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Gurken düngen: Tipps zur ertragssteigernden Düngung

Gurken sind Starkzehrer und benötigen für eine reiche Ernte viele Nährstoffe. Wir verraten Ihnen, wann, wie und womit man seine Gurken am besten düngt.

Gurken hängen von einer Pflanze

Die Gurke gehört zu den starkzehrenden Gemüsesorten und benötigt viele Nährstoffe [Foto: Natallia Kirylka/ Shutterstock.com]

Gurken (Cucumis sativus) sind aufgrund ihres erfrischenden Geschmacks ein beliebtes Sommergemüse. Sie können sowohl im Gartenbeet als auch auf dem Balkon kultviert werden. Um gut gedeihen zu können, braucht das Kürbisgewächs (Cucurbitaceae) allerdings unbedingt einen guten Boden. Ein hoher Gehalt an Nährstoffen fördert ein gesundes Wachstum der Gurke und den reichen Ansatz von Früchten.

Gurken düngen

Wann und womit sollte man Gurken also am besten düngen? Diese Fragen sind nicht ganz einfach zu beantworten, denn je nach Wachstumsstadium stellt die Gurkenpflanze ganz unterschiedliche Ansprüche an ihre Nährstoffversorgung. Wir erklären Ihnen, was es zu beachten gilt.

Wann Gurken düngen?

Die Gurke zählt – wie auch Tomaten (Solanum lycopersicum), Gemüsepaprika (Capsicum annuum) und Kürbisse (Cucurbita) – zu den starkzehrenden Gemüsesorten. Eine erste Grund- und Vorratsdüngung sollte daher schon beim Einpflanzen erfolgen. Während der Vegetationszeit können Sie den laufenden Nährstoffentzug durch zusätzliche Düngungen ausgleichen, die dem jeweiligen Entwicklungszustand der Gurke angepasst sein sollten.

Eine Gurkenpflanze wurde eingepflanzt

Eine erste Grunddüngung sollte schon beim Einpflanzen erfolgen [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Gurken bei der Aussaat düngen

Es gibt zwei gängige Herangehensweisen für die Aussaat von Gurken. Eine Direktsaat ins Freiland kann ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, erfolgen. Hierfür sollte der Boden bereits im Vorhinein mit Kompost oder verrottetem Stallmist angereichert werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die frostempfindlichen Pflänzchen aber auch auf der Fensterbank vorkultivieren. Hierfür steckt man die Samen ab Ende April in kleine Töpfe mit nährstoffarmer Anzuchterde, um eine gute Durchwurzelung zu fördern. Bei guter Pflege können die daraus entstandenen Pflänzchen ab Mitte Mai schließlich in das vorbereitete Gartenbeet gepflanzt werden.

Gurken als Jungpflanzen düngen

Wenn Ihnen der Aufwand für die Aussaat zu groß ist, können Sie aber auch vorkultivierte Jungpflanzen im Gartencenter kaufen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können diese direkt in das Freiland gepflanzt werden. Vor dem Auspflanzen sollten Sie auch hier gegebenenfalls etwas Kompost oder verrotteten Stallmist in den Boden einarbeiten.

Tipp vom Profi: Investieren Sie zu Beginn lieber etwas mehr Geld und kaufen Sie veredelte Gurkenpflanzen. Diese zeichnen sich bei richtiger Pflege durch ein besseres Wachstum und eine höhere Ernte aus.

Gurken beim Auspflanzen düngen

Direkt nach dem Einpflanzen der Gurkenpflanzen kann eine erste Grunddüngung vorgenommen werden. Natürliche Dünger (wie Kompost oder Stallmist) können dabei wunderbar mit organischen Langzeitdüngern – wie unserem Plantura Bio-Tomatendünger – kombiniert werden. Für eine ausreichende Mineralstoffversorgung können Sie während der Wachstums- und Blühphase zusätzlich einmal pro Woche mit verdünnter Brennnesseljauche gießen.

Eine Gurkenpflanze wird mit Pferdemist gedüngt

Mit Stallmist und organischem Langzeitdünger kann eine Grunddüngung vorgenommen werden [Foto: Elena11/ Shutterstock.com]

Gurken vor der Ernte düngen

Gurken wachsen sehr schnell, daher können Sie in Freilandkultur bereits im Juli die ersten Früchte ernten. Für das rasche Wachstum und die Fruchtbildung benötigt die Gurkenpflanze allerdings reichlich Nährstoffe. Deshalb sollte nach dem Blütenansatz regelmäßig nachgedüngt werden. Organische Dünger mit ausreichend Kalium und Magnesium unterstützen die Gurken bei der Fruchtbildung. Eine Düngung alle zwei Wochen ist dabei völlig ausreichend. Ansonsten bilden die Pflanzen zwar viele Blätter aus, aber nur wenige Früchte.

Zusammenfassung: Wann die Gurken düngen?

  • Vor dem Auspflanzen den Boden mit Kompost oder Stallmist verbessern
  • Organischen Langzeitdünger beim Auspflanzen mit in das Pflanzloch geben
  • Regelmäßig nachdüngen (alle 2 Wochen)

Gurken düngen: Dieser Dünger eignet sich am besten

Gurken sollten weder zu viel noch zu wenig gedüngt werden. Zu wenig Nährstoffe führen zu einem verminderten Wuchs und einer geringeren Fruchtbildung. Zu viel Stickstoff kann aber wiederum den Befall mit Pflanzenkrankheiten fördern. Doch welche Düngung ist die optimale?

Gurkenblatt mit Pilzbefall

Eine übermäßige Düngung kann Krankheiten der Pflanze begünstigen [Foto: matahiasek/ Shutterstock.com]

Gurken organisch düngen: Anleitung

Wer nicht nur auf eine sofortige, sondern auch auf eine langfristige Versorgung mit Nährstoffen setzen möchte, sollte auf organische Langzeitdünger zurückgreifen. Diese fördern ein gesundes, aktives Bodenleben und sind besonders schonend für die Umwelt. Unser Plantura Bio-Tomatendünger besteht zu einem überwiegenden Anteil aus pflanzlichen Reststoffen der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie. Die organischen Inhaltsstoffe werden von den Mikroorganismen im Boden zersetzt und geben die Nährstoffe nach und nach für die Pflanze frei. Der hohe Kaliumanteil wirkt sich zudem besonders positiv auf die Fruchtqualität aus. Dünger in Granulatform lassen sich ganz einfach dosieren und können wunderbar in den Boden eingearbeitet werden. Damit Sie Ihre Gurken optimal mit Nährstoffen versorgen, haben wir nachfolgend eine genaue Anleitung für Sie.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Gurken

  • Vor der Pflanzung: 100 – 180 g/m² (8 – 15 Esslöffel) unseres Plantura Bio-Tomatendüngers in die oberen Bodenschichten einarbeiten
  • Die frisch eingesetzten Gurkenpflanzen ausreichend angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann
  • Nach 2 Monaten sollten Sie nochmals 90 – 140 g pro Pflanze (8 – 12 Esslöffel) düngen
  • Vor der Ernte können Sie alle zwei Wochen eine kleine Düngung vornehmen
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Letztes Update am Februar 25, 2019 5:58 pm

Gurken mineralisch düngen

Mineralische Dünger werden besonders gerne für die Topfkultur von Gurken verwendet, da sie immer eine gewisse Grundversorgung an Nährstoffen gewährleisten. Flüssigdünger, Blaukorn und Co. sind zudem leicht löslich und können direkt von der Pflanze aufgenommen werden. Allerdings sind sie nur schlecht dosierbar und die enthaltenen Salze können bei Überdüngung die empfindlichen Wurzeln schädigen. Weiterhin können die Salze ins Grundwasser ausgewaschen werden und dort zu einer erhöhten Nitratbelastung führen. Der hohe Energie- und Rohstoffaufwand für die Herstellung spricht ebenfalls nicht unbedingt für den Einsatz von chemischen Düngern.

Eine Hand mit einem gelben Handschuh hält Blaukorn

Die Salze in mineralischen Düngern wie Blaukorn können die empfindlichen Wurzeln der Gurke schädigen [Foto: sarka/ Shutterstock.com]

Gurken mit Hausmitteln düngen: Kaffeesatz, Pferdeäpfel und Co.

Natürliche Düngemittel – beispielsweise Kompost oder Mist – können ebenfalls zur Nährstoffversorgung beitragen. Bodenlebewesen wie Mikroorganismen, Regenwürmer und Co. werden von dem organischen Material angezogen, zersetzen es und lockern gleichzeitig den Boden. Kuhmist oder Pferdemist sollte allerdings schon gut verrottet sein, damit die kleinen Pflänzchen nicht „verbrennen“. Während der Wachstumszeit können Sie zudem wöchentlich mit verdünnter Brennnesseljauche (im Verhältnis 1:10) gießen. Auf diese Weise wird die Gurke zusätzlich mit Mineralstoffen versorgt. Auch Kaffeesatz eignet sich als natürlicher Gurkendünger. Dieser enthält neben Kalium auch reichlich Stickstoff und Phosphor. Als Nebeneffekt werden Schädlinge wie Blattläuse (Sternorrhyncha) durch den Kaffeegeruch verscheucht. Das eigentliche Abfallprodukt findet so noch einen sinnvollen Einsatz im Garten. Zu viel Kaffeesatz sollte man allerdings auch nicht für die Düngung verwenden, damit es zu keiner Versauerung des Bodens kommt. Am besten arbeiten Sie den Kaffeesatz in eine Mulchschicht aus Rasenschnitt ein, wo er nach und nach zersetzt werden kann.

Brennnesseln in einem Topf auf einer Holzbank

Für eine zusätzliche Versorgung mit Mineralstoffen kann in der Wachstumszeit mit Brennnesseljauche gegossen werden [Foto: Marina Onokhina/ Shutterstock.com]

Gurken im Topf düngen

Gurken können auch problemlos in einem ausreichend großen Topf im Gewächshaus oder auf dem Balkon kultiviert werden. Hierbei füllt man den Topf am besten mit guter Komposterde. Im Vergleich zum Gartenbeet kann die Düngung im Topf besser kontrolliert werden. Sorgen Sie auch hier bereits beim Pflanzen und später während der Wachstums- und Blühphase für eine ausreichende Nährstoffversorgung. Regelmäßiges Gießen sorgt außerdem dafür, dass die Pflanze nicht vertrocknet und sich organische Dünger besser lösen.

Gurken im Beet düngen

Der Boden sollte bereits vor der Pflanzung der Gurkenpflänzchen reichlich mit Kompost und mit organischem Dünger versorgt werden. Eine vorausgehende Gründüngung, die im Herbst gesät wurde, ist ebenso sehr vorteilhaft. Diese lockert den Boden, bringt Nährstoffe in die obersten Bodenschichten und erleichtert das Unkrautjäten im Frühjahr. Während der Vegetationsperiode können Sie dann regelmäßig etwas Dünger in den Boden einarbeiten. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt liefert zusätzlich Nährstoffe und vermindert gleichzeitig die Verdunstung des Bodens.

Zusammenfassung: Wie und womit die Gurken düngen?

  • Den Boden mit Kompost oder Mist verbessern
  • Eine Grunddüngung der Gurken beim Auspflanzen mit organischem Langzeitdünger wie unserem Plantura Bio-Tomatendünger vornehmen
  • Regelmäßiges Nachdüngen versorgt die Pflanze mit ausreichend Nährstoffen
  • Organische Langzeitdünger fördern das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur
  • Kaffeesatz und Pflanzenjauchen können ebenfalls herangezogen werden

Sabine

Aktuell studiere ich Agrar- und Ernährungswirtschaft an der BOKU in Wien. Das Gärtnern macht mir unheimlich viel Spaß und nimmt sicherlich den größten Teil meiner Freizeit in Anspruch. Vor einigen Jahren wurde außerdem mein Interesse für Kräuter geweckt, weshalb ich 2018 die Ausbildung zur zertifizierten Kräuterpädagogin abgeschlossen habe.
Lieblingsobst: Äpfel, Kirschen
Lieblingsgemüse: Erdäpfel/Kartoffeln, Fenchel

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