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10 Tipps zum Anbau von Minze

Aromatisch, lecker und sogar heilsam – Minze ist viel mehr als ein beliebter Kaugummi-Geschmack. Mit diesen Tipps gedeiht die Minze auch bei Ihnen.

Frische Pfeferminze in Holzschale auf Holz

Minze ist sehr vielseitig [Foto: Oxana Denezhkina/ Shutterstock.com]

Pfefferminze kennt wohl jeder: Als Kaugummi oder Tee ist der Geschmack dieser Minze-Sorte wohlbekannt. Aber die Minze (Mentha) hat noch viel mehr zu bieten: Von fruchtiger Ananas-Minze bis zur gefragten Mojito-Minze zeigt die Pflanze ein erstaunliches Sorten- und Geschmacksspektrum. Und auch als Heil- und Küchenpflanze zeigt sich das grüne Kraut vielseitig. Damit Sie die aromatischen Blätter auch zu Hause genießen können, zeigen wir Ihnen zehn Tipps für einen gelungenen Anbau.

Tipp 10: Minze Sortenvielfalt

Ananasminze

Die Ananasminze schmeckt tatsächlich nach Ananas [Foto: ChWeiss/ Shutterstock.com]

Kaum eine Pflanze hat eine solche Sortenvielfalt wie die Minze: Von A wie Acker- bis Z wie Zitronenminze bietet die Pflanze eine Vielzahl von Möglichkeiten. Und jede schmeckt anders: Ananas- oder Grapefruitminze (Mentha rotundifolia variegata bzw. Mentha suaveolens x piperita) schmecken fruchtig und gleichen im Aroma ihren Namensgebern. Die berühmte Pfefferminze dagegen ist durch ihren hohen Anteil an ätherischen Ölen besonders intensiv und hat einen frischen, beinahe scharfen Geschmack. Schokoladenminze (Mentha x piperita var. piperita) riecht so gut wie der Name es vermuten lässt und ist besonders zu Desserts ein wahrer Genuss. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf überlegen, welche Sorte Sie bevorzugen. Die richtige Minze ist und bleibt letztendlich doch Geschmackssache.

Tipp 9: Die Minze und ihr Standort

Pfefferminze im Garten

An ihren Standort stellt Minze keine großen Ansprüche [Foto: Songsak P/ Shutterstock.com]

Die Minze ist keine besonders anspruchsvolle Pflanze und damit super für Anfänger geeignet. Besonders mag sie warme und sonnige Standorte, aber nur solange sie nicht direkt der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist. Aber auch Halbschatten oder Schatten verträgt sie in der Regel problemlos. Ihren Boden mag die Minze am liebsten locker und schön durchlässig. Ist der Boden zusätzlich noch nährstoffreich und kalkhaltig, schwebt die Minze auf Wolke Sieben und schießt besonders schnell in die Höhe.

Tipp 8: Minze anziehen und vermehren

Pfefferminze Jungpflanze in Topf

Pfefferminze kann auf verschiedene Weise vermehrt werden [Foto: Sunti/ Shutterstock.com]

Gleich drei Methoden stehen einem bei der Anzucht einer Minze zur Auswahl. Natürlich kann man die Minze ganz klassisch aussäen; Samen zu verschiedenen Sorten gibt es in beinahe jedem Fachgeschäft zu kaufen. Diese können ab Anfang Mai direkt ins Feld ausgebracht oder schon im zeitigen Frühjahr im Haus vorgezogen werden. Wer aber schon eine Minze zu Hause hat, kann Sie auch ganz einfach selbst vermehren. Schneidet man die Rhizome (also die unterirdischen Sprossteile), über welche die Minze Ausläufer bildet, heraus, kann man aus ihnen neue Pflanzen ziehen. Dafür muss man sie nur an eine neue Stelle pflanzen und gut angießen. Aber auch über Stecklinge lässt sich die Minze ohne Probleme vermehren.

Tipp 7: Minze aus dem Supermarkt

Pfefferminze im Supermarkt

Das Plastikfolie sollte man nicht sofort entfernen [Foto: Parn Soranut/ Shutterstock.com]

Wer den Zeitpunkt für die Aussaat verpasst oder lieber ohne Warten genießen will, kann ausgewachsene Minze auch einfach im Supermarkt kaufen. Doch anstatt die Plastiktöpfe samt Pflanzenreste nach dem Gebrauch einfach wegzuwerfen, kann man die Minze als Topfpflanze weiterpflegen. Wichtig hierbei: Entfernen Sie die Plastikfolie nicht sofort, sondern krempeln Sie diese jeden Tag einen Zentimeter herunter. So haben die empfindlichen Jungpflanzen Zeit, sich allmählich an das neue Klima zu gewöhnen. Auch regelmäßiges Gießen darf nicht vergessen werden (aber nicht übertreiben, sonst gehen die Pflänzchen an Staunässe ein). Ist die Plastikfolie erst einmal herunter, können die Pflanzen meist problemlos in einen neuen, größeren Topf umziehen. Tipp: Verwenden Sie am besten eine gute Kräutererde, um der Minze einen schönen Start in ihr zweites Leben zu ermöglichen. Folgende Produkte haben sich bei uns bewährt:
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • NEUDORFF Neudofix WurzelAktivator: Organischer PK-Dünger aus pflanzlichen Stoffen, verringert das Ausfallrisiko bei der Jungpflanzenanzucht, bei der Stecklingsvermehrung und beim Umtopfen von Pflanzen
  • Zimmergewächshaus: Mini-Gewächshaus mit wasserdichter Plastikwanne und durchsichtiger Abdeckhaube.

Tipp 6: Topf oder Beet?

Pfefferminze im Topf

Minze kann man sowohl im Topf als auch im Beet pflanzen [Foto: IAM PRAWIT/ Shutterstock.com]

Minze im Topf oder im Beet? Das ist wohl eine Glaubensfrage. Fakt ist aber: Die Minze fühlt sich sowohl im Haus, als auch im Garten pudelwohl. Ein großer Vorteil des Topfes ist es aber, dass die Minze nicht wild wuchern kann. Im Garten übernimmt die schnellwachsende Minze oft die Kontrolle über das Beet und verdrängt andere Pflanze. Abhilfe schafft da nur ein regelmäßiger Rückschnitt. Der darf auch ruhig etwas rabiater ausfallen. In der Regel verkraftet die Minze die Pflegemaßnahme problemlos. Kälte dagegen ist für die Minze kein Problem. Auch im Garten überlebt sie strengen Frost und eisige Temperaturen. Wer seine Minze also lieber im Garten als im Topf hält, braucht sich auch im Winter keine Sorgen zu machen.

Tipp 5: Minze richtig gießen

Gießkanne mit Pfefferminze

Minze im Topf benötigt mehr Wasser als im Beet [Foto: aprilwilsonphotos/ Shutterstock.com]

Frische Minze ist nicht nur eine schöne Abwechslung als Zusatz  für Ihr Wasser – die Pflanze mag es auch gerne feucht. Gerade im Sommer sollte der Boden um die Minze nie vollständig austrocknen. Aber auch Staunässe sollte vermieden werden, ansonsten haben Pilzkrankheiten und Fäule leichtes Spiel. Regelmäßige Kontrolle und  das richtige Mittelmaß sind also gefragt. Beachten Sie auch, dass Topfpflanzen öfter Wasser benötigen als ihre Schwestern im Beet. Das liegt daran, dass das Wasser im Topf schneller verdampft und den Pflanzen so nicht mehr zur Verfügung steht. Regelmäßiges Gießen ist also Pflicht.

Tipp 4: Minze düngen

Pfefferminze mit Dünger im Beet

Einmal im Monat düngen reicht völlig aus [Foto: Mila Atkovska/ Shutterstock.com]

Auch die pflegeleichte Minze freut sich ab und zu über etwas zusätzlichen Dünger. Bewährt haben sich vor allem organische Alternativen wie Kompost, Mist oder Bio-Dünger. Diese geben die Nährstoffe langsamer und gleichmäßiger an die Pflanze ab und sorgen so für ein ideales Wachstum. Aber Obacht: Auch für die Minze kann zu viel des Guten schädlich sein. Bekommt die Minze zu viele Nährstoffe, schießt sie schlagartig in die Höhe – sehr zum Leidwesen des Aromas, welches durch das schnelle Wachstum an Intensität verliert. Einmal pro Monat etwas Dünger sollte die Pflanze optimal versorgen, ohne dass ihr Geschmack verloren geht.

Tipp 3: Die Minze und der Rostpilz

Stechpalme mit Rostpilz auf blatt

Bei feuchtem Wetter kann sich Rostpilz auf den Blättern bilden [Foto: Kazakov Maksim/ Shutterstock.com]

Eigentlich ist die Minze wirklich äußerst anfängerfreundlich. Nicht nur ist sie besonders pflegeleicht, auch ihre Anfälligkeit für Krankheiten ist nicht besonders hoch. Nur ein Rostpilz (auch Pfefferminzrost genannt) kann die aromatische Pflanze gerade bei feuchtem Wetter plagen. Dabei treten kleine, rostartige Flecken auf der Unterseite der Blätter auf, die sich zu beulenartigen Wucherungen ausbreiten können. Hier hilft nur Schadensbegrenzung: Betroffene Blätter sollten sofort entfernt und entsorgt werden. Aber keine Sorge: Im Normalfall wachsen die verlorenen Blätter innerhalb kurzer Zeit wieder gesund nach.

Tipp 2: Minze ernten

Pfefferminz getrocknet in Schüssel

Die Minzblätter können jederzeit geerntet werden [Foto: HandmadePictures/ Shutterstock.com]

Für die Minze gibt es keine richtige Erntezeit: Vom Frühjahr bis in den Herbst können die aromatischen Blätter von der Pflanze genommen werden. Das Aroma ist aber vor der Blüte (also im Frühsommer) besonders intensiv. Dabei können sowohl ganze Triebe wie auch einzelne Blätter geerntet werden, so wie es in der Küche gerade gebraucht wird. Die letzte Ernte sollte im Herbst vor den ersten Frösten eingefahren werden. Dabei empfiehlt es sich, die überzähligen Blätter zu trocknen. So behalten diese ihr frisches Aroma und sind noch monatelang in der Küche einsetzbar.

Tipp 1: Minze verwenden

Pfefferminzöle mit Blättern

Pfefferminzöl ist ein bekanntes Heilmittel [Foto: AmyLv/ Shutterstock.com]

Minze ist überaus vielfältig: Nicht nur als Geschmack für Kaugummis und Zahnpasta, sondern auch als Dessert, Getränk oder Gewürz findet die Pflanze Verwendung. Aber auch außerhalb der Küche macht die Minze eine gute Figur. Besonders die Pfefferminze (und hier besonders das Pfefferminzöl) ist ein bekanntes Heilmittel. Sie lindert Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen. Aber auch bei Schnupfen und Husten kann die Pfefferminze unterstützen und hilft beim Abtransport des festsitzenden Schleims. Die Zitronenminze dagegen sorgt für ruhige Nächte: Ihr Geruch wird von Mücken gemieden, so dass diese schon bald das Weite suchen.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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