzlich kann man sie auch mit der Schale genießen – man spart sich also die lästige Schälarbeit.

Frische Rhabarberstengel Ernte schälen
Rhabarber muss man nicht schälen [Foto: Ekaterina Pokrovsky/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Bäumchen wechsel dich

Etwa alle sieben Jahre darf der Rhabarber einmal auf Reisen gehen. In den alten Beeten sind die Bodennährstoffe oft kaum noch vorhanden und können nur schwer über Dünger ersetzt werden. Die Folge: Die Rhabarberernte fällt immer spärlicher aus. Gönnt man seinen Pflanzen aber alle sieben Jahre einen neuen Standort, bleibt die Ernte stabil und der Boden wird geschont. Ähnlich wie beim Einsetzen neuer Pflanzen, sollte das neue Beet gründlich umgegraben und mit ausreichend viel Kompost versetzt werden, damit die Pflanzen möglichst lange Nährstoffe aus ihrem neuen Heim aufnehmen können. Danach können die Pflanzen aus ihrem neuen Beet ausgestochen und in ihr neues Zuhause eingepflanzt werden.

Rhabarberpflanze im Garten umpflanzen
Alle sieben Jahre sollte eine Rhabarberpflanze umgepflanzt werden [Foto: Irina999petrova/ Shutterstock.com]

Tipp 1: Winterpause

Der Sommer ist rum, der Winter kommt. Und was wird aus dem Rhabarber im Garten? Im Grunde genommen schafft es die winterharte Pflanze auch ohne Hilfe durch die kalte Jahreszeit. Einzig wichtig ist, dass man vor dem Winter keinen radikalen Schnitt der Blätter macht, da die Pflanze ihre Kraft über den Winter braucht. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Wurden die jungen Rhabarbersetzlinge erst im Herbst gepflanzt, sind sie oft noch nicht stark genug für den Winter. Mit einer Schicht aus Laub, Stroh oder Reisig oder einem Tontopf kann man die kleinen Pflanzen vor den eisigen Temperaturen schützen. So überstehen auch sie den Winter gut. Tontöpfe werden übrigens auch gerne in England zum sogenannten “Forcen” des Rhababers verwendet. Die Tontöpfe speichern die ersten Sonnenstrahlen der neuen Gartensaison und lassen die Pflanzen früher austreiben. Da kein Licht ins Innere gelangt, sind die Rhabarberstangen sehr bleich und mild im Geschmack.

Frostschutz Rhabarber Tontöpfe überwintern
Tontöpfe eignen sich sowohl als Frostschutz als auch zum Forcieren bzw. Bleichen von Rhabarber [Foto: Nik Cain/ Shutterstock.com]
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