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Blutweiderich: Standort, Schneiden & Verwendung

Der Blutweiderich macht jedes Teichufer zum Blickfang. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen stört ihn Staunässe nämlich gar nicht. Aber auch an weiteren Plätzen im Garten fühlt sich der anpassungsfähige Blutweiderich wohl.

Lythrum salicaria
Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen stört den Blutweiderich Staunässe nicht [Foto: Irina Papoyan/ Shutterstock.com]

Sogar in seichtem Wasser, aber auch auf frischen Gartenböden gedeiht der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria). Die dekorativen Blüten ziehen Insekten an und können, wie die Wurzeln, angeblich bei verschiedenen Beschwerden Abhilfe schaffen. Wie Sie diese besondere Pflanze auch in Ihrem Garten pflegen können, erfahren Sie hier.

Blutweiderich: Blütezeit, Eigenschaften und Herkunft

Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) ist eine beliebte Zierpflanze, die früher auch in der Heilkunde verwendet wurde. Die Gattung der Blutweideriche (Lythrum) aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) umfasst etwa 35 Arten. Der Gewöhnliche Blutweiderich zählt zu den ausdauernden, krautigen Vertretern der Gattung und verholzt mit der Zeit. Die Staude kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Europa und Asien findet man ihn meist an feuchten Stellen. Teile seiner Triebe können sogar im Wasser wachsen. Die lanzettlichen Blutweiderich-Blätter sind jeweils zu dritt in einem Quirl angeordnet. Von Juni bis September zeigt der Blutweiderich in der Blütezeit seine purpurne Farbenpracht. Die Blüten sitzen in traubigen oder ährigen Blütenständen an den Trieben. Eine weitere bei uns bekannte Art für den Garten ist der Ruten-Blutweiderich (Lythrum virgatum). Seine Blüten sehen denen des Gewöhnlichen Blutweiderichs sehr ähnlich. Sie sitzen allerdings am Ende der bis zu einem Meter hohen, kahlen Triebe.

Hummel auf Blutweiderich
Auch Insekten besuchen den Blutweiderich regelmäßig, darunter Bienen und Hummeln [Foto: delyrie/ Shutterstock.com]

Ist Blutweiderich bienenfreundlich? Ja, der Blutweiderich wird von Bienen, aber auch von Schwebfliegen, Hummeln und Schmetterlingen besucht und bietet reichlich Nektar.

Die schönsten Arten und Sorten

Vom Gewöhnlichen Blutweiderich existieren viele Sorten in verschiedenen Farben und Größen. Auch eine andere Blutweiderich-Art, der Ruten-Blutweiderich, ist als Zierpflanze bekannt.

Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria)

  • Lythrum salicaria ‘Robert’: Mit 60 – 80 cm Höhe bleibt diese Blutweiderich-Sorte eher klein und kompakt.
  • Lythrum salicaria ‘Blush’: Auch diese Sorte wird mit etwa 70 cm nicht groß und besticht durch ihre Blüten in einem hellen Rosa.
Rosa Blüte des Blutweiderich
Einige Sorten, wie zum Beispiel der Blutweiderich ‘Blush’ blühen in einem hellen Rosa [Foto: Josie Elias/ Sutterstock.com]
  • Lythrum salicaria ‘Robin’: Diese Sorte erblüht in Purpurrosa und wächst kompakt bis zu einer Höhe von 80 cm.
  • Lythrum salicaria ‘Feuerkerze’: Dieser Blutweiderich kann sogar 1,20 m hoch werden und blüht in Rosa.

Ruten-Blutweiderich (Lythrum virgatum)

  • Lythrum virgatum ‘Dropmore Purple’: Der Blutweiderich ‘Dropmore Purple’ bildet purpurrote, stattliche Blüten und wird etwa 80 cm groß.
  • Lythrum virgatum ‘Swirl’: Mit rosafarbenen Blüten und einem lockeren Blütenstand überzeugt die Sorte ‘Swirl’. Sie wird etwa 70 cm hoch.
Lila Blüte des Blutweiderich
Der Ruten-Blutweiderich hat verzweigte Blütenstände [Foto: Vankich1/ Shutterstock.com]

Blutweiderich pflanzen: Standort und Aussaat

Solange der Boden ausreichend feucht ist, kann der Blutweiderich an einem Standort in der Sonne stehen. Wenn Sie einen Gartenteich besitzen, können Sie den Blutweiderich am besten am Teichufer einpflanzen. Dort kann er sogar in der Flachwasserzone bis zu 10 cm tief im Wasser wachsen. Die robuste Pflanze verträgt aber auch Gartenböden mit geringerer Feuchte, jedoch sollte er dann im Halbschatten stehen. Allerdings fällt im Schatten auch die Blüte spärlicher aus. Damit die Erde länger feucht bleibt, können Sie den Blutweiderich in einem Topf in den Gartenboden pflanzen. Wenn das Gefäß nur ein paar Abflusslöcher besitzt, kann weniger Wasser abfließen und die Staude lässt sich besser feucht halten. In den Topf füllen Sie dann am besten ein gut wasserspeicherndes Substrat, wie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde. Sie besteht aus natürlichen Rohstoffen und der Nährstoffvorrat versorgt den Blutweiderich nach der Pflanzung mit allen wichtigen Nährelementen. Von Frühjahr bis Herbst können Sie den Blutweiderich in kleinen Trupps von maximal zehn Exemplaren pflanzen – so kommt die Staude gut zur Geltung. Halten Sie dabei einen Abstand von etwa 50 cm zu anderen Pflanzen ein.

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Tipp: Aufgrund seiner wasserreinigenden Wirkung wird der Blutweiderich auch häufig in der Reinigungszone von Schwimmteichen eingesetzt.

Blutweiderich im Kübel: Es ist auch möglich, den Blutweiderich im Kübel zu halten. Dieser sollte ausreichend groß sein, damit der Wurzelballen genug Platz hat. Wenn Sie den Topf auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen, kann sich der Blutweiderich selbst versorgen und Sie sehen immer sofort, wenn der Wasservorrat zur Neige geht.

Blutweiderich am Teich
In der Nähe von Gewässern fühlt sich der Blutweiderich am wohlsten [Foto: Alexander Denisenko/ Shutterstock.com]

Die richtige Pflege von Blutweiderich: Schneiden und Co.

Der robuste Blutweiderich ist in der Pflege sehr unkompliziert. Ab und zu sollten Nährstoffe nachgeliefert werden und der Boden sollte stets leicht feucht sein.

Gießen Sie immer so viel, dass die Erde befeuchtet oder sogar nass ist. Trockenheit mag der Blutweiderich nämlich gar nicht. Steht er am Teich, so muss kaum gegossen werden. Bei Kübelpflanzen sollte im Untersetzer stets Wasser stehen.

Wilder Blutweiderich
Damit sich der Blutweiderich prächtig entwickelt sollte er regelmäßig gegossen werden [Foto: Beekeepx/ Shutterstock.com]

Um eine gute Nährstoffversorgung sicherzustellen, sollte der Blutweiderich einmal im Frühjahr mit einem Langzeitdünger versorgt werden. Dafür eignet sich ein Dünger mit hohem organischem Anteil, wie zum Beispiel unser Plantura Bio-Universaldünger. Er versorgt die Pflanze über drei Monate und muss für den Blutweiderich nur einmal angewendet werden. Zum Großteil besteht er aus organischen Inhaltsstoffen und muss nur leicht in den Boden eingearbeitet werden. Wenn Sie einen Kompost besitzen, können Sie alternativ auch zwei Liter davon beim Einpflanzen des Blutweiderichs mit in die Erde geben.

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Damit er wieder schön austreibt, sollten Sie den Blutweiderich schneiden. Ein Rückschnitt ist sowohl im Herbst als auch im Frühjahr möglich.
Der Rückschnitt nach der Blüte im Herbst verhindert vor allem die Selbstaussaat und unkontrollierte Ausbreitung des Blutweiderichs. Schneiden Sie dafür die Triebe an der Basis kurz über dem Boden ab. Die Blütenstände werden dadurch entfernt und eine Frucht- und Samenbildung ist nicht mehr möglich.
Wenn Sie auf den Rückschnitt im Herbst verzichten, können Sie sich noch an der schönen Verfärbung der Blutweiderich-Blätter erfreuen. In diesem Fall sollte der Blutweiderich im folgenden Frühjahr zurückgeschnitten werden, damit er wieder kräftig austreiben kann.

Ist Blutweiderich winterhart?

Der Blutweiderich ist winterhart und erträgt Temperaturen von bis zu – 40 °C. Kübelpflanzen sollten in kalten Wintern mit Vlies umwickelt werden, damit das Substrat nicht durchfriert und der Topf nicht gesprengt wird.

Blutweiderich vermehren

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Blutweiderich zu vermehren. Die Pflanze produziert viele Samen und ist selbst sehr vermehrungsfreudig. Wird nach der Blüte nicht zurückgeschnitten, so stehen wahrscheinlich bald noch einige weitere Exemplare in der Umgebung. Über Saatgut wird der Blutweiderich zwar nicht sortenrein vermehrt, Sie können die Samen aber auch absammeln und selbst an der gewünschten Stelle ausbringen. Die Aussaat findet im Frühjahr statt und die Samen sollten bei einer Temperatur von etwa 15 °C gehalten werden.

Blutweiderich-Strauch im Schnee
Der Blutweiderich ist gut winterhart [Foto: Jarkko Jokelainen/ Shutterstock.com]

Zur sortenreinen Vermehrung können auch Stecklinge geschnitten werden. Dafür wird im Frühjahr ein junger Trieb abgeschnitten, dessen Teile auf mehrere Töpfe verteilt werden können. Alternativ können mehrere Stecklinge von den Triebspitzen abgetrennt werden. Stecken Sie diese bis zu den Blättern in Töpfe mit Anzuchterde und halten Sie sie warm und feucht. Spezielle Anzuchterden wie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde enthalten weniger Nährstoffe, damit sich die Wurzeln der kleinen Pflanzen prächtig entwickeln. Unsere Erde ist torffrei und für den biologischen Landbau zugelassen. Wenn sich neue Blätter bilden, haben die Stecklinge Wurzeln gebildet und können zunächst in nährstoffreichere Erde und dann ins Beet gepflanzt werden.

Im Frühjahr kann der Blutweiderich außerdem durch die Teilung des Wurzelballens vermehrt werden. Dafür muss die Pflanze zuvor ausgegraben werden.

Tee aus Blutweiderich-Blüten
Ein Blutweiderich-Tee soll bei Magen-Darm Problemen helfen [Foto: Bankiras/ Shutterstock.com]

Wirkung und Verwendung

Der Blutweiderich enthält unter anderem Gerbstoffe und ätherische Öle, was ihn auch für die Heilkunde interessant macht. Verwendet werden vor allem die Wurzeln, getrocknet und als Blutweiderich-Tee aufgekocht, sowie die Blüten. Die Gerbstoffe wirken harntreibend und blutstillend. Auch bei Entzündungen, Durchfall oder Infektionskrankheiten soll Blutweiderich helfen. Die heimische Wildstaude bietet zudem Bienen und anderen Insekten Nahrung und kann nebenbei noch als Schnittblume verwendet werden.

Ist Blutweiderich giftig?

Weder für Menschen noch für Tiere ist der Blutweiderich giftig. Er kann bedenkenlos in den Garten gepflanzt werden und soll sogar heilende Wirkungen haben.

Der Augentrost (Euphrasia officinalis) gehört ebenfalls zu den heimischen Arzneipflanzen. Bei uns erfahren Sie alles zu Vorkommen, Anbau und Heilwirkung von Augentrost.

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