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Kartoffeln düngen: Experten-Tipps zur richtigen Düngung

Kartoffeln sind vielseitig und beliebt. Wann, wie und womit man die starkzehrende Kartoffel am besten für eine reiche Ernte düngt, erfahren Sie hier.

Kartoffeln auf der Erde
Für eine reiche Ernte benötigt die Kartoffel eine optimale Versorgung mit Nährstoffen [Foto: nednapa/ Shutterstock.com]

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist ein Nachtschattengewächs (Solanaceae), das aus Südamerika stammt erst vor etwa 400 Jahren von Seefahrern nach Europa gebracht wurde. Seither ist das Knollengemüse ein wichtiges Nahrungsmittel, das auch in vielen Hausgärten angebaut wird. Für ausreichendes Wachstum und eine reiche Ernte muss man die starkzehrenden Kartoffelpflanzen jedoch optimal mit Nährstoffen versorgen.

Wann sollte man seine Kartoffeln am besten düngen? Welche Dünger sind geeignet und wie geht man bei der Düngung richtig vor? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen der Kartoffeln?

Grundsätzlich sollte man wissen, dass Kartoffeln nicht aus Samen, sondern aus Saatkartoffeln oder gesunden, noch nicht gekeimten Lagerkartoffeln gezogen werden. Jede „Mutterkartoffel“ bildet dabei Ausläufer, die wiederum bis zu zwölf neue Knollen bilden können. Aufgrund seines hohen Nährstoffbedarfs ist dieses Knollengemüse im Gartenjahr ideal als Erstkultur geeignet. Die erste Düngung findet am besten bereits bei der Pflanzung im Frühjahr statt. Man unterscheidet hierbei grundsätzlich zwischen frühen und späten Kartoffel-Sorten.

Frühkartoffeln wachsen relativ schnell, können schon im Juni geerntet werden und sind dann für den sofortigen Verzehr geeignet. Die vorgekeimten Knollen können Sie, wenn sich der Boden genug erwärmt hat, bereits Anfang April pflanzen und erstmals düngen. Die Pflanzung und Düngung von späten Sorten für die Haupternte im Herbst findet hingegen erst von Ende April bis Anfang Mai statt. Spätestens nach zwei Monaten sollte man dann erneut düngen um die Kartoffeln optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Um Pflanzen, Boden und Tiere im Garten zu schonen, sollten Sie dabei am besten auf organische Langzeitdünger in Bio-Qualität zurückgreifen. Die optimale Düngermenge kann je nach Produkt unterschiedlich sein. Berücksichtigen Sie daher immer die jeweiligen Angaben des Herstellers.

Eine keimende Kartoffel wird in die Erde gepflanzt
Die erste Düngung findet am besten schon bei der Pflanzung der Kartoffel statt [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Für einen optimalen Start der jungen Kartoffelpflanzen hat es sich bewährt, bereits im Herbst etwas verrotteten Stallmist oder Kompost in den Boden einzuarbeiten.

Kartoffeldünger: Wie und womit Kartoffeln düngen?

Eine reiche Ernte lässt sich nur dann erzielen, wenn man die Kartoffel ausreichend düngt. Eine Überdüngung oder eine unausgewogene Düngung ist jedoch auch nicht wünschenswert und kann zudem zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit der Pflanze führen. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten für eine optimale Düngung vor.

Kartoffeln organisch düngen

Es macht sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit Sinn, im eigenen Garten auf organische Langzeitdünger zu setzen. Diese bestehen zu einem großen Teil aus organischem Material, welches den Bodenlebewesen als Nahrung dient und von ihnen nach und nach abgebaut wird. Die enthaltenen Nährstoffe werden der Pflanze so verfügbar gemacht und gleichzeitig wird die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Durch den Verzicht auf Chemie sind die Dünger außerdem besonders schonend für die Umwelt.

Unser Plantura Bio-Tomatendünger erfüllt alle diese Kriterien und zeichnet sich zudem durch seine nachhaltige Herstellung und die einfache Dosierbarkeit aus. Die Nährstoffgehalte des Düngers richten sich nach den Bedürfnissen starkzehrender Gemüsesorten. Daher ist er auch ideal für die Düngung von Kartoffeln geeignet. Die Granulatform sorgt zudem dafür, dass alle wichtigen Nährstoffe für Ihre Pflanze auf natürliche Weise sofort sowie auch langfristig verfügbar sind.

Unser Plantura Bio-Universaldünger
Unser Plantura Bio-Dünger sorgt dafür, dass alle wichtigen Nährstoffe für Ihre Pflanze auf natürliche Weise sofort sowie auch langfristig verfügbar sind.

Damit Ihre Pflanze optimal mit Nährstoffen versorgt wird, haben wir nachfolgend für Sie eine genaue Anleitung vorbereitet.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Kartoffeln

  • Vor der Pflanzung: 100 – 180 g/m² unseres Plantura Bio-Tomatendüngers in die oberen Bodenschichten einarbeiten
  • Nach der Pflanzung gut angießen, damit sich das Granulat lösen kann
  • Nach 2 Monaten sollten Sie nochmals 80 – 120 g (7 – 10 gehäufte Esslöffel) pro Pflanze düngen
Plantura Bio-Tomatendünger
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Kartoffeln mineralisch düngen: Blaukorn, Kalkstickstoff und Co.

Mineralische Dünger sind leicht löslich und können von der Pflanze direkt aufgenommen werden. Die gewählte Düngermenge sollte jedoch dem Nährstoffbedarf der Pflanze angepasst sein. Dies kann sich bei diesen Düngern als relativ schwierig erweisen. Daher besteht auch eine erhöhte Gefahr der Überdüngung und Auswaschung der Nährstoffe. Darüber hinaus schaden die Düngesalze dem Bodenleben: Die Menge stickstofffixierender Bakterien nimmt ab und Regenwürmer verschwinden.

Kartoffeln mit mineralischem Dünger
Experten vermuten, dass mineralische Dünger bei Kartoffeln Pflanzenkrankheiten fördern [Foto: ESOlex/ Shutterstock.com]

Die Kalkdüngung bei Kartoffeln wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Experten sind der Meinung, dass das Düngemittel den Pflanzenkrankheiten fördert. Befürworter unterstreichen jedoch die Vorteile wie erhöhte Erträge und Qualitätssteigerungen. Der Kalk erhöht den pH-Wert des Bodens und das Ammonium versorgt die Pflanze über einen längeren Zeitraum mit Stickstoff. Kalkstickstoff, oft als „Perlka“ angeboten, sollte man nur mit Bedacht und vor allem früh genug vor der Pflanzung (spätestens drei Wochen davor) einsetzen. Der hohe Preis des Düngers steht jedoch meist nicht in einem vernünftigen Verhältnis zu dessen Wirkung.

Kartoffeln mit Hausmitteln düngen

Bewährte Hausmittel und natürliche Dünger aus dem Garten können ebenfalls zur Nähstoffversorgung Ihrer Kartoffeln beitragen. Bereits bei der Pflanzung können Sie etwas Kompost über die Knollen streuen, bevor Sie sie mit Erde bedecken. Kompost oder Stallmist können Sie aber auch bereits im Herbst in den Boden einarbeiten. Durch die beginnende Zersetzung über den Winter stehen der Pflanze die Nährstoffe im Frühjahr gleich zur Verfügung. Während der Blütezeit können auch selbst angesetzte Pflanzenjauchen unterstützend wirken. Brennnesseljauche ist reich an Stickstoff und wird mit der Ergänzung einer kaliumreichen Beinwelljauche zu einem wirkungsvollen Pflanzenstärkungsmittel. Am besten verdünnt man die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser und gießt die Pflanzen einmal wöchentlich in den Morgen- oder Abendstunden damit.

Mit einer stickstoffreichen Brennnesseljauche kann während der Blütezeit zusätzlich gegossen werden [Foto: Marina Onokhina/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Die Wirkung der Pflanzenjauchen kann man durch das Mulchen mit Brennnessel- und Beinwellblättern zusätzlich verstärken.

Zusammenfassung: Wie und womit die Kartoffeln düngen?

  • Die erste Düngung sollte bereits beim Auspflanzen vorgenommen werden, indem Kompost oder organische Langzeitdünger in den Boden eingearbeitet werden
  • Organische Langzeitdünger – wie unser Plantura Bio-Tomatendünger – fördern das Bodenleben und versorgen die Kartoffelpflanze langfristig mit Nährstoffen
  • Mineralische Dünger versprechen zwar eine schnelle Wirkung, bergen jedoch die Gefahr einer Überdüngung und schaden letztendlich den Bodenlebewesen
  • Natürliche Dünger (Kompost, Mist, Pflanzenjauchen) versorgen die Pflanze zusätzlich mit Nährstoffen

Gründüngung und Fruchtwechsel bei Kartoffeln

Für eine Verbesserung des Bodens kann man bereits vor der Pflanzung im Herbst eine Gründüngung säen. Besonders geeignet hierfür sind Hülsenfrüchtler (auch Leguminosen genannt) wie Erbsen (Pisum), Klee (Trifolium) und Wicken (Vicia). Sie transportieren Nährstoffe (vor allem Stickstoff) aus tieferen Bodenschichten nach oben und lockern gleichzeitig mit ihren Wurzeln den Boden. Da diese Pflanzen nicht frosthart sind, sterben sie über den Winter ab und können im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden. Aufgrund des hohen Nährstoffbedarfs empfiehlt es sich, die Kartoffeln spätestens alle vier Jahre in einem anderen Beet anzupflanzen. Wenn die Frühkartoffeln abgeerntet sind, können Sie das Beet auch bereits im Sommer für andere Gemüsearten nutzen. Diverse Kohlarten (Brassica) stellen beispielsweise geeignete Nachkulturen dar. Durch die wechselnde Bepflanzung wird ein einseitiger Nährstoffentzug des Bodens vermieden und einer Ausbreitung von Schädlingen – wie zum Beispiel des Kartoffelkäfers (Leptinotarsa decemlineata) – vorgebeugt.

Ein Kartoffelkäfer sitzt auf einem Blatt
Durch wechselnde Bepflanzung kann ein Befall von Kartoffelkäfern verhindert werden [Foto: Oleksandrum/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Kartoffeln gedeihen auch besonders gut in Mischkultur. Man kann beispielsweise Spinat zwischen die Reihen säen, später abhacken und als Mulch liegen lassen. So ersparen Sie sich das Unkrautjäten und die Wurzeln können als Humusnachschub im Erdreich verbleiben.

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