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Fruchtfolge bei Tomaten: Was pflanzt man nach Tomaten?

Kann man Tomaten immer im gleichen Beet pflanzen? Welche Pflanzen können nach Tomaten gepflanzt werden? Wir beantworten alle Fragen zur Fruchtfolge bei Tomaten.

Tomaten in einem Gewächshaus
Tomaten werden oft viele Jahre nacheinander angebaut [Foto: Kingarion/ Shutterstock.com]

In vielen Gewächshäusern und Beeten wachsen Jahr für Jahr an derselben Stelle die beliebten Tomatenpflanzen. Im Gegensatz zu den meisten Hülsenfrüchten wie Bohnen (Phaseolus vulgaris) und Erbsen (Pisum sativum) scheint es den Tomaten zunächst nicht zu schaden, immer wieder im selben Beet zu stehen. Und dennoch hat der Fruchtwechsel bei Tomaten entscheidende Vorteile für Ihre Pflanzen und den Boden darunter.

Vorteile eines Fruchtwechsels bei Tomaten

Ein Fruchtwechsel bei Tomaten ist eigentlich immer sinnvoll, denn die stark zehrenden Pflanzen verlangen dem Boden einiges an Nährstoffen ab. Und auch die Verschleppung von Krankheiten ins nächste Tomatenjahr findet auf diese Weise kaum statt. Die Fruchtfolge sollte sich aber nicht nur auf Tomaten, sondern auf alle Familienmitglieder der Nachtschattengewächse erstrecken. Es ist ratsam, auf Kartoffeln (Solanum tuberosum), Physalis (Physalis peruviana), Paprika (Capsicum annuum) und Auberginen (Solanum melongena) zu verzichten. Sie sind oftmals ebenso anfällig für Krankheiten der Tomate und benötigen allesamt große Nährstoffmengen.

Durch den Wechsel der Pflanzenfamilien im Beet fördert man nicht nur die Vielfalt der Bodenlebewesen, sondern macht gleichzeitig vielen Krankheitserregern das Leben schwer. Eine regelmäßige und ausgewogene Fruchtfolge bei den Tomaten führt dazu, dass ein Pestizideinsatz oft einfach überflüssig wird. Die oft spezialisierten Mikroorganismen finden dann nämlich keine Nahrung mehr oder können schlicht die neue Pflanze gar nicht attackieren und verschwinden so schließlich von selbst. Gleichzeitig sichert man sich einen fruchtbaren Boden für die kommenden Jahre und bewirtschaftet nebenher mit einer Fruchtfolge nach den Tomaten seinen Garten ein wenig naturnäher. In unserem Spezialartikel finden Sie weitere Tipps zur Bodenverbesserung, die Ihnen helfen, einen fruchtbaren Gartenboden zu erhalten.

Hand hält Gartenerde
Fruchtbare Böden sind die Grundlage für eine reiche Ernte [Foto: sharon kingston/ Shutterstock.com]

Fruchtfolge bei Tomaten

Der Boden und die Pflanzen profitieren also enorm von einer Fruchtfolge nach den Tomaten. Worauf Sie beim Standort und den Folgekulturen achten müssen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Muss man bei Tomaten den Standort wechseln?

Grundsätzlich sollte man bei Tomaten regelmäßig den Standort wechseln. Mit den Jahren kommt es oftmals zur sogenannten Bodenmüdigkeit, denn die stark zehrenden Tomaten laugen die Nährstoffvorräte ihres Substrates einseitig aus. Wie bereits beschrieben, kann der Fruchtwechsel die Bodenfruchtbarkeit jedoch erhalten und sogar erhöhen. Andererseits harren manche Pilzerkrankungen jahrelang hartnäckig im Boden aus und infizieren so gleich mehrfach, auch wenn erst nach drei oder vier Jahren erneut Tomaten auf dem Standort stehen. In der Folge sinkt oft der Ertrag, die Pflanzen neigen zu Mangelerscheinungen oder werden schnell krank.

Kann man sich die Tomate aus dem eigenen Beet nicht wegdenken und hat man keinen alternativen Ort, sollte man einige Tipps für die Folgekultur beherzigen. Tomaten sind Starkzehrer, was bedeutet, sie benötigen besonders viele Nährstoffe, um zu wachsen und viele Früchte zu tragen. Damit die Nährstoffversorgung gesichert wird, sollten zumindest jedes Frühjahr vor der Pflanzung Kompost oder langsam wirkende organische Dünger wie unser Plantura Bio-Tomatendünger in die Erde eingearbeitet werden.

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Bei Krankheiten muss man allerdings genauer hinschauen, denn einige Schaderreger bleiben über mehrere Jahre im Boden und infizieren ihre Wirtspflanzen stets von Neuem. Sie werden deshalb auch als bodenbürtig bezeichnet. Hierzu gehört die Samtfleckenkrankheit (Cladosporium fulvum), die weißlich-graue Flecken auf den Blattunterseiten bildet und ganze Pflanzen in kurzer Zeit zum Absterben bringt. Auch die Tomaten-Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans), der Grauschimmel (Botrytis cinerea) und andere Pilzkrankheiten überwintern als Sporen im Boden. Infizierte Pflanzenteile dürfen daher auf keinen Fall an Ort und Stelle bleiben, sondern müssen schnellstmöglich entfernt werden. Gegen einige der Krankheiten gibt es bereits resistente Sorten, die auch auf infizierten Böden gut wachsen. Auch die wurzelfressenden Nematoden können im Boden den Winter überstehen, werden aber mit Hilfe der Studentenblume (Tagetes sp.) oder Ringelblume (Calendula officinalis) einfach vertrieben, denn diese sondern Stoffe aus, die den Fadenwürmern nicht bekommen. In unserem Spezialartikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Tomaten vor Krankheiten schützen können.

Tomatenpflanze mit Samtfleckenkrankheit
Die Samtfleckenkrankheit und andere Pilze überwintern im Boden [Foto: AJCespedes/ Shutterstock.com]

Was kommt in der Fruchtfolge nach Tomaten

Nach Tomaten und anderen Starkzehrern wie Kürbissen (Cucurbita sp.) gönnt man dem Boden und seinen Bewohnern eine Verschnaufpause und setzt Pflanzen mit geringerem Nährstoffbedarf ins Beet, als Herbstkultur sogar noch im selben Jahr. Zu diesen Schwachzehrern gehören viele Blattgemüse wie Salate (Lactuca sativa), Spinat (Spinacia oleracea), aber auch Radieschen (Raphanus sativus var. sativus). Über die Saison kann der Boden somit langsam wieder ein Reservoir an Nährstoffen aufbauen, dennoch kann man aber viel Gemüse ernten. In den Jahren danach können auch wieder stark zehrende Pflanzen gesetzt werden, welche allerdings nicht zu den Nachtschattengewächsen gehören sollten. Als gute Folgekulturen empfehlen sich beispielsweise Süßkartoffeln (Ipomoea batata), Zuckermais (Zea mays) oder Bohnen.

Falls Sie sich auch dafür interessieren, welche Pflanzen man zusammen mit Tomaten kultivieren kann, finden Sie alles zum Thema in unserem Spezialartikel „Mischkultur bei Tomaten“.

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