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Ackerbohne: Alles zum Anbau im eigenen Garten

Die Ackerbohne oder Dicke Bohne ist ein gesundes Gemüse für den Garten. Doch wie gelingt die richtige Pflege und der Anbau der Bohne?

Ackerbohne angebaut

Die Ackerbohne ist auch unter den Namen Dicke Bohne oder Saubohne bekannt [Foto: alybaba/ Shutterstock.com]

Für viele ist die Ackerbohne (Vicia faba), auch Dicke Bohne oder Saubohne genannt, nicht gerade ein bekanntes Gesicht aus der eigenen Küche. Dabei war sie bis ins 18. Jahrhundert hinein eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der europäischen Bevölkerung. Heute kennt man sie, wenn überhaupt, eher als Viehfutter. Auch in den hiesigen Supermärkten und Discountern trifft man die Ackerbohne nur selten an. Früh geerntet, ist das Gemüse allerdings sehr schmackhaft und gesund. Wieso also nicht mal den eigenen Anbau probieren?

Ackerbohne

Es wurde bereits nachgewiesen, dass die Ackerbohne bereits 6000 Jahre v. Chr. kultiviert wurde. Heutzutage ist die gesunde Bohne leider nur selten in Lebensmittelgeschäften erhältlich. Dabei ist der Anbau im eigenen Garten und selbst auf dem Balkon geradezu einfach. Für gut zwei Monate kann wöchentlich geerntet werden. Bei zeitiger Ernte ist der Geschmack der Ackerbohne ausgezeichnet und die Inhaltsstoffe machen sie zu einem wertvollen Gemüse.

Herkunft und Eigenschaften der Ackerbohne

Innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört die Ackerbohne zur Gattung der Wicken (Vicia), während die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) der Gattung Phaseolus angehört. Die Herkunft der Ackerbohne ist bis heute nicht eindeutig geklärt, sie konnte sich aber mit ihren herausragenden Lagereigenschaften und Nährwerten recht zügig in ganz Europa verbreiten. Ihr hoher Protein- und Kohlenhydratgehalt waren damals besonders wichtige Eigenschaften, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, weswegen die Ackerbohne bis ins 18. Jahrhundert hinein eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel darstellte. In tropischen und subtropischen Gebieten spielt die Körnerleguminose immer noch eine große Rolle für die menschliche Ernährung. In den letzten Jahren erlebte die Ackerbohne im Zuge des Booms von regionalen Produkten und der Förderung des ökologischen Landbaus wieder einen kleinen Aufschwung. Sie zählt ohne Frage zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen unserer Zeit und verdient es, wieder mehr Gärten und vor allem Gaumen zu erfreuen.

Ackerbohnen-Sorten

Es gibt zahlreiche Sorten der Ackerbohne. Für den Gebrauch im eigenen Garten sollte man besonders auf zarte und aromatische Körner achten. Einige bewährte Sorten der Ackerbohne haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt.

Empfehlenswerte Sorten der Ackerbohne:

  • ‘Dreifach Weiße‘: Bewährte Sorte mit sehr frühem Ertrag; Körner sind sehr wohlschmeckend und bleiben auch beim Kochen zart und weiß
  • ‘Hangdown‘: Traditionelle, altbewährte Sorte mit grünem Korn
  • ‘Hunsrück‘: Sehr großfruchtige Sorte mit gelb-beigem Korn
  • ‘Listra‘: Sehr guter Geschmack; die Körner bleiben zart und aromatisch
  • ‘Osnabrücker Markt‘: Altbewährte, mittelfrühe Sorte mit hellem Korn
  • ‘Perla‘: Beliebte Sorte, da recht zart und fein im Aroma; grünes Korn
  • ‘Piccola‘: Sorte mit gutem Ertrag; grünkörnig, wüchsig und standfest
  • ‘Robin Hood‘: Zarter und guter Geschmack; niedrig bleibende Sorte, die auch für die Kultur auf Terrasse und Balkon geeignet ist
  • ‘Witkiem‘: Sehr frühe Sorte mit hellem, großem Korn
Geerntete Ackerbohnen der Sorte 'Witkiem'

Die Ackerbohnen-Sorte ‘Witkiem’ fällt durch ihre großen hellen Körner auf [Foto: Graham Corney/ Shutterstock.com]

Ackerbohne richtig anbauen

Der Anbau der anspruchslosen Ackerbohne gestaltet sich unproblematisch. Am besten steht die Pflanze an einem sonnigen Platz. Sie verträgt schwere und lehmige Böden, die aber vor der Pflanzung leicht gelockert werden sollten. Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich, gleich auch etwas Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger einzuarbeiten. Alternativ ist auch Kompost geeignet.

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Die Ackerbohne zählt zu den Leguminosen und wird gerne in der Vorkultur angebaut. Das Saatgut wird Anfang März bei frostfreiem Boden direkt ins Beet gesät, am besten etwa fünf Zentimeter tief. Die Pflanzen wachsen ordentlich und brauchen besonders im Wurzelbereich Platz. Daher sollte ein Pflanzabstand von etwa 15 Zentimetern eingehalten werden. Den Reihenabstand wählt man am besten ebenfalls etwas großzügiger. Nach etwa zwei Wochen keimen dann die Samen. Sind die Jungpflanzen bereits ein Stückchen gewachsen, kann man diese an einem Stock anbinden. Besonders bei wüchsigen Sorten an windigen Standorten ist das zu empfehlen. Wichtig ist außerdem, dass der Boden stets ausreichend feucht ist. Besonders in einem trockenen Frühling oder Frühsommer sollte regelmäßig gegossen werden.

Bevor die Pflanze ihren eigenen Stickstoff herstellen kann, sollte man der Ackerbohne über die Hungerperiode hinweghelfen. Hierfür eignet sich unser Plantura Bio-Tomatendünger mit organischer Langzeitwirkung optimal. Ist die Ackerbohne eine Handbreit hoch, beschafft sie sich selbst den Stickstoff und benötigt auch keine Zugabe von weiteren Nährstoffen. Eine Düngung mit Stickstoff in diesem Stadium würde die Bildung der Knöllchen für die natürliche Stickstofffixierung sogar verzögern.

Unser Plantura Bio-Tomatendünger

Unser Plantura Bio-Tomatendünger versorgt auch die Ackerbohne mit allen nötigen Nährstoffen

Wie wird die Ackerbohne richtig angebaut?

  1. Zuerst wird der Boden vorbereitet, dieser sollte etwas aufgelockert und mit ausreichend Dünger oder Kompost aufgefüllt werden; ansonsten hat die Ackerbohne keine großen Ansprüche
  2. Anfang März werden die Samen in jeweils 5 cm tiefe Löcher gesteckt; hier ist darauf zu achten, dass der Boden nicht mehr gefroren ist; in der Nacht schützt eine Abdeckung aus Fleece vor Frostschäden
  3. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 15 cm betragen (in Reihen gepflanzt auch etwas großzügiger); schon nach knapp zwei Wochen wird das Saatgut anfangen zu keimen
  4. Sobald wie möglich sollten die jungen Pflänzchen an einem Stöckchen befestigt werden; dies fördert das Wachstum nach oben und mindert das Risiko vor Beschädigung durch Wind
  5. Achten Sie darauf, die Ackerbohnen stets feucht zu halten; dies ist gerade an heißen Sommertagen sehr wichtig
  6. Düngen sollten Sie die Ackerbohne bei der Pflanzung, bestens geeignet ist hierfür unser ressourcenschonender Plantura Bio-Tomatendünger, welcher der Pflanze anfangs die nötige Kraft gibt, sich später selbst mit Stickstoff zu versorgen

Ende Mai ist es soweit, es kann mit der Ernte begonnen werden. Je nach Sorte und Standort kann bis in den Juli eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen erfolgen, denn sie wird über den gesamten Zeitraum frische Ackerbohnen tragen. Mehr zur Ernte und Lagerung der Ackerbohne finden Sie weiter unten im Artikel.

Schädlinge und Krankheiten der Ackerbohne

Die größte Gefahr für die robuste Ackerbohne stellt zum einen ein Rostpilz und zum anderen die Schwarze Bohnenlaus dar. Einen Befall des Rostpilzes Uromyces viciae-fabae erkennt man an den rostartigen Flecken und Pusteln auf der Blattoberfläche. Zwar gibt es Mittel gegen den Pilz, aber unserer Meinung nach sollte man die gesamte Pflanze möglichst schnell entfernen und im Restmüll entsorgen. Im selben Beet rät es sich dann für einige Jahre keine Ackerbohnen mehr zu kultivieren, da der Pilz sich im Boden halten kann.

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) benötigt den Schneeball oder das Pfaffenhütchen als Wirtspflanzen. Hat man einen regelmäßigen Befall im Sommer, sollten diese Wirtspflanzen im Frühjahr ebenfalls beispielsweise mit Neem-Produkten gespritzt werden. Alternativ kann man zerkleinerte Blätter des Rhabarbers (Rheum rhabarbarum) aufbrühen und anschließend einen Tag ziehen lassen. Mit dieser Brühe können die Ackerbohnen gespritzt werden, um die Schwarze Bohnenlaus zu vertreiben.

Schwarze Bohnenlaus auf Bohnenblatt

Gegen die Schwarze Bohnenlaus hilft beispielsweise eine Brühe aus Rhabarber [Foto: J Davidson/ Shutterstock.com]

Für kleinere Pflanzen können Nacktschnecken zum Problem werden. Hier hilft es, Schneckenkorn zu streuen, Bierfallen aufzustellen oder die Jungpflanzen mit einem Schneckenzaun zu schützen. Auch japanische Laufenten sind regelrecht hungrig nach den schleimigen Schnecken.

Ackerbohne ernten und lagern

Je nach Standort kann ab Ende Mai geerntet werden. Die Ernte geht bis Ende Juni, teilweise auch bis in den Juli hinein, wenn die Aussaat spät erfolgt ist. Will man die Ackerbohne inklusive Hülse zubereiten, sollten die Schoten sehr jung geerntet werden. Später sind die Hülsen zu faserig und nur die Körner können gegessen werden. Sollen nur die „Bohnen“, sprich die Kerne, gegessen werden, sollten diese in den Hülsen gut ausgebildet und deutlich erkennbar sein. Erst dann kann geerntet werden.

Am besten lagert man die Ackerbohne samt Hülse an einem kühlen Platz oder im Kühlschrank. Bis zu eineinhalb Wochen kann man die Bohnen so aufbewahren. Für eine spätere Zubereitung können die Kerne auch getrocknet werden. So halten sie sich über viele Monate problemlos.

Inhaltsstoffe und Verwendung der Ackerbohne

Die Kerne der Ackerbohne enthalten viele wertvolle Nährstoffe. Mit bis zu 2% Fett und bis zu 30% Proteingehalt ist die Ackerbohne das perfekte Gemüse, um Muskeln aufzubauen. Das ist auch einer der Gründe, warum diese Gemüseart hauptsächlich als Futterpflanze angebaut wird. Außerdem enthält die Ackerbohne bis zu 50% Kohlenhydrate.

Zur Zubereitung wird die Ackerbohne am besten kurz angedünstet und anschließend in Butter oder Fett angebraten. Sie ist ein idealer Begleiter zu deftigen Gerichten, wie Schweinehaxen oder Geschmortem. Auch ohne Fleisch schmeckt die Ackerbohne mit Spinat angebraten und bei Bedarf mit Käse garniert.

Sollten Sie sich nun weiter für Bohnen interessieren, finden Sie hier unseren Artikel zur Gartenbohne.

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