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Himbeeren: Experten-Tipps vom Anpflanzen bis zur Ernte

Himbeeren sind ein ebenso leckeres wie auch teures Obst. Umso besser, wenn der Anbau von Himbeeren im eigenen Garten gelingt. Hier gibt es hilfreiche Tipps.

Himbeerstrauch Himbeeren im garten anbauen

Himbeeren aus dem eigenen Garten schmecken am besten [Foto: yuris/ Shutterstock.com]

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine der beliebtesten Sommerfrüchte. Ob zu Eis verarbeitet, hübsch garniert auf dem Dessert oder einfach so als fruchtiger Snack für Zwischendurch: Die Himbeere ist süß, lecker und erfrischt bei heißen Temperaturen. Wir verraten Ihnen, wie Sie das süße Früchtchen im eigenen Garten selber anbauen können und geben nützliche Pflegetipps.

Himbeeren: Ein kurzer Steckbrief

Himbeeren sind sommergrüne Halbsträucher, die je nach Sorte einen bis zwei Meter hoch werden können. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Strauch erneuert sich laufend aus dem Wurzelstock. Dieser ist folglich sehr empfindlich, worauf bei der Standortwahl sowie beim Gießen und Düngen zu achten ist. Bei guter Pflege tragen die Himbeersträucher bis zu zehn Jahre schmackhafte Früchte. Wie viele Hobbygärtner vielleicht schon schmerzhaft erfahren haben, sind die Ruten der Himbeere je nach Sorte mit mehr oder weniger feinen Stacheln besetzt und ihre Blätter gezähnt.

Himbeerstrauch mit Beeren

Himbeeren können je nach Sorte einen bis zwei Meter hoch werden [Foto: Krzysztof Slusarczyk/ Shutterstock.com]

Anders als der Name Himbeere vermuten lässt, gehören die weichen Früchte nicht zu den Beeren, sondern sind Sammelsteinfrüchte. Die Sammelsteinfrucht ist ein Verbund aus einzelnen kleinen Steinfrüchten, die sich aus den Blüten der Himbeeren bilden. Bienen und Schmetterlinge freuen sich besonders über die weiße Blüte zwischen Mai und August. Somit zählt die Himbeere zu den sehr bienenfreundlichen Pflanzen. Ihre Früchte sind in der Regel rot, können je nach Sorte aber auch schwarz oder gelb sein.

Himbeeren anbauen: Tipps zum Anpflanzen im Garten

Damit der Anbau von schmackhaften Himbeeren auch in Ihrem Garten gelingt, haben wir nachfolgend die wichtigsten Punkte zum Thema Anbau zusammengefasst.

Himbeeren: Der richtige Standort

Die Himbeere bevorzugt einen sonnigen Platz auf nährstoffreichen und durchlässigen Böden. Dort ist es möglich, Wurzelkrankheiten, die auf staunassen Böden auftreten, entgegenzuwirken. Können Sie Ihrer Himbeere einen solchen Platz gewähren, werden Sie mit einer reichen Ernte und einem umfangreichen Blütenreichtum belohnt.

kleiner Himbeerstrauch pflanzen

Beim Pflanzen sollte auf einen geeigneten Standort geachtet werden [Foto: Miro Novak/ Shutterstock.com]

Himbeeren anpflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Idealerweise werden Himbeeren im Herbst angepflanzt. Auf diese Weise haben die Wurzeln über die Herbst- und Wintermonate genügend Zeit, um sich langsam zu etablieren. Sie können aber genauso gut im Frühjahr Himbeeren pflanzen. Je nachdem, ob Sie Herbst- oder Sommerhimbeeren pflanzen, dauert es dann allerdings ein bisschen länger, bis Sie das erste Mal ernten können. Bei Sommerhimbeeren, die im Frühjahr gepflanzt werden, kann man noch nicht im selben Jahr mit Früchten rechnen. Bei Herbsthimbeeren hingegen können Sie manchmal bereits im Herbst nach der Pflanzung ein paar Himbeeren ernten.

Himbeeren anpflanzen: So viel Platz brauchen Himbeeren

Himbeersträucher bilden ausufernde Wurzeln. Setzen Sie deshalb Ihre Lieblinge nicht zu dicht nebeneinander, um konkurrenzbedingte Verluste zu vermeiden. Innerhalb einer Reihe sollte der Abstand der Himbeerpflanzen mindestens 50 cm betragen. Die Reihenabstände sollten Sie auch nicht zu knapp wählen, damit der Boden beim Gießen und Pflegen nicht zu sehr verdichtet wird. Damit alle Pflanzen genügend Licht bekommen und ausreichend belüftet werden, sollte man einen Abstand von mindestens 1,20 m, besser von 1,60 m zwischen den einzelnen Reihen wählen.

Himbeerpflanzen Beet

Zwischen den Pflanzen sollte genügend Abstand gelassen werden [Foto: Yuliia Marchenko/ Shutterstock.com]

Himbeeren anbauen: Eine Rankhilfe bauen

Die Himbeere wächst sehr ausladend in die Breite und bildet lange Ranken, auch Ruten genannt, aus. Je nachdem, für welche Sorte Sie sich entschieden haben, ist eine Rankhilfe dringend notwendig oder kann helfen, um den Ruten Stabilität zu geben. Es gibt aber auch Himbeersorten (beispielsweise ‚Aroma Queen‘), die dank ihres kompakteren Wuchses ganz ohne auskommen. Beim Bau einer Rankhilfe ist es wichtig, dass man stabiles und witterungsbeständiges Material verwendet.

Himbeeren pflanzen: Anleitung

Die Vorbereitungen für das Pflanzen von Himbeeren beginnen damit, den Wurzelballen kurz in Wasser zu tauchen, bis er sich richtig vollgesaugt hat. Sind die Ruten unhandlich lang, werden sie auf 30 bis 50 cm gekürzt. Ansonsten nimmt man diesen Schnitt nach dem Pflanzen vor. Um die Wurzelbildung zu fördern und die Pflanze gut mit Nährstoffen zu versorgen, sollten Sie eine großzügige Menge Kompost und gegebenenfalls zusätzlich ein wenig organischer Langzeitdünger mit in das Pflanzloch geben. Beim Einsetzen sollten die Knospen direkt an der Sprossbasis etwa 5 cm mit Erde bedeckt sein. Anschließend werden die Pflanzen reichlich angegossen. Um die Feuchtigkeit zu halten, wird der Boden mit Grünschnitt oder Stroh bedeckt. Bei kalkreichen Böden, die einen pH-Wert von über 7 aufweisen, kann der Boden auch gut mit Rindenmulch abgedeckt werden. Dieser versauert den Boden leicht und sorgt auf diese Weise mit der Zeit für einen für Himbeeren idealen pH-Wert von 6 bis 6,5.

junge Himbeere von oben

Um die Pflanze gut mit Nährstoffen zu versorgen, wird beim Pflanzen Kompost mit in das Pflanzloch gegeben [Foto:  Elena Hramova/ Shutterstock.com]

Die meisten Himbeeren wachsen relativ hoch und sollten daher zur Unterstützung der früchtetragenden Ranken an ein Gerüst angebunden werden. Dazu eignet sich im Grunde auch der Gartenzaun, jedoch sollten die Himbeeren gut durchlüftet sein, um dem Befall mit Grauschimmel vorzubeugen. Hier empfiehlt sich der Bau einer Rankhilfe.

In aller Kürze: Himbeeren anpflanzen:

  • Wurzelballen einige Minuten anfeuchten.
  • Ruten auf ca. 30 – 50 cm kürzen.
  • Pflanzloch doppelt so tief und breit ausgraben wie der Wurzelballen groß ist.
  • Kompost oder ein wenig organischen Dünger mit in das Pflanzloch geben.
  • Pflanze einsetzen, sodass die Knospen direkt an der Sprossbasis etwa 5 cm mit Erde bedeckt sind.
  • Gut gießen.
  • Boden mit etwas Grünschnitt, Stroh oder Rindenmulch (letzteres nur bei Böden mit hohem pH-Wert) bedecken, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
  • Gegebenenfalls eine Rankhilfe oder für Herbsthimbeeren ein Regendach bauen.

Detailliertere Infos zum Anpflanzen von Himbeeren und zum passenden Standort finden Sie hier.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Himbeeren auf dem Balkon oder im Topf anbauen

Normalerweise ist die Himbeere eine reine Gartenpflanze, da sie viele Wurzelausläufer und reichlich lange Ruten ausbildet. Mittlerweile gibt es jedoch Sorten auf dem Markt, die aufrecht wachsen und vergleichsweise kurze Triebe bilden. Trotzdem sollten Sie einige Dinge beachten, wenn Sie Himbeeren auf dem Balkon anbauen wollen:

  1. Großen Kübel (mind. 25 l Volumen) verwenden, um ausreichend Platz für die Bildung von Wurzeln zu gewährleisten.
  2. Pflanzkübel mit einer Drainageschicht (z.B. grobem Kies) versehen und in Gefäßboden vereinzelt Löcher bohren, damit die Himbeerwurzeln nicht an Staunässe leiden.
  3. Windgeschützter Standort, um Umkippen zu verhindern.
  4. Sonnigen Platz wählen.
  5. Am besten vor einer Südwand platzieren.
Himbeere auf dem Balkon

Himbeeren können auch auf dem Balkon angebaut werden [Foto: pixularium/ Shutterstock.com]

Aufgrund des begrenzten Platzes, den die Himbeere auf dem Balkon hat, um sich auszubreiten, ist der Ernteertrag limitiert. Jedem, der einen Garten besitzt und ein Beet anlegen kann, empfehlen wir daher, Himbeeren besser dort anzupflanzen und Pflanzkübel auf der Terrasse oder auf dem Balkon für andere, weniger Platz einnehmende Kulturen wie Tomaten, Radieschen, Kräuter, Erdbeeren oder Ähnliches zu nutzen.

Himbeeren einfach selbst vermehren

Himbeeren sind sehr wüchsige Halbsträucher, weshalb ihr Vermehren auch relativ simpel ist. Die verbreitetste Methode, um Himbeeren zu vermehren, ist das Ausgraben von Wurzelausläufern. Darüber hinaus können Himbeeren aber auch mittels Absenkern und Stecklingen vermehrt werden. Diese Methoden werden bei Himbeersorten, die keine oder nur wenig Wurzelausläufer bilden, angewendet.

In aller Kürze: Das Vermehren von Himbeeren mithilfe von Wurzelausläufern:

  • Zur Vermehrung eignen sich junge, gesunde Ruten, die ein Stück vom Hauptwurzelstock entfernt senkrecht aus dem Boden emporwachsen.
  • Diese Ruten graben Sie im frühen Herbst sorgfältig aus, ohne deren Wurzeln zu beschädigen. Die Wurzelverbindung zur Mutterpflanze stechen oder schneiden Sie ab.
  • Pflanzen Sie die ausgestochenen Ruten gemäß der Pflanzanleitung.
  • Im nächsten Frühjahr schneiden Sie den alten Haupttrieb ab, sobald sich einige neue Triebe bilden. Diese Maßnahme verzögert die erste Ernte zwar um ein Jahr, stärkt die Pflanzen jedoch sehr.
junge Himbeerpflanze

Die Vermehrung von Himbeeren ist relativ simpel [Foto: schankz/ Shutterstock.com]

Genauere Informationen zum Vermehren von Himbeeren finden Sie hier.

Himbeersorten: Beliebte und altbewährte Sorten

Bei Himbeeren kann man grundsätzlich zwischen Sommer-, Herbst- und sogenannten Twotimer-Sorten unterscheiden. Sommerhimbeeren tragen im Sommer (Juni/Juli) Früchte an den zweijährigen Ruten, Herbsthimbeeren tragen an den im selben Jahr gebildeten Trieben ab August Früchte. Twotimer-Himbeeren tragen zumeist sowohl im Sommer als auch ein weiteres Mal im Herbst, wobei die Erntemenge dann jeweils etwas kleiner ausfällt. Weitere Unterschiede zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren – wie deren Schnitt oder die Krankheitsanfälligkeit sowie eine ausführliche Auflistung vieler roter, gelber und schwarzer Himbeersorten – finden Sie hier. Einige der bekanntesten roten Sorten sowie deren Vor- und Nachteile haben wir auch nachfolgend für Sie aufgelistet. Die Sorten sind nach Reifezeitpunkt sortiert, beginnend mit den am frühesten tragenden Sorten.

Rote Sommerhimbeersorten:

‚Himboqueen‘: Sehr ertragreiche Himbeere mit sehr großen, sehr gut schmeckenden, süßlichen Früchten; starke Wüchsigkeit; sehr empfindlich gegenüber Wurzelsterben und Virosen

‚Meeker‘: Sehr aromatische Sorte mit mittelmäßigem Ertrag; häufig angebaute Sorte mit hoher Anfälligkeit gegenüber Frost und Austrocknung – daher nur an geschützten Standorten zu empfehlen; mittelgroße, schöne Früchte mit guter Haltbarkeit; starkes Jungtriebwachstum; widerstandfähig gegen Krankheiten

‚Rubaca‘: Guter, süßlich-aromatischer Geschmack und hoher Ertrag; mittelgroße, eher weiche, mittelsaftige Früchte; sehr robust und frosthart; widerstandsfähig gegen Wurzelkrankheiten

‚Himbostar‘: Wenig krankheitsanfällige Sorte; bei ausreichend Niederschlag oder Bewässerung guter Ertrag; leuchtend rote, mittelgroße, süßliche, sehr aromatische, mittelsaftige Beeren; etwas anfällig für Grauschimmel

‚Schönemann‘: Sehr große, längliche, feste und dunkelrote Früchte; guter Geschmack; sehr hoher Ertrag; starke Wüchsigkeit – daher nur für große Gärten geeignet; Anfälligkeit gegenüber Wurzelsterben

Rote Herbsthimbeersorten:

‚Autumn Bliss‘: Früheste Herbsthimbeere, die ab August über lange Zeit hinweg reift; auch ‚Blissy‘ genannt; robuste, in Mitteleuropa sehr beliebte Herbstsorte; kann geschmacklich nicht mit Sommerhimbeeren mithalten; sehr ertragreich; dunkelrote, große, mittelfeste Früchte

‚Himbo-Top‘: Hellrote, große, geschmackvolle Beeren; wenige, sehr stark wüchsige Triebe; benötigt Gerüst; robust gegenüber Wurzelfäule; mittelfeste Früchte; mittlerer bis hoher Ertrag

‚Fallred Streib‘: Spätreifend; kleine, sehr gut schmeckende Früchte; widerstandsfähig gegen Wurzelfäule

Himbeere Sorte Autumn Bliss

Die Sorte ‚Autumn Bliss‘ ist sehr ertragreich und hat dunkelrote, große Früchte [Foto: john mobbs/ Shutterstock.com]

Twotimer-Sorte:

‚Sugana‘: Bekannteste Twotimer-Himbeersorte mit sehr sicherer Sommerernte; sehr große, hellrote Früchte mit gutem Geschmack; wenig anfällig gegenüber Phytophthora

Himbeeren richtig pflegen: Schneiden, düngen und Co.

Die Himbeere ist eine sehr wüchsige Pflanze – sowohl was das oberirdische als auch was das unterirdische Wachstum angeht. Regelmäßige Pflege und ein rigoroser Schnitt sind deshalb Pflicht. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Pflegetipps und erklären das genaue Vorgehen.

Himbeeren richtig gießen

Die Himbeere mag es gern dauerhaft feucht. Dabei liegt die Betonung aber ausschließlich auf „feucht“, denn zu gut gemeintes Gießen kann schnell zu Staunässe führen, was wiederum Fäule und andere Krankheiten begünstigt. Gießen Sie Ihre Himbeeren deshalb bei Trockenheit regelmäßig, aber nicht zu stark. Ein ausgewachsener Himbeerstrauch verträgt im trockenen Hochsommer jedoch durchaus alle zwei Tage ungefähr 10 Liter Wasser. Vor allem während der Blüte und dann, wenn die Pflanze anfängt, Früchte zu tragen, bis zum Ende der Ernte, sollten Sie sie beim Gießen nicht mehr vergessen. Zu wenig Wasser während der Fruchtreife lässt die leckeren Früchte am Strauch schließlich schnell vertrocknen.

Himbeere gießen

Die Himbeere sollte vor allem bei Trockenheit regelmäßig gegossen werden [Foto: Olga Koberidze/ Shutterstock.com]

Himbeeren düngen
Himbeeren brauchen kaliumreichen Dünger, der auch geringe Mengen an Magnesium enthält. Weil Himbeeren zudem hohe Ansprüche an die Bodenstruktur haben, eignen sich organische Dünger, die neben ihrer Nährstoffwirkung auch den Boden verbessern, besonders gut. Außerdem ist es wichtig, dass den Himbeeren über lange Zeit Nährstoffe zur Verfügung stehen und sie nicht zum Zeitpunkt der Düngung einmal mit diesen überhäuft werden. Diese Langzeitwirkung ist bei organischen Düngern auf natürliche Weise gegeben. Wir empfehlen als organische Dünger Kompost, Rinder- oder Schweinemist, Mulch oder organischen Dünger aus dem Handel, beispielsweise unseren Plantura Universaldünger. Aber auch der kaliumreichere Plantura Tomatendünger eignet sich ideal. Gedüngt wird einmal zu Beginn der Vegetationsperiode, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, beispielsweise im März. Ein weiteres Mal wird einige Wochen bis Monate später – jedoch noch vor der Himbeerblüte – Dünger ausgebracht.

Mehr Infos zum Düngen und zu den passenden Düngemengen finden Sie hier.

Himbeeren im Topf gießen und düngen

Genau wie die Himbeeren im Garten müssen auch deren Pendants im Topf richtig bewässert werden. Dabei ist ebenso darauf zu achten, dass keinesfalls Staunässe entsteht, der Boden aber auch nicht austrocknet. Auch im Winter müssen Sie die Himbeersträucher im Topf alle paar Wochen an einem frostfreien Tag leicht gießen. Bei Himbeeren, die im Topf angebaut werden, bietet es sich an, in der Menge etwas weniger, dafür aber in kürzeren Intervallen zu düngen. Schließlich steht den Wurzeln nur ein sehr begrenzter Wurzelraum zur Verfügung, aus dem sie Nährstoffe akquirieren können.

Himbeeren schneiden

Der Zeitpunkt und das Vorgehen beim Schneiden von Himbeeren hängt maßgeblich von der Sorte ab. Sommerhimbeeren tragen erst an den Trieben Früchte, welche die Pflanze schon im letzten Jahr ausgebildet hat. Herbsthimbeeren können hingegen schon an den neuen Trieben desselben Jahres Früchte tragen.
Das richtige Schneiden und Erziehen am Draht ist besonders für Sommerhimbeeren sehr wichtig. Nach dem letzten Frost im März begutachten Sie Ihre Himbeerpflanze am besten aufmerksam und suchen pro Laufmeter (also ungefähr innerhalb eines großen Schrittes) etwa zehn schöne, gesund aussehende Triebe aus. Bestenfalls wachsen diese Triebe in unterschiedliche Richtungen. Die restlichen Ruten werden auf Bodenhöhe abgeschnitten. Die selektierten Ruten können Sie nun an der Rankhilfe, einem Zaun oder Ähnlichem befestigen.

Himbeere schneiden

Zeitpunkt und Vorgehen beim Schneiden von Himbeeren hängt maßgeblich von der Sorte ab [Foto: Popovariel/ Shutterstock.com]

Herbsthimbeeren werden jedes Jahr komplett zurückgeschnitten, denn die neu ausgebildeten, jungen Jahrestriebe sind am fruchtbarsten. Innerhalb eines laufenden Meters sollten Sie im zeitigen Frühling circa 20 frisch ausgetriebene Routen aussuchen, die Sie stehen lassen, die restlichen schneiden Sie ebenfalls auf Bodenhöhe ab.

Weitere Experten-Tipps zum Schneiden von Himbeeren finden Sie hier.

Himbeeren hochbinden

Vor allem die Sommerhimbeeren bedürfen einer gewissen Unterstützung, damit Sie hoch hinauskommen. Mit dem Fortschreiten der Saison (und damit auch dem Längenwachstum) sollte man die Ranken an den Drähten des Spaliers befestigen. Dazu eignen sich breite Kunststoffbänder, die die Ranken nicht einschneiden oder beschädigen.

Tipp: Verwenden Sie für die einjährigen Ranken eine andere Bandfarbe als für die zweijährigen. Auf diese Weise können Sie diese gut unterscheiden und verhindern, dass die falschen Triebe beschnitten werden.

Himbeere mit Rankhilfe

Um hoch hinaus zu kommen, benötigen Himbeeren eine Rankhilfe [Foto: theapflueger/ Shutterstock.com]

Die Herbsthimbeeren benötigen weniger Hilfe, um stabil in die Höhe zu schießen. Es genügen zwei Drähte (einer 30 cm über dem Boden, der andere in circa 170 cm Höhe), um die wesentlich stabileren Ruten für den bevorstehenden Fruchtbesatz zu stützen. Die Routen müssen dabei nicht einmal angebunden werden, sofern die Drähte beidseitig der Pflanze gespannt sind.

Himbeeren: Erntezeit erkennen

Wie bei vielen Strauchbeeren erstreckt sich die Erntezeit über einen längeren Zeitraum. Abhängig von der Sorte und den Wetterbedingungen kann diese aber variieren.

Wann sind Himbeeren wirklich reif?

Die ersten Sommerhimbeeren sind – passend zum Namen – normalerweise im Juni erntereif. Nach lauen Frühjahren können die Früchte früher Sommerhimbeersorten auch schon einmal im Mai reif sein. Je nach Sorte erstreckt sich die Ernte von Sommerhimbeeren normalerweise bis Anfang beziehungsweise Mitte Juli. Herbsthimbeeren können von August bis teilweise weit in den Herbst hinein geerntet werden. Limitierend für die Erntezeit ist dabei der erste Frost.
Twotimer-Sorten können zweimal beerntet werden: das erste Mal, wie die Sommerhimbeeren, im Juni und Juli, das zweite Mal dann zwischen August und Oktober.

Hinweis: Die sogenannten Twotimer-Sorten sind im Prinzip nichts anderes als Herbsthimbeeren. Die klassischen Herbsthimbeersorten können auch zweimal Früchte tragen, wenn die Bedingungen stimmen. Twotimer-Sorten sind speziell dahingehend gezüchtet, dass die zweimalige Ernte mit größerer Sicherheit stattfinden kann.

Himbeerernte

Twotimer-Sorten können sogar zweimal beerntet werden [Foto: Draw05/ Shutterstock.com]

Tipp: Verlassen Sie sich bei der Himbeerernte nicht nur auf den richtigen Zeitraum, sondern auch auf Ihre scharfen Gärtnersinne. Während die Größe für die Ernte unerheblich ist, sollten die Beeren durchgehend kräftig gefärbt sein, das typische Himbeeraroma versprühen und sich leicht vom Strauch lösen lassen. Trifft all das zu, dann haben Sie den perfekten Erntezeitpunkt erwischt.

Himbeeren lagern und haltbar machen

Die Himbeere ist eine typische Sommerfrucht. Wer auch in den kälteren Jahreszeiten nicht auf die Süße seiner garteneigenen Himbeeren verzichten will, der hat einige Möglichkeiten, um seine Himbeeren haltbar zu machen.

Himbeeren einfrieren

Die wohl bekannteste Methode, um die Himbeeren haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Im Supermarkt erhält man ganzjährig tiefgefrorene Himbeeren, aber auch aus dem eigenen Garten kann man seinen Tiefkühlvorrat gut auffüllen. Nach der Ernte sollten Sie die Himbeeren vorsichtig waschen und dann abtropfen lassen. Danach gibt es je nachdem, wie gut die Himbeeren tiefgefroren portionierbar sein sollen und wie viel Wasser sie beim Tieffrieren aufnehmen dürfen, mehrere Möglichkeiten, die süßen Früchte einzufrieren.

gefrorene Himbeeren in Schüssel

Himbeeren lassen sich hervorragend einfrieren [Foto: baibaz/ Shutterstock.com]

Hinweis: Händeln Sie die Himbeeren mit großer Vorsicht – schließlich sind sie sehr anfällig gegenüber Druck.

Himbeeren einkochen

Wie fast jede süße Frucht eignet sich auch die Himbeere ideal zum Einkochen. Ob als ganze Frucht im eigenen Sirup oder verarbeitet als Marmelade oder Gelee: Die Himbeere bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Wenn Sie ganze Himbeeren einkochen wollen, sollten Sie nur wenig Gelierzucker verwenden und die restliche Süße über normalen Zucker zuführen. Beim Kochen von Himbeermarmelade sollten Sie jedoch reichlich Gelierzucker verwenden, um eine streichzarte Konsistenz zu erhalten.

Himbeeren trocknen

Getrocknetes Obst wird immer beliebter. Viele ernährungsbewusste Hobbygärtner legen sich daher einen eigenen Dörrofen zu, um ihre liebevoll aufgezogene Ernte haltbar zu machen. Die Himbeere eignet sich allerdings nicht wirklich gut zum Trocknen. Sie hat einen hohen Wasseranteil (rund 80 %), weshalb nach dem Trocknen nur noch die Schale und die Samen übrig bleiben würden.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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