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Johannisbeeren: Alles vom Pflanzen bis zur Ernte

Johannisbeeren dürfen in keinem Garten fehlen. Was es beim Pflanzen, der Pflege und bei der Ernte zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

rote Johannisbeeren im Garten

Der Anbau von Johannisbeeren lohnt sich aus vielen Gründen [Foto: Tatiana Volgutova/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren (Ribes) im eigenen Garten anzubauen, lohnt sich aus mehreren Gründen: im Supermarkt oder selbst auf dem Wochenmarkt sind sie nur selten zu bekommen und falls doch, dann lässt die Qualität oftmals zu wünschen übrig. Am besten schmecken Johannisbeeren jedoch ganz frisch – dann hat sich ihr wertvolles Vitamin C auch noch nicht verflüchtigt. Außerdem machen Johannisbeeren wirklich nicht viel Arbeit und beglücken uns über viele Jahre. Wir verraten Ihnen, wie Sie Johannisbeeren richtig pflanzen und was es bei Schnitt, Düngung und Co. zu beachten gibt.

Johannisbeeren: Eigenschaften und Herkunft

Johannisbeeren zählen zu den Stachelbeergewächsen und kommen ursprünglich aus Mittel- und Nordosteuropa. Ihr Name stammt vermutlich vom heiligen Johannes, dessen Namenstag auf den 24. Juni fällt und somit in etwa mit der Reife der Johannisbeeren zusammenfällt. Die sommergrünen Sträucher werden je nach Sorte ein bis maximal zwei Meter hoch.

rote und schwarze Johannisbeeren im Korb im Garten

Je nach Sorte können die Beeren zwischen Juni und August geerntet werden [Foto: Bo Starch/ Shutterstock.com]

Die Beeren, die man je nach Sorte zwischen Juni und August ernten kann, wachsen an Trauben. Im Vergleich zu Himbeeren (Rubus idaeus, Sammelsteinfrüchte) oder Erdbeeren (Fragaria, Sammelnussfrüchte) handelt es sich bei den Früchten der weißen (Ribes sativa), roten (Ribes robrus) und auch der schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) um echte Beeren.

Johannisbeerarten und -sorten: Übersicht

Johannisbeeren werden anhand ihrer Farbe unterschieden – so gibt es rote, weiße und schwarze Exemplare. Die verschiedenfarbigen Johannisbeeren variieren dabei in den Inhaltsstoffen und somit auch im Geschmack. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht zu den verschiedenen Arten der Johannisbeere sowie einige der jeweils besten Sorten.

  • Rote Johannisbeeren: Höchster Gehalt an Fruchtsäuren verglichen mit weißen und schwarzen Johannisbeeren; Geschmack normalerweise süß-säuerlich bis sauer; werden frisch, als Saft, Konfitüre oder als Kuchen verzehrt; die besten Sorten sind Geschmacksache – wir empfehlen beispielsweise ‚Jonkheer van Tets‘ und ‚Rotet‘.
  • Weiße Johannisbeeren: Sie sind etwas milder und süßer als rote Johannisbeeren; sehr geschätzt für die Verarbeitung zu Beerenwein; bewährte Sorten sind zum Beispiel ‚Weiße Versailler‘, ‚Primus‘ und ‚Witte von Huismann‘.
  • Schwarze Johannisbeeren: Sie werden seltener frisch verzehrt, obwohl sie fünfmal so viel Vitamin C enthalten wie weiße oder rote Johannisbeeren; werden wegen ihres herben Geschmacks oft zu Gelee, Säften oder Dessertweinen verarbeitet; wir haben im Garten sehr gute Erfahrungen mit den Sorten ‚Bona‘ und ‚Ometa‘ gemacht.
weiße, schwarze, rote Johannisbeeren

Johannisbeeren werden anhand ihrer Farbe unterschieden [Foto: marcin jucha/ Shutterstock.com]

Weiterhin gibt es auch noch die Blutjohannisbeeren (Ribes sanguinum). Diese werden allerdings als Zierpflanzen und nicht zum Verzehr angebaut. Ihre wenigen Früchte haben kaum Aroma. Sie sind zwar nicht giftig, eignen sich aber dennoch nicht zum Verzehr. Aufgrund ihrer schönen Frühjahrsblüten sind Blutjohannisbeeren aber dennoch beliebt. ‚Snowflame‘ ist beispielsweise eine schöne Sorte.

Eine größere Übersicht mit unseren Lieblingssorten haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Johannisbeeren kaufen oder selbst vermehren?

Johannisbeersträucher können im Baumarkt, Gartenfachhandel und auch im Internet erworben werden. Wer keine neuen Pflanzen kaufen möchte, kann seine Johannisbeerpflanzen aber auch selbst vermehren. Bis zur ersten Ernte der leckeren Früchtchen braucht es dann allerdings etwas Geduld.

Johannisbeeren kaufen: Das ist zu beachten

Wer sich beim Kauf von Johannisbeeren für gesunde Pflanzen einer robusten, regenfesten Sorte entscheidet, kann sich später viel Arbeit ersparen. Denn in der Regel werden diese Pflanzen seltener von Krankheiten befallen. Grundsätzlich lohnt es sich, wenn man sich bereits vor dem Kauf überlegt, welche Sorten  für den eigenen Garten infrage kommen. Es gibt schließlich vom Geschmack über den Erntezeitpunkt, die Fruchtgröße oder die Farbe bis hin zur Widerstandfähigkeit gegenüber verschiedenen Krankheiten viele Kriterien zu beachten.

Johannisbeeren selbst vermehren

Die einfachste Methode, um Johannisbeeren selbst zu vermehren, ist die Stecklingsvermehrung. Dabei wird die Mutterpflanze quasi geklont, die Stecklinge gehören also derselben Sorte an wie die Mutterpflanze. Dabei handelt es sich korrekterweise eher um Steckhölzer, da die Triebe zur Vermehrung meist schon deutlich verholzter sind als krautige Stecklinge.

Triebe an Johannisbeerpflanze im Garten

Aus einem Trieb können mehrere Steckhölzer geschnitten werden [Foto: ALEX2016/ Shutterstock.com]

Das Vermehren von Johannisbeeren mittels Stecklingen in aller Kürze:

  • 20 cm lange Stecklinge mit mindestens 2 – 3 Augen schneiden
  • Nährstoffreiches, humusreiches Anzuchtbeet oder -topf vorbereiten
  • Stecklinge einsetzen, sodass noch mindestens 2 Augen aus der Erde herausschauen; dabei darauf achten, dass die Knospen nach oben zeigen
  • Ausreichend gießen und einige Wochen feucht halten
  • Wenn die ersten Triebe 5 – 10 cm groß sind, werden die Triebspitzen abgeschnitten
  • Nach 6 – 12 Monaten in einen größeren Topf oder an den endgültigen Platz umpflanzen
  • Erste Ernte ungefähr nach 3 Jahren

Eine ausführliche Anleitung zur Stecklingsvermehrung von Johannisbeeren finden Sie hier.

Johannisbeeren pflanzen: Zeitpunkt und Vorgehen

Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen, wie Sie Johannisbeeren erfolgreich in Ihrem Garten anbauen können.

Johannisbeeren: Der richtige Standort

Johannisbeerpflanzen bevorzugen einen leicht sauren, mittelschweren und humusreichen Boden. Da sie Wald- und Sumpfpflanzen sind, benötigen sie zudem einen gleichmäßig feuchten Boden. Um dies besser zu gewährleisten, bedeckt man sie oft mit einer Schicht Mulch, beispielsweise mit Grasschnitt, Stallmist oder Rindenmulch. Diese Mulchschicht schützt die Wurzeln der Pflanze im Winter ebenfalls vor Frösten.

An diesem Standort fühlen sich Johannisbeeren wohl:

  • Sonnig bis halbschattig (für den Halbschatten empfehlen wir weiße Johannisbeeren)
  • Boden muss nicht tiefgründig sein; ein großer Pflanztrog oder ein niedriges Beet (40 cm) reichen daher auch aus
  • Bei starken Frösten und hoher Spätfrostgefahr sind mobile Pflanztröge und -kübel die bessere Wahl; bei Frostgefahr diese beispielsweise in die Garage schieben oder tragen
  • Boden sollte gut Feuchtigkeit halten können; ein mittelschwerer Boden ist daher ideal
Rote Johannisbeeren in der Sonne

Johannisbeeren bevorzugen einen sonnigen Standort [Foto: Ivanova Viktoriya/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren: Wann am besten pflanzen?

Am besten wurzeln Johannisbeeren, wenn man sie im Herbst nach dem Laubfall oder im zeitigen Frühjahr, bevor sie neu austreiben, pflanzt. Zu diesen Zeitpunkten ist der Boden meist gut durchfeuchtet, der Wasserbedarf der noch nicht ausgetriebenen Pflanzen noch deutlich niedriger und die Gefahr, dass die jungen, schlecht verwurzelten Pflanzen austrocknen, geringer. Grundsätzlich ist das Pflanzen aber fast das ganze Jahr über möglich. In dem Fall sollten Sie lediglich nach dem Pflanzen auf eine gute Wasserversorgung achten.

Johannisbeeren pflanzen: Anleitung

Das Pflanzen von Johannisbeeren funktioniert im Grunde genauso wie bei anderen Beerensträuchern oder Obstbäumen. Der einzige Unterschied, den Sie beachten sollten, ist, dass die Pflanzen etwas tiefer in die Erde gesetzt werden müssen – rote und weiße Johannisbeeren einige Zentimeter und schwarze Johannisbeeren sogar eine Handbreit. Das fördert die Ausbildung neuer Jungtriebe, was vor allem bei schwarzen Johannisbeeren von Bedeutung ist, da diese nur an den einjährigen Trieben Früchte tragen.

Johannisbeeren pflanzen – so gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Befreien Sie den Boden von Unkräutern, damit diese nachher nicht in den Wurzelstock wachsen.
  2. Graben Sie ein Pflanzloch aus und lockern Sie den Boden daneben und darunter mit einer Grabgabel.
  3. Die stärksten und schönsten fünf bis sechs Triebe, die möglichst in verschiedene Richtungen wachsen, werden ausgewählt und auf ein Drittel ihrer Trieblänge zurückgeschnitten. Es sollten dabei aber noch drei bis fünf Knospen pro Trieb bestehen bleiben. Die restlichen Triebe schneiden Sie ab.
  4. Tauchen Sie den Wurzelballen kurz in Wasser, damit er sich damit vollsaugt.
  5. Setzen Sie rote und weiße Johannisbeeren einige Zentimeter tiefer als ursprünglich und schwarze Johannisbeeren eine Handbreit tiefer als zuvor im Topf in das Pflanzloch.
  6. Füllen Sie das Pflanzloch mit Komposterde auf, drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie großzügig.

Tipp: Häufen Sie rund um die Pflanze etwas Erde an. Dieser Damm dient beim Gießen dazu, dass das Wasser nicht wegläuft und die Pflanzenwurzeln erreichen kann.

  1. Bedecken Sie die Bodenoberfläche mit Mulch (Rindenmulch bei kalkreichen Böden, Grasschnitt, Stroh, Mist etc.).
junge Johannisbeere frisch eingeplanzt mit Schaufel

Das Pflanzloch sollte mit Komposterde aufgefüllt werden [Foto: Elena M. Tarasova/ Shutterstock.com]

Wichtig bei Hochstämmen: Vor der Pflanzung wird in das Pflanzloch ein Pfahl geschlagen, an dem der Hochstamm nach der Pflanzung befestigt wird. Übrigens tragen die Stämmchen durchschnittlich auch nach einigen Jahren weit weniger Johannisbeeren als ein gut entwickelter Busch. Hier müssen Sie sich also zwischen Optik und Ertrag entscheiden. Außerdem müssen Hochstämmchen auch stärker und regelmäßiger geschnitten werden, damit sie eine schöne Form behalten. Sie bereiten also ein wenig mehr Arbeit.

Ausführliche Informationen und Tipps zum Pflanzen von Johannisbeeren finden Sie darüber hinaus hier.

Johannisbeeren umpflanzen

Beim Umpflanzen von Johannisbeeren gilt es, das Alter der Pflanze zu beachten. Nach dem Umpflanzen dauert es zwei bis drei Jahre, bis sich der Strauch komplett erholt hat und hoffentlich wieder so reichlich Beeren trägt wie zuvor. Ein solches Vorgehen lohnt sich daher nur bei jüngeren Sträuchern. Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen ist dabei der Herbst. Der Boden trocknet dann weniger schnell aus und die Wurzeln, die sich erst wieder neu im Boden verankern müssen, finden genügend Wasser.

Das Vorgehen ist ganz ähnlich wie beim Pflanzen von Johannisbeeren, jedoch sollten Sie beim Umpflanzen auch die Wurzeln der Johannisbeere leicht beschneiden. Das Pflanzloch sollten Sie großzügig ausheben und auch beim Ausgraben weitflächig vorgehen. Man sticht mit dem Spaten einen Kreis um die Pflanze, der größer als der Strauchdurchmesser ist, und versucht mit einer Grabgabel, den Boden so tief wie möglich unter dem Strauch zu lockern. Anschließend heben Sie die Johannisbeerpflanze aus und schneiden beschädigte Wurzeln bis auf das gesunde Gewebe zurück. Nun versetzen Sie die Pflanze an ihren neuen Platz und füllen das Pflanzloch großzügig mit Kompost auf.

Johannisbeeren gießen und düngen

Johannisbeeren wurzeln nicht tief, bevorzugen aber einen feuchten Boden, der nur selten austrocknet – und wenn, dann nicht allzu lange. Das stellt ganz besondere Ansprüche an ihre Wasserversorgung. Wir geben Ihnen Tipps und verraten Ihnen zugleich, worauf es bei der richtigen Nährstoffversorgung von Johannisbeeren ankommt.

Johannisbeere wird gegossen

Johannisbeeren bevorzugen einen feuchten Boden [Foto: Alexsander Ovsyannikov/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren richtig gießen

Besonders in den warmen und trockenen Sommermonaten möchten Johannisbeersträucher ausreichend gegossen werden. Da bei vielen Sorten die Wurzeln nicht sehr tief ins Erdreich vordringen, ist eine regelmäßige Wassergabe bei ausbleibendem Regen unabdingbar. Häufigkeit und Menge des Gießens sind dabei aber stark von den Bodengegebenheiten abhängig. Generell gilt: Aufgrund der besseren Wasserspeicherung müssen Johannisbeeren auf schweren, eher lehmigen Böden nicht so häufig gegossen werden wie an sandigen Standorten. Übrigens ist der Wasserbedarf jeder Pflanze während der Blüte und der Fruchtbildung am höchsten, in der Zeit dazwischen sollte es aber auch nicht zu längeren Trockenzeiten kommen. Nach der Ernte müssen Sie sich in der Regel also keine Sorgen mehr um Ihre Johannisbeeren machen. Wenn es im Herbst einmal ausgesprochen wenig regnet, freuen sich die Pflanzen alle paar Wochen allerdings über etwas zusätzliches Wasser, doch in einem regulären Herbst mit gelegentlichen Niederschlägen wird der niedrige Wasserbedarf zu dieser Zeit gut gedeckt.

Plantura-Tipp: Das Mulchen von Johannisbeersträuchern – beispielsweise mit Stroh, Grasschnitt oder Rindenmulch – vermindert die Verdunstung des Bodenwassers und hält die Pflanzen dadurch feuchter. Beachten Sie aber die Konsequenzen, die Mulchmaterialien wie Stroh und Rindenmulch  für die Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen mit sich bringen.

Johannisbeeren richtig düngen

Gedüngt werden Johannisbeeren am besten schon im Februar. Ein organischer Dünger, der allmählich seine Wirkung entfaltet, stellt den Johannisbeeren vom zeitigen Frühjahr, wenn das Triebwachstum beginnt, bis hin zur Fruchtbildung über lange Zeit viele Nährstoffe zur Verfügung. Wir empfehlen aufgrund dieser erwünschten Langzeitwirkung organische Dünger wie Rottemist, Kompost oder unseren Plantura Bio-Universaldünger.

Plantura Dünger mit grünem Hintergrund

Zum Düngen von Johannisbeeren wird organischer Dünger empfohlen

Zudem fördern organische Dünger in Bio-Qualität ein aktives Bodenleben und sind wesentlich umweltfreundlicher als mineralische, schnell wirksame Varianten. Von Hornprodukten raten wir ab, da diese zu wenig Kalium enthalten und die Johannisbeeren somit nur ungenügend versorgen.

Johannisbeeren im Topf gießen und düngen

Da Pflanzen im Topf aufgrund des geringeren Substratvolumens schneller austrocknen, müssen Johannisbeersträucher im Topf häufiger gegossen werden als im Freiland. Gedüngt werden die Exemplare im Topf ebenso im Februar, allerdings mit wesentlich geringeren Mengen als Pflanzen im Freiland. Denn Pflanzen an diesem Ort können nicht so viele Triebe und auch nicht so viele Früchte bilden wie Pflanzen, die sich frei ausbreiten können. Deshalb können sie nicht so viel Dünger verwerten wie ihre Geschwister im Beet. Wir empfehlen bei der Mindest- und Maximalangabe für organische Handelsdünger etwas weniger als die Mindestempfehlung zu verwenden. Vom Plantura-Dünger, bei dem wir 90 bis 140 g pro Johannisbeerpflanze empfehlen, reichen bei einer kleinen Topfpflanze 60 g und bei einer großen 80 g bereits gut aus.

Johannisbeeren schneiden

Um jedes Jahr viele Beeren ernten zu können, lohnt es sich, die Johannisbeeren gut zu pflegen. Dazu gehört neben dem Gießen und Düngen auch, sie regelmäßig zu schneiden. Ein solcher Schnitt regt das Wachstum neuer, früchtetragender Triebe an. Die alten, nicht mehr tragenden Ruten werden entfernt, damit die jungen mehr Licht erhalten und aromatische Früchte ausbilden können. Gut durchlüftete Sträucher sind darüber hinaus auch weniger anfällig für Pilzkrankheiten.

Johannisbeeren werden mit gelber Gartenschere geschnitten

Für eine gute Ernte müssen Johannisbeersträucher regelmäßig geschnitten werden [Foto: Oleksandr Chub/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren schneiden: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Johannisbeeren werden üblicherweise im Sommer nach der Ernte oder vor dem Austrieb im Februar geschnitten. Im Sommer wird der Johannisbeerstrauch vor der Ernte manchmal auch noch zusätzlich ausgedünnt. Dadurch können Sie die Bildung der Blütenknospen an den verbleibenden Trieben durch die bessere Belichtung fördern.

Johannisbeeren schneiden: Anleitung

Beim Schneiden der Johannisbeeren sollten Sie darauf achten, ob es sich um rote beziehungsweise weiße oder schwarze Sorten handelt. Weiße und rote Johannisbeersorten bilden die meisten Früchte an den Seitentrieben der ein- bis dreijährigen Haupttriebe. Triebe, die älter als drei Jahre sind, bilden nur noch wenige Seitentriebe mit kleinen Früchten und müssen daher durch jüngere Triebe ersetzt werden. Schwarze Johannisbeeren tragen ihre Früchte überwiegend an einjährigen Trieben. Bei ihnen muss also das Wachstum neuer, junger Triebe noch stärker gefördert werden.

Johannisbeeren schneiden in aller Kürze:

  1. Schneiden Sie bei roten und weißen Johannisbeeren alle Haupttriebe ab, die älter als vier bis fünf Jahre alt sind. Bei schwarzen Johannisbeeren können Sie auch die einjährigen Triebe, die in diesem Jahr Früchte getragen haben, bereits zurückschneiden.
  2. Als Faustregel gilt: Zwischen acht und zwölf Haupttriebe sind ideal für die Pflanze. Schneiden Sie übrige, schwache und nach innen wachsende Triebe ab.
  3. Dieser Schritt ist vor allem bei den roten und weißen Johannisbeeren zu beachten: Bei den ausgewählten acht bis zwölf Trieben werden die Seitentriebe, die dieses Jahr Früchte getragen haben, bis auf einen Stummel auf den Haupttrieb zurückgeschnitten. Von den neu gewachsenen Seitentrieben werden pro Haupttrieb bis zu acht belassen. Die übrigen (tief ansetzende, dünne, steil wachsende, herabhängende) Seitentriebe sollten Sie direkt am Haupttrieb abschneiden.
  4. Entfernen Sie ebenfalls kranke und vertrocknete Zweige.
  5. Bei roten und weißen Johannisbeeren: Bei schwachwüchsigen Sorten kürzen Sie einjährige Triebe um etwa ein Drittel. Das verbessert die Verzweigung, also die Bildung neuer Seitentriebe.
Johannisbeere wird mit roter Gartenschere geschnitten

Zwischen acht und zwölf Haupttriebe sind ideal [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Mehr Informationen zum idealen Schnitt von Johannisbeeren sowie zum sommerlichen Auslichtungsschnitt finden Sie in unserem Experten-Artikel.  

Johannisbeeren ernten: Wann ist Erntezeit?

Je nach Sorte reifen rote und weiße Johannisbeeren in der Regel zwischen Juni und August. Schwarze Johannisbeeren beginnen im Juli, reife Früchte zu tragen. Wann genau die Früchte reif zum Pflücken sind, ist aber gar nicht so einfach festzustellen. Die Beeren nehmen ihre sortentypische Farbe an und werden mit zunehmender Reife etwas weicher. Ganz weiche Früchte sind jedoch oft überreif und fallen sogar vom Strauch ab. Wenn beim Abzupfen noch Widerstand zu spüren ist, sollte man noch ein paar Tage warten. Wenn die Früchte sich leicht lösen lassen, sind sie meist reif. Auch ein süßlicher Geschmack lässt auf die Erntereife schließen. Hier gibt es allerdings auch große Sortenunterschiede.

Plantura-Tipp: Ernten Sie nur an trockenen Tagen, denn nasse Früchte neigen zu Fäulnis. Deshalb raten wir Ihnen auch, die Früchte immer erst unmittelbar vor dem Verzehr oder der Verarbeitung zu waschen.

Johannisbeeren können einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Am gesündesten sind sie jedoch ganz frisch, wenn das licht- und wärmeempfindliche Vitamin C noch in vollem Umfang vorhanden ist. Wegen ihres hohen Anteils an Fruchtsäure eignen sich Johannisbeeren besonders gut zur Herstellung von Kuchen, Torten, Marmeladen und Gelee.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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