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Schnitt- & Pflücksalat: Alles zum Anbau und den besten Sorten

Schnittsalat und Pflücksalat erfolgreich anbauen: Experten-Tipps zum Pflanzen und Pflegen von Pflück- und Schnittsalat und wir stellen die besten Sorten vor.

Schnittsalat mit Schere geerntet
Schnittsalat wird im Gegensatz zu Pflücksalat mit einem Messer oder einer Schere geerntet [Foto: Sinn P. Photography/ Shutterstock.com]

Schnitt- oder Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) sind spezielle Variationen des Gartensalates. Das Besondere an diesen Salaten: Sie können immer wieder geerntet werden. Zudem sind sie unkompliziert und pflegeleicht und somit auch für Anfänger im Garten geeignet. Wir verraten Ihnen alles, was Sie über den Anbau von Schnitt- und Pflücksalat wissen müssen. In unserem Artikel erfahren Sie deshalb alles Wichtige über verschiedene Sorten, das Pflanzen, Pflegen, Ernten und die Verwendung dieser Salatvariationen.

Schnitt- und Pflücksalat: Herkunft und Eigenschaften

Schnitt- und Pflücksalat zählen zur Gattung der Lattichgewächse (Lactuca) und somit zu den Korbblütlern (Asteraceae). Die genaue Herkunft der Gartensalate, zu denen auch Schnitt- und Pflücksalat zählt, ist noch nicht genau geklärt. Man geht aber davon aus, dass die Urform der Gartensalate der Stachel-Lattich (Lactuca serriola) ist, der sowohl in Südeuropa und Vorderasien als auch in Nordindien und Nordafrika als Steppenpflanze weit verbreitet ist.

Das Aussehen und die Eigenschaften von Pflück- und Schnittsalat sind sehr vielfältig, da es sich hierbei nicht um eine bestimmte Salatform handelt, sondern damit lediglich die Anbauform gemeint ist. Als Schnitt- und Pflücksalat werden beispielsweise häufig Lollosalat (Lactuca sativa var. crispa), Eichblattsalat (Lactus sativa var. crispa) oder auch Bataviasalat (Lactuca sativa var. capitata) und Romanasalat (Lactuca sativa var. longifolia) angebaut. Diese unterscheiden sich in Aussehen und Wuchsform. Sogar Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) oder Spinat (Spinacia oleracea) werden als Pflück- und Schnittsalat verwendet und finden sich in so mancher Salatmischung wieder. Generell ist Schnitt- und Pflücksalat eine krautige Pflanze, die zunächst als Grundblatt-Rosette heranwächst. Diese Rosettenblätter werden von uns als Salatblätter geerntet und verzehrt. Im Sommer beginnt der Salat dann zu schossen und bildet einen Blütenstand. Die Blüten des Salates sind dabei meist gelb, können aber auch eine violette Farbe annehmen. 

Lollo Rosso Salat
Lollosalat wie der ‘Lollo Rosso’ eignet sich sehr gut als Schnitt- oder Pflücksalat [Foto: Fran_Almeria/ Shutterstock.com]

Tipp: In den letzten Jahren sind sogenannte Baby-Leaf-Salate („Babyblatt-Salate“) immer beliebter geworden. Das sind Salate, die besonders kleine Blätter mit ganz zartem Geschmack hervorbringen. Und genau diese Eigenschaften haben auch Schnitt- und Pflücksalate.

Schnitt- und Pflücksalat-Sorten

Wie bereits oben erwähnt, können viele verschiedene Salatformen als Schnitt- oder Pflücksalat angebaut werden. Meist werden spezielle Mischungen für Schnitt- und Pflücksalate angeboten, in denen bereits mehrere Salatformen gemischt sind. Wer es gerne bunt und vielfältig mag mischt am besten verschiedene Salatformen und -sorten. Lollosalat zeichnet sich durch seine besonderen, gekräuselten Blätter aus, Eichblattsalat hat die besondere Blattform von Eichenlaub und Bataviasalat gibt es in vielen verschiedenen Farben. So ergibt sich ein schönes, buntes Bild – sowohl im Gartenbeet oder Balkonkasten als auch auf dem Teller. Die besten Sorten für Pflück- bzw. Schnittsalat stellen wir Ihnen nun vor.

Welche Salatsorten eignen sich als Schnitt- und Pflücksalat?

  • ˈAustralischer Gelberˈ: Bildet große, blattreiche Einzelpflanzen mit hellgrünen, zarten Blättern
  • ‘Lollo Rosso’: Diese Sorte liefert kleine, stark krause Pflanzen mit dunkelrotem Laub; die Erntezeit ist von Mitte Mai bis Mitte September
  • ˈCatalognaˈ: Bildet dichte Büsche mit langen, gelappten, löwenzahnähnlichen, zart-knackigen, hellgrünen Blättern
  • ˈOchsenzungeˈ: Bildet große Pflanzen mit kräftig grünen, fleischigen, zarten Blättern von leicht nussigem Geschmack
  • ˈRed Velvetˈ: Diese Sorte beschenkt Sie mit besonders dunklem, rotbraunem Laub. Sie hat einen milden, vollen Geschmack
  • ˈWitte Dunselˈ: Bildet glatte, hellgrüne Blätter und kann ganzjährig angebaut werden

Noch mehr über die vielfältigen Formen und Sorten des Salates können Sie in diesem Artikel nachlesen. 

Salatsorte Catalogna geerntet
Die Salatsorte ‘Catalogna’ erkennt man an ihren löwenzahnähnlichen Blättern [Foto: rossella/ Shutterstock.com]

Schnitt- und Pflücksalat-Pflanzen kaufen: Ratgeber

Beim Kauf von Salatpflanzen kommt es zunächst auf Ihre persönlichen Vorlieben an. Auf folgende Punkte sollten Sie achten, wenn Sie sich Pflanzen von Schnittsalat oder Pflücksalat kaufen.

Worauf sollte man beim Kauf von Schnitt- und Pflücksalat-Pflanzen achten?

  • Blattform und -farbe
  • Pflanzzeitpunkt der unterschiedlichen Sorten
  • Vitale und unbeschädigte Pflanzen
  • Gesundheitszustand
  • Kein fauliger Geruch (kann auf Wurzelfäule hinweisen)
  • Vorzugsweise aus biologischem Anbau

Schnitt- und Pflücksalat-Jungpflanzen finden Sie in Baumärkten, Gartencentern, auf dem Wochenmarkt und in Gärtnereien. Wenn Sie auf der Suche nach einer speziellen Sorte sind, können Sie auch im Internet recherchieren und über spezialisierte Online-Händler bestellen.

Schnitt- und Pflücksalat anbauen

Der Grundstein für eine reiche Ernte wird beim Anpflanzen gelegt – so auch beim Schnitt- und Pflücksalat. Wir verraten Ihnen daher, wo der ideale Standort für den Salat ist, wann Sie ihn anbauen sollten und wie Sie dabei am besten vorgehen.

Eine ausführliche Anleitung zum Anpflanzen von Salat finden Sie hier. 

Der perfekte Standort für Schnitt- und Pflücksalat

Das Tolle an Pflück- und Schnittsalat ist, dass man für den Anbau wenig Platz braucht und er auch gut im Topf gedeiht. Aber egal, ob im Garten oder auf dem Balkon – der Salat liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte vor allem locker und gut durchlässig sein. Außerdem ist ein hoher Nährstoff- und Humusgehalt empfehlenswert. Wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, steht einem erfolgreichen Anbau von Schnitt- und Pflücksalat nichts mehr im Wege.

Wo sollte man Schnitt- und Pflücksalat pflanzen?

  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Lockeres, durchlässiges Substrat
  • Hoher Nährstoff- und Humusgehalt

Experten-Tipp: Pflück- und Schnittsalat sind gern gesehene Nachbarn im Beet. Da der Salat rasch wächst, kann er gut als Bodendecker für langsame Kulturen wie Möhren (Daucus carota subsp. sativus) oder Bohnen (Phaseolus vulgaris) gepflanzt werden. Auch mit Spinat, Zwiebeln (Allium cepa) und Roter Bete (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva) harmoniert dieser Salat gut.

Schnitt- und Pflücksalat als Beetnachbar
Schnitt- und Pflücksalat stellt einen guten Beetnachbarn für Möhren dar [Foto: Meryll/ Shutterstock.com]

Wann wird Schnitt- und Pflücksalat gepflanzt?

Schnitt- und Pflücksalat lässt sich zwar vorziehen, aufgrund seines schnellen Wachstums und der kurzen Kulturdauer ist das aber nur bedingt möglich. Wenn Sie trotzdem Jungpflanzen vorziehen möchten, können Sie damit schon Ende Februar beginnen. Auch die Aussaat ins Frühbeet oder ins beheizte Gewächshaus beginnt Ende Februar. Entscheiden Sie sich für eine Direktsaat, können Sie damit ab Anfang April im Freiland beginnen. Vorgezogene oder gekaufte Jungpflanzen können Sie ab Ende April ins Gartenbeet oder in den Topf pflanzen.

Wann sollte man Schnitt- und Pflücksalat pflanzen?

  • Ab Ende Februar vorziehen oder ins Frühbeet
  • Ab Anfang April Anzucht im Freiland
  • Vorgezogene Pflänzchen ab Ende April ins Freiland

Anleitung: Schnitt- und Pflücksalat pflanzen

Für das Ansäen des Salates lockern Sie den Boden gut auf und reichern ihn mit Kompost oder einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung an. Bestens geeignet ist hierfür unser Plantura Bio-Universaldünger, der die perfekten Voraussetzungen für ein ideales Wachstum Ihres Schnitt- oder Pflücksalates schafft.

Plantura Bio-Universaldünger
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Wird das Saatgut direkt gesät, legen Sie Pflanzrillen mit einem Reihenabstand von 25 bis 30 Zentimetern und einer Tiefe von 0,5 bis zu einem Zentimeter an. Alternativ kann auch eine breite Wurfsaat erfolgen. Das Saatgut wird nur ganz leicht mit Erde oder Substrat bedeckt, da es Licht zum Keimen benötigt. Nun gießen Sie die Saat an. Bei einer Temperatur von 15 °C sollte die Saat innerhalb von 10 bis 14 Tagen auflaufen.

Tipp: Wer eine frühe Aussaat anstrebt und frostige, kalte Nächte befürchtet, kann die Saat nachts mit einem Gartenvlies schützen.

Danach werden die Pflänzchen auf einen Abstand von 15 bis 20 Zentimeter vereinzelt. Im Topf kann der Pflanzabstand auch geringer sein. Im selben Abstand werden auch gekaufte oder vorgezogene Jungpflanzen eingesetzt. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, die Pflänzchen nicht zu tief in den Boden zu setzen.

Schnitt- und Pflücksalat vereinzelt
Die Salatpflänzchen werden auf einen Abstand von 15 bis 20 Zentimeter vereinzelt [Foto: Jurga Jot/ Shutterstock.com]

Wie wird Schnitt- und Pflücksalat gepflanzt?

  • Boden auflockern
  • Mit Kompost oder einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung anreichern
  • 0,5 – 1 cm tiefe Saatrillen anlegen
  • Reihenabstand: 25 – 30 cm
  • Saat nur ganz leicht mit Erde bedecken
  • Angießen
  • Optimale Keimtemperatur: 15 °C
  • Nach dem Aufgehen vereinzeln
  • Pflanzabstand: 15 – 20 cm
  • Jungpflanzen nicht zu tief einsetzen

Schnitt- und Pflücksalat pflegen: Richtig gießen und düngen

Pflück- und Schnittsalat benötigt sehr viel Wasser. Gerade nach dem Aufgehen der Pflänzchen sowie an trockenen und heißen Tagen muss der Salat regelmäßig gegossen werden.

Tipp: Mit einer Mulchschicht aus Grasschnitt oder Laub können Sie den Boden vor dem Austrocknen schützen und außerdem Unkraut unterdrücken.

Schnecken lieben leider Salat, da ist Pflück- und Schnittsalat keine Ausnahme. Deswegen sollten Sie den Garten regelmäßig nach Schnecken absuchen oder die ungebetenen Gäste bekämpfen. Wenn Sie vor der Aussaat oder dem Anpflanzen eine Grunddüngung mit Kompost oder einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung vorgenommen haben, benötigt Ihr Salat keine weiteren Düngergaben mehr. Unser Plantura Bio-Universaldünger mit organischer Langzeitwirkung gibt die Nährstoffe langsam und schonend an die Salatpflanzen ab und versorgt sie so nachhaltig und ausreichend mit Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Wie wird Schnitt- und Pflücksalat gepflegt?

  • Regelmäßig gießen
  • Schnecken ablesen oder bekämpfen
  • Nach der Grunddüngung beim Pflanzen ist keine weitere Düngung mehr nötig
Schnitt- und Pflücksalat gegossen
Regelmäßiges Gießen ist unabdingbar bei der Pflege von Salat [Foto: Moving Moment/ Shutterstock.com]

Schnitt- und Pflücksalat vermehren

Es ist zwar möglich, Salat selbst über Samen zu vermehren, die Saatgutgewinnung ist in diesem Fall aber mit einem großen Aufwand verbunden und auch nicht ganz einfach. Einfacher ist es tatsächlich, Saatgut jedes Jahr neu zu kaufen. Wer sich trotzdem daran versuchen möchte, muss einige Salatpflanzen zum Blühen stehen lassen. Circa 14 bis 24 Tage nach der Blüte entwickeln sich kleine, filigrane Samen. Diese können Sie durch Abklopfen in ein Gefäß einsammeln. In einem Stoffsäckchen wird das Saatgut nachgetrocknet und danach gereinigt. Kühl und trocken gelagert bleibt das Saatgut bis zu drei Jahre lang keimfähig.

Wie wird Schnitt- und Pflücksalat vermehrt?

  • Einige Salatpflanzen blühen lassen
  • Samen sind 12 – 24 Tage nach der Blüte reif
  • Samen in ein Gefäß abklopfen
  • In einem Stoffsack trocknen
  • Saatgut reinigen
  • Kühl und trocken lagern

Schnitt- und Pflücksalat ernten und lagern

Bereits sechs bis sieben Wochen nach der Aussaat können Sie zum ersten Mal von Ihrem Pflück- oder Schnittsalat ernten. Hierbei wird bei Pflücksalat und bei Schnittsalat unterschiedlich vorgegangen. Eine ausführliche Anleitung zum Ernten von Schnitt- und Pflücksalat können Sie in unserem Spezial-Artikel zum Thema nachlesen.

Schnitt- oder Pflücksalat geerntet
Nach sechs bis sieben Wochen können Sie Ihren Pflück- oder Schnittsalat zum ersten Mal ernten [Foto: Max_555/ Shutterstock.com]

Frisch geerntet sollte sowohl der Schnitt- als auch der Pflücksalat so bald wie möglich verbraucht werden. Lange lagerfähig ist er nämlich nicht. In einem feuchten Geschirrtuch eingewickelt, kann er im Gemüsefach des Kühlschranks höchstens einen Tag lang aufbewahrt werden.

Inhaltsstoffe und Verwendung von Schnitt- und Pflücksalat

Nicht nur lecker, sondern auch noch gesund – das wird dem Salat nachgesagt. Beim Pflück- bzw. Schnittsalat ist das bei genauerem Blick auf die Inhaltsstoffe auf jeden Fall wahr. Er besteht zwar bis zu 93 Prozent aus Wasser, enthält aber neben wertvollen Ballaststoffen auch Vitamine und Mineralstoffe. Und natürlich ist er äußerst kalorienarm. 100 Gramm enthalten lediglich 23 Kilokalorien. Des Weiteren hat der Schnitt- und Pflücksalat einiges an guten Inhaltsstoffen zu bieten.

100 Gramm Schnittsalat enthalten durchschnittlich:

  • 18 mg Vitamin C
  • 50 µg Folsäure
  • 264 mg Kalium
  • 68 mg Calcium

Meistens wird Pflück- und Schnittsalat roh verzehrt. Durch seine unterschiedlichen Farben und Strukturen peppt er jede Salatschüssel auf. Er kann gut mit anderem frischen oder gegrillten Gemüse zubereitet und mit raffinierten Dressings angemacht werden. Auch zur Dekoration von anderen Gerichten eignen sich die kleinen Blätter des Salates besonders gut. Doch auch gegart kann Schnitt- und Pflücksalat seinen Einsatz finden. In vielen Wok-Gerichten machen sich frische Salatblätter nämlich hervorragend.

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