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Tomaten pikieren & auspflanzen: Wann, wie & welche Erde ist geeignet?

Junge Tomatenpflanzen werden im Frühjahr pikiert und umgesetzt, einige Wochen später erfolgt das Auspflanzen. Wir geben wichtige Tipps, wie das Umsetzen gelingt.

erstes Paar Laubblätter an Tomatenkeimling
Tomaten sollten pikiert werden, sobald das erste Paar echter Laubblätter erscheint [Foto: julser/ Shutterstock.com]

Zwischen der Aussaat und der Ernte liegen bei den Tomaten das Pikieren und Auspflanzen. Wir geben Ihnen Anleitungen für beide Pflanzmaßnahmen an die Hand und klären auf, welche Erde sich eignet.

Tomaten pikieren

Beim Pikieren werden die Tomatenpflanzen in einen größeren Topf umgesetzt. Weil Tomaten Starkzehrer sind, brauchen sie nach der Keimung eine nährstoffreiche Erde. Diese regt das Wachstum der Pflanzen an und beugt außerdem Mangelsymptomen vor. Mehr Platz unterstützt zudem, dass die Tomaten ein gutes Wurzelsystem ausbilden können. Zum Pikieren nimmt man sich am besten etwas Zeit und bringt Geduld mit, man sollte dabei nämlich sehr vorsichtig arbeiten.

Wann sollte man Tomaten pikieren?

Schon drei bis zehn Tage nach dem Aussäen von Tomaten erscheinen die ersten Keimlinge. Diese lässt man einige Zeit im Aussaatgefäß weiterwachsen, bis sich das erste oder zweite Paar echter Blätter gebildet hat. Die zwei ovalen Keimblätter werden hier nicht berücksichtigt, sondern erst die typischen zackigen oder gelappten Tomatenblätter. Nun beginnen die jungen Pflanzen mit dem Wachstum und benötigen erstmals Nährstoffe, da der Vorrat aus dem Samen aufgebraucht ist.

Tomaten-Jungpflanzen werden umgesetzt
Tomaten-Jungpflanzen werden ein paar Wochen nach der Keimung in nährstoffreiche Pflanzerde und größere Töpfe umgesetzt [Foto: pundapanda/ Shutterstock.com]

Welche Erde eignet sich zum Pikieren von Tomaten?

Die optimale Erde für das Pikieren von Tomaten ist bereits vorgedüngt, liefert also essenzielle Nährstoffe. Zusätzlich sollte sie durchlässig, locker und humos beschaffen sein sowie gut Wasser speichern können. Unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde vereint all diese Eigenschaften und kommt dabei völlig ohne klimaschädlich abgebauten Torf aus.

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Anleitung: Tomaten richtig pikieren

Zuerst werden die Pflänzchen vorsichtig aus der Erde gehoben. Das funktioniert am besten mit einem Pikierstab, einem hölzernen Eisstiel oder einem Löffel. Besonders wichtig ist, dass weder Blätter noch Wurzeln der Tomaten-Keimlinge verletzt werden. Anschließend setzt man sie in einen größeren Topf mit einem Durchmesser von 8 bis 12 Zentimetern und nährstoffreicher Pflanzerde. Wichtig ist, dass Sie die Keimlinge nur an den Blättchen greifen, nie am Stiel. Zu leicht werden die lebenswichtigen Leitbahnen für Wasser gequetscht und Ihre Tomaten-Keimlinge vertrocknen schon bald im neuen Topf. In der frischen Erde sollten die Pflänzchen mindestens bis zum Ansatz der Keimblätter in der Erde verschwinden. Sie können auch bis zum Ansatz der echten Blätter eingesetzt werden, dann sollten die Keimblätter jedoch entfernt werden. Drücken Sie die Erde anschließend leicht an und wässern Sie gut. Auf die Art wird die Erde direkt an die Wurzeln gespült, was den Wurzeln das Anwachsen erleichtert.

Sollte man beim Pikieren die Keimblätter entfernen? Die Keimblätter sollten abgeknipst werden, wenn die Tomatensämlinge tiefer in die Erde gesetzt werden, um Fäulnis zu vermeiden.

Tomaten pikieren auf einen Blick:

  • Etwa 2 – 3 Wochen nach Aussaat werden die Pflänzchen pikiert, sobald die ersten echten Blätter sichtbar werden.
  • Jungpflanzen mit Pikierstab oder Löffelstiel aus der Erde heben, nur an den Keimblättern greifen.
  • Tomatenpflanzen in nährstoffreicher Erde in Töpfe mit 8 – 12 cm Durchmesser setzen.
  • Die Pflanzen sollten bis zum Ansatz der echten Blätter in der Erde verschwinden.
  • Erde auffüllen, rundherum leicht andrücken, gut angießen und Töpfe an hellen, warmen Standort stellen.
Tomatenpflanzen werden ausgesetzt
Nach den Spätfrösten Mitte Mai werden Tomatenpflanzen ausgesetzt [Foto: Pawel_Brzozowski/ Shutterstock.com]

Tomaten auspflanzen

Im neuen Topf und in nährstoffreicher Erde beginnen die Tomatenpflanzen rasch, in die Höhe zu schießen. Bis zum Auspflanzen ist besonders das Abhärten der Pflanzen im Freien wichtig, sodass auch kühlere Nächte den Jungpflanzen später nicht plötzlich zum Verhängnis werden. Sind die Tage im April schon warm und sonnig, ist es auch möglich, die Pflanzen bereits tageweise ins Freie zu stellen. So gewöhnen sie sich an die stärkere Sonnenstrahlung draußen, werden robuster und wachsen nach dem Auspflanzen direkt weiter. Zu viel Sonne kann aber bei den sensiblen Jungpflanzen – genau wie bei uns – zu Sonnenbrand führen. Dabei werden die Blättchen dünn, verlieren ihre grüne Farbe und erscheinen halb durchscheinend. Eine Schattierung ist an sonnigen Tagen daher für die jungen Tomaten besonders wichtig. Auch wenn die Temperaturen zu kühl werden oder das Wetter sehr feucht ist, müssen die Pflanzen wieder ins Haus geholt werden.

Tipp: Wenn sich noch vor dem Auspflanzen die unteren Blätter der Jungpflanzen gelblich verfärbt haben, kann sowohl Lichtmangel als auch eine Unterversorgung mit Nährstoffen die Ursache sein. Ist Lichtmangel durch einen sonnigen Standort ausgeschlossen, sollten Sie Ihre Tomatenpflanzen vorsichtig düngen. Ein organischer Flüssigdünger ist hier die beste Wahl, da er mit dem Gießwasser zusammen ausgebracht wird und auch akute Nährstoffmängel beheben kann.

Wann pflanzt man Tomaten aus?

Tomaten sind frostempfindlich und werden daher erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ins Freie in Topf und Beet gesetzt. Im Gewächshaus herrschen wärmere Temperaturen, sodass die Tomatenpflanzen bereits Anfang Mai eingepflanzt werden können.

Tomate wird vorsichtig aus dem Topf gehoben
Vor der Pflanzung werden die Tomaten vorsichtig aus dem Topf gehoben [Foto: Missis Lemon/ Shutterstock.com]

Tomaten auspflanzen: Pflanzabstand und Vorgehen

Der richtige Pflanzabstand bei Tomaten ist essentiell, um die Pflanzen gesund zu halten. Empfohlen wird ein Abstand von etwa 50 bis 80 Zentimetern zwischen den Pflanzen und 80 bis 100 Zentimetern zwischen einzelnen Reihen. Besonders wüchsige Wildtomaten oder breite Cocktailtomaten mit mehreren Trieben brauchen natürlich mehr Platz als schlanke, hohe Fleischtomaten. Auf diese Weise kann die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren, es hält sich keine Nässe in den Blättern und Pilzkrankheiten haben nur geringe Chancen zuzuschlagen.

Für die Jungpflanze heben Sie im Beet oder Gewächshaus ein möglichst tiefes Loch aus. Alternativ bereiten Sie einen großen Topf mit mindestens 10 Liter Volumen für die Tomatenpflanzen vor und bedecken zunächst nur ein paar Zentimeter des Topfbodens mit einer hochwertigen Pflanzerde. Geeignete Substrate müssen dieselben Kriterien erfüllen wie bereits beim Pikieren. Befreien Sie die Pflanze aus dem alten Topf, indem Sie leicht rundherum andrücken und die Pflanze vorsichtig herauslösen. Setzen Sie die Tomatenpflanze nun in den neuen Topf oder das Pflanzloch. Genau wie beim Pikieren sollten die Pflanzen tief in der Erde verschwinden, sodass nur noch etwa ein Drittel der Länge herausschaut. Knapsen Sie vorsichtig die unteren Blätter, die sonst unter der Erde verschwinden würden, ab. Neue Wurzeln entstehen unterirdisch entlang des Stiels und erleichtern später die Nährstoff- und Wasseraufnahme. Tomaten sind Starkzehrer, das heißt, sie benötigen recht große Mengen an Nährstoffen. Für eine ideale Nährstoffversorgung mischt man bereits bei der Pflanzung Kompost oder einen vorwiegend organischen Langzeitdünger, wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger, in den Erdaushub. Die Nährstoffe werden über Wochen hinweg schonend und langsam freigesetzt, sodass mit nur einer weiteren Düngergabe nach etwa drei Monaten lediglich einmal nachgedüngt werden muss.

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Füllen Sie nun den Topf oder das Pflanzloch mit Erde auf und drücken sie diese leicht an. Nun muss nur noch ordentlich gewässert werden. Bei besonders hoch gewachsenen Pflanzen empfehlen sich eine Stütze, ein Holzstab oder Schnüre, die an einem Gerüst angebunden werden. Pflanzstäbe müssen bei Fleischtomaten ein relativ hohes Gewicht tragen und sollten deshalb ausreichend robust sein. Am besten eignen sich stabile Bambusstäbe, Haselnuss-Zweige oder Spiralstäbe aus Metall. Letztere haben den Vorteil, dass die Tomaten durch die Spiralform seltener aufgebunden werden müssen. Die Schnüre wickeln Sie um die ganze Länge des Stiels und leiten die Pflanze somit nach oben. An einen Holzstab binden Sie die Pflanze mit einer Schnur locker an. Aufrechte Pflanzen erleichtern das Ernten und verringern das Risiko, dass sich die Pflanze oder ihre Früchte durch Bodenkontakt mit Krankheitserregern infiziert.

Tipp: Es ist auch möglich, Tomaten im Hochbeet zu pflanzen.

Tomatenpflanzen werden angebunden
Nach der Pflanzung sollten die Tomatenpflanzen aufgebunden werden [Foto: beauty Natalya/ Shutterstock.com]

Tomaten auspflanzen zusammengefasst:

  • Auspflanzen ins Beet oder in den Topf erst ab Mitte Mai, ins Gewächshaus ab Anfang Mai.
  • Zwischen den Pflanzen 50 – 80 cm, zwischen den Reihen 80 – 100 cm Abstand halten.
  • Tiefes Erdloch ausheben, sodass Pflanzen zu 2/3 darin verschwinden.
  • Kompost oder vornehmlich organische Langzeitdünger in Erdaushub beimengen.
  • Gut wässern und Pflanzen stützen.

Damit auch nach dem Auspflanzen der Tomaten nichts schiefgeht, haben wir hier 5 typische Fehler beim Anbau von Tomaten für Sie zusammengefasst und geben Tipps, wie man diese vermeiden kann.

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