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Chili düngen: Tipps zu Vorgehen & Zeitpunkt

Chilis verdanken ihre besondere Schärfe besonders richtiger Pflege. Wir erklären Ihnen, wann, wie und womit man die feurigen Chilis am besten düngt.

Chilipflanze im Beet

Damit Chilis feuerrot und scharf werden, brauchen sie viele Nährstoffe [Foto: kawephoto/ Shutterstock.com]

Chilis zählen zur Pflanzengattung Paprika (Capsicum) und gehören somit zur großen Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Im Grunde genommen sind Chilis nichts anderes als scharfe Züchtungen der Gemüsepaprika (Capsicum annuum). Damit Sie reichlich feuerrote, scharfe Früchte ernten können, brauchen Ihre Paprikapflanzen ausreichend Wärme, viel Sonnenlicht, genügend Wasserzufuhr und vor allem einen nährstoffreichen Boden.

Chili düngen

Chilis gehören zu den starkzehrenden Gemüsesorten. Man könnte meinen, sie könnten nie genug Nährstoffe erhalten. Doch wie immer kommt es bei der Düngung auf die richtige Dosierung an. Wir erklären Ihnen, wann Sie Ihren Chili am besten düngen und wie Sie einen Nährstoffmangel ganz einfach feststellen können.

Der beste Zeitpunkt zum Düngen von Chili

Vom Samen bis zur erntereifen Frucht durchläuft der Chili verschiedene Stadien, in denen er unterschiedliche Ansprüche an seine Nährstoffversorgung stellt. Während der Aussaat müssen noch keine zusätzlichen Nährstoffe zugegeben werden. Ein handelsübliches Anzuchtsubstrat ist dabei völlig ausreichend. Schließlich versorgen sich die Keimlinge in den ersten Tagen noch von ihren Vorräten in den Samen. Vorgedüngte Substrate könnten aufgrund der hohen Nährstoffgehalte sogar zu einer Schädigung des Sämlings führen.

Chilipflanze im Topf

Vor dem ersten Umtopfen sollte eine Chilipflanze noch nicht gedüngt werden [Foto: Mila Atkovska/ Shutterstock.com]

Nach dem Pikieren und Umtopfen kann der Chili zum ersten Mal gedüngt werden. Entweder verwendet man hierzu vorgedüngtes Substrat oder man arbeitet etwas organischen Dünger in Granulatform – wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger – in das Substrat ein. Durch ausreichendes Angießen lösen sich organische Dünger langsam auf, werden von Mikroorganismen umgesetzt und geben so die Nährstoffe für die Pflanze nach und nach frei. Ab Ende Mai können die kälteempfindlichen Paprikapflanzen auch an einen geschützten Platz ins Freiland gesetzt werden. Magere Böden sollten Sie dafür zuvor am besten mit Kompost oder verrottetem Mist anreichern. Diese Naturdünger verbessern die Bodenstruktur, aktivieren das Bodenleben und versorgen die Pflanze zusätzlich mit Nährstoffen.

Chilipflanze im Topf

Während der Ausbildung der Knospen sollte nochmal mit organischem Langzeitdünger nachgedüngt werden, damit die Pflanze viele Blüten und Früchte ansetzt

Eine Grunddüngung im Frühjahr versorgt die Chilis vor allem mit ausreichend Stickstoff, damit sie gut wachsen können. Später, während der Ausbildung der Blütenknospen, sind zudem Kalium und Phosphor besonders wichtig und in dieser Phase sollte nochmal nachgedüngt werden, damit die Pflanzen viele Blüten und Früchte ansetzen. Spezielle Chilidünger sind im Fachhandel kaum zu finden, viele Tomatendünger haben allerdings einen entsprechenden Anteil dieser Nährstoffe und sind daher auch für die Düngung von Chilis bestens geeignet. Mineralische Dünger bringen hingegen zwar einen schnellen Nährstoffschub, bergen aber bei unsachgemäßer Anwendung einige Gefahren. Setzen Sie daher am besten auf organische Langzeitdünger in Bio-Qualität wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger, der besonders schonend für Ihre Pflanzen, den Boden und die Tiere im Garten sind.

Mangelsymptome bei Chili erkennen

Wenn zu wenig Nährstoffe vorhanden sind, kann der Chili nicht wachsen und bildet kaum Früchte aus. Eine zu üppige Düngung geht wiederum auf Kosten der Gesundheit der Pflanzen, da diese anfälliger für Schädlings- und Pilzbefall werden. Beobachten Sie Ihre Pflanze also genau, um einem Mangel möglichst früh entgegenzuwirken. Relativ häufig sind gelbe Verfärbungen an älteren Blättern die ersten Anzeichen für einen Mangel an Stickstoff, Schwefel oder Magnesium. Sind zunächst nur die jungen Blätter von der Gelbfärbung betroffen und die Blattadern trotzdem kräftig grün gefärbt, kann ein Eisenmangel die Ursache dafür sein. Rötliche Verfärbungen am Stiel und an den Blättern deuten wiederum auf einen Mangel an Phosphor hin. Ein Kaliummangel hingegen äußert sich durch verformte Blätter, welche später braune Ränder bilden und zu Rissen in den Fruchtschalen führen. Gelb gesprenkelte Blätter oder gelbe Blätter mit grünen Adern weisen auf einen Kalzium- oder Bormangel hin – ein solcher Mangel tritt in gewöhnlichen Gartenböden allerdings kaum auf.

Chilipflanze verformte Blätter

Ein Kaliummangel kann zu verformten Blättern führen [Foto: GracePhotos/ Shutterstock.com]

Aufgrund dieser Auswirkungen könnte man zum Schluss kommen, dass es besser ist, zu viel als zu wenig zu düngen. Es gibt aber allerdings auch Anzeichen, die sich bei einem Überschuss an Nährstoffen zeigen. Die Kunst liegt also darin, die Pflanze möglichst in optimaler Menge mit diesen Nährstoffen zu versorgen – ein ausgewogener Dünger mit Spurenelementen sollte hierfür ausreichend sein.

Zusammenfassung: Wann den Chili düngen?

  • Kompost oder Mist in den Boden einarbeiten
  • Beim Umtopfen bzw. Auspflanzen die Pflanze mit organischem Langzeitdünger versorgen
  • Substrat feucht halten, damit sich das Granulat löst
  • 3 bis 4 Wochen vor der Ernte nachdüngen
  • Auf Mangelsymptome achten und reagieren

Chili düngen: Vorgehen und der richtige Dünger

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Sie Ihrer Paprikapflanze eine ausreichende Nährstoffmenge in optimaler Zusammensetzung zuführen können. Dabei muss es nicht immer der erstbeste Volldünger aus dem Gartencenter sein. Wir erklären Ihnen, worauf es bei der Düngerwahl ankommt.

Chili organisch düngen: Empfehlung zur Ausbringung

Grundsätzlich müssen Sie nicht unbedingt einen speziellen Chilidünger heranziehen. Tomatendünger mit einer speziellen Zusammensetzung für Nachtschattengewächse sind völlig ausreichend. Ein organischer Langzeitdünger bietet hierbei viele Vorteile:

  • Durch die laufende Zersetzung durch Mikroorganismen im Boden wird die Chilipflanze über einen längeren Zeitraum hinweg mit Nährstoffen versorgt
  • Förderung eines aktiven Bodenlebens und einer nachhaltig verbesserten Bodenstruktur
  • Schonung der Umwelt durch den Verzicht auf Chemie
Chili mit Plantura Dünger

Unser Plantura Bio-Tomatendünger ist leicht zu dosieren, um eine Überdüngung zu vermeiden

Unser Plantura Bio-Tomatendünger erfüllt all diese Kriterien, da er zu einem überwiegenden Anteil aus organischen, pflanzlichen Ausgangsstoffen besteht. Zudem versorgt er Ihren Chili mit ausreichend Kalium für eine gute Fruchtqualität. Der Dünger in Granulatform ist außerdem leicht dosierbar und einfach in der Anwendung, so dass kaum die Gefahr einer Überdüngung besteht. Damit Sie Ihre Chilipflanzen mit der idealen Menge an Nährstoffen versorgen, haben wir nachfolgend eine genaue Anleitung für Sie zusammengestellt.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Chili

  1. Vor der Pflanzung: 60 – 110 g/m² (5 – 9 Esslöffel) unseres Plantura Bio-Tomatendüngers in den Boden einarbeiten
  2. Gut angießen, damit sich das Granulat lösen kann
  3. Nach 2 Monaten sollten Sie nochmals 50 – 70 g/m² (4 – 6 Esslöffel) düngen
  4. Eine kleine Düngung etwa 3 bis 4 Wochen vor der Ernte unterstützt die Pflanze zusätzlich
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Letztes Update am Februar 25, 2019 5:58 pm

Chili mineralisch düngen

Flüssigdünger, Blaukorn und Co. sind besonders bei der Topfkultur von Chili beliebt. Sie sorgen für einen schnellen Nährstoffschub und gewährleisten eine gewisse Grundversorgung. Die hohen Salzkonzentrationen in Mineraldüngern können bei falscher Anwendung jedoch die empfindlichen Wurzeln dauerhaft schädigen. Eine Auswaschung in tiefere Bodenschichten kann zudem zu erhöhten Nitratkonzentrationen im Grundwasser führen. Organische Dünger sind im Gegensatz dazu deutlich schonender für die Umwelt und es besteht nur eine geringe Gefahr der Überdüngung. Das Bodenleben wird durch das Einbringen von organischem Material gefördert und die Bodenstruktur nachhaltig verbessert.

Paprikapflanzen düngen im Beet mineralischer Dünger

Die hohen Salzkonzentrationen in Mineraldüngern können die empfindlichen Wurzeln der Chili dauerhaft schädigen [Foto: Vitalii Marchenko/ Shutterstock.com]

Chili düngen: Kaffeesatz und andere Hausmittel

Wer in seinem Garten lieber auf natürliche Dünger setzen möchte, kann auch auf reifen Kompost oder gut verrotteten Pferdemist zurückgreifen. Zur Zeit der Blüten- und Fruchtbildung empfiehlt sich zudem das Gießen mit verdünnter Brennnesseljauche (im Verhältnis 1:10 verdünnen). Diese kann ganz einfach selbst hergestellt werden und versorgt die Pflanze zusätzlich mit Mineralstoffen. Eine weitere nachhaltige Form der Düngung ist die Verwendung von Kaffeesatz. Das eigentliche Abfallprodukt kann auf die Erde gestreut oder dem Gießwasser hinzugegeben werden. Kaffeesatz enthält wichtige Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor. Außerdem werden Regenwürmer angezogen, die dabei helfen, das organische Material zu zersetzen und gleichzeitig den Boden zu lockern. Verwenden Sie Kaffeesatz jedoch nur in Maßen als Dünger, damit Ihr Gartenboden nicht versauert.

Sabine

Aktuell studiere ich Agrar- und Ernährungswirtschaft an der BOKU in Wien. Das Gärtnern macht mir unheimlich viel Spaß und nimmt sicherlich den größten Teil meiner Freizeit in Anspruch. Vor einigen Jahren wurde außerdem mein Interesse für Kräuter geweckt, weshalb ich 2018 die Ausbildung zur zertifizierten Kräuterpädagogin abgeschlossen habe.
Lieblingsobst: Äpfel, Kirschen
Lieblingsgemüse: Erdäpfel/Kartoffeln, Fenchel

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