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Blütenendfäule bei Tomaten: Erkennen, vorbeugen & bekämpfen

Haben Ihre Tomaten braune und faule Stellen an ihren Enden, handelt es sich meistens um die Blütenendfäule, die durch einen Nährstoffmangel verursacht wird. 

Wenn sich an Ihren Tomaten (Solanum lycopersicum) braune, größer werdende Punkte an den Enden der Früchte entwickeln, haben Sie es mit der Blütenendfäule bei Tomaten zu tun. In unserem Experteninterview mit Floragard haben Sie schon einiges über diesen Nährstoffmangel erfahren. Hier finden Sie noch einige zusätzliche Informationen zur Blütenendfäule bei Tomaten.

Blütenendfäule erkennen

Typische Symptome für die Blütenendfäule sind die braunen oder schwarzen Punkte am Fruchtansatz der Tomate. Das bedeutet, dass sich genau gegenüber vom Fruchtstiel faulige Stellen bilden. Diese Punkte werden größer und sehen wässrig aus. Stark betroffen sind vor allem Tomatensorten, die sehr große Früchte ausbilden. Dazu gehören die verschiedensten Fleischtomaten oder Ochsenherzen. An den Blättern zeigen sich manchmal auch gelbliche Verfärbungen.

Die betroffenen Stellen an den Tomaten fallen zudem ein, trocknen später und werden hart. Von den Spitzen beginnend verfärben sich schlussendlich die ganzen Tomaten schwarz.

Besonders in den Monaten Juni, Juli und August muss man vorsichtig sein und die Tomaten im Auge behalten. Denn wenn nichts gegen die Blütenendfäule unternommen wird, fallen die Früchte ab.

Die Blütenendfäule kann in seltenen Fällen auch bei Paprika (Capsicum) und Zucchini (Curcurbita pepo subsp. Pepo convar. giromntiina) auftreten und zeigt dieselben Symptome, wie bei den Tomaten.

Grüne Tomate mit fauler Stelle und Hand

Dunkle und faulige Stellen deuten meist auf Tomatenendfäule hin [Foto: Jean Faucett/ Shutterstock.com]

Blütenendfäule und deren Ursache

Die Ursache für diese physiologische Störung an den Tomaten kann ein Calciummangel oder oft auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sein. Durch diesen Calciummangel ist in den Zellwänden zu wenig Calcium enthalten und daher sind die Zellwände nicht stabil. Die Zellwände brechen daraufhin zusammen, das betroffene Gewebe stirbt ab und wird letztendlich braun.

Zum einen kann der Calciummangel entstehen, wenn in Ihrem Boden zu wenig Calcium vorhanden ist, aber auch ein Ungleichgewicht von anderen Nährstoffen kann einen Calciummangel verursachen. Zum Beispiel kann eine hohe Kalium- oder Magnesiumkonzentration die Calciumaufnahme behindern.

Wenn wenig Calcium im Boden zu finden ist, geht das auch mit einem niedrigerem pH-Wert einher. Zu saure Böden kann man mit einer Kalkung wieder in den neutralen pH-Bereich bringen.

Blütenendfäule vorbeugen und bekämpfen

Eine Möglichkeit zur Vorbeugung der Blütenendfäule bei Ihren Tomaten ist, die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten, damit die Transpiration angeregt wird. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Ihre Tomaten in einem Gewächshaus anziehen. Da Calcium mit dem Wasserstrom in den Pflanzen transportiert wird, sorgt die Transpiration dafür, dass das Calcium schnell nach oben transportiert wird. Auch sollten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achten.

Die Luftfeuchtigkeit kann man auch durch eine erhöhte Luftzirkulation senken. Die Zirkulation kann man verbessern, wenn der Bestand nicht zu dicht ist. So fördern Sie die Transpiration der einzelnen Pflanzenteile und senken die Luftfeuchtigkeit und können so der Blütenendfäule vorbeugen.

Sie können auch schon vorbeugend einen calciumhaltigen Dünger verwenden. Hier finden Sie noch mehr Informationen zur richtigen Düngung von Tomaten. In fester Form können Sie zur Vorbeugung und Bekämpfung Algenkalk oder Gesteinsmehle anwenden. Streuen Sie es einfach um die Tomaten auf und gießen Sie es vorsichtig ein. Eine Kalkung kann aber oft einen Mangel von anderen Nährstoffen nach sich ziehen, zum Beispiel Eisen, denn der pH-Wert verändert sich durch eine Kalkung. Sie können Calcium auch in flüssiger Form mit kalkhaltigem Gießwasser einbringen oder flüssige Tomatendünger verwenden, die Calcium enthalten.

Grüne Tomaten mit Blütenendfäule am Boden

Tomatenendfäule entsteht meist durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit [Foto: Jean SvetlanaL/ Shutterstock.com]

Kann man Tomaten mit Blütenendfäule noch essen?

Da die Blütenendfäule nicht von Bakterien oder Pilzen verursacht wird, kann man diese Tomaten prinzipiell mit ruhigem Gewissen essen. Sie müssen einfach die verfärbten Stellen ausschneiden, wenn Sie noch nicht zu groß sind, und die Tomaten ganz normal verwenden.

Seien Sie jedoch trotzdem vorsichtig bei der Verwertung dieser Tomaten. Denn die befallenen Stellen sind Eintrittspforten für Pilze und Bakterien und können die Tomaten ungenießbar machen.

Die abgeschnittenen Teile oder stark betroffene Tomaten kann man einfach kompostieren – somit erfüllen sie noch einen Zweck. Warum ein jeder von uns einen Kompost haben sollte, erfahren Sie hier.

Ganz generell ist es besser, die befallenen Tomaten von der Pflanze zu nehmen, diese ausreichend zu düngen und ihr damit noch einmal richtig Kraft zu geben, um noch viele makellose Tomaten zu bilden.

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