skip to Main Content

Grünkohl im Topf für Terrasse & Balkon anbauen: 7 hilfreiche Tipps

Kohldampf auf frisches Gemüse aber keinen Garten? Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach Ihren eigenen Grünkohl auf Terrasse oder Balkon anbauen können.

Frau hält Schwarzkohl in ihren Händen

Kohl selber anbauen und ernten, hier sieht man Schwarzkohl [Foto: Anna Hoychuk/ Shutterstock.com]

Es ist das Wintergemüse schlechthin – an kalten Tagen schmeckt beinahe nichts so gut wie ein Teller voll Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica). Aber Grünkohl kann noch mehr als nur lecker schmecken: Er ist eine wahre Vitamin C-Bombe und lässt sich relativ einfach kultivieren. Was aber, wenn man nicht so viel Platz hat? Kein Problem. Grünkohl lässt sich auch ohne Probleme im Topf anbauen und passt so auf jeden Balkon oder noch so kleine Terrasse. Damit auch bei Ihnen der Grünkohl bald sprießt, zeigen wie Ihnen, was Sie für einen erfolgreichen Anbau im Topf beachten müssen.

1. Grünkohl im Topf: Sortenwahl

Bei Grünkohl gibt es keine Unterschiede? Falsch gedacht. Tatsächlich gibt es zahlreiche Sorten, die sich in ihren Eigenschaften teilweise extrem unterscheiden. Deshalb sollte man sich vorher überlegen, welche Sorte den eigenen Bedürfnissen am besten entspricht. Für den Anbau im Topf eignen sich am besten kleinbleibende Sorten, beispielsweise die Lerchenzunge. Aber auch andere Kriterien spielen eine Rolle: Winterhärte, Geschmack und Erntezeitpunkt sind nur ein paar davon. Wer es ganz außergewöhnlich mag, kann sich auch etwas Farbe ins Beet holen – Sorten wie „Scarlett“ oder „Redbor“ schwanken zwischen Rot und Violett.

Geernteter Grünkohl und Redbor-kohl

Eine bunte Variante des Grünkohls stellt die Sorte „Redbor“ dar [Foto: photographyfirm/ Shutterstock.com]

2. Grünkohl im Topf: Die richtige Erde

Der passende Boden ist für Grünkohl essentiell – besonders wenn er im Topf angebaut werden soll. Da Grünkohl zu den Starkzehrern gehört, empfiehlt es sich, den Boden mit organischem Dünger durchzuarbeiten. So gewährleistet man von Anfang an eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Auch der pH-Wert sollte bei der Auswahl der Erde beachtet werden: Idealerweise sollte dieser zwischen 6,5 und 8 liegen. Befindet er sich darunter, kann einfach etwas Kalk zur Erde gegeben werden, um den pH-Wert zu erhöhen.

Grünkohlsetzling in Erde eingepflanzt

Am Besten den Boden mit organischem Dünger versetzen [Foto: I. Rottlaender/ Shutterstock.com]

3. Grünkohl im Topf: Der passende Standort

Als Wintergemüse hat es der Grünkohl am liebsten etwas kälter. Wen wundert es also, dass der Grünkohl die pralle Mittagssonne nicht leiden kann? Am besten für die Aufzucht von Grünkohl eignet sich ein halbschattiges Plätzchen, wo der Grünkohl nicht der Mittagshitze ausgeliefert ist. Wird es dem Grünkohl nämlich zu warm, beginnt er zu schießen und wird ungenießbar. Auch im Schatten wächst der Grünkohl in der Regel problemlos – er braucht nur etwas länger.

Grünkohl auf der Terrasse

Grünkohl mag keine Mittagssonne, lieber ein schattiges Plätzchen [Foto: sanddebeautheil/ Shutterstock.com]

4. Grünkohl im Topf: Grünkohl pflanzen

Grünkohl sollte am besten in einem großen Topf mit etwa 20 cm Tiefe und 30 cm Durchmesser herangezogen werden. Dabei sollte pro Topf nur eine Pflanze gezogen werden – da Kohl ein Starkzehrer ist, würden sich die Pflanzen untereinander sonst die Nährstoffe streitig machen. Nur in sehr großen Töpfen können mehrere Pflanzen gleichzeitig gedeihen, denn auch hier sollte jede Pflanze 30 cm Platz zum nächsten Nachbarn bekommen. Am besten ziehen Sie einige Samen ab Mitte Mai im Haus vor und setzen die stärksten Setzlinge später in die Töpfe um. Wem das zu aufwendig ist, kann auch Jungpflanzen im Handel kaufen. Spätestens im Juni sollten die Pflanzen jedoch ihren Weg in den Topf gefunden haben.

Grünkohlsetzling eingepflanzt

Grünkohl braucht viel Platz zum Wachsen [Foto: PURIPAT PENPUN/ Shutterstock.com]

5. Grünkohl im Topf: Gießen und Düngen

Eines mag der Grünkohl gar nicht: Wassermangel. Besonders im Sommer kann man dem grünen Gemüse beim Wachsen zusehen. Dementsprechend braucht der Grünkohl auch viel Wasser, um optimal zu gedeihen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Wasser im Topf schneller verdampft als im freien Beet. Besonders im Hochsommer sollte daher regelmäßig kontrolliert werden, ob der Grünkohl Wasser benötigt. Als Faustregel gilt: Ist der erste Zentimeter des Bodens trocken, sollte der Grünkohl etwas Wasser bekommen. Auch über Dünger freut sich das wüchsige Blattgemüse sehr: Am besten empfiehlt sich der Einsatz von organischem Dünger in regelmäßigen Abständen.

Gießkanne steht neben wachsendem Grünkohl

Grünkohl benötigt vor allem im Sommer sehr viel Wasser [Foto: sanddebeautheil/ Shutterstock.com]

6. Grünkohl im Topf: Die Ernte

Der Zeitpunkt der Ernte variiert von Sorte zu Sorte. So können einige frühe Sorten schon im Oktober geerntet werden, in den meisten Fällen empfiehlt sich jedoch den ersten Frost abzuwarten. Durch den Frost steigt der Zuckergehalt im Kohl und er wird milder im Geschmack. Sie können die Blätter des Grünkohls einzeln mit einem scharfen Messer abschneiden und so je nach Bedarf ernten. Da viele Grünkohlsorten extrem winterhart sind, können sie beinahe den ganzen Winter hindurch geerntet werden.

Grünkohl mit Schnee bedeckt

Grühnkohl ist ziemlich unempfindlich gegenüber Kälte [Foto: Photographer/ Shutterstock.com]

7. Grünkohl im Topf: Aufbewahren

Wer seinen Grünkohl nicht nur im Winter sondern auch im Sommer genießen möchte, muss ihn irgendwie haltbar machen. Die Meisten denken dabei wohl sofort ans Einkochen. Zwar hat diese Methode den großen Vorteil, dass der Grünkohl sehr lange haltbar wird, leider gehen aber auch viele Vitamine und Nährstoffe verloren. Besser geeignet für die Lagerung von Grünkohl ist die Gefriertruhe. Zerkleinert, zwei bis drei Minuten in Salzwasser gekocht und anschließend eingefroren hält sich der Grünkohl mindestens ein Jahr und bleibt gesund.

Geernteter Grünkohl in der Küche

Einfrieren ist die beste Methode zur Aufbewarung [Foto: Anna Hoychuk/ Shutterstock.com]

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
  • Floragard Aktiv-Tomaten- und Gemüseerde: Hochwertige Spezial-Erde für ein naturgesundes, sicheres Wachstum von nährstoffbedürftigem Fruchtgemüse.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden.
  • Plantura Bio-Tomatendünger: Ein hoher Kalium-Anteil sorgt für aromatisch duftende und schmackhafte Tomaten. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten und vielen anderen Gemüsearten hervorragend geeignet.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

Back To Top