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Feldsalat Portrait: Hintergründe und Anbau

Feldsalat ist winterhart und kann auch bei uns problemlos angebaut werden. Wir zeigen die besten Sorten sowie Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Ernte.

Beet mit Feldsalat

Beet mit Feldsalat kurz vor der Ernte. [Foto (bearbeitet): Paul]

Meistens bezeichnet man den Gemeinen-Feldsalat (Valerianella locusta) schlicht als Feldsalat. Neben mehr oder weniger gängigen Synonymen wie Rapunzel, gibt es auch noch einige kuriose Bezeichnungen wie Schmalzkraut oder Nüsslisalat. Feldsalat ist besonders während der Wintermonate ein beliebter Blattsalat. Sein exzellenter Geschmack wird teilweise mit einem leicht nussigen Aroma abgerundet. Man findet ihn nicht nur in Mittel- und Südeuropa, sondern auch in Teilen Nordafrikas und Westasiens. Erst seit dem 19. Jahrhundert erfreut sich der Feldsalat großer Beliebtheit. Vor dieser Zeit kannte man ihn lediglich als Wildkraut auf Äckern. Sein Synonym Ackerlattlich verwundert daher kaum.
Synonyme: Ackerlattich, Rapunzel, Schmalzkraut, Nüsslisalat (ch), Vogerlsalat (at), lamb’s lettuce (engl.), cornsalad (engl.)

verwilderter Feldsalat

Feldsalat kann auch im Garten verwildern. [Foto: Martin MalecCC BY-SA 2.0]

Feldsalat im Garten anbauen

Zwar ist die Pflanze bezüglich des Bodens recht anspruchslos, jedoch werden frische und nährstoffreiche Böden bevorzugt. Diese können auch lehmig bis sandig sein. Auf eine Düngung kann generell verzichtet werden. Ist der Boden im eigenen Garten jedoch sehr mager, kann man im Jugendstadium durchaus etwas düngen. Eine übertriebene Düngung mit Stickstoff führt zur Anlagerung von Nitrat in der Pflanze, daher raten wir davon ab.

Feldsalat kann sowohl zwischen Anfang August und Mitte September als auch Anfang März gesät werden. Das Saatgut wird 1cm tief gesät. Lässt man 20cm Abstand zwischen den Reihen kann man gut Unkraut jäten und später einfacher ernten. Mag man es lieber etwas ungeordneter kann man die Samen auch breitwürfig auf das vorbereite Beete aussäen. Je nach Temperatur keimt Feldsalat nach zwei bis drei Wochen.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier: Feldsalat anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Floragard Bio Tomaten- & Gemüseerde: Torffreie Spezialerde mit Kompost zur optimalen Nährstoffversorgung für Tomaten im Gemüsebeet, Gewächshaus sowie Balkon und Terrasse.
  • Cuxin Universaldünger plus: Verbessert die Bodenstruktur, liefert Humus sowie Nährstoffe für Obst-, Gemüse- und Ziergarten und stimuliert das Bodenleben.

Feldsalat-Sorten

  • Accent: bildet einheitliche Pflanzen aus; schnellwachsende Sorte; wächst in die Höhe/aufrecht.
  • Amely: extrem schnellwachsende Sorte mit rundem und dunkelgrünem Blattwerk; ertragreich.
  • Baron: sehr schnellwachsende Sorte; sowohl zur Kultur im Freiland und im Folientunnel geeignet; hoher Ertrag.
  • Cirilla: beliebte Sorte aus dem Erwerbsanbau; bildet schöne Rosetten mit glänzenden dunkelgrünen Blättern aus; ertragreich und gute Toleranz gegen Echten und Falschen Mehltau.
  • D’Olanda A Seme Grosso: Traditionssorte aus Italien; schnellwüchsig mit langen und dicken Blättern; besonders aromatisch und zart; im Sortiment von Franchi.
  • Dunkelgrüner Vollherziger: alte und bewährte Sorte mit kleinen und runden Blättern; recht langsam wachsend, aber robust; auch unter dem Synonym „Verte à coeur plein 2“ bekannt.

Eine ausführliche Liste mit vielen weiteren Feldsalatsorten finden Sie hier.

Ernte und Lagerung

Da kleinen Salate für gewöhnlich als Nachfrucht angebaut wird, erfolgt die Ernte meistens ab Herbst. Die Feldsalat-Ernte kann an frostfreien Tagen bis in den März gehen. Vor sehr tiefen Temperaturen kann man die Pflanzen mit Fleece oder einer Folie schützen. Erntet man nicht das gesamte Pflänzlein und lässt die innersten Blätter stehen, treibt Feldsalat im Frühjahr nach. Vor der Blüte sollte die Pflanze jedoch vollständig geerntet sein.
Einmal geerntet sollte er so schnell wie möglich verzehrt werden. Eine Lagerung kann schon nach wenigen Tagen zu deutlichen Qualitätseinbußen führen.

Krankheiten und Schädlinge

Besonders seit dem Erwerbsbauern diese Salatart intensiv anbauen, breiten sich Krankheiten wie Phoma-Fäule oder Mehltau beim früher als robust erachteten Feldsalat aus. Bei ungeeigneten Kulturbedingungen wird Feldsalat häufig von Echtem und Falschem Mehltau geplagt. Kultiviert man den Salat in einem Folientunnel oder einem Gewächshaus kann man dem Falschen Mehltau durch regelmäßiges Lüften vorbeugen. Auch im Freiland sollte man beim Gießen achtsam sein. Trockenheit fördert den Befall mit Echtem Mehltau. Ist eine Pflanze betroffen, sollte sie entsorgt werden. Zum Schutz der Pflanzen kann auch mit einem Pflanzenschutzmittel auf natürlicher Basis gearbeitet werden oder auf resistente Feldsalatsorten wie Elan, Gala, oder Medaillon zurückgegriffen werden.

Mehltau Feldsalat

Mehltau kann bei falscher Bewässerung oder ungünstiger Witterung Feldsalat befallen. [Foto: Dr. Scot NelsonCC BY 2.0]

Inhaltsstoffe und Verwendung in der Küche

Feldsalat ist reich an Vitamin C und A sowie Mineralstoffen wie Eisen. Als gesunder Salat im Winter sollte er definitiv auf den Speiseplan. Salatgerichte sind die gängigste Zubereitungsform von Feldsalat. Dennoch gibt es auch einige Rezepte die ihn mit etwas Knoblauch und Oliven anbraten und zu Pasta reichen. Auch als dekorativer Belag auf Sandwiches bietet sich Feldsalat gut an.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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