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Tomaten vorziehen: Aussäen, Pikieren & Pflanzabstand beim Auspflanzen

Wann und wie sät man Tomaten aus? Wie pikiert man die jungen Pflänzchen richtig? Wie viel Abstand sollte zwischen Tomatenpflanzen beim Auspflanzen sein? Hier erfahren Sie alles, was man zum Vorziehen von Tomaten wissen sollte.

Tomaten (Solanum lycopersicum) sind die absoluten Lieblinge vieler Hobbygärtner. Im Sommer zieren daher in vielen Gärten zumindest ein paar Tomatenpflanzen die Gemüsebeete mit ihren bunten Früchten. Geschmacklich können die faden Supermarkt-Tomaten den eigenen Tomaten bei Weitem nicht das Wasser reichen. Doch um erfolgreich Tomaten im eigenen Garten ernten zu können, müssen zuerst die Aussaat, das Pikieren und das Auspflanzen gelingen. Damit sichern Sie sich gesunde Pflanzen und aromatische Früchte die ganze Saison über. In diesem Artikel finden Sie Anleitungen und hilfreiche Tipps, um kräftige Jungpflanzen für Ihre Tomatenernte großzuziehen.

Tomaten vorziehen

Eigene Tomatenpflanzen vorzuziehen lohnt sich nicht nur für Gartenbesitzer, sondern auch für Balkongärtner. Mit etwas Platz auf dem Fensterbrett wachsen auch bei Ihnen bald kleine Sämlinge der Sonne entgegen.

Zusammenfassung Tomaten vorziehen:

  • Aussaatgefäß (Plastikschalen oder alternatives Gefäß wie ein Eierkarton) mit nährstoffarmer Aussaaterde befüllen – beispielsweise mit unserer Plantura Kräuter- & Aussaaterde in Bioqualität
  • Samen leicht mit Erde bedecken und andrücken
  • Erde und Samen leicht wässern und zukünftig feucht halten
  • An warmen, hellen Standort (am besten Fensterbrett) stellen, alternativ mit speziellen Pflanzen-LEDs beleuchten
  • Mini-Gewächshaus und Wärmematte beschleunigen die Keimung
Tomaten aussäen
Zum Aussäen von Tomaten empfiehlt sich eine spezielle Aussaaterde (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Der richtige Standort

Zum Vorziehen von Tomaten wählen Sie am besten ein warmes und helles Fensterbrett. Für die kleinen Tomatenkeimlinge sind Licht und Wärme besonders wichtig, zum Keimen und späteren Wachstum der Sämlinge. Die Keimtemperatur bei Tomaten sollte bei mindestens 20 °C liegen, damit die Aussaat auch tatsächlich gelingt. Es gibt jedoch auch Alternativen für dunkle und kühle Ecken: Eine LED-Beleuchtung speziell für Pflanzen kann das für die Tomate wichtige Farbspektrum ziemlich gut abbilden und verhindert das typische Vergeilen durch Lichtmangel. Vergeilen bezeichnet das extreme Wachstum des Stiels hin zum Licht, der lang und dünn wird, irgendwann umfällt und sich nicht selbst aufrecht halten kann. Eine Heizmatte hält die Füße der Tomatenpflänzchen auch in kühleren Nächten warm und regt die Samen schneller zum Keimen an.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Aussäen?

In den zwei Wochen zwischen Ende Februar und Mitte März ist es so weit: Es kann mit der Aussaat begonnen werden. Wer in diesem Zeitraum aussät, der kann im Mai ordentlich große Jungpflanzen ins Gewächshaus oder Beet setzen. Man gibt den Pflanzen also im Haus einen Vorsprung und zieht die Tomaten vor, während es draußen noch viel zu kalt für die wärmeliebenden Sonnenanbeter ist.

So sät man Tomaten aus

Um Tomaten auszusäen, benötigen Sie zunächst ein Aussaatgefäß. Hier kann man entweder zu Multiplatten aus Plastik greifen oder aber auch auf alternative Aussaatgefäße setzen. Dazu eignet sich zum Beispiel ein alter Eierkarton, aber auch andere Gefäße können optisch überzeugen. Egal, für welches Aussaatgefäß man sich entscheidet, man füllt dieses mit nährstoffarmer Aussaaterde wie unserer Plantura Kräuter- & Aussaaterde in Bioqualität. Die Erde verdichtet man leicht oberflächlich und legt die Tomatensamen hinein. Anschließend bedeckt man sie mit etwa einem halben Zentimeter Erde und drückt diese ganz leicht an. Nun muss etwas gewässert werden. Das Wasser braucht der Samen, um die Keimung anzuregen. Wichtig ist, dass die Erde ab jetzt stets leicht feucht ist. Das Austrocknen vertragen die sensiblen Samen und vor allem ihre zarten Wurzeln in diesem Stadium nur schlecht. Ist die Erde jedoch über Tage richtig nass, können die Samen faulen. Deshalb gilt es, sowohl Trockenheit als auch extreme Nässe zu vermeiden. Es ist ebenfalls ratsam, Stecketiketten oder Ähnliches zu verwenden, damit Sie auch später noch wissen, was Sie ausgesät haben. Beschriftungen mit Bleistift oder wasserfesten Filzmarkern überstehen auch das Umtopfen und Gießen.

Hand legt Tomatensamen in Erde
Tomatensamen bedeckt man nur leicht mit Aussaaterde [Foto: Ilike/ Shutterstock.com]

Normalerweise kämpfen sich die Keimlinge innerhalb von drei bis zehn Tagen ans Licht, je nach Sorte und Alter der Samen. Will man die Keimung noch beschleunigen, bedeckt man das Aussaatgefäß mit einem Plastik-Cover. So wird die Luft konstant feucht und warm gehalten und die Samen keimen leichter. Man kann man auch ein kleines Aussaatgewächshaus verwenden, das man schon für wenig Geld bekommt. Alternativ können Sie auch ein Mini-Gewächshaus selber basteln.

Unser Tipp: Schneiden Sie den oberen Teil einer Plastikflasche ab und stülpen Sie ihn als Kuppel über das Saatgefäß. Die Luft bleibt dadurch sehr feucht und erleichtert den Samen das Keimen.

Tomaten pikieren: Zeitpunkt und Vorgehen

Beim Pikieren von Tomaten empfiehlt es sich, vorsichtig zu arbeiten. Am besten nimmt man sich etwas Zeit und bringt Geduld mit.

Tomaten pikieren auf einen Blick:

  • Nach 2 – 3 Wochen werden die Pflänzchen pikiert, die ersten echten Blätter sollten sichtbar sein
  • Jungpflanzen mit Pikierstab oder Löffelstiel aus der Erde heben, nur an den Keimblättern greifen
  • Tomaten in Töpfe mit 8 – 12 cm Durchmesser setzen, gefüllt mit nährstoffreicher Erde
  • Die Pflanzen sollten bis zum Ansatz der Keimblätter in der Erde verschwinden
  • Leicht andrücken und angießen
  • An hellen, warmen Standort stellen
Tomaten werden pikiert
Tomaten pikiert man am besten, nachdem sich das erste oder zweite Blattpaar gebildet hat

Schon drei bis zehn Tage nach der Aussaat erscheinen die ersten Keimlinge. Diese lässt man einige Zeit im Aussaatgefäß weiterwachsen, bis sich das erste oder zweite Paar echter Blätter gebildet hat. Die zwei ovalen Keimblätter werden hier nicht berücksichtigt, sondern erst die typischen zackigen oder gelappten Tomatenblätter. Nun sollten die Tomaten pikiert werden, denn sie benötigen jetzt einen größeren Topf, um wachsen zu können und ein kräftiges Wurzelwerk auszubilden. Zudem hungern die Keimlinge schon bald nach Nährstoffen.

Zuerst werden die Pflänzchen aus der Erde gehoben. Das funktioniert am besten mit einem Pikierstab, der Schaft einer Gabel oder eines Löffels eignet sich aber auch gut. Besonders wichtig ist, dass weder Blätter noch Wurzeln der Keimlinge verletzt werden. Anschließend setzt man sie in einen größeren Topf mit etwa acht bis zwölf Zentimetern Durchmesser. Wichtig ist, dass Sie die Keimlinge nur an den Blättchen greifen, nie am Stiel. Zu leicht werden die lebenswichtigen Leitbahnen für Wasser gequetscht und Ihre Keimlinge vertrocknen schon bald im neuen Topf. In der frischen Erde sollten die Pflänzchen bis zum Ansatz der Keimblätter in der Erde verschwinden. Dieses Mal benutzen Sie nährstoffreichere Erde, also Pflanzenerde oder Tomatenerde. Unsere Plantura Tomaten- & Gemüseerde in Bioqualität wurde speziell an die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst und versorgt sie gezielt mit den benötigten Nährstoffen. Drücken Sie die Erde leicht an und wässern Sie anschließend gut. So wird die Erde direkt an die Wurzeln gespült und erleichtert den Wurzeln das Anwachsen.

Plantura Bio-Tomatendünger
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Hinweis: Wenn sich kurz vor dem Auspflanzen die unteren Blätter der Jungpflanzen gelblich verfärbt haben, kann sowohl Lichtmangel als auch eine Unterversorgung mit Nährstoffen die Ursache sein. Ist Lichtmangel durch einen sonnigen Standort ausgeschlossen, kann man die Tomate vorsichtig düngen.

Tomaten-Pflanze wird umgepflanzt
Im späten Frühjahr benötigen Tomaten einen größeren Topf und sollten umgepflanzt werden

Tomaten auspflanzen

Nach ein paar Wochen im neuen Topf sind die Pflänzchen in die Höhe geschossen. Bis Mitte Mai fangen sie teilweise schon zu blühen an. Nun ist es an der Zeit, die Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort zu pflanzen.

Tomaten auspflanzen zusammengefasst:

  • Auspflanzen ins Beet oder Topf erst ab Mitte Mai, ins Gewächshaus ab Anfang Mai
  • Zwischen den Pflanzen 50 – 80 cm, zwischen den Reihen 80 – 100 cm Abstand halten
  • Tiefes Erdloch ausheben, sodass Pflanzen bis zum Blattansatz darin verschwinden
  • Kompost oder organische Langzeitdünger, wie unser Plantura Bio-Tomatendünger, sichern die Nährstoffversorgung
  • Stäbe oder Schnüre stützen hochgewachsene Pflanzen

Wann pflanzt man Tomaten aus?

Im späteren Frühjahr wird es auf der Fensterbank meistens schon zu eng für die Tomaten. Sie wollen größere Töpfe oder direkt ins Beet ausgepflanzt werden. Möchte man seine Tomatenpflanzen im Beet haben, sollte man bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai) warten. Um diese Zeit kann es nochmal richtig kalt werden – die Pflanzen aber vertragen überhaupt keinen Frost. In einem Gewächshaus fühlen sich Tomaten allerdings schon ab Ende April wohl. Sind die Tage im April schon warm und sonnig, ist es auch möglich, die Pflanzen bereits tageweise ins Freie zu stellen. So gewöhnen sie sich an die stärkere Sonnenstrahlung draußen, werden robuster und wachsen nach dem Auspflanzen direkt weiter. Zu viel Sonne kann aber bei den sensiblen Jungpflanzen – genau wie bei uns – zu Sonnenbrand führen. Dabei werden die Blättchen dünn, halb durchscheinend und verlieren ihre grüne Farbe. Auch wenn die Temperaturen zu kühl werden oder das Wetter sehr feucht ist, müssen die Pflanzen wieder ins Haus geholt werden.

Pflanzabstand bei Tomaten: Vorgehen beim Auspflanzen

Der richtige Pflanzabstand bei Tomaten ist besonders wichtig, um die Pflanzen gesund zu halten. Empfohlen wird ein Abstand von etwa 50 bis 80 Zentimetern zwischen den Pflanzen und 80 bis 100 Zentimetern zwischen den Reihen. Besonders wüchsige Wildtomaten oder breite Cocktailtomaten mit mehreren Trieben brauchen natürlich mehr Platz als schlanke hohe Fleischtomaten. Auf diese Weise kann die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren, es hält sich keine Nässe in den Blättern und Pilzkrankheiten haben nur wenig Chancen zuzuschlagen.

Junge Tomatenpflanzen in einem Beet
Jungpflanzen brauchen genügend Abstand zum Nachbarn [Foto: Haoka/ Shutterstock.com]

Für die Jungpflanze heben Sie im Beet oder Gewächshaus ein möglichst tiefes Loch aus. Alternativ bereiten Sie einen großen Topf für die Tomatenpflanzen vor und bedecken zunächst nur ein paar Zentimeter des Topfbodens. Befreien Sie zuerst die Pflanze aus dem alten Topf, indem Sie leicht rundherum drücken und die Pflanze vorsichtig herauslösen. Genau wie beim Pikieren sollten die Pflanzen tief in der Erde verschwinden, sodass nur noch ein Drittel der Länge herausschaut. Dazu knapsen Sie vorsichtig die unteren Blätter ab und setzen die Pflanze in die Erde. Neue Wurzeln entstehen unterirdisch aus dem Stiel und erleichtern später die Nährstoffaufnahme.

Tomaten sind Starkzehrer, das heißt, sie benötigen relativ große Mengen an Nährstoffen. Am besten gibt man daher schon etwas Kompost oder organische Dünger mit Langzeitwirkung – wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger – direkt ins Pflanzloch. Wie man Tomaten die ganze Saison über am besten mit Nährstoffen versorgt, können Sie auch in unserem Spezialartikel „Tomaten düngen“ nachlesen.

Füllen Sie nun den Topf oder das Pflanzloch mit Erde auf und drücken sie diese leicht an. Nun muss nur noch ordentlich gewässert werden. Bei besonders hochgewachsenen Pflanzen empfehlen sich eine Stütze, ein Holzstab oder Schnüre, die an einem Gerüst angebunden werden. Pflanzstäbe müssen bei Fleischtomaten ein relativ hohes Gewicht tragen und sollten deshalb ausreichend robust sein. Am besten eignet sich daher ein stabiler Bambusstab mit mindestens 1,5 Metern Länge oder der Ast einer Haselnuss. Seit einigen Jahren sind auch Spiralstäbe aus Metall gang und gäbe. Diese haben den Vorteil, dass die Tomaten durch die Spiralform seltener aufgebunden werden müssen. Die Schnüre wickeln Sie um die ganze Länge des Stiels und leiten die Pflanze so nach oben. An einen Holzstab binden Sie die Pflanze mit einer Schnur locker an. Aufrechte Pflanzen erleichtern das Ernten und verringern das Risiko, dass die Pflanze durch Bodenkontakt krank wird.

Reife Tomaten an einer Tomatenpflanze mit Stütze
Tomaten mit großen Früchten benötigen eine Stütze [Foto: Zoia Kostina/ Shutterstock.com]

     Tomaten auspflanzen zusammengefasst:

  • Auspflanzen ins Beet oder Topf erst ab Mitte Mai, ins Gewächshaus ab Anfang Mai
  • Zwischen den Pflanzen 50 – 80 cm, zwischen den Reihen 80 – 100 cm Abstand halten
  • Tiefes Erdloch ausheben, sodass Pflanzen bis zum Blattansatz darin verschwinden
  • Kompost oder organische Langzeitdünger, wie unser Plantura Bio-Tomatendünger, sichern die Nährstoffversorgung
  • Stäbe oder Schnüre stützen hochgewachsene Pflanzen

Damit auch nach dem Auspflanzen der Tomaten nichts schiefgeht, haben wir hier 5 typische Fehler beim Anbau von Tomaten für Sie zusammengefasst und geben Tipps, wie man diese vermeiden kann.

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