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Knoblauch: Herkunft, Bedeutung und Anbau im Garten

Knoblauch darf beim Kochen nicht fehlen. Wir zeigen Tipps und Tricks rund um den Anbau im eigenen Garten, geeignete Sorten und zur Ernte & Lagerung.

Zum Trocknen aufgehängte Knoblauch-Ernte

Knoblauch wird zum Trocknen häufig aufgehängt. [Foto: ilovebutterCC BY 2.0]

Wer gerne kocht, kommt kaum um Knoblauch (Allium sativum) herum. Während die Supermarkt Ware teilweise ungeheure Strecken zurücklegt bis die Knolle schließlich in unserer Küche landet, kann die Pflanze problemlos im Garten angebaut werden. Knoblauch gilt zudem als sehr gesund und wurde bereits zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.
Ursprünglich in Zentralasien und Persien beheimatet, verbreitete sich der Knoblauch schnell und wird mittlerweile in vielen Ländern weltweit angebaut. Über Jahrhunderte angebaut, existieren in etlichen Ländern bereits verwilderte Knoblauchpflanzen.
Synonyme: Knuflock, Chnobli (CH), garlic (engl.)

Knoblauch im Garten anbauen

Im eigenen Garten kann Knoblauch problemlos angebaut werden. Hat man im Beet keinen Platz, gelingt auch eine Kultur in größeren Blumentöpfen. Knoblauch verträgt sich bestens mit Tomaten und kann gemeinsam mit diesen in den Töpfen kultiviert werden, am besten vorab über Knoblauch-Mischkulturen. Am wohlsten fühlt sich Knoblauch an einem sonnigen Standort mit einem lockeren Boden, der leicht feucht ist. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Am besten im Herbst, sonst auch im Frühjahr, werden einige Knoblauchzehen im Abstand von 15-20cm in einer Tiefe von 3-4cm gesteckt. Der Reihenabstand sollte etwa 30cm betragen. Auch wenn Knoblauch anfänglich nur langsam wächst muss bei der Düngung abgewogen werden: Stickstoffgaben fördern zwar signifikant den Ertrag, verwässern jedoch den Geschmack. Unseren Erfahrungen nach hat sich eine gute Grunddüngung mit Kompost und Hornspänen sehr gut bewährt. Überdüngt man Knoblauch lässt er sich nur schlecht lagern und beginnt früh das Faulen. An trocknen Sommertagen muss der Knoblauch etwas gegossen werden. Regelmäßige Wassergaben sind ansonsten nicht nötig.
Eine ausführliche Anleitung finden Sie hier: Knoblauch anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • Naturen Bio Hornspäne: Hornspäne mit kombinierter Sofort- und Langzeitwirkung für alle Garten- und Balkonpflanzen. Gut pflanzenverträglich.
  • Cuxin Hochbeet- & Kräuterdünger: Hochwertiger, Organisch-mineralischer und veganer Dünger auf pflanzlicher Basis für ein optimales Wachstum und eine reiche Ernte. Ideal für die Anwendung in Hochbeeten und für die Nährstoffversorgung von Kräutern.
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.

Knoblauch Sorten: eine recht überschaubare Auswahl

Es gibt zwar unzählige Knoblauchsorten für den Erwerbsanbau, jedoch haben es in die Regale der Anbieter von Saatgut bzw. Zwiebeln nur recht wenige geschafft: Arno, Rosa und Vivalto sind drei Beispiele. Generell unterscheidet man in normalen Knoblauch und Schnittknoblauch. Bei letztem wird das Grün geerntet und verarbeitet.
Wenn Sie mehr über die Sorten erfahren möchten, schauen Sie doch mal hier vorbei: Knoblauch: die richtige Sorte zum Anbauen wählen.

  • Arno: gut wachsende Knoblauchsorte mit gutem Ertrag und weißer Außenschale.
  • Fat Leaf: Bei dieser Sorte erntet man nicht die Knollen, sondern das Blattgrün. Diese Art von Knoblauch wird folglich als Schnittknoblauch bezeichnet.
  • Neko: wüchsiger Schnittknoblauch mit einem guten Aroma; weniger intensiver Knoblauchgeschmack.
  • Rosa: ertragreiche Sorte mit einer intensiv gefärbten Außenschale.
  • Vivalto: ertragreiche Knoblauchsorte mit leicht rosagefärbten Außenschale; einfach und robust im Anbau.

Ernte, Trocknung und Lagerung von Knoblauch

Zum trocknen an einer Hauswand aufgehängter Knoblauch

Knoblauch kann man zum Trocknen auch an eine geschützte Hauswand hängen.
[Foto: Cristina]

Geerntet wird im Herbst, wenn in etwa das obere Drittel der Pflanze das welken beginnt. Beim Ausgraben sollte man darauf achten, dass die Knollen nicht beschädigt werden. Dies ist ein Einfallstor von Krankheitserregern, die häufig zum Verfaulen der Knolle führen. Ist die Witterung trocken lässt man den frisch geernteten Knoblauch erstmal auf dem Beet vortrocknen. Anschließend kann man die Pflanzen zu einem Zopf flechten oder einzeln an einer überdachten und luftigen Stelle aufhängen. Gut getrockneter Knoblauch ist lange haltbar. Man wählt man besten einen kühlen, trockenen und dunklen Raum zur Lagerung. Im Kühlschrank sollte man Knoblauch nicht lagern. Hier ist es zu kühl und zusätzlich entzieht man der Knolle Feuchtigkeit. Somit geht nach einigen Tagen das Aroma verloren. Einige Leute schneiden den Knoblauch in kleine Würfel und trocknen diese langsam im Ofen. Hier geht zwar Geschmack verloren, das Endergebnis ist für eine Trocknung dennoch akzeptabel. Auch ein Einlegen in Olivenöl (ggf. mit etwas Chili und Rosmarin) ist eine Möglichkeit das tolle Knoblaucharoma zu erhalten.
Noch mehr Wissenswertes finden Sie hier: Knoblauch: Ernten und lagern.

Inhaltsstoffe und Verwendung in der Küche

Besonders die schwefelhaltigen sekundären Pflanzstoffe wie Alliin sind für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich. Allerdings wird genau diesen Stoffen auch eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Kalium und Phosphate sind zwei der enthaltenen Mineralstoffe. Bezüglich der dem Knoblauch zugeschriebenen Effekte ist sich die Forschung sich nicht einig. Einige Studien zeigen einen positiven Einfluss auf Blutdruck, Cholesterinspiegel und Blutfett auf, jedoch gibt es auch Studien die diesen Ergebnissen widersprechen.

Nichtsdestotrotz ist Knoblauch sehr lecker und darf vor allem an mediterranen und asiatischen Gerichten eigentlich nicht fehlen. Beim Anbraten sollte man jedoch aufpassen, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind und der Knoblauch zu dunkel wird. Denn dann schmeckt er bitter.

Krankheiten und Schädlinge im Knoblauchanbau

Knoblauch ist eine der wenigen Pflanzen, die problemlos im Garten wachsen. Einmal eingepflanzt kann man mit Ausnahme von Wassergaben im Hochsommer sich entspannt zurücklehnen und die Ernte abwarten. In sehr regnerischen Jahren können die Knollen bereits im Beet faulen. Selbiges tritt an Standorten mit Staunässe aus. Im Erwerbsanbau gibt es ab und an den Knoblauchrost, weshalb Bauern auch penibel die Fruchtfolge beachten sollten.

 

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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