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Karotte: Herkunft und Anbau im heimischen Beet

Die Karotte gehört zu den beliebtesten Wurzelgemüsen und wächst auch im eignen Garten. Wir geben Tipps zum Anbau, Ernten und Lagern.

Bunt und gesund [Foto: mattbpics]

Wie auch immer man die beliebte Wurzel nennen mag: Die Karotte, auch Gelbe Rübe oder Möhre genannt hört auf den wissenschaftlichen Namen Daucus carota subsp. sativus. Wie der Fenchel gehört die Karotte zu der Familie der Doldenblütler. Besonders auf Grund des hohen Carotingehalts wird das Gemüse sehr geschätzt.

Ursprünglich stammt die Karotte vermutlich aus Südeuropa, Nordafrika oder Vorderasien. Schnell verbreitete sich das beliebte Gemüse in ganz Europa und Asien aus. Dies ist nicht verwunderlich, da die Karotte vom gemäßigten bis hin zum subtropischen Klima bestens gedeiht.

Synonyme: Gelbrübe, Gelbe Rübe, Möhre, Mohrrübe, Wurzel, Rüebli (CH), carrot (engl.)

Karotten-Anbau: Wir zeigen wie es geht

Die Karotte mag es gerne sonnig bis halbschattig und bevorzugt einen lockeren Boden. Dies ist notwendig, damit sich die Wurzel unbeschwert bilden und ausbreiten kann. Die Pflanze ist ein klassischer Vertreter der Mittelzehrer. Magere Böden müssen somit mit etwas Kompost und Mist aufgebessert werden.

Mit der Saat kann man im unbeheizten Gewächshaus ab Ende Februar beginnen. Im Freiland sät man direkt ins Beet. Dies kann ab Ende März und theoretisch bis in den Sommer erfolgen. Will man Karotten jedoch einlagern, sollte man diese recht früh und nicht später als Mai säen. Je nach der Temperatur kann die Keimung auch über zwei Wochen dauern.

Abhängig vom Verwendungszweck sollten die Karotten im Abstand zwischen 3 und 6cm gepflanzt werden. Je größer die Wurzeln werden sollen (Bsp. bei Lagersorten) desto größer muss der Abstand gewählt werden. Der typische Reihenabstand ist 30cm.
Während der Wachstumsphase ist in einem gut vorbereiteten Boden keine zusätzliche Düngung erforderlich. Bei Trockenheit sollte allerdings gegossen werden.

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Karotten-Sorten

Eine Unterteilung bei Karotten kann in Früh-, Sommer- und Herbstmöhren erfolgen. Auch kann man in die diversen Farben und Formen unterscheiden. Denn es gibt auch violette oder gelbe und kugelrunde Karotten.
Eine umfangreiche Sortenübersicht finden Sie hier: Karotten: die richtige Sorte zum Anbauen wählen.

  • Adelaide (F1): sehr frühe Sorte mit sehr gutem Geschmack und zarter Textur; recht kompakte Sorte mit kleineren Wurzeln; ideal zur Kultur auf dem Balkon oder der Terrasse.
  • Fucino: bewährte, italienische Sorte mit gutem Geschmack und zarter Textur.
  • Nandor (F1): kompaktere Sorte mit guten Eigenschaften; zur Kultur im Blumentopf auf Balkon und Terrasse geeignet.
  • Paris Market: altbewährte, kugelrunde Sorte mit rot-orangenen Wurzeln; eine der ersten Sorten für den Hobbyanbau; sehr guter Geschmack und Textur.
  • Purple Haze (F1): außergewöhnliche Erscheinung; tiefviolette Schale; im Inneren geht die Farbe wieder in Richtung orange; guter Geschmack, hoher Carotingehalt; bestens zum Frischverzehr und zur Einlagerung geeignet.
  • Rotin: sehr beliebte Sorte mit sehr hohem Carotingehalt; Rotin verfärbt sich schnell intensiv orange und hat einen hohen Zuckergehalt.
  • Sugarsnax 54 (F1): sehr frühe Karottensorte mit hohem Karotingehalt; zart und gut für den Rohverzehr.
  • Totem: bewährte, frühe Sorte mit hohem Ertrag und gutem Geschmack; kräftige Färbung und hoher Carotingehalt.
  • Yellowstone: Sorte die dem Namen Gelbe Rübe gerecht wird; intensiv gelbe Wurzeln mit einem guten, fruchtigen Geschmack; ideal um dem ein oder anderen Gericht einen neuen Anstrich zu verleihen.

So bunt und vielfältig ist die Karotte [Foto: Stephen Ausmus]

Ernte und Lagerung von Karotten

Generell kann man, wie bereits erwähnt, Karotten in verschiedene Kategorien einordnen. Die genaue Entwicklungszeit hängt vom Zeitpunkt der Aussaat und der Sorte ab.

  • Frühe Karotten: 70 bis 90 Tage
  • Sommer-Karotten: 110 bis 135 Tage
  • Späte Karotten/ Lagerkarotten: 170 bis 220 Tage

Inhaltsstoffe und Verwendung

Bekannt ist die Karotte für den hohen Gehalt an Carotin. Dieser ist unter den Gemüsearten der höchste, kann jedoch je nach Sorte und Anbauart um den Faktor 6 variieren. Besonders die rot-violett bis purpurnen Sorten enthalten zudem auch Anthocyane. Karotten enthalten vergleichsweise viel Zucker (bis zu 10g pro 100g Frischgewicht) und ätherische Öle. Diese machen auch den Geschmack der Karotte so unverkennbar.

Der Einsatz der Karotte ist sehr vielseitig. Roh kann man die Wurzel in einen Salat reiben, pur essen oder entsaften. Gedünstet oder angebraten kann sie als Beilage zu Deftigem dienen oder findet ihren Weg als Suppen- oder Bratengemüse in das Gericht.

Bauen Sie das Futter für Ihren kleinen Liebling einfach selber an [Foto: Ketzirah Lesser & Art DrauglisCC BY-SA 2.0]

Schädlinge und Krankheiten

Karotten können im eigenen Garten auch ohne Pflanzenschutz gut angebaut werden. Häufig kann ein Fraß durch Nagetiere wie Wühlmäuse auftreten. Neben diesen Schädlingen ist besonders die Karotten-/Möhrenfliege erwähnenswert. Wichtig ist, dass die Wurzeln immer mit Erde bedeckt sind und die Pflanze auch beim Jäten oder Hacken nicht verletzt wird. Denn dann lockt der Geruch die Möhrenfliege an. Mit Netzen und Fleece kann man den Pflanzen einen natürlichen Schutzschild vor dem Schädling geben.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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