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Hibiskus pflanzen: Expertentipps für Standort & Vermehrung

Um Hibiskus zu pflanzen und in den Genuss der Hibiskusblüte zu kommen, ist Fachwissen über das Ziergehölz gefragt. Wir haben hilfreiche Tipps für Sie parat.

Rosa Hibiskus-Blüten
Hibiskus ziert mit seinen farbenfrohen und ausladenden Blüten die Fensterbänke und Beete vieler Hobbygärtner [Foto: Manu – CC BY-SA 2.0]

Er ist ein wahrer Hingucker in jedem Garten, aber kann auch im Haus optisch glänzen. Der aus Asien stammende Hibiskus (Hibiscus) zählt zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und ziert mit seinen farbenfrohen und ausladenden Blüten die Fensterbänke und Beete vieler Hobbygärtner. Dabei erstrahlen die oft zweifarbigen Blüten in den sattesten Farben – vom zarten Weiß, bis hin zum kräftigen Purpurrot. Es gibt viele verschiedene Hibiskusarten, die allesamt unterschiedliche Ansprüche an Anbau und Pflege stellen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Hibiskusanbauen achten müssen.

Der Hibiskus stellt hohe Ansprüche an seinen Standort. Dabei geht es sowohl um die Qualität des Substrats, als auch um die Sonneneinstrahlung. Wir erklären Schritt für Schritt, wie es der Hibiskus am liebsten mag.

Hibiskus pflanzen: Standort

Zum Hibiskuspflanzen eignet sich ein nährstoffreicher Boden mit ausgewogenem Sand-Lehm-Verhältnis optimal. Das Anreichern des Mutterbodens mit Kompost ist ratsam, da so die Blütenbildung im Sommer gefördert wird. Dabei sollte der pH-Wert im neutralen bis ganz leicht sauren Bereich liegen. Es ist wichtig, dass vor allem der im Freien stehende Garten-Hibiskus an einem vollsonnigen Platz steht. Der Rosen-Hibiskus, oder auch Rosen-Eibisch (Hibiscus rosa-sinensis) genannt, wird bei uns vor allem als Zimmerpflanze gehalten. Auch diese Gattung des Hibiskus mag es sehr sonnig. Für die Winterruhe sollten Sie ihn jedoch etwas schattiger stellen.

Hibiskus pflanzen: Pflanzzeit

Sobald man im Frühjahr auf wärmere Temperaturen hoffen kann, sollte der Hibiskus ausgepflanzt werden. In den ersten ein bis zwei Jahren ist er nämlich noch nicht besonders winterhart, weshalb sich eine möglichst lange Etablierungsphase bis zum Winter positiv auswirkt.

Hibiskus pflanzen: Das Vorgehen

Wer einen Garten-Hibiskus pflanzen möchte, der sollte gut gefrühstückt haben. Der Aushub für den bis zu drei Meter hohen Garten-Eibisch sollte mindestens doppelt so groß sein, wie der Wurzelballen. Zudem ist es ratsam, wenn die ausgehobene Erde gut aufgelockert und mit etwas Kompost angereichert wird. Wer lieber die kleinere Variante, also den Rosen-Hibiskus, im Topf als Zimmerpflanze anbauen möchte, der muss nicht so viel Kraft aufwenden und kann einfach einen Topf wählen, der groß genug ist.

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Hibiskus selbst vermehren: Über Samen oder durch Ableger?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den eigenen Hibiskus zu vermehren. Ob Sie dabei eher auf Samen oder auf Stecklinge zurückgreifen sollten, hängt von Ihrer Erfahrung und vor allem von Ihrer Geduld ab. Wir geben nachfolgend hilfreiche Tipps zum Thema Hibiskus vermehren.

Hibiskus Samen aussäen

Ende des Sommers sind die Samen des Hibiskus reif und fallen aus. Wer im nächsten Jahr seine eigenen Hibiskussamen aussäen will, sammelt die kleinen, borstigen Samen einfach auf. Man sollte die Samen vor dem Aussäen leicht anritzen und dann zur Anzucht in einem Topf leicht mit Kompost bedecken. Damit die leichten Samen beim Angießen nicht wegschwimmen, kann man die Pflanzerde auch mit einer Sprühflasche befeuchten. Man sollte mit dem Aussäen schon früh im Jahr beginnen, damit sich die Pflanzen ausreichend entwickeln. Stellen Sie den Hibiskus in der Keimphase auf jeden Fall an einen warmen, sonnigen Ort. Natürlich kann man auch Hibiskussamen kaufen. Tüten mit rund 100 Stück gibt es ab 2,50 € im gut sortierten Fachhandel oder beim Versandhändler.

Hibiskus durch Ableger vermehren

Eine weitere Möglichkeit, um Ihren geliebten Hibiskus zu vermehren, ist die Anzucht von Stecklingen. Für die Vermehrung durch Stecklinge schneidet man circa 15 cm lange Triebstücke mit mindestens drei Knospen beziehungsweise Augen aus der gewünschten Pflanze. Diese müssen dann mit Bewurzelungspulver benetzt werden und danach in kleine Töpfe mit spezieller Anzuchterde gesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Erde und vor allem die Luft feucht gehalten werden, bis sich erste kräftige Wurzeln gebildet haben. Gut geeignet ist eine spezielle Anzuchterde wie unsere torffreie Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde.

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Achtung: Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, kann es durch Transpiration zum Austrocknen kommen! Nach einigen Wochen an einem warmen und sonnigen Ort sind die Stecklinge bereit zum Auspflanzen.

Eine weitere Möglichkeit, ist die Vermehrung über Absenker beziehungsweise Ableger. Hierbei werden einzelne Triebe Richtung Boden gebogen und an einer Stelle mit dem Boden in Kontakt gebracht (Absenker) oder auch komplett mit der Triebspitze im Boden versenkt. Dort, wo der Trieb die Erde berührt, bilden sich Wurzeln aus. Sowohl beim Ablegen, als auch beim Absenken entstehen eigenständige Pflanzen, die Sie wiederum dort platzieren können, wo diese die beste Figur machen.

Wenn Sie sich für die richtige Pflege des Hibiskus interessieren, können Sie in hier in unserem Spezialartikel nachlesen.

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