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10 Tipps für frischen Rosmarin aus dem eigenen Beet

Kräftig, würzig, lecker – so kennen wir Rosmarin. Wie Sie Ihren eigenen Vorrat des gesunden Gewürzes anbauen, erklären wir Ihnen in diesen zehn Tipps.

Rosmarin gebunden auf Holz Küchenkräuter

Das mediterrane Küchenkraut ist in Deutschland sehr beliebt [Foto: Nataliia K/ Shutterstock.com]

Obwohl Rosmarin aus dem Süden Europas kommt, fand das „Weihrauchkraut“ schon im Mittelalter seinen Weg in die deutsche Küche. Seitdem verwöhnt der aromatische Strauch deutsche Gaumen und gibt nicht nur mediterranen Gerichten das bestimmte Etwas. Wie auch Sie Rosmarin ganz einfach im eigenen Garten pflanzen können, erfahren Sie hier.

Tipp 10: Standort und gute Nachbarschaft

Der Rosmarin mag mediterranes Klima. Sonnige, warme und windgeschützte Stellen sind also ganz nach seinem Geschmack. Zu warm kann es dem Rosmarin dabei fast nicht werden, Kälte verträgt er dagegen nicht so gut, weshalb er sich in frostanfälligen Regionen eher als Topfpflanze eignet. Seinen Boden mag er trocken und durchlässig. Ist der Boden zusätzlich noch steinig und kalkhaltig, gedeiht der Rosmarin besonders gut. Aber auch die Wahl seiner Beetnachbarn sollte bedacht werden: Salbei verträgt sich gut mit dem grünen Strauch und auch Möhren und Kohl eignen sich. Eine besonders gute Nachbarschaft hält der Rosmarin zu Bohnen. Der Geruch des Rosmarins vertreibt lästige Schädlinge und verhilft so den Bohnen zu Höchstleistungen.

Rosmarin im Kräutergarten Beet Beetnachbarn Pflanzpartner

Die Beetnachbarn sollten gut gewählt werden [Foto: Drozdowski/ Shutterstock.com]

Tipp 9: Aus Klein wird Groß

Am besten lässt sich der Rosmarin über Stecklinge vermehren. Dazu wird einfach die etwa 10 cm lange Triebspitze einer bereits ausgewachsenen Pflanze abgeschnitten. Die unteren Blätter der Pflanze werden entfernt und der Steckling etwa 5 cm weit in den Boden gedrückt. Die Erde sollte etwas angefeuchtet werden, ein transparenter Folienbeutel über dem Topf sorgt für das richtige Klima. Sobald sich kräftige Wurzeln und die ersten neuen Blätter zeigen, kann der Rosmarin seinen neuen Platz im Beet oder Blumentopf einnehmen. Die Aussaat von Rosmarin ist dagegen nicht zu empfehlen. Die Samen sind sehr unzuverlässig, nur etwa 15 % schaffen es am Ende überhaupt zur erwachsenen Pflanze.

Rosmarin Töpfe im Gewächshaus Küchenkräuter Stecklinge

Am besten lässt sich der Rosmarin über Stecklinge vermehren [Foto: Julie Clopper/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Rein in den Topf

Rosmarin kann im eigenen Garten prächtig gedeihen. Aber auch im Topf lässt er sich leicht anbauen. Der Vorteil: Die Pflanze kann bei Bedarf (zum Beispiel zum Überwintern) schnell transportiert werden, ohne dass lästiges Ausgraben anfällt. Beim Kauf des Kübels sollten Sie darauf achten, dass der Kübel groß genug ist und zusätzlich über Ablauflöcher verfügt. Rosmarin reagiert empfindlich auf Staunässe und in zunehmendem Alter auch auf häufiges Umtopfen. Als Substrat sollten Sie herkömmliche Kübelpflanzerde nutzen und diese großzügig mit Sand und Ton mischen, schließlich mag der Strauch lieber einen humusarmen, mineralischen Boden.

Rosmarin Steckling einpflanzen Topf

Auch im Topf gedeiht Rosmarin [Foto: Floki/ Shutterstock.com]

Tipp 7: Finger weg vom Dünger

Dünger ist ein Muss für gutes Wachstum? Nicht beim Rosmarin. Das mediterrane Kraut kommt sehr gut ohne zusätzlichen Dünger aus, schließlich ist die Pflanze an den kargen Boden des Mittelmeerraumes angepasst. Zu viel Dünger ist also eher eine Zeit- und auch Geldverschwendung. Einzig im Frühjahr können Sie der Pflanze mit etwas Kompost oder Volldünger unter die Arme greifen. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr. Rosmarin im Topf darf dagegen etwas mehr gedüngt werden. Ab dem Frühjahr bis etwa Mitte August kann alle zwei Monate etwas organischer Dünger gegeben werden. Statt zu düngen, können Sie dem Rosmarin aber auch anders eine Freude machen. Die Pflanze mag kalkhaltige Böden und freut sich über ein bis zwei Kalkgaben im Jahr.

Rosmarin in Topf einpflanzen düngen Küchenkräuter

Rosmarin sollte nicht gedüngt werden [Foto: Ari N/ Shutterstock.com]

Tipp 6: Wasser sparen

Beim Gießen ist es wie beim Düngen: Der Rosmarin braucht nicht viel. Nur in längeren Trockenphasen sollte der Rosmarin wirklich regelmäßig gegossen werden, ansonsten kommt die mediterrane Pflanze auch ohne Wasser aus der Gießkanne aus. Empfindlich reagiert der Rosmarin dagegen auf zu viel Wasser. Staunässe bekommt dem Strauch leider gar nicht. Vor jeder Wassergabe sollte deshalb geprüft werden, ob die Erde um den Rosmarin gut durchgetrocknet ist. Sollte das nicht der Fall sein, ist die Zeit für mehr Flüssigkeit noch nicht gekommen.

Rosmarin und Thymian Topf mit Gieskanne auf Holz Gießen

Rosmarinpflanzen braucht man nicht häufig gießen [Foto: Sentelia/ Shutterstock.com]

Tipp 5: Der richtige Schnitt

Mindestens einmal im Jahr sollte der Rosmarin einen Pflegeschnitt bekommen. Ansonsten wächst er Ihnen, im wahrsten Sinne des Wortes, über den Kopf. Einige Sorten können schließlich eine stattliche Höhe von zwei Metern erreichen. Des Weiteren wächst der Strauß ohne Schnitt sehr auseinander und wird schlaksig. Um eine kompakte Form zu erhalten, darf er im Frühjahr gerne etwas gestutzt werden. Auch starkes Verholzen, zu dem der Rosmarin gerne neigt, wird durch einen regelmäßigen Schnitt abgeschwächt.

Rosmarin schneiden Hände Schere

Die Pflanze sollte regelmäßig zugeschnitten werden [Foto: Alexander Raths/ Shutterstock.com]

Tipp 4: Frostige Zeiten

Obwohl Rosmarin bis zu einer Temperatur von -10°C frostresistent ist, überlebt die wärmeliebende Pflanze den Winter in Deutschland ohne Hilfe oft nicht. Die besten Chancen hat der Rosmarin beim Überwintern im Haus. In einem trockenen Raum mit einer Temperatur von 4 bis 12°C kann der Rosmarin bis zum nächsten Frühling ausharren. Wichtig ist, dass der Raum durch Sonnenlicht erhellt wird, schließlich ist Rosmarin eine immergrüne Pflanze. Soll die Pflanze doch im Garten überwintern, müssen ebenfalls Maßnahmen ergriffen werden. Etwa 40 cm sollte die Pflanze mit trockenem Laub, Reisig oder Fichtenzweigen zum Schutz gegen den Frost bedeckt werden. Trotzdem muss genügend Luft an den Rosmarin gelangen. Tendenziell verkraften große Pflanzen mit gut ausgeprägten Wurzeln den Winter besser als Stecklinge oder geschwächte Pflanzen.

Rosmarin im Topf Küchenkräuter

Im Inneren kann man Rosmarin überwintern [Foto:  Antigoni Lekka/ Shutterstock.com]

Tipp 3: Raus aus dem Garten

Ist der Rosmarin groß und kräftig, kann endlich geerntet werden. Schließlich steht er ja nicht nur als Dekoration im Beet, sondern schmeckt auch noch hervorragend. Im Regelfall kann der Rosmarin das ganze Jahr geerntet werden, sodass Ihnen immer frische Kräuter zur Verfügung stehen. Beim Ernten können die einzelnen Blätter abgezupft oder aber die ganze Triebspitze mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Der richtige Zeitpunkt für die Ernte (aus dem Garten) ist übrigens der späte Vormittag oder nach einigen Tagen ohne Regen. Auch wenn man es vermuten könnte, hat dies nichts mit einem Aberglauben zu tun, sondern ist tatsächlich von Bedeutung. So wird nämlich sichergestellt, dass die Nadeln möglichst trocken sind. Bleibt bei der Verarbeitung dann etwas übrig oder soll getrocknet werden, sinkt die Gefahr von Schimmelbefall und die Kräuter bleiben aromatischer.

Rosmarin frisch pflücken Hand Beet Garten Küchenkräuter

Rosmarin kann das ganze Jahr über geerntet werden [Foto: Nektarstock/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Nicht nur frisch ein Genuss

Wer nicht immer in den Garten laufen möchte, um frischen Rosmarin zu holen, kann die aromatische Pflanze auch ganz einfach trocknen. Nutzen Sie hierfür keine beschädigten Nadeln, da diese das Aroma verlieren. Breiten Sie die guten Blätter auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Tablett aus. Regelmäßiges Wenden und ein gut belüfteter, zimmerwarmer Ort erledigen den Rest. Ob der Rosmarin wirklich trocken ist, erkennt man daran, dass die Nadeln rascheln und beim Zerdrücken knistern. Die getrockneten Nadeln sollte man in Gläsern, Blechdosen oder Porzellan aufbewahren. In keinem Fall sollten Sie aber in Plastik gelagert werden – dies verfälscht ihr schönes Aroma.

Getrockneter Rosmarin im Glas Küchenkräuter

Getrocknet lässt sich Rosmarin noch länger verwenden [Foto: 5PH/ Shutterstock.com]

Tipp 1: Ein wahrer Alleskönner

Der Rosmarin ist nur für die Küche geeignet? Falsch gedacht. Neben gut riechen und schmecken hat dieses Kraut noch andere Fähigkeiten. Die ätherischen Öle, die vor allem in den Blättern vorkommen, sind nämlich wahre Wunderwaffen der Hausmedizin. Sie helfen zum Beispiel bei Blähungen und Völlegefühl, was sie ideal zum Würzen von deftigen Speisen macht. Aber auch bei Muskelkater oder Kreislaufbeschwerden, kann ein Bad mit dem Öl Linderung verschaffen. Frauen profitieren sogar in zweifacher Hinsicht: Rosmarin kann nicht nur Menstruationskrämpfe lindern, sondern auch bei Wechseljahrsbeschwerden unterstützend wirken. Aber Vorsicht: In der Schwangerschaft wird von der Nutzung Rosmarins dringend abgeraten.

Rosmarin mit Mörser auf Holz verwenden

Die Verwendungsmöglichkeiten von Rosmarin sind vielseitig [Foto:  Luisa Puccini/ Shutterstock.com]

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